Enermax – Platimax D.F. 500W Netzteil

Mit dem Platimax D.F. 500W haben wir heute das neuste Netzteil aus der Platimax Serie von Enermax im Test, welches mit gleich zwei Neuerungen daher kommt, welche nicht nur der Optik dienen, sondern auch zur besseren Kühlung beitragen sollen.

Welche Details in dem neuen Platimax D.F. 500W Netzteil stecken und wie sich das 500 Watt starke Modell von Enermax in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Maße: 160 mm x 150 mm x 86 mm
  • Lüfter: 139 mm (automatische Steuerung)
  • Farbe: Schwarz
  • Effizienz: > 93%, 80 Plus Platinum Zertifikat
  • Active PFC
  • Formfaktor: ATX12V 2.4
  • Leistung: 500 W
  • +3,3V: 16 A
  • +5V: 15 A
  • +3,3V & +5V kombiniert: 103 W
  • +12V: 41A / 492W
  • -12V: 0,3 A
  • +5Vsb: 2,5 A

Anschlüsse:


1 x 20+4 Pin


1 x 8 Pin EPS


4 x 6+2 PCI-E


8 x SATA


6 x Molex


1 x Floppy

Lieferumfang:

  • Enermax Platimax D.F. 500W
  • Kabelset
  • Schraubenset
  • Anleitung
  • Klettkabelbinder
  • Kabelbinder
  • Stromkabel
  • CableCombs

Design und Verarbeitung:

Das Platimax D.F. 500W wird von Enermax in einer großen Verpackung geliefert, welche in einem schwarzen Grunddesign gehalten ist. Neben einem Produktbild wurde auf der Verpackungsvorderseite auch die Modellbezeichnung abgedruckt. Über die Leistungsklasse des Netzteils gibt ein Aufkleber den entscheidenden Hinweis. Zusätzlich wurden hier noch kleine Featurebilder abgedruckt.

Mit einem Blick auf die Verpackungsrückseite findet man nicht nur die technischen Details vor, sondern auch noch detailliertere Featurebilder, anhand welchem einem die wichtigsten Features des Netzteils näher gebracht werden.

Innerhalb der Verpackung ist das Netzteil in einem schwarzen Stoffbeutel untergebracht. In einem separaten Karton, welcher fast so groß ist wie das Netzteil selbst, sind neben den modularen Kabelen auch Kabelbinder, CableCombs und das Stromkabel untergebracht.

Entnimmt man das Netzteil aus seiner Verpackung, so hat man ein Netzteil vor sich liegen, welches mit einer schwarzen, sehr fein strukturierten Lackierung versehen wurde. Auf der linken und rechten Netzteilseite wurde das Platimax D.F. sowie das Enermax Logo aufgedruckt. Der Aufdruck wurde in einem kontrastreichen, weißen Farbton gehalten.

Die beiden Aufdrucke wurden so auf das Netzteil aufgebracht, dass der Schriftzug, welcher je nach Einbaurichtung des Netzteils zur linken Gehäuseseite zeigt, immer richtig herum ist.
Mit einem Blick auf die Unterseite des Netzteiles findet man hier ein großes Lüftergitter vor, welches passend zum Netzteil selbst ebenfalls in schwarz gehalten wurde. Mittig auf dem Lüftergitter wurde das Enermax Logo aufgebracht, welches aus gebürstetem Aluminium gefertigt wurde.

