D-Link – mydlink Home Sirene DCH-Z510

Mit der mydlink Home Sirene haben wir heute eine Z-Wave Plus taugliche Sirene von D-Link im Test, welche nicht nur dazu dienen soll, unerwünschte Besucher lautstark aus den eigenen vier Wänden zu vertreiben, sondern durch verschiedene Ansteuerungsmöglichkeiten ein recht vielseitiges Einsatzgebiet bieten soll.

Welche Features in der mydlink Home Sirene von D-Link stecken und wie sich die Sirene in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Sirene:
    110 dB
    6 verschiedene Töne
  • Unterstützte Netzwerkprotokolle: Z-Wave v6.02 oder höher Z-Wave Funkverbindung 868,40 MHz
  • Tasten: Manipulationskontakt, Kopplungs-/Entkopplungstaste, Reset-Taste
  • LED: Status
  • Abmessungen: 110 x 110 x 19 mm
  • Gewicht: 125 g
  • Stromversorgung:
    Betriebsspannung: 5 V / 1,2 A
    Optionales Batterie-Backup (1150 mAh, Lithium)
  • Temperatur:
    Betrieb: -10 bis 40 °C
    Lagerung: -20 bis 70 °C
  • Luftfeuchtigkeit:
    Betrieb: 20% bis 90% (nicht kondensierend)
    Lagerung: 5 % bis 95 % (nicht kondensierend)
  • Zertifizierungen:
    FCC
    CE
    Z-Wave Plus

Lieferumfang:

  • Home Sirene DCH-Z510
  • Montagezubehör
  • Bedienungsanleitung

Design und Verarbeitung:

Die mydlink Home Sirene wird von D-Link in einer Verpackung geliefert, welche in einem hellen Design gehalten ist. Auf der Verpackungsvorderseite wurde neben der Modellbezeichnung auch noch eine Auflistung der wichtigsten Features abgedruckt. Zudem wird einem hier anhand eines Produktbildes schon kurz die Funktionsweise der Sirene erklärt.

Auf der Verpackungsrückseite sind zudem drei Featurebilder mit einer kurzen Erklärung zu finden.

Entnimmt man die Sirene aus ihrer Verpackung, so hat man ein Smart Home Produkt vor sich liegen, bei welchem man gleich erkennt, dass D-Link dieses so entwickelt hat, dass man es z.B. sehr gut hinter einem Möbelstück verstecken kann.

Hierzu wurde die Sirene so designt, dass sie eine Dicke von gerade einmal 19mm aufweist. Das Gehäuse der quadratisch geformten Sirene wurde auf der Oberseite aus weißem Kunststoff gefertigt. Mittig auf die Gehäuseoberseite wurde das D-Link Logo in einem hellen Grauton und somit recht dezent aufgedruckt. Dieses wird von einem grauen Kunststoffring umlaufen, welcher nicht nur die höchste Stelle des Gehäusedeckels darstellt, sondern im unteren Bereich durch ein transparentes Kunststoffelement geschossen wird. Im oberen Bereich wurden mehrere kleine Öffnungen in die Gehäuseoberseite eingearbeitet, hinter welchen ein kleine aber kraftvoller Speaker verbaut wurde. An den vier Gehäuseecken wurde die quadratische Grundform der Sirene etwas abgerundet, wodurch die Form etwas an das kreisrunde Designelement auf der Oberseite angepasst wurde.

Die Gehäuseunterseite ist aus leicht transparentem Kunststoff gefertigt und wurde mittig mit einer Aussparung versehen.

Diese Aussparung dient zur Unterbringung des Stromkabels. D-Link hat der Sirene einen Micro-USB-Anschluss spendiert, wodurch sich verschiedene Arten ergeben, wie man die Sirene mit Strom versorgen kann.

Passend hierzu liefert D-Link ein USB-Netzteil mit, bei welchem das Anschlusskabel jedoch fest mit dem Netzteil verbunden ist. Dafür liegen dem Lieferumfang zwei verschiedene Adapter bei, durch welche das Netzteil auch in UK verwendet werden kann.

Auf die transparente Rückseite der Sirene ist eine Montageplatte aufgesteckt, welche ebenfalls aus transparentem Kunststoff gefertigte ist.

Diese kann einfach herausgeschoben werden, wodurch man diese an der gewünschten Stelle montieren kann.
Unter der Montageplatte befindet sich auf der Rückseite der Sirene ein kleiner Schalter, über welchen die Sirene inkludiert bzw. exkludiert werden kann. Sollte die Sirene im inkludierten Zustand von der Montageplatte abgezogen werden, so wird durch diesen Schalter ein Alarm ausgelöst.

