CHIEFTEC – AL-01B-OP – Midi-Tower

Mit dem AL-01B-OP haben wir heute einen neuen Midi-Tower von CHIEFTEC im Test, welcher der ELOX-Serie entstammt und durch seine Ausstattung sowie die optische Aufmachung eine gute Basis für preisbewusste Gamer sein soll.

Welche Details in dem neuen AL-01B-OP stecken und wie sich der schlichte Midi-Tower von CHIEFTEC in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Formfaktor: ATX
  • Abmessungen (TxBxH): 436mm x 202,5mm x 435mm (mit Standfüßen +20mm)
  • Gewicht: 5,6 kg ohne Netzteil
  • Laufwerkseinschübe extern: 1x 5,25″ / 1x 3,5″
  • Laufwerkseinschübe intern: 2x 3,5″ / 2x 2,5″
  • Frontanschlüsse: 2x USB3.0, 1x USB 2.0, Mic-in, Audio-out (AZALIA / HD-Audio)
  • Material: 0,6mm
  • Lüftervorbereitungen:
    Front: 2 x 120mm / 140mm
    Rückseite: 1 x 120mm
  • CPU Kühler Höhe (max.): 150mm
  • VGA Kartenlänge (max.): 350mm

Lieferumfang:

  • AL-01B-OP Gehäuse
  • Schraubensatz
  • Speaker
  • Montageanleitung

Design und Verarbeitung:

Das AL-01B-OP wird von CHIEFTEC in einer neutralen Verpackung geliefert, welche auf der Verpackungsvorderseite sowie auch der Rückseite mit einer Skizze des AL-01B-OP bedruckt ist. Die Modellbezeichnung ist auf den Außenseiten zu finden.

Innerhalb der Verpackung wird das AL-01B-OP Gehäuse durch zwei große Styroporpolster geschützt und übersteht somit den Transport zum Käufer auch ohne eine weitere Umverpackung unbeschadet.

Äußeres Erscheinungsbild

Entnimmt man das AL-01B-OP aus seiner Verpackung, so hat man einen schwarzen Midi-Tower vor sich stehen, bei welchem einem als erstes die verbaute Gehäusefront ins Auge fällt.

CHIEFTEC hat hier eine schwarze Kunststofffront verbaut, welche fast vollständig mit einer schwarz lackierten Aluminiumplatte versehen wurde. Die hier verbaute Aluminiumblende weißt eine gebürstete Oberfläche auf, wodurch sie einen recht edlen Look mit sich bringt.

Im oberen Drittel der Gehäusefront wurde zudem ein externer 5,25“-Laufwerksschacht eingearbeitet, welcher mit einer Blende verschlossen wurde, die wie auch die Gehäusefront selbst über ein Aluminiumfinish verfügt.
Die Gehäusefront ist zwar für ein Gaming Gehäuse recht schlicht gehalten, wurde jedoch nicht nur einfach als flache Front ausgeführt, sondern auch mit einem vertieften Bereich ausgestattet, welcher sich von der unteren Kante über die rechte Seite der Fronblende bis an die obere Kante der Gehäusefront erstreckt.

De Außenseiten der schwarzen Kunststofffront wurden mit einer glänzenden Klavierlackoptik versehen, wodurch sie sich etwas von dem mattschwarzen Aluminiumelement absetzen.
In die rechte Seite sowie auch die Unterseite der Kunststofffront wurde ein Lufteinlass integriert, welcher durch seine Anordnung die geschlossene Optik der Gehäusefront nicht zerstört. Um das Eindringen von Staub zu minimieren, wurde der seitliche Bereich des Lufteinlasses mit einem feinen Mesh-Gitter ausgestattet.

An der Unterseite hat man hingegen leider auf einen Staubfilter verzichtet.

Um eine einfache Lüftermontage zu gewährleisten kann die Gehäusefront ganz einfach von dem Gehäusekorpus abgezogen werden.

Hinter der Gehäusefront können wahlweise zwei 120-mm-Lüfter oder zwei 140-mm-Lüfter verbaut werden.

