Alpenföhn – Dolomit Premium CPU-Kühler im Test

Mit dem Dolomit Premium haben wir passend zum Release den größten Tower-Kühler aus der neuen Premium Line von Alpenföhn im Test, welcher neben einem schicken Design auch mit einer hohen Kühlleistung überzeugen möchte.

Welche Leistung in dem brandneuen Dolomit Premium steckt und wie sich der größte Tower-Kühler aus der neuen Dolomit-Serie von Alpenföhn in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

 

Technische Details:

Maße (mit Lüfter): 126 x 86 x 154 mm
Gewicht (mit Lüfter): 935 g
Material:  Kupfer (Bodenplatte, Heatpipes)
Aluminium (Lamellen)
Heatpipes:  6 x Ø 6 mm
TDP: 210 Watt
Lüfter: 125 x 125 x 25 mm
Max. Drehzahl: 500 – 1600 RPM
Betriebsspannung:
7 – 13,2 V
Lautstärke: 23,5 dB(A) @ 100 % RPM
Airflow:
92,6 m³/h
Statischer Druck:
2,19 mmH2O
Nennstrom Lüfter
0,13 A
Anschluss: 4-Pin-PWM
Kompatibilität: Intel: 1200 / 115X / 20XX
AMD: AM4
Lebenserwartung:
300.000 Stunden
LED-Betriebsspannung:
5 V
LED-Anschluss: 3-PIN
Nennstrom LED 0,57 A

 

Lieferumfang:

  • Dolomit Premium Kühler
  • Wing Boost 3 ARGB 120-mm-Lüfter
  • Montagematerial (Intel & AMD)
  • 4 x Lüfterklammer
  • Thermal Grizzly Hydronaut Wärmeleitpaste
  • Spachtel
  • Montageanleitung

 

 

Design und Verarbeitung:

Der Dolomit Premium wird von Alpenföhn in einer Verpackung geliefert, welche in einem dunklen Design gehalten ist. Auf der Verpackungsvorderseite wurde neben der in einem glänzenden Gold abgedruckten Modellbezeichnung sowie einem Produktbild auch ein Hinweis auf die kompatiblen Sockel und die TDP aufgedruckt. Die Abmessungen des enthaltenen Kühlers kann man den Skizzen auf der linken Verpackungsseite entnehmen.

Auf der Verpackungsrückseite findet man eine Beschreibung der drei wichtigsten Features. Eine Auflistung der technischen Details wurde auf der rechten Verpackungsseite abgedruckt.

Entnimmt man den Dolomit Premium aus seiner Verpackung, so hat man einen 61 mm breiten Tower-Kühler vor sich stehen, welcher mit einem vollständig schwarzen und recht geradlinigen Aufbau daher kommt.

Alpenföhn hat dem Kühler 46 Kühlfinnen sowie einer dickeren Abschlusslamelle spendiert. Alle verbauten Finnen wurden hierbei mit einer mattschwarzen Beschichtung versehen.
Was das Finnendesign angeht, hat Alpenföhn die vordere Stirnseite im Bereich der durch die einzelnen Kühlfinnen verlaufenden Heatpipes mit drei kleinen Vertiefungen versehen. Durch diese Vertiefungen wird die Oberfläche, auf welche die durch den Lüfter bewegte Luft trifft, vergrößert.
Betrachtet man den Kühler einmal von der Rückseite aus, so wird man hier einen recht ähnlichen Aufbau vorfinden. Neben den schon von der Vorderseite bekannten Vertiefungen hat Alpenföhn die Kühlfinnen auf dieser Seite noch mit einer in der Kühlermitte befindlichen Vertiefung ausgestattet, welche die Kühlermontage vereinfachen soll.

Mit einem Blick auf die Oberseite des Lamellenblocks findet man die schon kurz angesprochene Abschlusslamelle vor, welche ohne einen auffälligen Schriftzug oder eingearbeitete Vertiefungen daher kommt. Um das schlichte Design des Kühler abzurunden, wurden auch die aus der Abschlusslamelle hervorstehenden Enden der sechs verbauten Heatpipes mit schwarzen Abschlusskappen ausgestattet.

Mit einem seitlichen Blick auf den Kühler ist zu erkennen, dass die Kühlfinnen zur Stabilisierung des Lamellenblocks am Übergang zu den beiden Stirnseiten um 90° nach unten gebogen wurden. Direkt neben den umgeklappten Bereichen wurden zudem kleine Vertiefungen in die Kühlfinnen eingearbeitet, welche als Aufnahmepunkte für die Lüfterklammern dienen.

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Der Lamellenblock wurde auf sechs 6-mm-Heatpipes gesteckt. Die passend zum Design schwarz beschichteten Kupferheatpipes durchlaufen die zweiteilige Bodenplatte u-förmig gebogen. Um eine bessere Kompatibilität zu Speichern mit hohen Kühlkörpern zu erzielen, wurden die Heatpipes zudem so gebogen, dass die Bodenplatte nicht mittig unter dem Lamellenblock sitzt.

