CHIEFTEC – HAWK AL-02B-OP

Mit dem AL-02B-OP haben wir heute einen Midi-Tower von CHIEFTEC im Test, welcher durch sein schlichtes Design unauffällig im Office eingesetzt werden kann, aber dennoch als gute Grundlage für den Aufbau eines schlichten Gaming-Systems fungieren soll.

Welche Features einem der HAWK AL-02B-OP bietet und wie sich der noch recht neue Midi-Tower von CHIEFTEC in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Formfaktor: mITX, mATX, ATX
  • Dimension (TxBxH): 400mm x 202mm x 433mm
  • Gewicht: 5,5 kg ohne Netzteil
  • Laufwerkseinschübe intern: 2 x 3,5″ / 2 x 2,5″
  • Laufwerkseinschübe extern: 1 x 5,25″
  • Frontanschlüsse: 2 x USB3.0, 1 x USB2.0, Mic-in, Audio-out
  • Lüftervorbereitungen:
    Vorne: 3x 120mm oder 1x 240mm Radiator
    Hinten: 1x 120mm oder 1x 120mm Radiator
  • PCI Slots: 7
  • Materialstärke: 0,6 mm
  • CPU Kühler Höhe (max.): 166 mm
  • VGA Kartenlänge (max.): 349 mm

Lieferumfang:

  • Schraubensatz
  • Kabelbinder
  • Speaker

Design und Verarbeitung:

Der HAWK AL-02B-OP Midi-Tower wird von Chieftec in einer neutralen Verpackung geliefert, welche auf der Vorder- als auch Rückseite neben einer Skizze des Gehäuses auch mit der Modellbezeichnung bedruckt wurde.

Innerhalb der OVP ist das Gehäuse durch zwei Schaumstoffpolster geschützt und übersteht somit den Transport zum Käufer auch ohne eine weitere Umverpackung unbeschadet.

Äußeres Erscheinungsbild

Entnimmt man den HAWK AL-02B-OP Midi-Tower aus seiner Verpackung, so hat man ein sehr dezent wirkendes Gehäuse vor sich stehen. Wo die meisten Gaming-Gehäuse in der Zwischenzeit über ein etwas auffälligeres Design verfügen, geht CHIEFTEC bei dem noch recht neuen HAWK AL-02B-OP Midi-Tower einen ganz anderen Weg, welcher dafür sorgt, dass das Gehäuse auch unauffällig in einem Office eingesetzt werden kann.

Wie sich auf den ersten Blick unschwer erkennen lässt, verzichtet CHIEFTEC nicht nur auf den Einsatz einer Seitenscheibe, sondern man hat dem Gehäuse auch eine fast durchgehende, schwarz eloxierte Aluminiumfront spendiert.

Unterbrochen wird die Frontblende lediglich durch eine passend zur Gehäusefront designten 5,25“-Laufwerksblende.
Die verbaute Aluminiumfrontblende wurde in einen glänzend schwarzen Kunststoffrahmen eingefasst, welcher die Basis der Gehäusefront bildet und auf der linken und rechten Seite mit quadratischen Lufteinlässen ausgestattet wurde.

Das I/O-Panel wurde in den vorderen Bereich des Gehäusedeckels eingearbeitet. Neben den obligatorischen Audioanschlüssen und Schaltern findet man hier auch zwei USB 3.0 Anschlüsse sowie einen USB 2.0 Anschluss vor.

Einen Luftauslass, wie man ihn von vielen anderen Gaming-Gehäusen her kennt, sucht man am Gehäusedeckel des AL-02V-OP jedoch vergebens.

Mit einem Blick auf die Gehäuserückseite findet man neben dem Ausschnitt für das I/O-Shield einen Luftauslass vor, welcher in Form eines Wabengitters realisiert wurde. Im weiteren Verlauf der Gehäuserückseite findet man sieben vorgestanzte Slotblenden.

Der Einbauplatz für das ATX-Netzteil befindet sich am Gehäuseboden und wurde mit acht Montagebohrungen ausgestattet.