Wirft man einmal einen Blick in die Sirene, so ist zu erkennen, dass die Sirene nicht nur über den USB-Anschluss betrieben werden kann, sondern das auch ein optionaler Akku verbaut werden kann, durch welchen die Sirene auch bei einem Stromausfall weiterhin genutzt werden kann.

Ein geeigneter Akku ist z.B. der BL-5C Akku von Nokia, wie er in vergangenen Nokia Handys eingesetzt wurde und zu einem günstigen Preis von nicht ganz 8€* bei Amazon.de zu bekommen ist.

Wird ein solcher Akku verbaut, funktioniert die Alarmsirene nicht nur, wenn der Strom ausfällt, sondern die Sirene bleibt auch dann aktiv, wenn ein Einbrecher die Stromverbindung zur aktiven Sirene trennt. Der Akku wird über die USB-Schnittstelle mit aufgeladen. Eine Anzeige zum aktuellen Akkustand gibt es in der mydlink Home App jedoch leider nicht.

An dem PCB ist zudem noch ein Lautsprecher angeschlossen, welcher an die Unterseite der Aussparungen in der Gehäuseoberseite geklebt wurde.

Im unteren Bereich des PCBs wurde zudem noch eine rote LED verbaut, welche das leicht transparente Element im Gehäusedeckel von der Rückseite aus beleuchtet sobald ein Alarm ausgelöst wird.

Die Verarbeitung wurde sauber ausgeführt und gibt uns keinerlei Anlass zur Kritik. Durch das Designelement im Gehäusedeckel gliedert sich die Sirene optisch in die mydlink Home Serie ein.

Inbetriebnahme:

Die mydlink Home Sirene arbeitet mit dem Z-Wave Standard und muss deswegen an einer entsprechenden Zentrale inkludiert werden. Dies geschieht bei dem mydlink Connected Home Hub über eine entsprechende App vom Smartphone oder Tablet aus. Sollte eine Zentrale eines anderen Herstellers zum einsatz kommen, so muss man die Schritte entsprechend der Herstellervorgaben vornehmen. Da wir den mydlink Connected Home Hub aktuell in einem Dauertest haben, inkludieren wir die Sirene in diesem Test an dem mydlink Connected Home Hub. Um die Inklusion zu starten, muss man lediglich auf die Schaltfläche „Neues Gerät hinzufügen“ klicken.

Im nächsten Schritt kann man wahlweise den QR-Code scannen, welcher sich auf der Rückseite des Gerätes befindet, oder auf der mitgelieferten Quick-Install-Card abgedruckt ist. Wenn man die Daten lieber per Hand eingeben möchte, was jedoch etwas umständlicher ist, so ist dies ebenfalls möglich.

Die Sirene erscheint nun in der Liste der verbundenen Geräte und kann nach der Wandmontage im vollem Umfang genutzt werden.

Die Montage erfolgt hierbei mittels Schrauben und ist in wenigen Minuten auch ohne handwerkliches Geschick ausgeführt.

Test:

Um die mydlink Home Sirene so nutzen zu können, dass z.B. bei einer Leckage ein Alarm ertönt, muss man eine entsprechende Regel erstellen.

Eine Regel ist dann z.B. so aufgebaut: „Wenn Wasser erkannt, dann löse einen Alarm aus.“

Der Alarmton, welcher bei Auslösen der Regel ertönen soll, kann zwischen sechs verschiedenen Tönen frei ausgewählt werden.

Auch die Dauer, für welche die Sirene aktiv ist, kann in verschiedenen Stufen bzw. als Dauerschleife eingestellt werden.

Hat man noch weitere mydlink Home Produkte in seinem Smart Home verbunden, so kann man auch mit diesen Produkten entsprechende Regeln erstellen. So ist es z.B. möglich, eine Regel zu erstellen, welche die Sirene auslöst, sobald der Tür/Fenstersensor geöffnet oder der Bewegungsmelder ausgelöst wird. Durch die Verwendung von Zeitplänen kann man diese Regeln auch so kombinieren, dass sie zu unterschiedlichen Zeiten aktiv sind. Somit ist es möglich, ohne die erstellten Regeln aktivieren oder deaktivieren zu müssen, sich zu bestimmten Zeiten frei in den eigenen vier Wänden bewegen bzw. Lüften zu können, ohne das ein Alarm ausgelöst wird.

Wird der optionale Akku verbaut, ist die Funktion der Sirene auch bei einem plötzlichen Verlust der Spannungsversorgung noch weiterhin gegeben. Leider gibt es keine Möglichkeit, die Sirene durch eine Regel alarmieren zu lassen, wenn die Spannungsversorgung unterbrochen wird. Auch das auslesen der Akkukapazität des nachgerüsteten Akkus ist mittels der mydlink Home App leider nicht möglich.
Wird die Sirene hingegen von der Montageplatte abgehoben, schlägt sie gleich Alarm, welcher sich durch das Abziehen des Stromkabels dann jedoch schnell abschalten kann. Anders sieht dies aus, wenn man einen optionalen Akku verbaut hat.

