ASUS S56CM Ultrabook im Test

Nachdem Asus auf der IFA 2012 das S56CM Ultrabook vorgestellt hat, welches neben dem Premium- auch den Mainstream-Markt ansprechen soll, haben wir das schicke 15,6″ große und 21mm flache Ultrabook heute im Test.

Wie sich das S56CM in unserem Test schlägt und welche Features es mit sich bringt, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • 39,6 cm (15,6“) LCD-Panel, 1366 x 768, 16:9 Format
  • Intel® Core™ i5-3317U Prozessor der dritten Generation (1,7 GHz, 3MB Intel® Smart-Cache) mit Intel® Turbo Boost bis zu 2.6 GHz
  • NVIDIA Geforce GT 635M, 2048 MB DDR3 VRAM
  • 4 GB DDR3 1600 MHz Arbeitsspeicher
  • 500 GB SATA, 5.400 U/Min, 24 GB mSSD Cache
  • DVD Super Multi Brenner (DVD DL±RW/CD±RW)
  • WLAN 802.11 b/g/n, Bluetooth 4.0
  • HDMI, VGA, 3x USB
  • 4Cells 2950 mAh 44 Whrs
  • 2.30 kg
  • Microsoft Windows 8 64 Bit

Das S56CM gibt es von Asus in verschiedenen Ausstattungsvarianten. So kann man z.B. zwischen

  • Prozessor
    Intel® Core™ i7 3517U
    Intel® Core™ i5 3317U
    Intel® Core™ i3 3217U
  • Arbeitsspeicher
    4 GB DDR3 1600 MHz
    8 GB DDR3 1600 MHz
  • Festplatte
    1TB 5400RPM
    750GB 5400RPM
    500GB 5400RPM
    320GB 5400RPM

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Lieferumfang:

  • Asus S56CM Ultrabook
  • Akku
  • Netzteil
  • Stromkabel
  • Anleitungen

Design und Verarbeitung:

Das S56CM wird von Asus in einer schlichten Umverpackung geliefert, bei der nur ein blaues Asus-Klebeband einen Hinweis darauf gibt, dass sich im Inneren teure Technik befindet. Innerhalb der Umverpackung ist die eigentliche Verpackung zu finden. Auch diese ist nicht in Hochglanz sonder in einem schlichten, matten Braunton bedruckt.

Innerhalb der Verpackung ist das Ultrabook in eine Schaumstofftüte eingepackt. Das mitgelieferte Zubehör ist auf mehrere Fächer innerhalb der OVP aufgeteilt.

Nach dem Auspacken fällt einem gleich die Designlinie auf, an welcher sich Asus bei der Gestaltung des S56CM Ultrabooks festgehalten hat. Die Oberseite des Displaydeckels kommt in einem schwarzen, gebürsteten Aluminiumlook daher.

Jedoch kommt hier nur ein Kunststoffdeckel zum Einsatz, welcher mit einer entsprechenden Optik versehen wurde. Mittig ist in den Deckel das Asus Logo eingelassen.

Der Rahmen um das glänzende 15,6″ Display herum ist aus schwarzem Kunststoff gefertigt. Das Display ist mittels zwei robust wirkenden Scharnieren befestigt.
Der eigentliche Teil des Ultrabooks (die Baseunit) ist aus zwei verschiedenen Materialien gefertigt. Wo die Bodenplatte noch aus schwarzem, schlichten Kunststoff gefertigt ist, wurde der restliche Teil aus gebürstetem Aluminium gefertigt. Durch das verwendete Aluminium erhält das Ultrabook eine sehr edle und robuste Optik.
Mittig unter dem Display ist der Einbauplatz des Akkus zu finden.

Dieser wird von der Rückseite aus an das Ultrabook gesteckt. Der Akku ist höher als die Baseunit des Ultrabooks und schließt bündig mit dem geschlossenen Display ab. Hierzu fällt die vordere Kante des Akkus im oberen Bereich schräg ab.

In diese Kante wurde ein Wabendesign eingeprägt, welches einem den Anschein vermitteln soll,

dass sich in dem Akku auch die Lautsprecher befinden. Diese wurden in der vorderen Kante der Bodenplatte untergebracht.