Mit einem Blick auf die Gehäuseoberseite findet man im vorderen Bereich das I/O-Panel vor. Neben den obligatorischen Audioanschlüssen wurden hier ein USB 2.0 Anschluss und zwei USB 3.0 Anschlüsse verbaut. Die Resettaste sowie auch der Powerschalter sind als silberglänzende Schalter ausgeführt.

Betrachtet man einmal den hinteren Bereich des Gehäusedeckels, so ist zu erkennen, dass CHIEFTEC hier keinen Luftauslass eingearbeitet hat. Durch den Verzicht auf einen solchen Luftauslass wird zwar eine schlichtere Optik erzielt, gleichzeitig jedoch auch die mögliche Kühlleistung reduziert.

Mit einem Blick auf die Gehäuserückseite findet man im oberen linken Bereich den Ausschnitt für die I/O-Blende vor. Neben diesem wurde ein großflächiges Wabengitter eingearbeitet, hinter welchem ein 120-mm-Lüfter montiert werden kann. Wie es auch bei der Gehäusefront der Fall ist, wurde auch an der Gehäuserückseite seitens CHIEFTEC kein Lüfter vormontiert.

Unterhalb des Wabengitters sind zwei vorgestanzte Schlauchdurchführungen eingearbeitet worden. Diese müssen vor der ersten Nutzung jedoch noch vollständig aus dem Gehäuse herausgebroche werden.
Im weiteren Verlauf sind sieben Slotblenden zu finden, welche leider nicht als geschraubte Slotbenden ausgeführt wurden, sondern wie auch die Schlauchdurchführungen nur vorgestanzt sind, wodurch man auch diese vor der ersten Nutzung der jeweiligen Slots herausbrechen muss.
Der Einbauplatz für ein ATX-Netzteil befindet sich am Gehäuseboden und wurde mit acht Montagebohrungen versehen, wodurch das Netzteil in zwei Richtungen montiert werden kann.

Mit einem Blick auf die Gehäuseunterseite findet man nicht nur vier große Standfüße vor, sondern auch noch zwei Staubfilter, welche den Einbauplatz des Netzteiles und die Lüftungsöffnungen für die Festplatten im vorderen Bereich des Gehäuses vor eindringendem Staub schützt.

Die beiden Seitenwände sind aus schwarz lackiertem Stahlblech gefertigt und somit passend zu dem schlichten Aufbau des Gehäuses gehalten.

Blick ins Innere

Da das AL-01B-OP nicht über eine Seitenwand mit eingelassenem Sichtfenster ausgestattet ist, muss man die beiden Seitenwände von dem Gehäuse abnehmen, um einen freien Blick auf das Gehäuseinnere zu erhalten.
Hat man die Seitenwände abgenommen, so findet man einen sehr klar strukturierten und aufgeräumten Innenraum vor.

Im unteren Bereich hat CHIEFTEC eine Abdeckung verbaut, welche eine räumliche Trennung zwischen dem Bereich für das Netzteil und dem Bereich für das Mainboard sowie den Erweiterungskarten schafft. Dies hat den Vorteil, dass man nicht nur überschüssige Kabel besser verstecken kann, sondern auch einen besseren Airflow und somit eine bessere Kühlung der Komponenten erzielen kann. Um einen Hitzestau im vorderen Bereich der unteren Klimazone zu vermeiden, wurden in diese Abdeckung mehrere Lufteinlässe eingearbeitet.
Um den Airflow zusätzlich zu verbessern, verzichtet CHIEFTEC bei dem AL-01B-OP hinter der Gehäusefront fast vollständig auf Laufwerkskäfige. Der einzige Laufwerkskäfig, welcher hier zu finden ist, ist der externe 5,25″-Laufwerkskäfig unter dem Gehäusedeckel. Dieser wurde auf der rechten Seite zudem vollständig in den Mainboardschlitten integriert und ragt auf der linken Seite nur wenige Zentimeter in den Innenraum des Gehäuses.
Trotz dieses Aufbaus kann hinter der Gehäusefront jedoch kein großer Radiator verbaut werden. Dies liegt daran, dass die im unteren Bereich verbaute Abdeckung fast bis zur Gehäusefront gezogen wurde. Zischen dieser und der Gehäusefront hat man einen schmalen Spalt von gerade einmal 27 mm, wodurch hier nur sehr schlanke 25mm Radiatoren verbaut werden können, welche recht selten sind. Kommt nur ein 120 mm oder 140 mm großer Radiator zum Einsatz, so kann dieser natürlich dicker ausfallen.