Hinter dem kreisrunden Lüftergitter wurde ein leicht transparenter 139-mm-Lüfter verbaut. Der verbaute Lüfter ist mit der neuen und patentierten Dust Free Rotation Technologie ausgestattet. Die patentierte DFR (Dust Free Rotation) Technologie stößt festgesetzten Staub von den Lüfterblättern ab und hilft, die Produktlebenszeit zu verlängern. Diese Technologie lässt den verbauten Lüfter für die ersten 10 Sekunden nach dem Start im Reverse-Spin drehen, um die Lüfterblätter von angesetztem Staub zu befreien. Nach 10 Sekunden wechselt der Lüfter automatisch in den normalen Betriebsmodus. Dadurch, dass der Lüfter bei jedem Anlaufen die ersten 10 Sekunden Luft aus dem Netzteil heraus bläst, wird auch Staub, welcher sich im Netzteil befindet bzw. am Lüfter hängen geblieben ist zum Großteil aus dem Netzteil herausgeblasen, wodurch auf einen langen Zeitraum gesehen eine bessere Kühlleistung erreicht werden kann, ohne das man das Netzteil manuell reinigen muss.
Der verbaute Lüfter setzt zudem auf die 2. Generation des patentierten Twister-Lagers. Die Achse des Lagers ist fest mit dem Rotor verbunden. Beim Einschalten des Lüfters wird die Achse durch einen Magneten im Inneren des Lagers in Position gehalten. Die gewölbte Auflagefläche reduziert den Reibungswiderstand und sorgt für einen geräuscharmen und ruhigen Lauf. Die Lagerhülse besteht aus einem selbstfettenden Spezialkunststoff, der den Verschleiß des Lagers durch Austrocknen verhindert. Auf diese Weise gewährleistet Enermax die außergewöhnlich lange Lebensdauer von 160.000 Stunden (MTBF). Die patentierte Lagertechnologie bietet mit dem Klickmechanismus eine weitere praktische Funktion: Die Lüfterblätter können zur Reinigung von Staub von der Rückseite her herausgedrückt werden. Mit einem hörbaren „Klick“ rastet der Rotor wieder ein. Da sich der Lüfter innerhalb des Netzteiles befindet, sollte man jedoch darauf achten, dass hierdurch nicht nur ein Garantieverlust entsteht, sondern auch, dass bei diesen Arbeiten Lebensgefahr durch stromführende Komponenten besteht.

Mit einem Blick auf die Gehäusevorderseite findet man hier ein großflächiges Wabengitter vor, welches als Luftauslass dient. In diesem wurde nicht nur der obligatorische Powerschalter und Kaltgerätebuchse untergebracht, sondern auch ein Emblem mit dem Enermax Logo, durch welches jedem bei einem Blick auf die Rückseite des PC´s klar werden soll, dass hier ein hochwertiges Netzteil verbaut wurde.

Auf der Netzteiloberseite hat Enermax einen Aufkleber angebracht, welcher die technischen Details bereithält.

Mit einem Blick auf die Netzteilrückseite findet man neben dem hier aufgedruckten Enermax und Platimax D.F. Logo auch einen vollmodularen Aufbau vor. Dies bedeutet, dass sich kein festes Anschlusskabel am Netzteil befindet, wodurch der Einbau des Netzteils erleichtert wird, da die benötigten Kabel erst dann angeschlossen werden können, wenn man das Netzteil im PC verbaut hat.

Die mitgelieferten Anschlusskabel sind anders, als man es von vielen anderen Netzteilen am Markt kennt nicht nur mit einem einfachen Kabelsleeving ausgestattet, sondern mit einem Blickdichten Einzeladersleeving, welches bei Enermax unter der Bezeichnung SLEEMAX Kabel geführt wird. Dieses wurde in den Farben Schwarz/Weiß angebracht und ist somit passend zur Gestaltung des Netzteils selbst gehalten.

Innerer Aufbau

Mit einem Blick in das Netzteilinnere, welcher durch das Öffnen des Gehäuses nicht nur einen Garantieverlust mit sich bringt, sondern durch stromführende Komponenten lebensgefährlich sein kann, kann man schnell erkennen, dass nicht nur äußerlich auf eine hochwertige Verarbeitung wert gelegt wurde, sondern auch im Inneren des Netzteiles.
Bei der Technik kommen eine aktive PFC, LLC-Resonanzwandler für den Hauptkonverter und DC-DC-Abwärtswandler zum Einsatz. Bei den verbauten Kondensatoren werden durchweg sehr hochwertige japanische 105°C Kondensatoren eingesetzt, welche eine hohe Lebenserwartung mit sich bringen.
Die einzelnen Komponenten wurden jedoch nicht alle direkt auf dem eigentlichen PCB verbaut, sondern wurden auch auf kleine Tochterplatinen verteilt, wozu auch die Anschlussplatine der modularen Anschlüsse gehört. Durch ihre Anordnung sorgen diese kleinen PCBs nicht nur für ein aufgeräumteres Layout, sondern auch dafür, dass Abwärme schneller abgeführt werden kann. Zudem wird so eine Möglichkeit für eine höhere Qualitätskontrolle geschaffen, da die einzelnen PCBs separat produziert und kontrolliert werden können.