Die Bodenplatte, welche von den Heatpipes durchlaufen wird, besteht aus einer Aluminiumoberseite und einer Unterseite aus hochwertigem Kupfer. Um die Bodenplatte an das gesamte Design des Dolomit Premium anzupassen, wurde auch die Bodenplatte bis auf die Auflagefläche mit einer schwarzen Beschichtung versehen.

Die vernickelte Unterseite der Kupferbodenplatte wurde sehr sauber und ohne jegliche Riefen verarbeitet.

Als Lüfter liefert Alpenföhn einen Wing Boost 3 120mm RGB Lüfter mit, welcher mit einer Drehzahl von 500 – 1600 RPM arbeitet.

Der auch separat erhältliche Lüfter ist in einem schwarz/weißen Design gehalten.

Alpenföhn hat dem Lüfter hierbei einen schwarzen Lüfterrahmen spendiert, welcher im hinteren Bereich über eine quadratische Basis verfügt, auf welche ein mehrschichtiger, kreisrunder Lüfterrahmen aufgebaut wurde.

Schaut man sich diesen Lüfterrahmen einmal etwas genauer an, so ist zu erkennen, dass Alpenföhn bei diesem geschichteten Aufbau abwechselnd auf weißen, leicht transparenten und schwarzen Kunststoff setzt.
Dank der im Lüfterrahmen integrierten, adressierbaren RGB-LEDs können die leicht transparenten Elemente nicht nur in einer beliebigen Farbe, sondern auch mit verschiedenen Effekten beleuchtet werden.

Hierbei ist die Beleuchtung nicht nur auf der Vorderseite des Lüfterrahmens zu erkennen, sondern auch von der Seite aus.

Im Gegensatz zu anderen Produkten, welche seitens Alpenföhn mit diesem Lüfter ausgeliefert werden, befindet sich im Lieferumfang des Dolomit Premium jedoch kein ARGB-Controller, weswegen man entweder über ein kompatibles Mainboard verfügen oder auf eine optionale Steuereinheit* zurückgreifen muss.

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Zur Montage wurde der Lüfterrahmen auf der gesamten Höhe mit ausliegenden Kunststoffecken ausgestattet, welche auf der Vorder- als auch Rückseite mit Entkopplern ausgestattet wurden.

Der Impeller verfügt über 11 Lüfterblätter, welche auf der Oberseite mit jeweils drei kleinen, stromlinienförmigen Erhebungen ausgestattet wurden, durch welche Luftverwirbelungen und somit auch die Geräuschkulisse reduziert werden soll.

Befestigt ist der aus schwarzem Kunststoff gefertigte Impeller an vier geradlinig zum Lüfterrahmen geführten Stegen.

Der Anschluss des Lüfters erfolgt über ein vierpoliges Flachbandkabel. Zum Anschluss der integrierten RGB-LEDs wurde der Lüfter mit einem dreipoligen Anschlusskabel ausgestattet. Der Anschluss kann hierbei wahlweise am ADD-Header eines kompatiblen Mainboards oder einer optionalen Steuereinheit* erfolgen.

Die Verarbeitung des in Deutschland assemblierten CPU-Kühlers wurde seitens Alpenföhn sehr hochwertig sowie auch optisch ansprechend ausgeführt.

 

Montage:

Im Vergleich zu vergangenen Kühlern setzt Alpenföhn bei den Kühlern der neuen Dolomit-Serie ein neues Montagekit ein, welches nicht nur passend zum Kühler vollständig schwarz lackiert wurde, sondern auch eine einfachere Montage ermöglichen soll.

Soll der Kühler auf einem AM4- oder Intel Sockel 20XX-Mainboard verbaut werden, so wird die werksseitig montierte Backplate weiterhin genutzt. Im Lieferumfang befinden sich passende Schrauben und Abstandshalter, welche sich in die entsprechenden Backplanes eindrehen lassen.

Wird der Kühler auf einem Mainboard mit einem Intel Sockel 1200 oder 115X montiert, so muss man im ersten Arbeitsschritt die Montagebolzen, welche schon an der mitgelieferten Backplane vormontiert sind, von der Rückseite aus durch die Montagebohrungen des jeweiligen Mainboards führen. Anschließend werden die mitgelieferten Abstandshalter über die Montagebolzen gestülpt und die beiden Montageträger darauf positioniert und verschraubt.

Bevor man den Kühler nun auf die CPU aufsetzen und mit den Montageträgern verschrauben kann, muss man die CPU noch mit Wärmeleitpaste bestreichen. Alpenföhn hat dem Lieferumfang hierzu nicht einfach irgendeine Wärmeleitpaste beigelegt, sondern hochwertige Thermal Grizzly Hydronaut Wärmeleitpaste.

