DeepCool – AS500 Tower-Kühler im Test

Mit dem AS500 haben wir heute einen schlanken Tower-Kühler von DeepCool im Test, welcher neben einer guten Kühlleistung auch mit einer geringen Geräuschkulisse sowie einer schicken Optik überzeugen möchte.

Welche Details in dem neuen AS500 stecken und wie sich der schlanke Tower-Kühler von DeepCool in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

 

Technische Details:

Typ: Tower-kühler
Abmessungen: 142 x 98 x 164 mm (inkl. Lüfter)
140 x 49 x 164 mm (Kühlkörper)
Gewicht: 1030 g
Heatpipes: 5 x 6 mm
Lüfterabmessungen. 140 x 140 x 25 mm
Lüftergeschwindigkeit: 500 – 1200 RPM
Airflow: 70,81 CFM
Statischer Druck: 1,14 mmAq
Geräuschpegel: < 26dB(A)
Lüfteranschluss: 4-PIN PWM
Lager: Fluid Dynamic Bearing
Lüfter Nennspannung: 12 VDC
Lüfter Nennstrom: 0,11 A
Lüfter Stromverbrauch: 1,32 W
LED-Type Adressierbare RGB-LEDs
LED-Anschluss: 3-PIN (+5V-D-G)
LED Stromverbrauch: 1,4 W
Kompatibilität: Intel: LGA 2066, 2011, 2011-v3, 1200, 115x
AMD: AM4, AM3, AM3+, AM2, AM2+, FM1, FM2, FM2+

 

Lieferumfang:

  • AS500 Kühlkörper
  • 1 x 140-mm-Lüfter
  • Montagematerial (AMD und Intel)
  • Montageanleitung
  • Wärmeleitpaste
  • LED-Anschlusskabel
  • ARGB-Controller

 

Design und Verarbeitung:

Der neue AS500 wird von DeepCool in einer Verpackung geliefert, welche in einem grau/grünen Grunddesign gehalten ist und auf der Verpackungsvorderseite neben einem großen Produktbild auch mit der Modellbezeichnung bedruckt wurde.

Die technischen Details wurden zusammen mit einer kurzen Beschreibung auf der Verpackungsrückseite abgedruckt.

Entnimmt man den AS500 aus seiner Verpackung, so hat man einen schlanken Tower-Kühler vor sich stehen, welcher in einer schwarz / silbernen Farbgebung gehalten ist.

DeepCool setzt bei dem AS500 auf einen Lamellenblock, bei welchen 56 Aluminiumfinnen verbaut wurden. Oberhalb dieser naturbelassenen Kühlfinnen hat DeepCool neben einer weißen, leicht transparenten Kunststoffplatte auch eine schwarze Kunststoffblende verbaut, welcher als Abschlussblende dient.

Um das Design abzurunden, wurde die Abschlussblende neben kantigen Außenseiten auch mit einem abgeschrägten Aufbau versehen.

In das leicht transparente Kunststoffelement hat DeepCool einen adressierbaren RGB-Streifen integriert, welcher es einem ermöglicht, die Abschlussblende in einer beliebigen Farbe oder mit einem beliebigen Effekt zu beleuchten.

Für den Fall, dass man kein kompatibles Mainboard mit einem 5 Volt RGB-Anschluss sein eigen nennt, liefert DeepCool gleich schon einen kompakten ARGB-Controller mit.

Über den mitgelieferten Controller lassen sich nicht nur verschiedene Beleuchtungsfarben auswählen, sondern es ist auch möglich, aus verschiedenen Effekten zu wählen und dessen Geschwindigkeit zu variieren.

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Das Anschlusskabel für den integrierten ARGB-Strip wird durch eine Vertiefung in der Vorderseite des Lamellenblocks geführt.

Um eine Art Vorkammer zu schaffen, wurden die Kühlfinnen im äußeren Bereich der beiden Stirnseiten etwas breiter ausgeführt.