Um eine hohe Betriebssicherheit zu gewährleisten, wurden seitens Enermax eine ganze Reihe an Schutzschaltungen in dem Platimax D.F. 500W verbaut.

  • OVP (Überspannungsschutz)
  • UVP (Unterspannungsschutz)
  • SCP (Kurzschlussschutz)
  • OPP (Überlastschutz)
  • OCP (Überstromschutz (3,3V/5V))
  • SIP (Schutz bei Überspannungen)

Das Netzteil weißt eine Effizienz von mehr als 93% auf und trägt somit das 80 PLUS PLATINUM Zertifikat.

Das Netzteil wurde wurde nicht nur bei den sichtbaren Elementen wie dem Gehäuse und den eingesetzten Kabelen sehr sauber verarbeitet, sondern auch im Netzteilinneren.

Test:

Power Good Signal

Im ersten Test überprüfen wir die PG-Time. Das Power Good Signal muss gemäß der ATX-Norm nach mindestens 100 und maximal 500 ms kommen. Das Signal signalisiert dem Mainboard, dass das Netzteil bereit ist, alle Spannungen passen und der Computer gestartet werden kann. Kommt das Signal nicht innerhalb dieses Zeitraums, ist das Netzteil defekt und muss getauscht werden.

Das Power Good Signal kam bei unserem Testkandidaten nach 310ms und liegt damit im erlaubten Bereich.

Testsystem

Wir haben das Netzteil mit unserem i7-Testsystem getestet.

Da unser eigentliches Testsystem mit ca. 720 Watt mehr Strom braucht, als das Netzteil nach Herstellerangaben liefern kann, haben wir die zwei EVGA GTX Titan Hydro Copper aus dem Testsystem entfernt und verwenden in diesen Test mit einer GTX470 ein etwas abgespecktes Testsystem.

Das Testsystem besteht somit aus:

  • I7 3930K @ 4,8GHz
  • Asrock Extreme 11
  • GTX470
  • 64GB (8 x 8GB DDR3 2133MHz)
  • Areca 1880ix
  • 4 x 300GB Seagate SAS im Raid 5

Das o.g. System inkl. Netzteil weist einen Strombedarf von etwa 180 Watt (IDLE) bis ca. 540 Watt (Volllast übertaktet) auf. Dieser kann jedoch je nach verwendetem Netzteil unterschiedlich sein. Unter Volllast wird besonders auf die Stabilität der Spannungen geachtet.
Um Netzteile auszulasten, welche mehr Leistung liefern, als unser Testsystem benötigt, stehen 26 separate Peltierelemente zur Verfügung. Diese haben eine Leistungsaufnahme von je 50W. Die Peltierelemente können einzeln zugeschaltet werden. Die Stromversorgung wird über Adapter hergestellt, welche an die PCI-E Anschlüsse angeschlossen werden.
Somit ist mit dieser Konfiguration eine maximale Leistungsaufnahme von ca. 1840 Watt möglich.
Ausgelesen werden die Spannungen mithilfe eines Multimeters (VOLTCRAFT VC830).
Um das System zu 100% auszulasten, wird die Software Prime 95 und der Benchmark 3DMark 11 eingesetzt und wenn nötig entsprechende Peltierelemente zugeschaltet. Die Testprogramme werden parallel ausgeführt, damit CPU und Grafikkarte gleichzeitig unter Volllast laufen und so der maximale Stromverbrauch erreicht wird.

Um der Qualität des Netzteiles etwas genauer auf den Zahn fühlen zu können, werden wir das System 48 Stunden unter Volllast betreiben. Zusätzlich werden wir das Netzteil noch so weit wie möglich oberhalb seiner Spezifikationen zu betreiben.

Spannungen

Die ATX-Norm gibt die Spannungstoleranzen für Netzteile detailliert vor: Auf 3,3 Volt, 5 Volt und 12 Volt sind je 5% nach oben sowie nach unten erlaubt.

Spannungstest

Die Spannungen sollten nach Möglichkeiten auch bei einem Lastwechsel möglichst gleich bleiben und nicht nach oben oder unten ausbrechen.

Aus diesem Grund haben wir den Lastwechsel in vier Stufen aufgeteilt.
Zum Darstellen der ersten Last läuft unser Testsystem mit dem verbauten Netzteil im Idle-Mode.
Die zweite Laststufe wird unter Volllast des Systems simuliert. Das System ist hierbei nicht übertaktet.
Die dritte Laststufe wird dann mittels eines übertakteten Testsystems erreicht.

