Fractal Design – Define C

Mit dem Define C haben wir heute einen sehr kompakten Midi-Tower von Fractal Design im Test, welcher trotz seiner geringen Abmessungen ein ATX-Mainboard aufnimmt und zudem ein ausgeklügeltes Kühlkonzept in Kombination mit weiteren Features der Define-Modellreihe bieten soll.

Welche Details in dem neuen Define C stecken und wie sich der kompakte Midi-Tower von Fractal Design in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Abmessungen: 210 x 413 x 453 mm (BxHxT)
  • Laufwerke intern: 3 x 2.5″“ + 2 x 3,5″
  • Lüfter:
    (vorne): 3x 120 / 140mm / davon 1x 120mm vorinstalliert
    (hinten): 1x 120 / davon 1x 120mm vorinstalliert
    (oben): 2x 120 / 140mm
    (unten): 1x 120
  • Front I/O: 2x USB 3.0, 1x Mikrofon, 1x Kopfhörer
  • Gewicht: 7,4kg
  • Slotblenden: 7
  • Netzteilposition: unten
  • Grafikkarten bis max. 315mm (340mm ohne Frontlüfter)
  • CPU-Kühler bis max. 170mm Höhe
  • Netzteil bis max. 175 mm

Lieferumfang:

  • Define C in der erworbenen Version
  • Schraubenset
  • Kabelbinder
  • Staubfilter
  • Bedienungsanleitung und Garantiehinweis

Design und Verarbeitung:

Auch bei dem Define C verwendet Fractal Deisgn eine neutrale Verpackung, deren Design wir in der Zwischenzeit nur zu gut kennen. Auf jeder Seite der OVP ist das Fractal Design Logo sowie der Gehäusename abgedruckt.
Auf der Vorderseite ist neben einer kurzen Beschreibung des Gehäuses eine Skizze des Define C zu finden.

Die technischen Details wurden auf der linken Verpackungsseite aufgedruckt. Die Verpackungsrückseite wurde mit einer Explosionszeichnung des Define C bedruckt, neben welcher eine entsprechende Beschreibung der einzelnen Bauteile zu finden ist.

Innerhalb der OVP ist das Define C mittels Styropor geschützt. Somit übersteht es auch ohne weitere Umverpackung einen Transport zum Käufer unbeschadet.

Äußeres Erscheinungsbild

Wie es auch schon in der Vergangenheit bei den Define Modelle von Fractal Design der Fall war, gibt es auch das neue Define C in verschiedenen Versionen. Das Define C gibt es in der von uns in diesem Test herangezogenen Variante ohne Sichtfenster und in einer Version mit Sichtfenster.

Gleich nach dem Auspacken wird vielen auffallen, dass das Define C auf den ersten Blick den beiden größeren Define Modellen, dem Define R5 und Define S recht ähnlich sieht, aber deutlich kompakter ausfällt.
Das wichtigste Designelement ist auch bei dem Define C die geschlossene Gehäusefront, welche für das sehr schlichte Auftreten des Gehäuses verantwortlich ist.

Diese ist aus schwarzem Kunststoff gefertigt und in einem gebürsteten Aluminiumdesign gehalten.

Fractal Design hat sie nicht, wie es bei den meisten Gehäusen der Fall ist, mit dem Herstellerlogo verziert, sondern bleibt seiner dezenten Linie treu.
Im Vergleich zum Define R5 setzt Fractal Design hier nicht auf eine Frontklappe, welche geöffnet werden kann, sondern auf eine fest verbaute Front. Die Option externe Laufwerke verbauen zu können, entfällt somit gänzlich.
Die Gehäusefront kann jedoch ebenfalls ganz einfach von dem Gehäuse abgenommen werden. Auf der Innenseite wurde die Kunststofffront mit einer Dämmmatte ausgestattet.

Hinter der Kunststofffront findet man einen großen Staubfilter vor, welcher sich fast über die gesamte Gehäusehöhe erstreckt. An der Gehäusefront wurde seitens Fractal Design schon ein 120-mm-Lüfter vormontiert. Neben diesem lassen sich hier noch zwei weitere 120-mm-Lüfter montieren. Eine Montage von drei 140-mm-Lüftern anstelle von 120-mm-Lüftern ist ebenso möglich.

Bei dem verbauten Lüfter handelt es sich um den noch recht neuen Fractal Design Dynamic X2 GP12, welchen wir auch schon für euch im Test hatten.

