Creative Sound BlasterX G6

Mit der Sound BlasterX G6 haben wir heute eine externe USB-Soundkarte von Creative im Test, welche nicht nur aus einem Notebook oder einem PC einen deutlich besseren Sound kitzeln soll, sondern auch aus einer Spielekonsole oder jedem anderen mobilen Wiedergabegerät.

Welche Features einem die Sound BlasterX G6 USB-Soundkarte von Creative bietet und welche Leistung in ihr steckt, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Maße: 111 x 70 x 24 mm (B x T x H)
  • Gewicht: 144 g
  • Soundchip: SB-Axx1
  • Anschluss: USB 2.0
  • Kanäle: max. 8 (7.1, 5.1, 4.1, 2.1, 2.0)
  • DAC:
    Dynamikbereich: 130dB
    Abtastrate: 32-bit / 384kHz
  • ADC:
    Dynamikbereich: 114dB
    Abtastrate: 32-bit / 192kHz
    Ausgangsimpedanz: 1 Ohm
    Unterstützte Kopfhörerimpedanz: 16 – 600 Ohm
    Hohe Verstärkung: 150 – 600 Ohm (+14dB)
    Niedrig-Verstärkung: 16 – 149 Ohm (+0dB)
  • Ausgabe: Surround, Stereo
  • Eingänge:
    1x USB 2.0
    2x 3,5 mm (Mikrofon, Line In / Optical In)
  • Ausgänge:
    2x 3,5 mm (Kopfhörer, Line In / Optical Out)

Lieferumfang:

  • Sound BlasterX G6
  • 1x optisches Kabel
  • 1x Mikro-USB-Kabel
  • Quick Start-Broschüre
  • Garantie Heft

Design und Verarbeitung:

Die externe Soundkarte Sound BlasterX G6 wird von Creative in einer schwarz/roten Verpackung geliefert. Die Verpackungsvorderseite ist neben der Modellbezeichnung und einem großen Produktbild auch mit einer kurzen Beschreibung sowie mehreren Symbolen bedruckt, welche einem einen Hinweis auf die wichtigsten Features geben.

Auf der Verpackungsrückseite wurden neben einer detaillierteren Beschreibung und dem Lieferumfang auch zwei Skizzen abgedruckt, anhand welcher man die verschiedenen Anschlussmöglichkeiten aufgezeigt bekommt.

Entnimmt man die Sound BlasterX G6 aus ihrer Verpackung, so hat man eine recht große USB-Soundkarte vor sich liegen.

In die Oberseite des aus anthrazitfarbenen Kunststoff gefertigten Gehäuse wurde mittig ein Designelement eingearbeitet, welches den Anschein erweckt, als wenn es aus schwarz eloxierten und gebürsteten Aluminium gefertigt wäre. Hierbei handelt es sich jedoch nur um ein Designelement, welches wie auch das restliche Gehäuse aus Kunststoff gefertigt wurde. Um das Design abzurunden, wurde dieser Zierstreifen mit dem Sound BlasterX Schriftzug versehen.

Wo die beiden Wörter „Sound Blaster“ noch in Gold aufgedruckt wurden, hat Creative das „X“ aus dem Kunststoffstreifen ausgespart und mit einem leicht transparenten Kunststoffelement verblendet, wodurch sich das Logo in Kombination mit der dahinter befindlichen RGB-LED in einer beliebigen Farbe beleuchten lässt.

Mit einem Blick auf die Vorderseite der externen USB-Soundkarte findet man mittig einen Lautstärkeregler, welcher von einem leicht transparenten Ring umgeben ist. Dieser Ring dient als Indikator für die Stromzufuhr sowie die eingestellte Lautstärke und kann im Gegensatz zum „X“ auf der Gehäuseoberseite lediglich in Weiß beleuchtet werden.

Links und rechts vom Lautstärkeregler wurden zwei vergoldete 3,5-mm-Klinkeanschlüsse eingearbeitet. Bei diesen beiden Anschlüsse handelt es sich um die Anschlüsse für einen Kopfhörer sowie ein Mikrofon. Natürlich kann man an diesen Anschlüssen auch ein Gaming Headset anschließen, jedoch befindet sich im Lieferumfang leider kein Y-Adapter, über welchen man ein Headset mit einem vierpoligen Klinkestecker an die USB-Soundkarte anschließen könnte.

Auf der Rückseite wurde die Soundkarte mit drei Anschlüssen ausgestattet. Wo der verbaute Micro-USB-Anschluss für die Stromzufuhr zuständig ist und auch die Funktion der USB-Soundkarte übernimmt, fungieren die beiden Klinkeanschlüsse als Line-In und Line-Out Anschluss.

