Durandal Ultimate – Gaming-Tastatur

Mit der Durandal Ultimate haben wir heute eine mechanische Gaming-Tastatur aus dem Hause Tesoro im Test, welche neben einem schicken Äußeren auch durch einen großen Funktionsumfang punkten will.

Wie sich die Durandal Ultimate in unserem Test geschlagen hat und welche Features sie mit an Board hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Anzahl der Tasten: 104 mechanische MX-Schalter (bis zu 50 Millionen Tastenbetätigungen)
  • Tastenlayout: QWERTZ
  • Kabel: ca. 1,5m (USB + Audioanschlüsse), gesleevt
  • Maße (LxBxH): 454(L) x 155(W) x 31(H) mm
  • Gewicht: 1,4 kg
  • Makros: 5 Profile, 50 programmierbare Makro-Tasten
  • Multimediatasten: als Doppelbelegung der F-Tasten
  • Beleuchtung: rote LEDs (vier Stufen)
  • Speicher: 128KB Onboard-Speicher.
  • Besonderheit: 2 x USB 2.0 Ports / Audio In/Out
    USB Full N-Key Rollover

Lieferumfang:

  • Durandal Ultimate Tastatur
  • Handbuch
  • Software
  • Handballenauflage

Design und Verarbeitung:

Die Durandal Ultimate wird von Tesoro ein einer sehr auffälligen Verpackung geliefert. Die Verpackung ist nicht nur durch ihre lilane Farbgebung auffällig gestaltet, sondern auch durch ihre Form. Wo man bei einer Tastatur eine rechteckige Verpackung erwartet, verwendet Tesoro bei dieser Tastatur eine Verpackung, welche in der Form eines Trapezes geformt ist.
Auf der Vorderseite der Verpackung wurde neben dem aufgedruckten Tesoro Logo sowie dem Durandal Schriftzug wurde auch noch ein Sichtfenster in der Form des Tesoro Logos in die Verpackung eingelassen, durch welches man schon einen ersten Blick auf die Tastatur werden kann.

Auf der Oberseite der Verpackung wurde eine kleine Tabelle aufgedruckt, in der alle Cherry-MX-Switche aufgelistet sind, welche in der Durandal Ultimate verbaut werden. Die Tastatur gibt es mit blauen, schwarzen, braunen und roten Switches. In unserem Fall kommen schwarze Switches zum Einsatz.

Auf der Verpackungsrückseite wurden um ein Produktbild der Tastatur herum neun Detailbilder aufgedruckt, welche die wichtigsten Features der Tastatur sowie der mitgelieferten Software erläutern.

Innerhalb der Verpackung ist die Tastatur durch zwei Schaumstoffpolster geschützt.

Entnimmt man die Tastatur aus ihrer Verpackung, so fallen einem gleich ein paar Designmerkmale auf, welche man so bei keinem anderen Hersteller findet.
Die Oberfläche, der komplett in schwarz gehaltenen Tastatur, wurde fast vollständig im Look von gebürstetem Aluminium gehalten.

Solch eine Oberfläche findet man bei nur sehr wenigen Tastaturen. Ein Designmerkmal, welches man jedoch nur bei Tastaturen aus dem Hause Tesoro findet, ist eine in die Tastatur integrierte Riffelblechoptik.

Bei der Durandal Ultimate wurde dieses Designelement am rechten Rand der Tastatur sowie oberhalb des Nummernblockes eingearbeitet. Um das Design eines Riffelbleches noch besser darstellen zu können, wurde dieser Kunststoffbereich etwas höher gefertigt, als die restliche Oberfläche der Tastatur. Oberhalb dieses Designelementes wurde zudem noch ein schwarzes Plexiglas Element eingearbeitet, hinter welchem neben den Status LEDs auch ein beleuchtetes Tesoro Logo zu finden ist.

Die Durandal Ultimate weißt eine überwiegend rechteckige Form auf und unterscheidet sich optisch nur durch das etwas höher gezogene Plexiglaselement sowie der linken oberen Ecke, welche etwas über die Tastatur hinaussteht von der Bauform vieler anderer Tastaturen.

Die Durandal Ultimate kommt mit einem QWERTZ-Layout daher und verfügt somit über 104 Tasten. Anstelle der zweiten Windows-Taste wurde jedoch eine Funktionstaste in die Tastatur integriert, wie wir sie von verschiedenen anderen mechanischen Tastaturen kennen.
Wie schon kurz erwähnt kommen bei unserem Testmuster MX-Black-Switches vom Cherry zum Einsatz, welche alle mit einer roten LED ausgestattet sind.