Das I/O-Panel wurde in die Oberseite der Kunststofffront eingearbeitet. Neben der Power- und Resettaste wurden hier auch die obligatorischen Audioanschlüsse untergebracht. Zudem befinden sich hier noch zwei USB 3.0 Anschlüsse.

Betrachtet man Letztere einmal etwas genauer, so wird einem auffallen, das Fractal Design sogar bei diesen Anschlüssen wert auf ein stimmiges Gesamtbild gelegt hat, wodurch diese nicht wie sonst üblich in blau, sondern in schwarz ausgeführt wurden.
Im Vergleich zum größeren Define R5 muss das Define C jedoch mit zwei USB 2.0 Anschlüssen sowie der beim Define R5 integrierten Lüftersteuerung weniger auskommen.

Die Gehäusefront ist nahtlos an das Gehäuse angepasst. Mit einem Blick auf die Oberseite des Gehäuses findet man eine große Blende vor, wie wir sie in ähnlicher Form schon von anderen aktuellen Modellen der Define Serie kennen.

Hierbei handelt es sich um die sogenannte Moduvent™ Lüfterabdeckung, welche dafür sorgen solle, dass man sich für einen leisen Betrieb oder die maximale Kühlleistung des Systems entscheiden kann. Im Detail handelt es sich um eine Kunststoffblende, welche in den Gehäusedeckel geklippt ist. An ihrer Unterseite wurde eine Dämmmatte angebracht.
Unter dieser Blende befindet sich ein großflächiges Wabengitter, welches als Luftauslass dient.
Hinter diesem können bis zu zwei 120mm bzw. 140-mm-Lüfter verbaut werden. Verbaut man entsprechende Lüfter unterhalb des Gehäusedeckels oder will man diesen lediglich als passiven Luftauslass nutzen, so kann man den im Lieferumfang enthaltenen Staubfilter anstelle der Blende montieren.

Mit einem Blick auf die Rückseite des Gehäuses findet man im oberen Bereich direkt neben dem Ausschnitt für das I/O-Panel ein Wabengitter vor, hinter welchem der zweite, schon vormontierte 120-mm-Lüfter zu finden ist.

Fractal Design typisch wurden die Slotblenden in einem kontrastreichen Weiß gehalten. Der Einbauplatz für das ATX-Netzteil befindet sich, wie es in der Zwischenzeit üblich ist an der Unterkante des Gehäuses. Dieser wurde jedoch nicht wie mittlerweile üblich mit acht Montagebohrungen ausgestattet, sondern mit einer Metallblende versehen, welche mit zwei Rändelschrauben am Gehäuse befestigt ist. Diese kann in zwei Richtungen montiert werden, wodurch auch in dem Define C das ATX-Netzteil in zwei Richtungen montiert werden kann.
Die beiden Seitenwände sind mit Rändelschrauben befestigt, welche so ausgeführt wurden, dass diese fest an dem Seitendeckel befestigt sind. Dies hat den Vorteil, dass man sie z.B. auf einer abgedunkelten Lanparty nicht verlieren kann.

Mit einem Blick auf die Unterseite des Gehäuses findet man auch hier einen mächtigen Staubfilter vor. Dieser erstreckt sich über die gesamte Gehäusetiefe und kann ganz einfach nach vorne herausgezogen werden.

Durch diesen großen Staubfilter wird nicht nur das Netzteil vor Staub geschützt, sondern auch das Gehäuseinnere selbst, denn vor dem Netzteil befindet sich noch ein großflächiges Wabengitter, hinter welchem ein weiterer 120-mm-Lüfter verbaut werden kann.

Einen sicheren Stand gewährleisten vier verchromte Standfüße, welche auf der Unterseite mit einer Moosgummischicht versehen wurden.

Blick ins Innere

Nimmt man die beiden Seitenwände von dem Define C ab, so ist zu erkennen, dass auch diese mit einer Dämmmatte ausgestattet sind, wie wir sie schon von der Gehäusefront und der Moduvent™ Lüfterabdeckung her kennen.

Hat man die beiden Seitenwände von dem Gehäuse abgenommen, so findet man einen sehr aufgeräumten Innenraum vor.

Fractal Design hat das Define C in zwei getrennte Klimazonen unterteilt, wodurch im unteren Bereich eine Trennwand eingezogen wurde, welche den Einbaubereich des Netzteiles physikalisch von dem des Mainboards und den Erweiterungskarten trennt. Im Vergleich zu anderen Herstellern, welche ein ähnliches Design anwenden, hat Fractal Design diese Trennwand im hinteren Bereich jedoch mit einem Lufteinlass versehen.