Auf der Unterseite hat CHIEFTEC im hinteren sowie auch im vorderen Bereich einen abnehmbaren Staubfilter verbaut, welche die Lufteinlässe für das Netzteil sowie den Festplattenkäfig hinter der Gehäusefront vor eindringendem Staub schützen sollen.

Für einen sicheren und entkoppelten Stand sollen vier runde und mit Moosgummi beschichtete Standfüße sorgen.

Wie wir es schon von der linken Gehäuseseite kennen, wurde auch die rechte Gehäuseseite aus schwarz lackiertem Stahlblech gefertigt.

Blick ins Innere

Da der AL-02B-OP nicht über ein Seitenfenster verfügt, muss man für einen Blick ins Innere die beiden Seitenwände vom Gehäuse abnehmen.

Wirft man einmal einen Blick in das Gehäuseinnere, so findet man einen sehr aufgeräumten Innenraum vor, welcher im unteren Bereich mit einem Netzteiltunnel ausgestattet wurde.

Im direkten Vergleich zu vielen anderen Gehäusen, welche über einen solchen Aufbau verfügen, hat CHIEFTEC den eingesetzten Netzteiltunnel nicht mit einem komplett geschlossenen Aufbau versehen, sondern man hat dessen Oberseite im vorderen Drittel mit quadratischen Aussparungen versehen. Durch diesen Aufbau kann ein gewisser Luftaustausch zwischen den beiden Klimazonen erfolgen. Hinter diesen Aussparungen wurde zudem eine gummierte Kabeldurchführung eingearbeitet.

Mit einem Blick auf den Mainboardschlitten findet man weitere Kabeldurchführungen vor. Dadurch, dass der Mainboardschlitten im vorderen Bereich etwas in das Gehäuseinnere hineingezogen ist und drei der eingearbeiteten Kabeldurchführungen sich genau in dem hierdurch entstandenen Knick befinden, wurden diese nicht mit Gummierung versehen.

Neben diesen Kabeldurchführungen wurde auch noch eine große Aussparung in den Mainboardschlitten eingelassen, durch welchen eine Kühlermontage auch bei einem schon montierten Mainboard möglich ist.

Direkt hinter der Gehäusefront lassen sich bis zu drei 120-mm-Lüfter verbauen. Möchte man an dieser Stelle eine interne Wasserkühlung unterbringen, so kann man jedoch maximal auf einen 240-mm-Radiator zurückgreifen.

Mit einem Blick auf die Rückseite des Mainboardschlittens findet man direkt hinter der Gehäusefront mehrere Kabelführungen vor.

Unterhalb der zur Kühlermontage eingelassenen Aussparung sind zwei 2,5“-Festplattenrahmen zu finden.

Im Netzteiltunnel befinden sich hinter der Gehäusefront zwei weitere Festplattenrahmen, welche die Montage von jeweils einer 2,5“- bzw. 3,5“-Festplatte ermöglichen.

Wo man 2,5“-Festplatten an dieser Stelle mittels normaler Schrauben befestigen muss, kann man 3,5“-Festplatten in diesen Rahmen zwar werkzeuglos, jedoch nicht entkoppelt montieren.

Im hinteren Bereich des Netzteiltunnels befindet sich der Montageplatz für ein ATX-Netzteil. Der Montageplatz wurde zwar mit acht Montagebohrungen ausgestattet, wodurch das gewünschte Netzteil in zwei verschiedenen Richtungen montiert werden kann, jedoch wurden weder am Gehäuseboden noch an der Gehäuserückseite Entkoppler verbaut.

Die Verarbeitung der im HAWK AL-02B-OP Midi-Tower verbauten Komponenten wurde sauber ausgeführt. Leider hat CHIEFTEC jedoch Features, wie z.B. eine durchgehende Entkopplung sowie werkzeuglose Montage, außen vor gelassen.

