CHIEFTEC TLB-2131SAS Backplane

Mit der TLB-2131SAS haben wir heute eine SAS-Backplane von CHIEFTEC im Test, welche bis zu drei 3,5″ Festplatten aufnehmen kann.

Welche Features diese Backplane bietet und für welche Einsatzzwecke sie sich eignet, haben wir für euch in diesem Test herausgefunden.

Technische Details:

  • Schnittstelle (HDD/SSD): SATA I, SATA II, SATA III, SAS
  • Dimension (TxBxH): 195mm x 146mm x 84,5mm
  • Gewicht: 0,84 kg
  • Form-Faktor: 2x 5,25″ Einschübe für drei 3,5″ HDDs/SDDs
  • Lüfter: 70mm Lüfter (Gleitlager)
  • Stromversorgung: 2x SATA
  • Datenanschlüsse (extern): 3x SATA
  • Unterstützte Raid-Level: Kein Raid Controller im Gerät

Lieferumfang:

  • TLB-2131SAS Backplane
  • 3x SATA Kabel (60cm)
  • Schraubensatz
  • Kurzanleitung (engl.)

Design und Verarbeitung:

Die TLB-2131SAS Backplane wird von CHIEFTEC in einer weißen Verpackung geliefert, welche mit einer aufgeschobenen Umverpackung versehen ist. Diese Umverpackung ist in Schwarz/Blau gehalten und auf der Vorder- als auch Rückseite mit den wichtigsten Features und einem Produktbild bedruckt.

Die technischen Details wurden auf der linken Verpackungsseite aufgedruckt.
Innerhalb der Verpackung ist die Backplane zwischen zwei Schaumstoffpolstern untergebracht, welche im hinteren Bereich über eine Aussparung verfügen, in der man das Zubehör findet.

Entnimmt man die Backplane aus ihrer Verpackung, so hat man einen HDD-Käfig in der Hand, welcher die Größe von zwei 5,25″ Laufwerken hat. Das Laufwerksgehäuse ist aus schwarzem, gebürstetem Aluminium gefertigt.

Im vorderen Bereich wurde eine Kunststofffront aufgebracht, welche ebenfalls in schwarz gehalten ist.
In der linken Seite wurden vier LEDs eingearbeitet, welche mit einer entsprechenden Beschriftung versehen wurden. Bei der oberen LED handelt es sich um die Power-LED. Die anderen drei LEDs dienen als Statusanzeige für die verbaubaren Festplatten. Ihrer Funktionalität entsprechend sind sie so platziert, dass sie sich jeweils neben einem der drei Hot-Swap-Schächte befinden.

Die drei verbauten Hot-Swap-Schächte sind mit einer optisch zum Gehäusedesign passenden Verriegelung versehen. Diese besteht im linken Bereich aus Kunststoff und im rechten Bereich aus Aluminium. Jeder Laufwerksschacht ist zudem mit einem separaten Schloss versehen, welches in dem Kunststoffelement untergebracht wurde, wodurch sich die verbauten Festplatten vor einem unbefugten Zugriff schützen lassen. Die Aluminiumbereiche wurden jeweils an ihrer Ober- als auch Unterkante mit einem polierten Bereich optisch etwas aufgepeppt, wodurch eine Optik erreicht wird, welche nicht gerade auf ein Einsatzgebiet in einem Server, in welchem solche Backplanes in den meisten Fällen verbaut werden, ausgelegt ist.

Die einzelnen Laufwerksschächte lassen sich ganz einfach zur rechten Seite öffnen.

Der obere Verschluss wurde zudem noch mit einem CHIEFTEC Logo versehen.
In die beiden Außenseiten des Aluminiumgehäuses wurden neben den Montagebohrungen jeweils auch noch ein Schlitz eingelassen, welcher zur Montage in vielen Gehäusen benötigt wird, da viele Gehäuse über kleine Winkel in den 5,25″ Schächten Verfügen, auf welchen die Laufwerke etwas aufliegen.