Der mitgelieferte Lüfter wird mittels zwei Lüfterklammern am Kühler befestigt. Die Montage eines zweiten 120-mm-Lüfters ist mittels der zusätzlichen Lüfterklammern aus dem Lieferumfang problemlos möglich.

 

 

Testsystem:

Um eine typische Wärmeentwicklung abbilden zu können, welche in etwa der Wärmeentwicklung der meisten Nutzer während des Spielens entspricht, setzen wir in unserem Test auf ein aktuelles Mittelklasse-Gaming-System, welches aus folgenden Komponenten besteht:

 

Testablauf:

Die Testergebnisse sind bei einer Raumtemperatur von ca. 21 °C (zu Beginn der Testphase gemessen) entstanden. Protokolliert wurde der maximale Mittelwert aller CPU Cores während eines 30 minütigen Prime95 Stresstests. Die eingesetzte CPU wird mit einem auf 4,5 GHz fixierten Takt betrieben.

Kommen bei einem getesteten Kühler Lüfter zum Einsatz, bei denen es sich um PWM-Lüfter handelt, welche ihre Geschwindigkeit selbst anpassen, so wird die PWM-Steuerung während des Tests deaktiviert.

Wir nutzen bei unseren Tests immer die ARCTIC – MX-5* Wärmeleitpaste, um auch hier etwaige Schwankungen ausschließen zu können.

Die erreichten Temperaturen sind abhängig von dem genutzten System und können auch auf ähnlichen Systemen abweichen. Jedoch lassen sich die Kühler untereinander gut vergleichen, da bei unseren Tests alle Kühler die gleiche Testgrundlage haben.

Als Referenz dienen alle Kühler, welche wir bis jetzt auf diesem System getestet haben. CPU-Wasserkühler werden in Kombination mit einem Alphacool NexXoS ST30 Full Copper 360mm Radiator getestet.

Mit einem Blick auf das Testergebnis wird man schnell erkennen, dass der neue Dolomit Premium der beste Luftkühler ist, welchen wir bisher auf diesem Testsystem verbaut hatten. Der Kühler liefert dank seiner hohen Masse und dem leistungsstarken Lüfter eine sehr gute Kühlleistung, welche zur Kühlung aktueller Gaming-PCs vollkommen ausreichend ist. Für den Fall, dass einem die gebotene Kühlleistung bei eventuellen OC-Versuchen nicht ausreichend hoch sein sollte, kann man den Kühler wahlweise mit einem zweiten Lüfter oder aber auch mit den Wing Boost 3 ARGB High Speed Lüftern bestücken, welche sich optisch nicht vom mitgelieferten Lüfter unterscheiden, jedoch noch einmal eine deutlich höhere Förderleistung bieten. In diesem Fall würde man sich die zusätzliche Leistung aber auch mit einer deutlich höheren Geräuschkulisse erkaufen, wodurch der Kühler dann nichts mehr für Silentliebhaber wäre.

 

Fazit:

Mit der Dolomit-Serie hat Alpenföhn eine neue Kühler-Serie in seine ebenfalls neue Premium Line aufgenommen, welche mit hochwertigen und leistungsstarken Kühlern aufwarten möchte. Genau hier setzt der neue Dolomit Premium an, denn Tower-Kühler verfügt nicht nur über recht kompakte Abmessungen, mit welchen er eine bestmögliche Kompatibilität zu Speichern mit hohen Kühlkörpern bietet, sondern auch in den meisten Gaming-Systemen eingesetzt werden kann. Passend für dieses Einsatzgebiet hat Alpenföhn dem Kühler ein dezentes und zugleich schickes Design verpasst, welches man mit einem sehr guten ARGB-Lüfter kombiniert hat. Wo sich leider kein ARGB-Controller im Lieferumfang befindet und man somit auf ein kompatibles Mainboard oder eine optionale Steuereinheit* angewiesen ist, sorgt der Lüfter in Kombination mit der hohen Anzahl an Kühlfinnen und den sechs sauber verarbeiteten Heatpipes für eine gute und zugleich angenehm leise Kühlung der eingesetzten CPU. Preislich liegt der neue Dolomit Premium zur Markteinführung bei 59,90 €*.

Wir danken Alpenföhn für die Bereitstellung des Testmusters.

Alpenföhn - Dolomit Premium CPU-Kühler

9.3

Kühlleistung

9.0/10

Verarbeitung

10.0/10

Montage

10.0/10

Kompatibilität

10.0/10

Lautstärke

9.0/10

Modding

8.0/10

Lieferumfang

9.0/10

Preis

9.0/10

Pro

  • Gute Kühlleistung
  • Sehr hochwertige Verarbeitung
  • Design
  • Geräuschkulisse
  • Entkoppelte Lüftermontage
  • 2. Lüfter separat erhältlich (Auch in noch stärkerer Version)

Contra

  • Kein ARGB-Controller im Lieferumfang