DeepCool – CASTLE 280EX AiO-Wasserkühlung im Test

Mit der CASTLE 280EX haben wir heute die neuste AiO-Wasserkühlung von DeepCool im Test, welche eine Kombination aus schicker Optik und hoher Kühlleistung bieten soll.

Welche Details in der Castle 280EX stecken und wie sich die 280 mm große All-in-One-Wakü von DeepCool in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

 

Technische Details:

Radiatorgröße: 322 x 138 x 27 mm
Lüfter: 2 x 140 mm
Anschluss: 4-Pin PWM
Lagertyp: Hydro Bearing
Drehzahl: 400~1600 RPM±10%
Lautstärke: < 39,8 dB(A)
Airflow: max. 97,03 CFM
Statischer Druck: 2,00 mm H2O
Stromstärke: 0,3 A
Pumpe:  
Drehzahl: 2.550 U/min bei 12 V
Stromstärke: 0,21 A
Lautstärke: 17,8 dB(A)
Leistungsaufnahme: 2.25 W (LED Pumpe)
2,4 W (Pumpe)
Schlauchlänge: 380 mm
Kompatibilität (Sockel): Intel: LGA20XX/LGA1200/1151/1150/1155/LGA1366
AMD: TRX4/TR4/AM4/AM3+/AM3/AM2+/AM2/FM2+/FM2/FM1
Nettogewicht: 1600 g

 

Lieferumfang:

  • Castle 360 RGB V2
  • 2 x 140-mm-Lüfter
  • Montagematerial (Intel & AMD)
  • RGB-Steuereinheit
  • FAN-Hub
  • Montageanleitung
  • Austauschspiegel
  • Casebadge

 

Design und Verarbeitung:

Die Castle 280EX wird von DeepCool in einer Verpackung geliefert, welche in einem grau/grünen Design gehalten ist. Auf der Verpackungsvorderseite wurde neben einem Produktbild auch die Modellbezeichnung abgedruckt.

Auf der Verpackungsrückseite findet man neben den technischen Details eine technische Zeichnung des Radiators und der Pumpeneinheit sowie eine kurze Beschreibung vor.

Entnimmt man die Castle 280EX aus ihrer Verpackung, so hat man eine AiO-Wasserkühlung vor sich liegen, welche sich durch den optischen Aufbau deutlich von anderen AiO-Waküs absetzt.

Die auffälligste Komponente ist hierbei das verwendete Pumpengehäuse, welches wir schon in einer ähnlichen Form von anderen Castle Modellen kennen. Somit macht auch das Pumpengehäuse der Castle 280EX nicht nur durch das angewendete Design auf sich aufmerksam, sondern auch durch die vergleichsweise großen Abmessungen.

DeepCool hat der Pumpeneinheit ein silberfarbenes Kunststoffgehäuse spendiert, welches kreisrund gefertigt wurde und mit 71 mm deutlich höher ausfällt, als das Pumpengehäuse vieler anderer AiO-Wasserkühlungen. Wie man es von fast allen anderen AiO-Waküs kennt, wurden die eingesetzten Schläuche fest auf die drehbaren Anschlüsse gepresst. Eine kleine Besonderheit ist hierbei das auf die Schläuche aufgezogene Gewebesleeving, welches eine sehr hohe Qualität aufweist.

Die eingesetzten Schläuche sind jedoch nicht das wichtigste Designmerkmal des Pumpengehäuses. Als Eyecatcher hat DeepCool das Pumpengehäuse auf der Oberseite mit einem Einwegspiegel ausgestattet, welcher das Gesamtdesign im ausgeschalteten Zustand dezent aufrundet.

Zum wahren Hingucker wird das Pumpengehäuse jedoch erst im eingeschalteten Zustand, denn durch die im Inneren verbauten ARGB-LEDs wird der eingefasste Einwegspiegel durchsichtig und man kann die farbenfrohe Beleuchtung sowie das unter dem Spiegel verbaute Gamer Strom Logo erkennen.

Die in die Pumpeneinheit integrierte ARGB-Beleuchtung kann wahlweise über ein kompatibles Mainboard, oder über die mitgelieferte Steuereinheit angesprochen werden.

Nutzt man die mitgelieferte Steuereinheit, so stehen einem verschiedene Effekte und Beleuchtungsfarben zur Verfügung. Die einzelnen Effekte können zudem noch unterschiedlich schnell wiedergegeben werden. 