In der Bodenplatte befindet sich zudem eine große Klappe, welche mit zwei Schrauben befestigt ist. Hinter diese wurde eine 2,5″ Festplatte und der Arbeitsspeicher verbaut.

Hier stehen zwei Steckplätze zur Verfügung. Bei unserem Testmuster ist einer dieser Steckplätze schon mit einem 4GB DDR3 Modul bestückt.

Einen Lizenzaufkleber des vorinstallierten Windows 8 sucht man auf der Gehäuseseite vergebens.

Die Oberseite der Baseunit ist aus einem Aluminiumblock gefertigt und hat eine gebürstete Aluminiumoberfläche.

In die Oberseite der Baseunit ist eine vollwertige Tastatur inkl. Nummernblock eingearbeitet. Diese ist leicht vertieft in die Aluminiumoberfläche eingelassen und verfügt über schwarze Tasten.

Auch der Zwischenraum um diese Tasten herum ist im Aluminiumlook gefertigt. Das Touchpad ist leicht nach links versetzt und verfügt über zwei Tasten, welche eine Einheit mit dem Touchpad bilden.
An der linken, vorderen Kante sind die Status-LEDs eingearbeitet.
Auf der linken Seite findet man einen USB 3.0, RJ-45, HDMI, sowie einen VGA-Anschluss. Ebenso ist hier das Lüftungsgitter eingelassen, über welches die Abwärme nach außen geführt wird.

Im hinteren Bereich ist noch der Stromanschluss zu finden.

Auf der rechten Gehäuseseite findet man neben zwei USB 2.0 Ports, eine Kombibuchse für Kopfhörer und Mikrofon sowie einen integrierten DVD-Brenner.

Solche Laufwerke waren lange Zeit nicht in Ultrabooks zu finden. Viele Hersteller reagieren in der Zwischenzeit jedoch auf Nachfragen von Kunden und stellen Ultrabooks her, welche zwar etwas dicker ausfallen, dafür aber mit einem entsprechenden Laufwerk ausgestattet sind. Auch unser Testkandidat ist somit nicht das schlankste Ulrtabook, liegt mit 21mm aber noch voll im Rahmen.
Das erwähnte DVD-Laufwerk kommt in einer recht flachen und wackeligen Ausführung daher. Aus diesem Grund sollte man darauf achten, beim Einlegen einer Disc nicht zu viel Druck auszuüben, um eine Beschädigung zu vermeiden. Zudem hat das Laufwerk auch im geschlossenen Zustand etwas Spiel, wodurch ein unsauberer Spaltmaß entsteht.
In Sachen Anschlüssen ist es schade, das man an dem S56CM nur einen USB 3.0 Port vorfindet. Auch wenn es sich bei diesem Ultrabook um ein Consumer-Gerät handelt hätten wir die Ausführung jedes USB-Ports in der aktuellen Schnittstellenvariante sehr begrüßt.
An der Vorderseite findet man ziemlich versteckt den SD-Kartenleser.
Das Display lässt sich sehr gut aufklappen, jedoch neigt es zu einem leichten Nachwippen. Hier hätten wir uns gewünscht, wenn die Scharniere etwas straffer gespannt wären.
In puncto Verwindungssteifigkeit neigen weder der Displaydeckel noch die Basiseinheit zu stärkeren Verwindungen, auch nicht unter punktuellem Druck. .

Die Verarbeitung unseres Testkandidaten ist bis auf das etwas klapprige Laufwerk sehr gut und macht zudem auch optisch einiges her.

Ausstattung:

Anschlüsse:

Wie schon erwähnt ist das S56CM in Sachen Schnittstellen sehr gut bestückt und braucht sich bei der Anzahl nicht vor der Konkurrenz zu verstecken. Jedoch hätte die Ausführung der USB-Ports wie schon angesprochen besser ausfallen können, indem alle drei USB-Ports als USB 3.0 Ports verbaut worden wären.
Durch das optische Laufwerk sammelt das S56CM viele Pluspunkte, da solch ein Laufwerk nur in sehr wenigen Ultrabooks verbaut wird.

Alles in allem findet man an unserem Testkandidaten folgende Anschlüsse: 3x USB (2x USB 2.0, 1x USB 3.0), einem LAN (RJ-45), der obligatorischen Kopfhörer/Mikrofon Buchse, einem Cardreader sowie für den Multi-Monitor-Betrieb auch die Standards HDMI und VGA.