Beide Klinkeanschlüsse wurden seitens Creative als Kombianschlüsse ausgeführt und verfügen im Inneren auch noch über einen optischen Anschluss, über welchen man die Soundkarte auch mittels eines digitalen Signals an ein Wiedergabegerät oder eine Audioquelle anschließen kann.

Wo die Sound Blaster X G6 auf der linken Seite frei von Anschlüssen und Tasten ist,

wurde auf der rechten Seite ein Bedienelement sowie eine Statusanzeige eingearbeitet.

Das Bedienelement wurde im vorderen Bereich untergebracht und verfügt über drei Bedienelemente. Über die vordere Taste kann man den von anderen Creative Produkten schon bekannten Scoute Mode aktivieren oder deaktivieren. Mittels der SBX-Taste kann das in der Sound Blaster Connect Software hinterlegte DSP-Profil aktiviert werden. Mittels des Gain-Schalters kann die Ausgangsspannung angehoben werden, was zu einer deutlichen Steigerung der Lautstärke dient.
Die Statusanzeige verfügt über drei LEDs, mittels welchem einem der aktive Audioeingang bzw. Audioausgang angezeigt wird.

Damit die Soundkarte sicher auf dem Schreibtisch liegt, wurde die Unterseite vollständig gummiert.

Die Verarbeitung der Sound BlasterX G6 USB-Soundkarte wurde seitens Creative nicht nur optisch ansprechend, sondern auch hochwertig ausgeführt.

Inbetriebnahme und Anschluss:

Wie eingehend schon kurz angesprochen kann die Sound BlasterX G6 nicht nur an einem PC oder Notebook, sondern auch an anderen Wiedergabegeräten genutzt werden.
Der Anschluss an einen PC oder an ein Notebook kann wahlweise über das mitgelieferte USB-Kabel oder über den an der Rückseite verbauten Line-In-Anschluss erfolgen. Schließt man die Soundkarte über das USB-Kabel an, so installiert sich der notwendige Treiber selbstständig und alle Grundfunktionen können sofort genutzt werden. Für den Fall, dass man an seinem PC oder Notebook keinen freien USB-Anschluss mehr hat und die Sound BlasterX G6 lieber über seine vorhandene aber nicht sehr hochwertige Soundkarte verbinden möchte, so muss man hierzu auf ein optionales Klinkekabel zurückgreifen. Um die Sound BlasterX G6 Soundkarte in dieser Konstellation mit Strom zu versorgen, muss man die Soundkarte zusätzlich an ein 1 Ampere starkes USB-Netzteil anschließen.
Auf diese Art kann man die Soundkarte natürlich auch mit jedem anderen Wiedergabegerät kombinieren. Einzig bei der Nutzung an einer Konsole muss man je nach eingesetzter Spielekonsole einige Besonderheiten beachten. Wo die Sound BlasterX G6 an einer PS4 auch über den USB-Anschluss ihren Dienst verrichtet, muss man bei der Nutzung an einer Xbox das Mikrofon des herangezogenen Headsets mit dem Controller verbinden.

Software:

Wie wir es von anderen Creative Soundkarten kennen, stellt man Windows-Nutzern der Sound BlasterX G6 ebenfalls eine Software zur Verfügung. Diese ist fast identisch zur Software der Sound BlasterX AE-5 aufgebaut.

Dashboard

Auf dem Dashboard stehen einem mehrere Schnellzugriffe zur Verfügung. So kann man hier z.B. voreingestellte Soundprofile auswählen, auf den Equalizer zugreifen, den Scout Modus aktivieren und deaktivieren oder in die Klangqualität der eigenen Stimme eingreifen.

Sound

Den schon kurz angesprochen Equalizer kann man auch über den Menüpunkt „Sound“ aufrufen, wo er als erster Untermenüpunkt zu finden ist.

Über die Acoustic Engine können Einstellungen wie die Klangklarheit oder der Bass ganz einfach über einen Regler eingestellt werden.

Ebenfalls unter dem Menüpunkt „Sound“ zu finden, ist der Scout Mode. Dieser sorgt in Spielen nun nicht mehr nur dazu, dass man näherkommende Schritte besser hört, sondern man kann sich die Richtung auch auf einem kleinen Onscreen-Radar anzeigen lassen. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass manches Spiel dieses Feature als Cheat erkennt und man aus diesem Grund vom Server gekickt wird.

Stimme

Im Untermenüpunkt „Klarheit“ kann man alle Einstellungen vornehmen, welche die Qualität der aufgenommen Stimme verbessern.

Über den Untermenüpunkt „Voice Morph“ kann man seine Stimme in die Stimmer verschiedener Charaktere verwandeln.

Beleuchtung

Über den Menüpunkt „Beleuchtung“ kann man die Beleuchtung der Soundkarte einstellen.

Konfiguration

In dem Untermenüpunkte „Kopfhörer“ und „Lautsprecher“ kann die Stereo oder DOLBY Einstellungen des angeschlossenen Headsets bzw. Lautsprecher auswählen.