Die Ausführung der Cerry-MX-Black-Switches zeichnet sich besonders durch ihren linearen Weg aus. Wie die Grafik zeigt, ist der Auslöser nicht spürbar, wodurch der Nutzer auch kein Feedback über die Betätigung erhält. Der Kraftaufwand als auch der Weg verhalten sich bis zum Anschlag linear. Laut Hersteller ist ein Kraftaufwand von 40 bis 80 Gramm nötig, um die Taste bis zum Anschlag zu bewegen. Der Weg bis dahin beträgt sechs Millimeter. Der Weg bis zum Auslöser beträgt zwei Millimeter vom Ausgangspunkt. Der Anschlag der Switches ist sehr straff, fast schon hart abgestimmt.

Die Betätigungskraft dieser Switches ist im Vergleich zu anderen mechanischen Switches vergleichbar hoch. Die Cherry-MX-Red-Switches besitzen z.B. ebenfalls einen linearen Weg, benötigen jedoch nur einen Kraftaufwand von 45 Gramm. Die Cherry-MX-Black-Switches bringen mit ihrer höheren Betätigungskraft jedoch auch einen Vorteil mit sich, denn eine Fehlbetätigung wird nicht so schnell mit einem Tastendruck bestraft. Freunde der Ego-Shooter werden sich schnell an die MX-Blacks gewöhnen, da die Tasten überwiegend bis zum Anschlag durchgedrückt und festgehalten werden und ein Feedback des Betätigungspunktes eigentlich nicht vonnöten ist.

Die Beleuchtung der Tastatur kann in verschiedenen Stufen geregelt werden:

  • Aus
  • Ein
  • Heller
  • Sehr Hell
  • Pulsierend

Die Steuerung der Beleuchtung geschieht über die FN-Taste in Kombination mit der Taste „2“ und „8“ auf dem Num-Block.

Um möglichst jede Taste gut ausleuchten zu können, wurden die Tasten, welche mit einer doppelten Beschriftung versehen sind, nicht immer im oberen und unteren Bereich beschriftet, sondern stellenweise nur im oberen Bereich.

Bei den Tasten kommen Tasten aus milchigem Kunststoff zum Einsatz, welche mit einer Art Soft-Touch-Oberfläche überzogen sind. Im Vergleich zum Gehäuse der Tastatur sind diese anfälliger für Fingerabdrücke.

In die untere Kante der Tastatur wurde mittig der Tesoro Schriftzug eingearbeitet.

Im Lieferumfang der Tastatur befindet sich auch noch eine Handballenauflage, welche optisch passend zur Tastatur gefertigt wurde.

Der mittlere Bereich der Handballenauflage wurde ebenfalls mit einem gebürsteten Aluminiumlook versehen. An der linken und rechten Seite wurde das Riffelblechdesign aufgegriffen, welches wir schon von der rechten Seite der Tastatur kennen.

Die Handballenablage lässt sich sehr einfach an der Tastatur befestigen. Möchte man sie jedoch wieder ablösen, so sollte man sich einen flachen Gegenstand zur Hilfe nehmen, damit man die Haltenasen nicht abbricht.

Mit einem Blick auf die Unterseite der Tastatur findet man im vorderen als auch im hinteren Bereich jeweils zwei recht große Gummifüße vor, welche der Tastatur einen sicheren Halt auf dem Schreibtisch verschaffen.

Auch die beiden ausklappbaren Füße sind mit einer entsprechenden Gummierung ausgestattet.

Durch diese Füße kann der Anstellwinkel der Tastatur verändert werden. Im Vergleich zu manch anderen Tastaturen fällt die Durandal Ultimate jedoch recht hoch aus.

Mit einem Blick auf die Rückseite der Tastatur findet man einen roten Aufkleber vor, welcher als Warnhinweis dient.

Hinter diesem findet man neben zwei USB 2.0 Ports auch eine Audio-In- und Out-Buchse vor.

Die beiden USB-Ports dürfen jedoch zusammen mit maximal 100mA belastet werden. Dies liegt daran, das die Tastatur selbst knapp 400mA benötigt und über einen USB 2.0 Port maximal 500mA bereitgestellt werden können. Hier hätten wir uns zumindest einen Anschluss für ein externes Netzteil gewünscht.

Das Anschlusskabel, welches aus der Tastatur herausgeführt wird, fällt recht dick aus. Es ist durchgehen mit eine Gewebesleeve versehen, welcher passend zur Tastatur in schwarz gehalten ist. Kurz vor dem Anschlussstecker befindet sich ein Kunststoffelement,

in welchem das Anschlusskabel in drei einzelne Kabel aufgesplittet wird.

Das Kabel wird hierbei in zwei Audio-Kabel und ein USB-Kabel aufgesplittet.

Trotz des durchgehenden Aluminiumdesigns kommt bei der Durandal Ultimate ein Kunststoffgehäuse zum Einsatz. Dieses wurde durchweg sehr sauber verarbeitet.