Bedingt durch die geringe Größe eines Ultrabooks, wird es bei der Anordnung der Anschlüsse gerade auf der linken Seite im vorderen Bereich etwas eng. Ein VGA und HDMI-Kabel kann daher nicht gleichzeitig angeschlossen werden.

Die Kopfhörer/Mikrofon Buchse ist leider in einer Kombibuchse verarbeitet, wodurch man zum Anschluss eines handelsüblichen Headsets einen passenden Adapter benötigt, welche leider nicht im Lieferumfang enthalten ist.

Kommunikation

Neben der Möglichkeit das Ultrabook über ein Netzwerkkabel mit der Außenwelt zu verbinden, verfügt das S56CM noch über eine integrierte WLAN-Schnittstelle, welche auf dem 802.11 b/g/n Standard funkt. Zusätzlich steht einem noch Bluetooth 4.0 zur Verfügung.

Zubehör

Der Lieferumfang fällt wie es aktuell der Trend ist recht mager aus. Dem Asus S56CM liegt neben dem Ultrabook selbst mit dem vorinstallierten Windows 8 natürlich auch das 45 Watt starke Netzteil

und eine Kurzbedienungsanleitung sowie einige weitere Informationsblätter des Herstellers bei.
Eine Recovery-DVD bzw. Windows-DVD sowie auch den Windows-Lizenzaufkleber sucht man im Lieferumfang leider vergebens.

Eingabegeräte:

Tastatur

Die Chiclet-Tastatur des S56CM fällt größer aus als bei vielen Ultrabooks anderer Hersteller, welche ebenso im 15,6″ Format daher kommen. Die des S56CM verfügt über einen Nummernblock und fällt daher etwas größer aus. Der integrierte Nummernblock bringt jedoch einen kleinen Nachteil mit sich.

Durch den begrenzten Platz, welche das Ultrabook mit dieser Breite bietet fallen alle Tasten recht schmal aus.
Der Anschlag der einzelnen Tasten ist recht weich und angenehm. Ein geräuscharmes Tippen wird somit ermöglicht und jegliches Klappern der Tastatur wird vermieden. Auf der anderen Seite verhindert eben dieser weiche Anschlag ein klar definiertes Feedback der Tastatur, welches Vielschreiber sich gerne wünschen. Die Tastatur wird für selbige somit anfangs recht gewöhnungsbedürftig sein.
Die Tasten haben eine etwas raue Oberfläche, welche die Tasten griffig wirken lässt, jedoch kommen einem die einzelnen Tasten recht dünn und dadurch instabil vor.
Ein schönes Feature wäre eine beleuchtete Tastatur gewesen, welche viele Hersteller in der Zwischenzeit in ihren Geräten schon verbauen.

Touchpad

Das verbaute Touchpad kennt man bereits von den Asus Zenbooks. Es erinnert sowohl in Optik wie auch von der Haptik sehr an die Touchpads der Apple Macbook Pro Modelle. Das Design ohne dedizierte Maustasten hat sich in der Zwischenzeit bei vielen Herstellern und Modellen durchgesetzt und kommt so auch beim Asus S56CM zum Einsatz. Durch die großzügigen Abmessungen von 7,5 x 10,5 cm wird eine komfortable Nutzung erlaubt. Die glatte Oberfläche sorgt zudem für eine sehr gute Haptik und Gleiteigenschaften.
Das Touchpad eignet sich zudem zur Multitouch-Gesten-Steuerung, durch welche man z.B. Scrollen oder Bilder drehen kann. Somit erlaubt das Touchpad bestimmte Touchfunktionen von Windows 8 zu nutzen, ohne dass das Ultrabook über einen Touchscreen verfügt. Die Multitouch-Gesten-Steuerung ist anfangs jedoch etwas gewöhnungsbedürftig. Auch wir haben bei dem ersten Umstieg auf ein solches Touchpad ungewollt verschiedene Funktionen ausgeführt.