In den Mainboardschlitten wurde neben einer großen Aussparung, welche es einem ermöglicht, den CPU-Kühler auch bei einem schon verbauten Mainboard zu montieren, auch noch weitere Aussparungen eingelassen, welche als Kabeldurchführung dienen. Von diesen sechs Kabeldurchführungen wurden vier Kabeldurchführungen mit einer gummierten Durchführung versehen. Die beiden Durchführungen, welche nicht mit einer gummierten Kabeldurchführungen ausgestattet wurden, sind durch eine Biegung im Mainboardschlitten so angeordnet, dass sie leicht schräg verlaufen.

Betrachtet man den Mainboardschlitten einmal von seiner Rückseite aus, so findet man im Bereich hinter der Gehäusefront die zwei 2,5″-Festplattenkäfige vor, welche nicht nur zur Festplattenmontage aus dem Gehäuse entnommen werden können, sondern auch eine werkzeuglose Montage der Festplatten ermöglichen.

Eine weitere 2,5“-Festplatte kann auf der Rückseite des Mainboardschlittens montiert werden.

Mit einem Blick in die untere Klimazone findet man im hinteren Bereich den Montageplatz für das ATX-Netzteil vor, an welchem leider keine Entkoppler verbaut wurden, sodass alle durch das Netzteil erzeugten Schwingungen direkt auf das Gehäuse übertragen werden.

Vor dem Einbauplatz für das ATX-Netzteil befindet sich ein Festplattenkäfig, in dem zwei 3,5″-Festplatten verbaut werden können. Durch den seitens CHIEFTEC gewählten Aufbau können 3,5“-Festplatten zwar werkzeuglos jedoch nicht entkoppelt montiert werden. Zur Montage von 2,5“-Festplatten muss man auf normale Schrauben zurückgreifen.

Montage:

Zur Montage des Mainboards kann man sich den ersten Arbeitsschritt sparen, denn die zur Mainboardmontage notwendigen Abstandshalter sind fest in den Mainboardschlitten integriert, sodass man das gewünschte Mainboard gleich in dem Gehäuse montieren kann. Der gewünschte CPU-Kühler kann durch die im Mainboardschlitten eingelassene Aussparung auch im Anschluss montiert werden, darf eine Höhe von 150 mm jedoch nicht überschreiten.
Durch dieses etwas begrenzte Platzangebot passen leider nicht alle Tower-Kühler in das AL-01B-OP. Für den Fall, dass man lieber auf eine Wasserkühlung setzt, kann man an der Gehäuserückseite einen 120-mm-Radiator verbauen. Hinter der Gehäusefront passt entweder ein sehr schlanker 240 mm bzw. 280 mm großer Radiator, welcher jedoch nicht dicker als 25 mm sein darf und zudem nur mit einem Lüfter bestückt werden kann, oder ein kleiner 120-mm-Radiator oder 140-mm-Radiator, welcher dann jedoch dicker ausfallen darf. Durch die vorgestanzten Schlauchdurchführungen kann man jedoch auch eine externe Wasserkühlung einsetzen.
Für die Erweiterungskarten stehen einem auf allen Slots 350mm zur Verfügung, wodurch in dem AL-01B-OP auch sehr potente Grafikkarten einen Platz finden. Leider sind die verbauten Slotblenden jedoch nur vorgestanzt, sodass man sie vor der ersten Montage einer Erweiterungskarte herausbrechen muss. Für den Fall, dass man mal eine Steckkarte ausbaut, befinden sich leider keine passende Slotblende im Lieferumfang.