In Kombination mit dem mydlink Connected Home Hub ist man bei der Nutzung der Sirene auf weitere Komponenten von D-Link angewiesen, da die mydlink Home App keine Z-Wave Komponenten anderer Hersteller zulässt. An einer Z-Wave Zentrale eines anderen Herstellers lässt sich die mydlink Home Sirene nicht nur problemlos anlernen, sondern sie kann hier auch ihren kompletten Funktionsumfang zeigen. Sollte die von D-Link angebotene Zentrale in der Zukunft in ihrem Funktionsumfang noch erweitert werden, so sind können auch mit dieser weitere Schaltungen realisiert werden, denn aktuell ist auch der Umfang der erstellbaren Regeln etwas begrenzt. So können aktuell keine Regel kombiniert und mehrere Komponenten mittels einer „Oder-Regel“ verknüpft werden. Wäre dies möglich, könnte man die Sirene z.B. auch als kleine Erinnerung nutzen, wenn man noch ein Fenster geöffnet hat und das Haus verlässt.

Fazit:

Mit der mydlink Home Sirene hat D-Link ein Smart Home Produkt in seinem Sortiment, welches sich durch seine kompakten Abmessungen sehr einfach und zudem noch unauffällig in die eigenen vier Wände integrieren lässt. Der Funktionsumfang der Alarmsirene ist durch den Z-Wave Standard und die sechs verschiedenen Alarmtöne recht umfangreich. Die Funktionalität wird jedoch bei einer Verwendung mit dem mydlink Connected Home Hub in Kombination mit der mydlink Home App eingeschränkt, da die App einfach noch nicht jede mögliche Regel zulässt. Durch diese Handbremse, welche D-Link somit anzieht, war es uns nicht möglich, alle erdenklichen Schaltungen ausführen zu können, welche uns in den Sinn kamen. Die Inklusion sowie auch die Nutzung im durch die App gewährleisteten Umfang ist hingegen kinderleicht und somit auch für Einsteiger einfach zu meistern. Verwendet man die mydlink Home Sirene an einer Zentrale eines anderen Herstellers, welche einem mehr Eingriffe in die Steuerung erlaubt, kann sie ihren vollen Funktionsumfang zeigen, weshalb D-Link softwareseitig dringend noch einmal Hand an seinen mydlink Connected Home Hub anlegen sollte. Während unseres Tests hat die mydlink Home Sirene zeigen können, dass sie nicht nur dafür da ist, Einbrecher lautstark in die Flucht schlagen zu können, sondern z.B. auch auf eine Leckage hinweisen kann. Verbaut man den optionalen Akku in der Sirene, so ist die Funktion auch dann noch gewährleistet, wenn die eigentliche Spannungsversorgung wegfällt. Eine Anzeige über den Ladestatus gibt es jedoch leider nicht. Auch die Möglichkeit zur Alarmierung bei einem Stromverlust und dem gleichzeitigen Wechsel in den Akkubetrieb ist nicht gegeben. Diese geschieht nur, wenn die Alarmsirene von ihrer Montageplatte abgenommen wird. Preislich liegt die mydlink Home Sirene aktuell bei knapp [45€*]amzn.to/29m93st]45€*[/url], womit sie zu den günstigeren Z-Wave Sirenen am Markt gehört.

Da die mydlink Home Sirene durch den Z-Wave Standard auch mit anderen Zentralen gesteuert werden kann, wissen wir durch unseren Test, dass sie einen größeren Funktionsumfang bietet, als er von D-Link mit der hauseigenen Zentrale abgerufen werden kann. Aus diesem Grund und der Tatsache, dass wir die mydlink Home App in Kombination mit dem mydlink Connected Home Hub schon in einem separaten Review getestet und bewertet haben, beziehen wir uns in der Bewertung des Funktionsumfangs ausschließlich auf die getestete Hardware und nicht auf die Kombination aus der mydlink Home Sirene und der mydlink Home App.

Pro

  • Gute Verarbeitung
  • Verschiedene Alarmtöne
  • Sehr einfache Einrichtung
  • Stromversorgung über USB
  • Kompatibel Z-Wave Produkten anderer Hersteller
  • Hohe Reichweite
  • Vielfältig einsetzbar
  • Optionaler Akku

Contra

  • Keine Ladestandsanzeige in der mydlink Software
  • Keine Alarmierung bei Spannungsverlust möglich

Verarbeitung

Funktionsumfang (Hardware)

Inbetriebnahme / Konfiguration

Reichweite

Kompatibilität

Preis

Wir danken D-Link sehr für die Bereitstellung des Testmusters.