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Greift man auf die mitgelieferte Steuereinheit zurück und verbindet die LEDs nicht mit einem kompatiblen Mainboard, so muss man zum Anpassen der Beleuchtung jedoch jedes Mal das Gehäuse öffnen.

Im Gegensatz zu den sehr ähnlichen Pumpengehäusen, welche wir von der 2. Generation der Castle AiO-Wasserkühlungen von DeepCool kennen, wurde in das Pumpengehäuse der Castle 280EX etwa 1,5 cm unterhalb der oberen Kante mit einem umlaufen, leicht transparenten Kunststoffring ausgestattet. Im Auslieferungszustand befindet sich oberhalb dieses Kunststoffelementes ein Aufkleber, welcher einen darauf hinweist, dass man den Deckel des Pumpengehäuses öffnen kann.

Dreht man den Deckel nach rechts, so kann ihn anschließend ganz einfach vom Pumpengehäuse abnehmen, wodurch man Zugriff auf das darunter befindliche GamerStrom Logo erhält.

Dieses Logo wird mittels zwei Kunststoffnasen sowie einem Magneten fixiert und kann hierdurch nicht nur an die Montagerichtung der Pumpeneinheit angepasst,

sondern auch durch den zusätzlich mitgelieferten Spiegel ausgetauscht werden. Dieser zusätzliche Spiegel wurde nicht mit einem Logo ausgestattet, wodurch man ihn mit einem kleinen Aufkleber individualisieren kann.

Mit einem Blick auf die Unterseite des Pumpengehäuses findet man eine Bodenplatte vor, welche aus naturbelassenem Kupfer gefertigt wurde. Passend zur Größe der Pumpeneinheit wurde auch die Bodenplatte vergleichsweise groß ausgeführt, wodurch sich die Castle 280EX bei einem Einsatz auf einer Threadripper CPU einen kleinen Vorteil im gegenüber anderen AiO-Waküs erarbeiten kann. Um die Montage etwas zu vereinfachen, hat DeepCool die Bodenplatte zudem schon mit einer dünnen Schicht Wärmeleitpaste bestrichen.

Rund um die Bodenplatte herum wurden vier Montagegewinde eingearbeitet, welche zur Aufnahme der Montageschienen dienen.

Im Inneren des Pumpengehäuses setzt DeepCool auf eine hochwertige Pumpe, welche nicht nur mit einer robusten Keramikachse ausgestattet wurde, sondern auch mit einem 3-Phasen-Motor. Um einen bestmöglichen Wasserfluss zu gewährleisten, setzt DeepCool zudem auf ein Zweikammerndesign.

Blidquelle: DeepCool
Bildquelle: DeepCool

Wirft man einmal einen ersten Blick auf den aus Aluminium gefertigten Radiator, so ist schnell zu erkennen, dass die verwendeten Schläuche nicht nur fest mit dem Pumpengehäuse verbunden sind, sondern auch auf die feststehenden Anschlüsse des Radiators gepresst wurden.

Neben den beiden fest mit der Vorkammer verbundenen Anschlüssen wurde zudem noch ein Verschluss auf der Oberseite der Vorkammer angebracht, über welchen man das System entlüften oder befüllen kann. Der hier eingesetzte Verschluss wurde seitens DeepCool jedoch mit einem Garantiesiegel versehen, welches einen darauf hinweist, dass mit dem Öffnen des Verschlusses die Garantie erlischt.
Ein solches Garantiesiegel findet man auch auf dem Überdruckventil wieder, welches in die rechte Außenseite der rechteckig aufgebauten Vorkammer integriert wurde.

Auf der gegenüberliegenden Seite wurde eine Endkammer verbaut, welche im gleich Design gehalten ist, wie wir es schon von der Vorkammer kennen.

Betrachtet man die Kühlfinnen einmal etwas genauer, so ist zu erkennen, dass DeepCool zwischen der Vor- und Endkammer 14 Kanäle verbaut hat, zwischen welche die feinen Aluminiumfinnen gelötet wurden.

Bis auf ein paar einzelne leicht verbogen Kühlfinnen, wurden die schwarz lackierten Aluminiumfinnen sehr hochwertig verarbeitet.