Display:

In dem Asus S56CM ist TN-Panle mit 15,6″ im 16:9 Format mit glänzender Oberfläche verbaut. Die maximale Auflösung beträgt 1366 x 768 Pixel. Dieses glänzende Display bringt spätestens bei der Nutzung im Außeneinsatz Nachteile mit sich. Je nachdem wie das Licht auf das Display fällt, hat man hier mit starken Spiegelungen zu kämpfen. Diese Displayvariante hat sich jedoch leider in dem Preissegment, in welchem sich unser Testkandidat bewegt durchgesetzt.
Zusammen mit einer durchschnittlichen Displayhelligkeit von ca. 200 cd/m² können störende Reflektionen bei einem Außeneinsatz nicht ausreichend verringert werden. Zudem stößt das Display auch in lichtdurchfluteten Räumen schnell an seine Grenzen, wodurch störende Spiegelungen keine Seltenheit sind.

Das Panel unseres Testgeräts schneidet in puncto Bildkontrast und Schwarzwert gut ab. Durch einen Kontrast von 625:1 und einem niedrigen Schwarzwert von 0.36 ergibt sich eine ordentliche Bildqualität des Bildschirms.

Blickwinkel

Wie man bei einem durchschnittlichen TN-Panel annehmen kann, gehört diese Disziplin nicht zu den Stärken des Mainstream-Ultrabooks Asus S56CM.
Bei unserem Testkandidaten treten gerade bei einer vertikaler Blickrichtung Farbverfälschungen auf. Auch beim Wechsel der Blickrichtung auf der horizontalen Achse sind Farbverfälschungen festzustellen, welche jedoch nicht so stark sind wie die bei der vertikalen Blickrichtung.
Für die meisten Einsatzgebiete reicht der Betrachtungswinkel vollkommen aus, soll das Ultrabook aber einmal ohne einen angeschlossenen, externen Monitor für einen DVD-Abend herangezogen werden, so wird dieser sicherlich ein nicht zufriedenstellendes Ende nehmen.

Leistung:

Mit einem Blick ins Datenblatt lassen die Komponenten, wie dem stromsparenden, aber dennoch potenten Intel Core i5 3317U sowie der dedizierten Nvidia GeForce GT 635M auf eine hohe Rechenleistung hoffen.

Mit der dedizierten Nvidia-GPU setzt sich das Asus Ultrabook in jedem Fall von vielen Ultrabooks anderer Hersteller ab. Ultrabooks sind in der Regel mit ihrer integrierten Prozessorgrafik von Intel (HD 3000 oder HD 4000) für rechenintensive Aufgaben zu schwach bestückt. Um eine gute Systemperformance zu gewährleisten, hat Asus dem S56CM zudem eine Hybrid-Festplatte mit 500GB SATA-HDD und einem 24GB fassendem SSD-Cache von Sandisk spendiert.
Bei dem Arbeitsspeicher kommt unser Testkandidat mit 4GB DDR3 1600MHz daher und ist wie in diesem Preissegment üblich nicht so üppig ausgestattet. Der Speicher lässt sich jedoch problemlos aufrüsten.
Der verbaute Intel Core i5 3317U Prozessor gehört, wie das U in der Modellbezeichnung andeutet, zu den stromsparenden ULV (Ultra low voltage) CPUs von Intel. Diese CPUs ermöglichen mit einer Verlustleistung von max. 17 TDP längere Akkulaufzeiten, rechnen dafür allerdings auch etwas langsamer als ihre Standard-Voltage Modelle.

Die tatsächliche Leistung des verbauten Dualcore ULV-CPU haben wir anhand des Benchmarks Cinebench R10 in verschiedenen Einstellungen getestet. Hier liefert der im Turbo Boost bis zu 2.6GHz schnelle Intel Core i5 3317U im Asus S56CM für eine stromsparende CPU ordentliche Werte.

Cinebench R10

  • CB10 Rendering Single 32Bit: 3383 Punkte
  • CB10 Rendering Single 64Bit: 4247 Punkte
  • CB10 Rendering Multi 32Bit: 7169 Punkte
  • CB10 Rendering Multi 64Bit: 8753 Punkte
  • CB10 OpenGL 32Bit: 5418 Punkte
  • CB10 OpenGL 64Bit: 4434 Punkte

System Performance

Nach einem ausführlichen Test der CPU wollen wir im nächsten Schritt natürlich auch das gesamte System auf seine Performance hin überprüft.