Inbetriebnahme:

Die Durandal Ultimate Tastatur wird von unserem Windows 7 64bit sowie auch Ubuntu Testsystem per plug and play erkannt. Eine Treiber- bzw. Softwareinstallation ist zur normalen Nutzung nicht von Nöten. Will man jedoch den vollen Funktionsumfang der Tastatur nutzen, so muss man die beiliegende Software installieren.
Die beiden Audioanschlüsse werden einfach durchgeschliffen. Die Funktion der Tastatur wird über das USB-Anschlusskabel sichergestellt. Einen PS2-Adapter, wie man ihn von vielen anderen mechanischen Tastaturen kennt, sucht man bei der Durandal Ultimate vergebens.

Handhabung:

Nicht nur durch die hohen Tasten ist für viele Anwender in dieser Hinsicht keine große Umstellung notwendig, denn auch die verbauten Cherry MX-Black-Switches sorgen für ein angenehm Tippverhalten und sind zudem noch angenehm leise. Durch ihren Aufbau eignen sie sich wie schon kurz erwähnt bestens für Gamer.
Die Durandal Ultimate unterstützt trotz des USB-Anschluss Full N-Key Rollover, was gerade in Spielen von Vorteil ist, denn jede betätigte Taste wird auch an den Rechner weitergeben. Diese Funktion ist jedoch nur gegeben, wenn die Tastatur an einem Windwos-Rechner genutzt wird.
Die mechanischen Schalter bringen gegenüber normalen Tastaturen einen weiteren Vorteil mit sich. Bei normalen Tastaturen wird erst ein Signal über die gedrückte Taste an den PC verschickt, wenn die Taste ganz durchgedrückt ist. Durch den bauartbedingten Aufbau lassen sich diese Tasten zudem noch etwas schwerer drücken, als Tasten einer mechanischen Tastatur. In dieser werden Schalter für jede Taste verbaut, welche die Signale schon viel früher übermitteln. Somit erspart man sich zeit und auch kraft beim Tippen bzw. Spielen.
Durch die verbaute FN-Taste konnten einige Tasten mit einer doppelten Funktion belegt werden. An den Umgang mit der FN-Taste hat man sich recht schnell gewöhnt. Sollte man schon einmal an einem Notebook oder einer ähnlichen Tastatur gearbeitet haben, so muss man sich kaum an diese Funktionstaste gewöhnen und die Bedienung klappt reibungslos.
Zu den doppelt belegten Tasten gehören neben den für die Beleuchtung verwendeten Tasten auch noch die F-Tasten.
F1 – F6 sind hierbei mit den wichtigsten Funktionen zur Audiosteuerung versehen.
Über die Tasten F7 – F11 kann man zwischen den fünf Profilen umschalten, welche sich über die mitgelieferte und recht übersichtliche Software einstellen lassen.

In diesen Profilen lassen sich jeweils 10 Makros definieren, wodurch bis zu 50 verschiedene Makros möglich sind. Die mitgelieferte Software ist jedoch auf ein QWERTY-Layout ausgelegt, wodurch manche Zeichen wie „ÄÖÜ“ nicht richtig dargestellt werden. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf die Funktion der Software.

Zudem kann über die F12 Taste der Game-Modus gestartet oder deaktiviert werden, in dem die Windowstaste gesperrt wird.

Fazit:

Mit der Durandal Ultimate hat Tesoro eine Tastatur im Sortiment, welche sich speziell an Gamer richtet. Dies macht sich schnell durch einen Blick auf die Ausstattung bemerkbar. Wo viele anderen mechanischen Tastaturen ohne eine entsprechende Makrofunktion auskommen müssen, hat Tesoro der Durandal Ultimate die Möglichkeit verpasst bis zu 50 verschiedene Makros zu speichern, welche auf fünf verschiedene Profile aufgeteilt sind. Auch durch das angewandte Design passt sich die Tastatur perfekt in den Gaming-Bereich ein. Die Verarbeitung ist bis auf das verbaute USB-Hub auf einem hohen Niveau. An diesem können leider nur sehr sparsamem USB-Geräte betrieben werden. Die mitgelieferte Software ist zwar aktuell nur in einer englischen Version verfügbar, was sich jedoch nicht negativ auf die Funktion der Software auswirkt. Die Software ist zudem sehr übersichtlich aufgebaut. Die Durandal Ultimate ist ab einem Preis von ca. 120€* zu haben.

Pro

  • Sehr gute Verarbeitung
  • Design
  • Makrotasten
  • Druckpunkt
  • Ausstattung
  • Handling

Contra

  • Nur englische Software (QWERTY-Layout)
  • Zu geringe Stromversorgung des USB-Hubs

Lieferumfang

Verarbeitung

Funktionsumfang

Bedienerfreundlichkeit

Modding

Wir danken Tesoro sehr für die Bereitstellung des Testmusters.