Zur Lüfter- sowie auch der Radiatormontage selbst wurde der Radiator auf der Ober- und Unterseite mit entsprechenden M3-Montagegewinden ausgestattet. Um die darunter befindlichen Lamellen zu schützen, hat DeepCool den Randbereich des Radiators verstärkt. Hierdurch ist eine Beschädigung der Kühlfinnen durch zu tief eingedrehte Schrauben ausgeschlossen.

Bei den beiden mitgelieferten 140-mm-Lüftern handelt es sich um TF 140S Lüfter aus eigener Fertigung, welche mit dem patentierten zweischichtigen Flügeldesign ausgestattet sind.

Die neun Lüfterblätter wurden hierbei an der hinteren Kante mit einem aufgesetzten Spoiler ausgestattet, welcher zu einer deutlich stärkeren Förderleistung beitragen soll.

Der Lüfterrahmen wurde im Bereich der Montagebohrungen auf beiden Seiten mit großzügigen Entkopplern ausgestattet.

Befestigt ist der Impeller an vier Stegen, welche gegen die Rotationsrichtung gebogen sind.

Die Verarbeitung der Castle 280EX wurde seitens DeepCool sehr sauber und hochwertig ausgeführt.

 

Montage:

Bevor man das Mainboard zur Montage vorbereitet, sollte man im ersten Schritt das benötigte Montagekit am Boden der Pumpeneinheit montieren.

Ist dieser Arbeitsschritt vollzogen, kann man die mitgelieferte Backplate am Mainboard montieren. Diese wird hierzu mit Montagebolzen bestückt und von der Rückseite aus auf das Mainboard gesteckt. Im Anschluss kann man die vorbereitete Pumpeneinheit auf die CPU aufsetzen und mit den Montagebolzen verschrauben. Wo man die AiO-Wakü bei der Erstmontage durch die werksseitig aufgetragene Wärmeleitpaste etwas schneller montieren kann, muss man sich für eine erneute Montage erst noch passende Wärmeleitpaste besorgen.

Die mitgelieferten Lüfter werden jeweils mittels vier Schrauben an dem Radiator befestigt. Die Montage des Radiators im Gehäuse erfolgt mittels acht kleiner M3-Schrauben.

Die verwendeten Schläuche sind sehr flexibel, was das Verlegen deutlich vereinfacht. Leider hat DeepCool die Schläuche seiner neuen Castle 280EX nicht, wie bei manch anderen Modellen aus der Castle-Serie, über 400 mm lang ausgeführt, sondern nur 380 mm lang. Hierdurch wird es gerade dann, wenn die AiO-Wasserkühlung in einem großen Gehäuse hinter der Gehäusefront verbaut werden soll, eventuell etwas eng.

 

Testsystem:

Als Testsystem kommt neben einem Sockel 1151-Testsystem auch ein aktuelles AM4-Testsystem zum Einsatz. Dies bietet euch die Möglichkeit, alle von uns getesteten Wasserkühler auch mit den von uns getesteten Luftkühlern zu vergleichen. Da bei der Verwendung eines Wasserkühler in der Regel niedrigere Temperaturen und somit auch höhere Taktraten erreicht werden können, Schicken wir unsere Testsysteme nicht nur mit den von den Herstellern vorgesehenen Taktraten in den Test, sondern auch mit einer Übertaktung. Das Intel-Testsystem ist hierbei auf 4,7 GHz und das AMD-Testsystem auf 3,8 GHz übertaktet.

Das Intel-Testsystem besteht aus diesen Komponenten:

  • ASRock – Z170 Extreme3
  • HyperX – Savage 16GB Kit 3000MHz
  • Intel® – Core i7-6700K
  • Zotac – GTX 780 TI AMP Edition

Das AMD-Testsystem besteht aus diesen Komponenten;

  • AMD – Ryzen 1600
  • ASUS – Crosshair VI Hero
  • 2 x 8GB Corsair Vengeance LPX Black 2666 MHz
  • Zotac – GTX 780 TI AMP Edition

Da die Castle 360 RGB V2 auch zur neuen Threadripper Generation kompatibel ist, haben wir den Kühler auch auf einem AMD Threadripper 2950X getestet.

Das AMD-Threadripper-Testsystem besteht aus diesen Komponenten;

  • AMD – Threadripper 2950X
  • MSI – MEG Creation X399
  • 4x 8 GB G.Skill F4-3200C14-8GFX
  • Zotac – GTX 780 TI AMP Edition

 

Testablauf:

Die Testergebnisse sind bei einer Raumtemperatur von ca. 21°C (zu beginn der Testphase gemessen) entstanden. Protokolliert wurde der maximale Mittelwert aller CPU Cores nach einem 30 minütigen Prime95 Stresstest. Gemessen werden die Temperaturen einmal im nicht übertakteten Zustand und einmal im übertakteten Zustand der Testsysteme.