Mit einem seitlichen Blick auf den Kühler ist zu erkennen, dass die Kühlfinnen im mittleren Bereich um 90° nach unten gebogen wurden, wodurch nicht nur eine Aufnahmemöglichkeit für die Lüfterklammern geschaffen wurde, sondern auch ein geringer Unterdruck zwischen den Kühlfinnen erzielt wird, durch welchen die vom mitgelieferten Lüfter bewegte Luft zusätzlich beschleunigt wird.

Der aus 56 Aluminiumfinnen bestehende und 49 mm schlanke Lamellenblock wurde auf fünf 6-mm-Heatpipes gesteckt. Diese Kupferheatpipes sind U-förmig gebogen und wurden mit einer glänzenden Nickelschicht versehen. Die Heatpipes durchlaufen die zweiteilige Bodenplatte hierbei parallel zueinander.

Um eine bessere Kühlleistung zu erzielen, wurden die fünf Heatpipes innerhalb der Kühlfinnen auf mehrere Bereiche aufgeteilt. Hierdurch stehen mehr Heatpipes im direkten Luftfluss, wodurch die in der Bodenplatte aufgenommene Abwärme noch schneller abgeführt werden.

Die aus hochwertigem Kupfer gefertigte Bodenplatte wurde passend zum Design der Heatpipes ebenfalls mit einer schützenden Nickelschicht versehen. Die Unterseite der Bodenplatte wurde sehr sauber und passend zu den aktuellen CPUs leicht konvex gefertigt.

Auf der Oberseite der Bodenplatte hat DeepCool schon den Montageträger vorinstalliert.

Bei den mitgelieferten 140-mm-Lüftern handelt es sich um einen TF 140S Lüfter von DeepCool, welcher mit dem patentierten zweischichtigen Flügeldesign ausgestattet sind.

Die neun Lüfterblätter wurden hierbei an der hinteren Kante mit einem aufgesetzten Spoiler ausgestattet, welcher zu einer deutlich stärkeren Förderleistung beitragen soll.

Der abgerundete Lüfterrahmen wurde im Bereich der Montagebohrungen auf beiden Seiten mit großzügigen Entkopplern ausgestattet.

Befestigt ist der Impeller an vier Stegen, welche gegen die Rotationsrichtung gebogen sind.

Der neue AS500 Kühler wurde sauber und durch die aufgebrachte Nickelschicht in Kombination mit der integrierten ARGB-Beleuchtung auch optisch ansprechend verarbeitet.

 

Montage:

Soll der Kühler auf einem AMD-Mainboard oder einem Mainboard mit einem Intel-Sockel der 2000er Serie montiert werden, so muss man lediglich die zum jeweiligen Sockel passenden Abstandhalter in die werksseitig montierte Backplate eindrehen. Anschließend kann man die beiden Montageträger auf die zuvor aufgeschraubten Abstandshalter auflegen und verschrauben. Soll der Kühler auf einem Intel LGA 115x oder 1200 Sockel montiert werden, so muss man während der Montage auf die im Lieferumfang enthaltene Backplate zurückgreifen. Um deren Montage zu vereinfachen, wurde die Backplate schon mit feststehenden Montagebolzen bestückt, wodurch sich die Montage lediglich durch das heranziehen der mitgelieferten Backplate unterscheidet.
Sobald die zum Sockel passende Backplate vorbereitet ist, muss man den Kühler auf die mit Wärmeleitpaste bestrichene CPU aufsetzen und den an der Bodenplatte vormontierten Montageträger mit den beiden an der Backplate befestigten Montagestegen verschrauben.

Ist der Kühler montiert, kann man den werksseitig schon vormontierten Lüfter wieder mittels der mitgelieferten Lüfterklammern am Kühlkörper befestigen. Auf Wunsch lässt sich dank der zusätzlichen Lüfterklammern auch noch ein zweiter 140-mm-Lüfter am AS500 Tower-Kühler befestigen.

 

Testsystem:

Als Testsystem kommt neben einem Sockel 1151 Testsystem auch ein aktuelles AM4 Testsystem zum Einsatz, wodurch Nutzer von AMD als auch Intel Systemen einen Überblick über die Leistung auf den jeweiligen Sockeln erhalten. Beide Systeme werden im nicht übertakteten Zustand betrieben.