Hierzu haben wir auf die bekannten Benchmarks PC Mark 7 zurückgegriffen.
Im PC Mark 7 erreichte das Asus S56CM allerdings keine Bestnoten. Es kristallisierten sich in diesem Test zwei entscheidende Hardwarekomponenten heraus, welche einen Flaschenhals darstellen, unter welcher die gesamte Performance etwas leidet. Hierzu gehören die schon erwähnte und nicht so potente i5 ULV CPU sowie auch die verbaute Samsung HDD mit 5400 U/min.
Diese hat gegenüber einer schnellen SSD selbstverständlich Nachsehen. Eine „echte“ SSD, würde den PC Mark 7 gegenüber der deutlich preisgünstigeren Hybrid-Variante positiv beeinflussen.

In dem S56CM ist wie schon kurz erwähnt eine langsame HDD mit 5400 U/min aus dem Hause Samsung verbaut.

In Kombination mit einem 24 GB fassenden SSD-Cache von Sandisk, soll sie jedoch als Hybrid-Version eine ausreichende Performance erzielen. Diese Hybrid Massenspeicher kommen mehr und mehr in vielen preiswerteren Notebooks und vor allem Ultrabooks zum Einsatz. Sie stellen eine kostengünstige Alternative zu den derzeit noch recht teuren SSDs dar, da sie deren Geschwindigkeit mit der großen Speicherkapazität der herkömmlichen Festplatte kombinieren.

Durch den verbauten SSD-Cache können Aufgaben, wie z.B. der Systemstart oder das Wiedereinschalten nach dem Standby-Modus, in den von Intel für seine Ultrabook Richtlinien verlangten Zeiten erledigt werden. Bei unserem Testkandidaten liegt die seit vom Einschalten bis zum vollständigen Hochfahren (ohne eingerichtetem Passwort) bei gerade einmal 14 Sekunden. Den sogenannten instant on nach dem Standby absolviert das Asus S56CM innerhalb von 5 Sekunden. Die maximale Geschwindigkeit der verbauten HDD haben wir mit CrystalDiskMark ermittelt.

Grafikkarte

Durch die dedizierte Grafikkarte grenzt sich das Asus S56CM klar von vielen anderen Ultrabooks ab. Zudem deutet diese Grafikkarte auch darauf hin, das es möglich sein sollte das ein oder andere Spiel mit diesem Ultrabook zu spielen.

Die Leistungsfähigkeit der im S56CM verbauten GT 635M wollen wir durch den 3DMark 06 ermitteln. Sicherlich sind hier keine neuen Rekorde zu verzeichnen, jedoch müsste sich eine Leistung abzeichnen, welche ausreicht um halbwegs aktuelle Spiele auf dem Ultrabook spielen zu können.

Da der 3DMark 06 jedoch sehr CPU lastig ist zeigt sich erneut die i5 3317U CPU als Flaschenhals. Dieser bremst die verbaute GT 635M im 3DMark 06 um knapp 20% aus.

Die Ergebnisse des Benchmarks zeigt jedoch eindeutig, das sich Asus S56CM in Sachen Gaming nicht verstecken muss.

Lautstärke und Kühlung:

Bei einem Ultrabook kommt es natürlich auch auf die Geräuschentwicklung an. Unser Testkandidat ist im normalen Office-Betrieb fast nicht zu hören. Obwohl sich der Lüfter auch in diesem Modus durchgehend dreht, kann man ihn nur hören, wenn man sein Ohr ganz nah an den Luftauslass hält. In Anbetracht der recht geringen Höhe des Ultrabooks ist dies ein sehr gutes Ergebnis.
Die Lautstärke ändert sich natürlich, sobald eine dauerhafte, hohe Rechenleistung benötigt wird, wie es z.B. beim Spielen der Fall ist. Hier steigt die Lautstärke deutlich an, befindet sich dann jedoch noch nicht auf einem störenden Level.

Der verbaute Lüfter verrichtet zudem nicht nur in Sachen Lautstärke gute Arbeit, sondern auch bei seinen Kühleigenschaften. Unter voller Auslastung mittels Prime95 bzw. Furmark wird die CPU auf noch akzeptablen 82°C und die GPU auf 79°C gehalten. Die Aluminiumoberfläche der Baseunit bleibt im Idle-Betrieb angenehm kühl. Auch unter Volllast ist im vorderen Bereich nur ein geringer Temperaturanstieg zu verzeichnen. Im Bereich des Luftauslasses hingegen steigt die Temperatur merklich an, wird aber noch nicht als unangenehm empfunden.