Kommen bei einem getestete Kühler Lüfter zum Einsatz, bei denen es sich um PWM-Lüfter handelt, welche ihre Geschwindigkeit selbst anpassen, so wird die PWM-Steuerung während des Tests deaktiviert.

Wir nutzen bei unseren Tests immer die ARCTIC MX-2 Wärmeleitpaste, um auch hier etwaige Schwankungen ausschließen zu können.

Die erreichten Temperaturen sind abhängig von dem genutzten System und können auch auf ähnlichen Systemen abweichen. Jedoch lassen sich die Kühler untereinander gut vergleichen, da bei unseren Tests alle Kühler die gleiche Testgrundlage haben.

Als Referenz dienen alle CPU-Wasserkühler und All-in-One Wasserkühlungen, welche wir bis jetzt auf diesem System getestet haben. CPU-Wasserkühler wurden in Kombination mit einem Alphacool NexXoS UT60 Full Copper 480 mm getestet.

Mit einem Blick auf das erreichte Testergebnis ist zu erkennen, dass die Castle 280EX AiO-Wasserkühlung auf allen eingesetzten Systemen eine sehr gute Kühlleistung erreichen konnte. Alle herangezogenen Systeme können in Kombination mit der Castle 280EX problemlos im übertakteten Zustand betrieben werden. 
Vergleicht man die einzelnen Ergebnisse einmal mit denen der ebenfalls von uns getesteten Castle 280RGB AiO-Wasserkühlung *, so wird man schnell feststellen, dass sich die Castle 280EX trotz der etwas schwächeren Lüfter nur knapp hinter dieser AiO-Wasserkühlung platzieren konnte. Der geringe Leistungsunterschied ist hierbei der gesteigerten Förderleistung der runderneuerten Pumpe zu verdanken.

 

Fazit:

Mit der Castle 280EX hat DeepCool eine starke All-in-One Wasserkühlung in sein Sortiment aufgenommen, welche in unserem Test nicht nur mit einer guten Verarbeitung und einer schicken Pumpeneinheit überzeugen konnte, sondern auch mit einer sehr guten Kühlleistung. Von der optischen Seite her setzt sich die Castle 280EX nicht nur mit eingeschalteter Beleuchtung von vergleichbaren Modellen ab, sondern sie zieht durch das einzigartige Pumpengehäuse auch im ausgeschalteten Zustand schon alle Blicke auf sich. Abgerundet wird das Design durch die adressierbare RGB-Beleuchtung, sowie auch dem austauschbaren Spiegelelement und den gesleevten Schläuche, welche auch die hohe Verarbeitungsqualität widerspiegelt. Bei den beiden mitgelieferten Lüftern hat DeepCool jedoch nicht nur auf eine zum Design passende RGB-Beleuchtung verzichtet, sondern auch die Lautstärke ist unter Volllast recht hoch. Dafür sorgen die Lüfter jedoch auch für einen recht hohen Durchsatz, wodurch die AiO-Wakü in Kombination mit der starken Pumpe eine sehr gute Kühlleistung erreichen kann, mittels welcher man sie bedenkenlos auf jeder CPU einsetzen kann. Für den Fall, dass nicht die volle Kühlleistung benötigt wird, lassen sich die beiden Lüfter mittels der PWM-Funktion entsprechend regeln. Preislich liegt die neue Castle 280EX bei knapp 130€*.

Wir danken DeepCool für die Bereitstellung des Testmusters.

DeepCool - Castle 280EX AiO-Wasserkühlung

8.6

Kühlleistung

9.0/10

Verarbeitung

9.0/10

Montage

8.0/10

Kompatibilität

9.0/10

Lautstärke

8.0/10

Modding

7.5/10

Lieferumfang

10.0/10

Preis

8.5/10

Pro

  • Verarbeitung
  • Sehr gute Kühlleistung
  • Sehr geringe Lautstärke (Pumpeneinheit)
  • Kompatibilität
  • Design Pumpeneinheit

Contra

  • Lüfterlautstärke (bei Maximaldrehzahl)