Das Intel-Testsystem besteht aus diesen Komponenten:

  • ASRock – Z170 Extreme3
  • HyperX – Savage 16 GB Kit 3000 MHz
  • Intel® – Core i7-6700K
  • Zotac – GTX 780 TI AMP Edition

Das AMD-Testsystem besteht aus diesen Komponenten;

  • AMD – Ryzen 1600
  • ASUS – Crosshair VI Hero
  • 2 x 8 GB Corsair Vengeance LPX Black 2666 MHz
  • Zotac – GTX 780 TI AMP Edition

Testablauf:

Da es sich bei dem verwendeten Lüfter um einen PWM-Lüfter handelt, welcher seine Geschwindigkeit selbst anpasst, haben wir die PWM-Steuerung während des Tests deaktiviert.

Die Testergebnisse sind bei einer Raumtemperatur von ca. 21,0 °C (zu Beginn der Testphase gemessen) entstanden. Protokolliert wurde der maximale Mittelwert aller CPU Cores nach einem 30 minütigen Prime95 Stresstest, welchem zum aufwärmen eine Idle time von 45 Minuten voraus ging.

Wir nutzen bei unseren Tests immer die ARCTIC MX-2 Wärmeleitpaste, um auch hier etwaige Schwankungen ausschließen zu können.

Die erreichten Temperaturen sind abhängig von dem genutzten System und können auch auf ähnlichen Systemen abweichen, vor allem, wenn noch eine zusätzliche GPU in dem System verbaut wird. Jedoch lassen sich die Kühler untereinander gut vergleichen, da alle die gleiche Testgrundlage haben.

Mit einem Blick auf das erreichte Testergebnis ist schnell zu erkennen, dass sich der neue AS500 Tower-Kühler trotz seines schlanken Aufbaus einen guten Platz im vorderen Drittel des Testfeldes sichern konnte. Die gebotene Kühlleistung erzielte der Kühler zudem bei einer angenehmen Maximallautstärke.

 

Fazit:

Mit dem AS500 hat DeepCool einen schlanken Tower-Kühler in sein Sortiment aufgenommen, welcher in unserem Test nicht nur mit einer guten Kühlleistung, sondern auch mit einer sauberen Verarbeitung sowie einem schicken Design überzeugen konnte. Was das Design angeht, hat DeepCool zwar nicht aus den Vollen geschöpft und somit auf einen beleuchteten Lüfter verzichtet, dafür hat man den Kühlkörper jedoch nicht nur einer dezenten ARGB-Beleuchtung ausgestattet, sondern man hat auch die eingesetzten Heatpipes sowie die Bodenplatte vernickelt, wodurch sich ein schickes Gesamtbild ergibt. Dieses spiegelt sich auch in der guten Verarbeitungsqualität wieder. Hierbei hätten wir uns lediglich einen asymmetrischen Aufbau gewünscht, durch welchen man die Kompatibilität zu Speichern mit hohen und breiten Kühlkörpern noch minimal verbessert hätte. Auf seiten der Kühlleistung kann der schlanke Tower-Kühler in Kombination mit dem eingesetzten 140-mm-Lüfter mit einer ordentlicheen Kühlleistung punkten, welche auch zur kühlung einer schnellen Gaming-CPU mehr als ausreichend ist. Die erbrachte Kühlleistung wird zudem bei einer angenehmen Geräuschkulisse erzielt, wodurch sich der neue AS500 Tower-Kühler auch für Silentliebhaber eignet. Preislich liegt der neue AS500 Tower-Kühler von DeepCool zur Markteinführung bei knapp 60 €*.

Wir danken DeepCool für die Bereitstellung des Testmusters.

DeepCool - AS500 Tower-Kühler

8.8

Kühlleistung

9.0/10

Verarbeitung

9.0/10

Montage

9.0/10

Kompatibilität

9.0/10

Lautstärke

9.0/10

Modding

6.5/10

Lieferumfang

9.5/10

Preis

9.0/10

Pro

  • Gute Kühlleistung
  • Verarbeitung
  • Geräuschpegel
  • Montage eines 2. Lüfters möglich
  • Integrierte RGB-Beleuchtung inkl. Controller

Contra

  • (Lüfter nicht beleuchtet)