Im hinteren Bereich des Laufwerksgehäuses wurde auch auf die Gehäuseoberseite das CHIEFTEC Logo aufgedruckt.

Die Gehäuserückseite wurde wie auch schon die Vorderseite mit einer Kunststoffblende versehen.
Im rechten Bereich dieser Kunststoffblende wurden zwei vertiefte DIP-Schalter eingelassen. Über den unteren kann die Geschwindigkeit des integrierten Lüfters gesteuert werden. Hier sind die Einstellung High und Low möglich.

Der obere DIP-Schalter dient zum Ein- bzw. Ausschalten der HDD-LEDs.
Direkt neben den beiden DIP-Schalter befinden sich zwei SATA-Stromanschlüsse, über welche die Backplane und somit auch die verbauten Festplatten mit Strom versorgt werden. Links von diesen sind drei SATA-Anschlüsse zu finden, welche ebenfalls auch an einem SAS-Anschluss angeschlossen werden können.
Den meisten Platz nimmt der in die Gehäuserückseite integrierte 70mm Lüfter ein, welcher im linken Bereich der Rückseite verbaut ist.
Der verbaute Lüfter wird durch die passive Kühlwirkung, welche das Aluminiumgehäuse mit sich bringt, unterstützt, wodurch er nicht so schnell drehen muss, als wenn das Gehäuse aus Kunststoff gefertigt wäre.

Die Verarbeitung der Backplane ist sehr gut und optisch ansprechend.

Montage:

Die TLB-2131SAS Backplane lässt sich mittels der mitgelieferten Schrauben ganz einfach in zwei freien und direkt übereinander liegenden 5,25″ Laufwerkschächten montieren.

Die im Lieferumfang befindlichen SATA-Kabel haben eine Länge von ca. 60cm, was in vielen Gehäusen ausreichend ist. Kommt jedoch ein sehr hohes Gehäuse oder ein spezieller Raidcontroller zum Einsatz, welcher z.B. auf einen Multilane-Anschluss setzt, so muss man auf entsprechende Kabel zurückgreifen, welche nicht im Lieferumfang enthalten sind.
Die Montage von Festplatten innerhalb der TLB-2131SAS Backplane gestaltet sich noch einfacher, als die Montage und Inbetriebnahme der Backplane selbst.
Zur Montage von 3,5″ Festplatten muss lediglich der Laufwerksschacht geöffnet

und die gewünschte 3,5″ Festplatte hinein geschoben werden.

Auf Hot-Swap-Käfige, wie man sie von vielen anderen Backplanes oder auch Servergehäusen bzw. hochwertigen Desktopgehäusen kennt.
Die mittlere und obere Festplatte liegen dabei auf kleinen, seitlich angebrachten Winkeln auf.

Die TLB-2131SAS Backplane bietet durch die verbaute Backplane mit SAS-Anschlüssen eine Unterstützung für SATA und auch SAS Festplatten, wodurch eine Verwendung von Festplatten möglich ist, welche mit bis zu 15000 RPM drehen. Zudem können die Festplatten im laufenden Betrieb ein bzw. ausgebaut werden.

Um Festplatten wieder aus der Backplane entnehmen zu können, reicht es aus, wenn man den entsprechenden Laufwerkschacht öffnet.

Durch den im inneren verbauten und mit der Verriegelung verbundenen Mechanismus wird die Festplatte automatisch etwas nach vorne geschoben, wodurch sie dann ganz einfach herausgezogen werden kann.

Test:

Der eigentliche Test der Backplane besteht aus zwei Abschnitten. Der erste Abschnitt wird für die meisten Nutzer der wichtigste sein, da es in diesem Abschnitt um die Übertragungsrate geht. Jedoch sollte man im Bezug auf die Lebensdauer der Hardware auch die Temperatur nicht aus dem Auge verlieren. Aus diesem Grund werden wir uns auch dieser einmal etwas genauer annehmen.