Mit einem Blick auf das erreichte Testergebnis ist zu erkennen, dass das Platimax D.F. 500W unseren Test mit sehr stabilen Spannungen durchlaufen hat. Lediglich bei dem Wechsel in die letzte Laststufe ist ein kleiner Spannungseinbruch auf der 12V-Schiene zu erkennen. Im Vergleich zu den anderen Netzteiltests von uns, haben wir in dieser Testrunde keine Peltierelemente hinzugeschaltet, da das Netzteil mit unserem übertakteten Testsystem schon an seine Grenzen kommt. Auch unter diesen Extrembedingungen verrichtete der verbaute Lüfter seine Arbeit bei einer sehr angenehmen Geräuschkulisse.

Unseren 48h Dauertest ohne hinzugeschaltete Peltierelemente überstand das Netzteil mit einer durchschnittlichen Last von 528 Watt problemlos. Die durchschnittliche Last ist durch den Wechsel zwischen 2D und 3D Modus innerhalb des Benchmarks geringer als die Lastspitze von 535 Watt in unserem Spannungstest. Die Lautstärke des Netzteiles liegt im Großen und Ganzen auf einem guten Niveau.

Auch wenn das Netzteil in unserem ersten Dauertest schon unter Beweis gestellt hat, dass es mehr Leistung liefern kann, als von Enermax als maximale Dauerlast angegeben wurde, wollten wir dennoch wissen, wie viel Leistung wir das dem kleinen Netzteil ziehen können. Hierzu wurde ein Peltierlement hinzugeschaltet und eine weitere Testrunde gestartet. In dieser schaltete sich das Netzteil gleich nach dem Starten der Benchmarks durch die verbaute Schutzschaltung ab.

Das Netzteil zog unter Verwendung unserer Hardware (ohne hinzugeschaltete Peltierelemente) diese Spannung aus der Steckdose:

Fazit:

Nachdem man eine ganze Weile nicht mehr all zu viel von Enermax Netzteilen gehört hat, meldet sich Enermax durch das Platimax D.F. 500W mittels eines Paukenschlags zurück. Das Platimax D.F. 500W konnte in unserem Test nicht nur mit einer besonders hochwertigen Verarbeitung punkten, sondern auch mit einer hohen Effizienz und einer sehr guten Leistung. Das Platimax D.F. 500W wurde seitens Enermax nicht nur äußerlich sehr gut verarbeitet, sondern auch im Inneren. Hier setzt Enermax durchweg auf sehr hochwertige Komponenten, welche eine hohe Lebenserwartung mit sich bringen. Auch was das äußere Erscheinungsbild angeht, hat sich bei dem Platimax D.F. 500W viel getan. Im Gegensatz zum Vorgängermodell wurde das Netzteil nicht nur mit einem vollmodularen Kabelmanagement ausgestattet, sondern auch mit einem Einzeladersleeving. Der verbaute Lüfter arbeitet in allen Lebenslagen auf einem sehr angenehmen Geräuschpegel, wodurch er das Netzteil mit zu einem der leisesten Modelle am Markt macht. Durch die Dust Free Rotation Technologie wird zudem dafür gesorgt, dass auch ohne eine manuelle Reinigung immer für eine gute Kühlung gesorgt ist, da Staub, welcher die Kühlleistung mindert, effizient aus dem Netzteil herausgeblasen wird. Auch wenn das Netzteil in unserem Test nur minimal über den Herstellerangaben bewegt werden konnte, lieferte es durchweg eine gute Maximalleistung mit sehr stabilen Spannungen. Preislich liegt die von uns getestete 500-Watt-Variante bei knapp 120€*.

Pro

  • Sehr hochwertige Verarbeitung
  • Stabile Spannungen
  • Vollmodular
  • Anzahl und eingreifen der Schutzschaltungen
  • Sehr geringe Lautstärke
  • Einzeladersleeving
  • Sehr hohe Effizienz
  • Dust Free Rotation Technologie

Contra

Verarbeitung

Leistung

Spannungsstabilität

Leistungsaufnahme

Ausstattung

Lautstärke

Modding

Lieferumfang

Preis

Ein besonderer Dank geht an Enermax für die Bereitstellung des Testmusters.