Montage:

Den ersten Arbeitsschritt kann man sich bei der Hardwaremontage sparen, denn CHIEFTEC hat die zur Mainboardmontage notwendigen Abstandshalter schon in den Mainboardschlitten eingedreht. Somit kann man das Mainboard ohne weitere Vorbereitungen in dem HAWK AL-02B-OP montieren. Durch die in den Mainboardschlitten eingelassene Aussparung kann die Montage des gewünschten CPU-Kühlers auch im Nachhinein durchgeführt werden. Was den verwendeten Kühler angeht, bekommt man ein Platzangebot von bis zu 166 mm geboten.
Die Montage einer internen Wasserkühlung ist auf Wunsch problemlos möglich. Für den Fall, dass man eine interne Wasserkühlung verbauen möchte, bekommt man in dem Gehäuse einen 240-mm- sowie einen 120-mm-Radiator unter. Die Montage einer externen Wasserkühlung ist ohne optionale Durchführungen leider nicht möglich.
Die eingesetzten Erweiterungskarten dürfen bis zu 349 mm lang sein. Da CHIEFTEC die im HAWK AL-02B-OP verbauten Slotblenden nur vorgestanzt hat, müssen diese vor der Montage der gewünschten Erweiterungskarte herausgebrochen werden. Sollte das Mainboard zu diesem Zeitpunkt schon montiert sein, muss man hierbei besonders vorsichtig vorgehen, da man das Mainboard sonst schnell einmal irreparabel beschädigen kann.
Die Montage von zwei 3,5“-Festplatten ist im vorderen Bereich des Netzteiltunnels möglich. Diese können zwar werkzeuglos, jedoch nicht entkoppelt montiert werden. Eine Montage von 2,5“-Festplatten ist an dieser Stelle ebenfalls möglich. Hierbei muss man jedoch auf herkömmliche Schrauben zurückgreifen. In den beiden Montagerahmen, welche an der Rückseite des Mainboardschlittens angebracht wurden, kann man jeweils eine weitere 2,5“-Festplatte verbauen.
Dank des Freiraumes, welcher einem für das Kabelmanagement hinter der Gehäusefront gelassen wurde, lassen sich überschüssige Kabel recht gut verstecken.

Fazit:

Mit dem HAWK AL-02B-OP hat CHIEFTEC einen dezenten Midi-Tower in sein Sortiment aufgenommen, dessen Innenraum grundlegend auf dem Innenraum des Scorpion II Gaming-Gehäuse von CHIEFTEC basiert. Im Gegensatz zu diesem hat CHIEFTEC jedoch nicht nur auf ein paar nützliche Details wie geschraubte Slotblenden und vorinstallierte Lüfter verzichtet, sondern man hat das Gehäuse auch mit einem sehr dezenten Design versehen. Durch diese Merkmale eignet sich das Gehäuse gleichermaßen dazu, einen sehr dezenten Gaming-PC für Einsteiger oder auch einen schicken Office-PC aufbauen zu können. Speziell für dieses breit gefächerte Einsatzgebiet wurde das Gehäuse auch als eines der wenigen aktuellen Gaming-Gehäuse am Markt mit einem externen 5,25“-Laufwerksschacht versehen. Preislich liegt der für ein Gaming-Gehäuse recht mager ausgestattet HAWK AL-02B-OP Midi-Tower aktuell bei knapp 50 €*.

Wir danken CHIEFTEC für die Bereitstellung des Testmusters.

CHIEFTEC - HAWK AL-02B-OP

6.3

Verarbeitung

7.0/10

Kompatibilität

7.0/10

Kühlmöglichkeiten

6.0/10

Ausstattung

6.0/10

Lieferumfang

7.0/10

Modding

3.0/10

Preis

8.0/10

Pro

  • Schichtes Design
  • Verarbeitung
  • Zwei getrennte Klimazonen

Contra

  • Keine entkoppelte Montage
  • Keine vorinstallierten Lüfter
  • Slotblenden nur vorgestanzt