Das Testsystem besteht aus:

  • Prozessor: i7 3930K @ 4,6GHz
  • Mainboard: Asrock Extreme11
  • Arbeitsspeicher: 32GB (4 x 8GB DDR3 1866MHz)
  • Grafikkarte: GTX 680
  • Systemlaufwerk: OCZ – RevoDrive 3 (240GB)
  • Testlaufwerke:
    OCZ Vertex450 (Testlaufwerk Übertragungsgeschwindigkeit)
    Seagate ST33000651SS (Testlaufwerk Hitzeentwicklung)

Um die maximale Übertragungsgeschwindigkeit zu ermitteln, setzten wir in diesem Test eine OCZ Vertex 450 mit 256GB ein.

Um die maximale Übertragungsrate zu ermitteln, haben wir das Tool CrystalDiskMark eingesetzt.

Dadurch, dass die Daten nur durch die Backplane durchgeschliffen werden, und kein zusätzlicher Controller zum Einsatz kommt, werden hier Geschwindigkeiten erreicht, als wenn die Festplatte direkt am SATA- bzw. SAS Kabel angeschlossen wäre.

Die Temperatur wird über einen Temperatursensor ermittelt, welcher auf die Festplatte aufgeklebt wird. Die für diesen Test verwendete Seagate Festplatte ist natürlich in der geschlossenen Backplane montiert. Die Temperatur wird dann direkt über das Mainboard ausgelesen. Hierzu wird auf die Software AIDA64 zurückgegriffen.
Es kommt jedoch nicht nur eine, sondern drei dieser Festplatten zum Einsatz, um die Maximaltemperatur erreichen zu können, welche bei der Verwendung einer voll bestückten Backplane erreicht werden.
Ohne in ein schützendes Gehäuse eingepackt zu sein, hat die Festplatte nach dem vollständigen Formatieren eine Temperatur von 45,1°C.
Innerhalb der Backplane steigt die Temperatur jedoch entsprechend an. Bei der Lüftereinstellung auf „LOW“ liegt diese bei einer erträglichen Geräuschkulisse durch den verbauten Lüfter bei 54,7°C.
Lässt man den Lüfter mit voller Leistung laufen, ist dieser zwar bedeutend lauter, die Temperatur des Testlaufwerkes liegt jedoch bei nur noch 51,4°C.

Fazit:

CHIEFTEC hat mit der TLB-2131SAS eine Backplane in sein Sortiment aufgenommen, welche nicht nur einen hohen Qualitätsstandard bietet, sondern auch optisch aufgemöbelt wirkt. Durch die verwendete Optik passt sie nicht nur in Serversysteme, sondern auch in Gaming-Rechner. Die verbauten Festplatten können per Hot-Plug und zudem ohne weiteres Werkzeug ein und ausgebaut werden, was einem nicht nur durch die Möglichkeit Festplatten im laufenden Betrieb wechseln zu können einen hohen Komfort bietet, sondern auch durch die Tatsache, dass dies im Handumdrehen geschehen kann. Der verbaute Lüfter leistet gute Arbeit, auch wenn er auf der höchsten Stufe doch sehr gut zu hören ist. Die Übertragungsraten liegen auf einem identischen Level, wie bei einem direkten Anschluss an das Datenkabel. Für alle die, die mehr als drei Festplatten verbauen wollen, bietet CHIEFTEC diese Backplane auch noch als 4-Port-Modell an. Der aktuelle Verkaufspreis liegt bei ca. 53€*.

Pro

  • Gute Verarbeitung
  • Lieferumfang
  • Kühlleistung
  • Datenübertragungsraten

Contra

  • Geräuschpegel des Lüfters bei voller Drehzahl etwas hoch

Montage

Datentransfer

Wärmeabfuhr

Stromversorgung

Verarbeitung

Kompatibilität

Preis

Wir danken chieftec.eu/ für die Bereitstellung des Testmusters.