Durch diesen Lufteinlass wird es möglich, dass man trotz der Trennwand, welche sich dicht über dem Einbaubereich des Netzteiles befindet, das Netzteil in zwei Richtungen verbauen kann. Dieses kann dann entweder Abluft aus der oberen Klimazone nach außen befördern oder sich frische Luft durch den Gehäuseboden ansaugen.
Im vorderen Bereich wurde die Trennwand mit einer herausnehmbaren Blende versehen.

Durch diese Blende wird es möglich, dass man auch Radiatoren mit einer Größe von bis zu 360mm hinter der Gehäusefront verbauen kann.
Der Bereich um den Einbauplatz für das Mainboard ist im Vergleich zu den meisten anderen Gehäusen am Markt frei von jeglichen Laufwerkskäfigen. Hier findet man neben zwei Kabeldurchführungen lediglich eine große Aussparung vor, durch welche der gewünschte CPU-Kühler auch dann noch verbaut werden kann, wenn das Mainboard schon in dem Gehäuse verbaut ist.
Wirft man einmal einen Blick auf die Rückseite des Mainboardschlittens, so findet man hinter der Gehäusefront einen vertieften Bereich vor, welcher ein sauberes Kabelmanagement möglich machen soll.

Auf der Rückseite des Mainboardschlittens wurde im oberen Bereich eine Stahlblende angebracht, welche zur Montage von drei 2,5″-Festplatten dient. Diese ist mittels einer Rändelschraube befestigt und kann somit ganz einfach aus dem Gehäuse entnommen werden.
Schaut man sich die untere Klimazone einmal etwas genauer an, so findet man hinter der Gehäusefront einen Festplattenkäfig vor, in welchem man wahlweise zwei 2,5″- oder 3,5″-Festplatten montieren kann. 3,5″-Festplatten können hierbei zwar nicht werkzeuglos, jedoch entkoppelt montiert werden.

Im Einbaubereich für das Netzteil wurden vier Gummipuffer am Gehäuseboden angebracht, durch welche das hier verbaute Netzteil vom Gehäuseboden entkoppelt wird.

An der Gehäuserückseite wurde leider keine Moosgummischicht aufgebracht, welche wir schon von anderen Modellen der Define Reihe kennen.
Durch den von Fractal Design vorgenommen Aufbau befindet sich der Großteil aller Kabel hinter dem Mainboardschlitten, wodurch der vorderen Bereich des Gehäuses optimal von Kabeln freigehalten werden kann. Der Platz hinter dem Mainboardschlitten großzügig ausgelegt, wodurch man hier die überschüssigen Kabel problemlos unterbringen kann.
Die Verarbeitung wurde auf einem hohen Niveau ausgeführt, welches wir so auch schon von den vergangenen Modellen von Fractal Design kennen.

Montage:

Wie wir es in der Zwischenzeit von Gehäusen aus dem Hause Fractal Design kennen, setzt man in bestimmten Bereichen lieber auf eine feste Montage der Komponenten, was einen sicheren Transport der Hardware zur nächsten Lanparty garantiert, als auf eine weitestgehend werkzeuglose Montage.
Dies betrifft u.a. die Montage aller Festplatten. Zur Montage der Festplatten befinden sich zwei unterschiedliche Montagesysteme auf der Rückseite des Mainboardschlittens. Im Detail handelt es sich um einen Montagerahmen, welcher bis zu drei 2,5″-Festplatten aufnimmt und um zwei einzelne Montagerahmen, in welchen wahlweise jeweils eine 2,5″- oder 3,5″-Festplatte verbaut werden kann. Die Montage der 3,5″-Festplatten erfolgt hierbei durch die integrierten Gummipuffer entkoppelt.
Zur Mainboardmontage müssen im ersten Schritt die Abstandhalter in den Mainboardschlitten eingeschraubt werden.
Dieser Arbeitsschritt lies sich sehr einfach und ohne eine Beschädigung des Lackes vollziehen. Anschließend kann das Mainboard mittels der Schrauben aus dem Lieferumfang montiert werden.
Die Erweiterungskarten können durch die verbauten Rändelschrauben ohne entsprechendes Werkzeug befestigt werden. Je nachdem ob man hinter der Gehäusefront Lüfter verbaut, stehen einem hier 315mm oder 340mm zur Verfügung. Kommt ein Radiator zum Einsatz, so muss man dessen Tiefe mit einberechnen.
Das ATX-Netzteil kann durch die kompakten Abmessungen des Gehäuses in Kombination mit dem Zweikammerdesign nicht wie sonst üblich einfach von der linken oder rechten Gehäuseseite an den Einsatzort geschoben werden, sondern muss durch die Rückseite des Gehäuses geführt werden. Um dies zu ermöglichen, befindet sich auf der Gehäuserückseite eine Blende, welche mit zwei Rändelschrauben an dem Gehäuse befestigt ist. Diese kann somit ganz einfach von dem Gehäuse abgenommen und dann am Netzteil verschraubt werden. Anschließend kann man das Netzteil dann von der Rückseite aus in das Gehäuse schieben. Da sich die Netzteilblende in zwei Richtungen montieren lässt, ist auch die Montage des Netzteils in zwei Richtungen möglich.
Wir haben das Netzteil in unserem Test so montiert, dass der Lüfter des Netzteiles frische Luft durch den Gehäuseboden ansaugen kann.
Auch bei der Montage des CPU-Kühlers muss man bei dem Define C fast keine Kompromisse eingehen. Hier stehen einem 170mm zur Verfügung, wodurch sich fast jeder Tower-Kühler oder gar Twin-Tower-Kühler in dem Gehäuse verbauen lässt.

Auf der Rückseite des Mainboardschlittens ist zudem noch genügend Platz, damit man die nicht benötigten Kabel sehr gut verstecken kann. Durch das integrierte Kabelmanagement können die Kabel sogar recht einfach und zudem sauber verlegt werden.
Durch den Umstand das man während der Montage öfter als bei manch anderem Case zum Schraubenzieher greifen muss geht die Montage zwar nicht ganz so schnell vonstatten, jedoch ist auch die Verarbeitung der Lackierung so gut, dass eine einfache und saubere Montage der Komponenten gewährleistet ist. Eine werkzeuglose Montage hat meist nur dann einen Vorteil, wenn man die Hardware oft wechselt. Einen sicheren und vibrationsreduzierten Halt erhält man meist nur durch eine normale Montage der Hardware.

Fazit:

Mit dem Define C hat Fractal Design seine Define Serie um ein kompaktes ATX-Gehäuse erweitert, welches einem dennoch genügend Platz für eine potente Luft- oder Wasserkühlung bietet. Dies gelingt Fractal Design durch den speziellen Aufbau des Innenraumes, welcher so designt wurde, dass sich im Bereich des Mainboards keinerlei Laufwerke befinden, welche kostbaren Platz einnehmen oder den Luftstrom behindern würden. Hierdurch kann die durch die Gehäusefront angesaugte Luft sehr gut durch das Gehäuse transportiert werden, was nicht nur die Kühlleistung steigert, sondern durch geringere Verwirbelungen auch die Geräuschkulisse senkt. Dank den verbauten Dämmmatten wird die Geräuschkulisse zusätzlich gemindert. Durch die Verlegung der Laufwerkskäfige auf die Rückseite des Mainboardschlittens sowie in die untere Klimazone des Define C wird es einem zudem ermöglicht, ein sehr sauberes Kabelmanagement zu erzielen. Die Verarbeitung liegt, wie wir es in der Zwischenzeit von Fractal Design kennen, auf einem sehr hohen Level. Das Design ist Fractal Design typisch sehr schlicht und optisch ansprechend gehalten, was zudem sicherlich auch wieder viele Casemodder ansprechen wird. Für diese hält Fractal Design auch eine Window-Version des Gehäuses bereit. Preislich liegt das Define C aktuell bei knapp 80€*.

Pro

  • Sehr gute Verarbeitung
  • Auch im Innenraum lackiert
  • Optimiertes Kühldesign
  • Edles Design
  • Moddingpotential (optinal mit Sichtfenster)
  • Silentoptionen (Dämmung und Entkopplung)
  • Kabelführung
  • Rändelschrauben, welche man nicht verlieren kann

Contra

  • (Keine durchgehende werkzeuglose Montage)

Verarbeitung

Kompatibilität

Kühlmöglichkeiten

Ausstattung

Lieferumfang

Modding

Preis

  

Wir danken fractal-design.com/ für die Bereitstellung des Testmusters.