Über den Mixer kann man die Klangeinstellungen zudem noch an die eigenen Bedürfnisse anpassen.

Test:

Nachdem uns die Verarbeitungsqualität der Soundkarte schon überzeugen konnte, waren wir sehr auf die Klangqualität gespannt.
Wie wir es auch bei allen anderen Audiokomponenten bisher getan haben, haben wir auch die Sound BlasterX G6 Soundkarte in verschiedenen Lebenslagen getestet. Neben dem normalen Musikhören am PC haben wir die Soundkarte auch bei dem ein oder anderen Game sowie auch beim Betrachten von Filmen getestet. Als Wiedergabegeräte wurden einmal ein Beyerdynamic Amiron Home Kopfhörer und eine Yamaha RX-A2010 Surroundanlage herangezogen.

Auch wenn die Sound BlasterX G6 einem lange nicht so viele Anschlüsse bietet, wie man es von einer internen PC-Soundkarte kennt, konnte sie im direkten Vergleich zu einer Soundkarte auf einem aktuellen Consumer-Mainboard sowie einem aktuellen Notebook ein deutlich besseres Klangerlebnis liefern.
Neben präzisen und klaren Höhen sowie einem kräftigen Tiefton konnte die Soundkarte in unserem Test auch einen warmen und harmonischen Mittelton generieren, welcher das gute Klangbild abrundet.
An dieser Stelle macht sich klar der 32 Bit 384 kHz DAC mit einem Dynamikbereich von bis zu 130 dB bemerkbar. Im Gegensatz zu günstigeren Notebook- oder USB-Soundkarten hat Creative der Sound BlasterX G6 zudem einen separierten Kopfhörerverstärker spendiert. Die extrem niedrige Ausgangsimpedanz von 1 Ohm treibt hierbei leistungsempfindliche 16-Ohm-In-Ear-Monitorkopfhörer bis hin zu Studio-Kopfhörern mit 600 Ohm perfekt an.
Durch die virtuelle 5.1 und 7.1 Funktion kann man aus einem normalen Stero-Headset einen raumfüllenderen Klang entlocken, jedoch kann man das erzielte Klangbild nicht mit einem vollwertigen 5.1 oder 7.1-Headset, welches über mehrere Treiber verfügt, vergleichen.

Die bereitgestellte Software bietet einem sehr viele Einstellmöglichkeiten, welche nicht nur die Wiedergabe, sondern auch die Aufnahme betreffen. Neben netten Spielereien, wie ein Verzerren der Stimme, kann man auch die Klangeigenschaften anpassen, wodurch man auch aus einem recht günstigen Mikrofon ein gutes Klangbild herausholen kann.

Fazit:

Mit der Sound BlasterX G6 hat Creative eine USB-Soundkarte in seinem Sortiment, welche sich in unserem Test nicht nur durch eine schicke Optik und eine gute Verarbeitung überzeugen konnte, sondern auch durch eine besonders hohe Kompatibilität sowie einer guten Klangqualität. Durch die Möglichkeit, die Sound BlasterX G6 wahlweise per USB oder über einen Klinkeanschluss bzw. einen optischen Anschluss mit dem gewünschten Zuspieler verbinden zu können, kann die Soundkarte nicht nur an einem PC oder Notebook eingesetzt werden, sondern auch an jedem Wiedergabegerät, welches über einen kabelgebundenen Audioausgang verfügt. An all diesen Geräten kann die Soundkarte durch den hochwertigen Verstärker neben einer hohen Ausgangsleistung auch ein durchweg gutes und harmonisch klingendes Klangerlebnis erzielen. Neben der Dolby-Digital-Kodierung und dem virtuellen 7.1-Sound punktet die Soundkarte durch den Xamp-Kopfhörerverstärker, welcher die beiden Audiokanäle einzeln verstärkt vor allem bei der Nutzung eines Headsets überzeugen kann. Speziell für Gamer hat Creative neben der umfangreichen Software auch an eine schicke Optik gedacht und die Soundkarte auf der Oberseite mit einer anpassbaren RGB-Beleuchtung ausgestattet. Preislich liegt die Sound BlasterX G6 aktuell bei knapp 130€*.

Ein besonderer Dank geht an Creative für die Bereitstellung des Testmusters.

Creative Sound BlasterX G6

9.6

Klangqualität

9.0/10

Verarbeitung

10.0/10

Kompatibilität

10.0/10

Software

10.0/10

Preis

9.0/10

Pro

  • Sehr gute Klangqualität
  • Schickes Design mit RGB-Beleuchtung
  • Verarbeitung
  • Softwarepaket
  • Sehr hohe Kompatibilität

Contra

  • Kein nativer 7.1 Surround Sound
  • (keine RGB-Beleuchtung)