Energiebedarf und Akku:

Das Asus S56CM ist mit einem 4 Zellen 2950 mAh 44Wh Lithium-Ionen Akku ausgestattet. Die Akkulaufzeit schwankt je nach Betriebszustand sehr stark. Bei einem Betrieb unter Volllast (Furmark + Prime95 mit eingeschaltetem WLAN und maximaler Displayhelligkeit) ging dem Akku nach ca. einer Stunde und 20 Minuten die Puste aus. Bei dem Betrachten einer DVD hat der Akku ganze drei Stunden gehalten. Wird das Ultrabook zu normalen Officearbeiten wie surfen etc. bei verminderter Displayhelligkeit verwendet, so konnte der Akku unseres Testgerätes das Ultrabook sechs Stunden und 17 Minuten am laufen halten.
Dies sind sehr gute Werte. Das die Akkulaufzeit unter Volllast so gering ausfällt liegt an der dedizierten GT 635M, welche sich bei 3D-Anwendungen zuschaltet. Durch diese zusätzliche Grafikkarte verbraucht das S56CM mehr Strom als andere Ultrabooks, welche nur auf die in der CPU enthaltene HD Grafik 3000 bzw. HD 4000 setzten.

Im Idle-Betrieb zog unser Testkandidat mit 9 Watt sehr wenig Strom aus der Steckdose. Im Last-Betrieb begnügt sich das S56CM mit 61 Watt und somit immer noch weniger, als viele, normale Notebooks.

Fazit:

Asus hat mit dem S56CM ein Ultrabook im Sortiment, welches durch seine Größe mit 15,6″ und der verbauten Hardware sicher eher an Consumer bis hin zum Gelegenheitsspieler richtet.
Unter der verbauten Hardware leidet leider die Akkulaufzeit etwas, was neben der Größe der Hauptgrund dafür sein dürfte, dass dieses Ultrabook eher für die heimischen vier Wände und nicht für den viel reisenden gedacht ist. Bei guten Lichtverhältnissen und bei einer normalen Sitzposition vor dem Bildschirm kann die Bildqualität überzeugen. Die verbauten Materialien wurden gut miteinander kombiniert und tragen zudem noch zur Kühlung der Komponenten bei. Die verbauten Eingabegeräte lassen sich nach einer kurzen Eingewöhnungszeit sehr gut bedienen, lediglich eine Hintergrundbeleuchtung fehlt uns bei der Tastatur. Mit der verbauten, dedizierten Grafikkarte und dem DVD-Brenner setzt sich das Asus S56CM von der breiten Masse an Ultrabooks ab, jedoch sind gerade diese Komponenten für die geringere Akkulaufzeit verantwortlich. Mit knapp über 6h im normalen Desktopbetrieb wurde aus unserer Sicht seitens Asus ein in dieser Preisklasse sehr guter Kompromiss in Sachen Akkulaufzeit gefunden. Durch die Möglichkeit den Akku wechseln zu können, können jedoch auch Nutzer über dieses Ultrabook nachdenken, welche oft mit dem Gerät unterwegs sind und ab und an auch einmal etwas Leistung brauchen. Die erbrachte Grafikleistung reicht aus, um auch halbwegs aktuelle Spiele flüssig spielen zu können.
Alles in allem hat Asus mit dem S56CM ein sehr gutes und vor allem Leistungsstarkes Ultrabook im Sortiment, dessen Preis mit ca. 650€* gerechtfertigt ist.
Nutzer, welche mehr mit ihrem Ultrabook spielen wollen, sollten jedoch über das Modell mit dem verbauten i7 nachdenken, dieser lässt eine noch höhere Leistung der Grafikkarte zu.

Pro

  • Verarbeitung
  • Kühlleistung
  • Grafikleistung
  • Geringe Lautstärke
  • Design

Contra

  • Lieferumfang
  • Akkulaufzeit unter Last
  • Spiegelndes Display
  • Nur 1 x USB 3.0
  • Adapter für Headset wird benötigt

Design

Verarbeitung

Ausstattung

Leistung CPU

Leistung GPU

Lautstärke

Lieferumfang

Preis