Alle Festplatten werden ausschließlich auf der Rückseite des Mainboardschlittens montiert. Zwei 2,5“-Festplatten können dabei werkzeuglos montiert werden. Eine weitere 2,5“-Festplatte kann mittels Schrauben an dem Mainboardschlitten befestigt werden. In der unteren Klimazone können wahlweise zwei 2,5“-Festplatten oder 3,5“-Festplatten montiert werden. Es ist natürlich auch möglich, von jedem Festplattentyp ein Modell zu verbauen.
Durch die acht Montagebohrungen, welche um den Einbauplatz des Netzteiles angesiedelt sind, ist eine Montage des Netzteils in zwei Richtungen möglich. Wir haben das Netzteil in unserem Test so montiert, dass das Netzteil frische Luft durch den Gehäuseboden ansaugen kann.

Fazit:

Mit dem AL-01B-OP hat CHIEFTEC einen neuen Midi-Tower in sein Sortiment aufgenommen, welcher mit einem sehr dezenten aber dennoch ansprechenden Design daher kommt. Trotz der optisch geschlossenen Gehäusefront erscheint einem das Gehäuse dennoch nicht zu langweilig, sondern wirkt durch die gebürstete recht edel. Aufgrund des seitens CHIEFTEC gewählten Designs wurde auf der Gehäuseoberseite jedoch kein Luftauslass eingearbeitet. Durch den weggelassenen Luftauslass und den geringen Platz hinter der Gehäusefront ist man bei der Wahl einer internen Wasserkühlung leider etwas eingeschränkt. Will man eine potente Wasserkühlung verbauen, so muss man auf eine externe Wasserkühlung setzen, deren Schläuche durch die vorgestanzten Durchführungen aus dem Gehäuse herausgeführt werden. Dafür bietet einem das AL-01B-OP zwei getrennte Klimazonen, durch welche eine effizientere Kühlung der verbauten Komponenten erreicht werden kann. Zu einer besseren Kühlung trägt auch die Verlagerung der Festplattenrahmen bei, welche auf die Rückseite des Mainboardschlittens sowie in die untere Klimazone verlagert wurden. Hierdurch kann jedoch nicht nur ein ungehinderter Luftfluss erzeugt werden, sondern auch die Montage langer Erweiterungskarten ist trotz der kompakten Gehäuseabmessungen problemlos möglich. Leider hat CHIEFTEC die Slotblenden jedoch nur als vorgestanzte Slotblenden ausgeführt. Da sich zudem keine passenden Slotblenden im Lieferumfang befinden, kann man offene Slots nicht ohne weiteres wieder verschließen. Sieht man einmal von den nur vorgestanzten Slotblenden und Schlauchdurchführungen ab, so wurde das AL-01B-OP seitens CHIEFTEC sauber verarbeitet und trotz des geringen Verkaufspreises auch mit einer angemessenen Ausstattung versehen, bei der das gut ausgestattet I/O-Panel und die gummierten Kabeldurchführungen im Mainboardschlitten herausstechen, denn diese gehören in dieser Preisklasse noch immer nicht zum guten Ton. Die UVP des AL-01B-OP liegt aktuell bei 51€* und die Verfügbarkeit wird in Kürze gegeben sein.

Pro

  • Ansprechende aber dennoch schlichtes/edles Design
  • Verarbeitung
  • Zwei getrennte Klimazonen
  • Ausstattung I/O Panel

Contra

  • Keine entkoppelte Festplatten bzw. Netzteilmontage
  • Keine geschraubten Slotblenden
  • Kühlmöglichkeiten etwas eingeschränkt

Verarbeitung

Kompatibilität

Kühlmöglichkeiten

Ausstattung

Lieferumfang

Modding

Preis

Wir danken CHIEFTEC für die Bereitstellung des Testmusters.