ADATA – XPG – Levante AiO-Wasserkühlung im Test

Mit der Levante haben wir heute ein 240 mm große AiO-Wasserkühlung von ADATAs Gaming Brand XPG im Test, welche nicht nur mit einer guten Kühlleistung, sondern auch mit einer schicken Optik überzeugen möchte.

Welche Leistung in der Levante 240 stecken und wie sich die neue AiO-Wasserkühlung von XPG in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Test.

 

Technische Details:

Material Kühlerplatte: Kupfer
Wärmeleitpaste: Voraufgetragen
Abmessungen Pumpeneinheit: 86 x 72 x 36 mm (inkl. Anschlüsse und Schläuche)
Schlauchlänge: 300 mm
Schlauch Material: Gummi, Nylon ummantelt
Anschlüsse Block: Drehbarer 90° Winkelanschluss
Anschlüsse Radiator: Nicht abnehmbar
Abmessungen Radiator: 121 x 27 x 272 mm
Material Radiator: Aluminium
Lüftermodell:
Vento Pro 120 ARGB
Drehzahl: 600 – 2000 RPM
Lager: Fluid Dynamic Bearing
Max. Lautstärke: 34 dBA
Max. Airflow: 61,5 CFM
Max. statischer Druck: 1,42 mm H2O
Eingangsspannung: 12 V
Kompatibilität
Intel: 1150, 1151, 1155, 1156, 1366, 2011, 2011-3, 2066
AMD: AM2, AM2+, AM3, AM3+, AM4, FM1, FM2, FM2+

 

Lieferumfang:

  • Levante 240 AiO-Wakü
  • Anleitung
  • Montagematerial
  • 2 x RGB-Anschlusskabel
  • 2 x PWM-Anschlusskabel
  • 2 x Vento Pro 120 ARGB Lüfter

 

Design und Verarbeitung:

Die Levante AiO-Wasserkühlung wird von XPG in einer schwarzen Verpackung geliefert, welche auf der Oberseite neben der Modellbezeichnung und einem Produktbild auch mit mehreren Featurebildern bedruckt wurde. Auf der Verpackungsvorderseite findet man die Auflistung der technischen Details vor.

Auf der rechten Verpackungsseite findet man eine Lüfterkurve vor, welche einem einen Überblick über die Lüfterleistung und die Geräuschkulisse gibt.

Entnimmt man die Levante 240 aus ihrer Verpackung, so hat man eine AiO-Wasserkühlung vor sich liegen, welche alle für eine Wasserkühlung notwendigen Komponente enthält.

Die auffälligste Komponente ist hierbei das verwendete Pumpengehäuse. Da als Basis für die Levante 240 eine AiO-Wakü von asetek dient, kommt an dieser Stelle ein kreisrundes und recht kompaktes Pumpengehäuse zum Einsatz, welches am unteren Rand über mehrere Montagenasen verfügt, an welchen sich die mitgelieferten Montageschienen montieren lassen.

In die Oberseite des Pumpengehäuses wurde neben dem XPG-Logo auch drei geschwungene Linien aus leicht transparentem Kunststoff eingearbeitet, welche wie auch das eingelassene Logo mit einer adressierbaren ARGB-Beleuchtung ausgestattet wurden.

Wie wir es von den meisten AiO-Wasserkühlungen her kennen wurden auch bei der Pumpeneinheit der Levant 240 die beiden Schläuche auf die fest mit dem Pumpengehäuse verbundenen Anschlüsse gepresst.

An der Unterseite der Pumpeneinheit wurde eine kreisrunde Bodenplatte aus hochwertigem Kupfer befestigt, auf welche schon eine dünne Schicht Wärmeleitpaste aufgetragen wurde.

Wirft man einmal einen ersten Blick auf den aus Aluminium gefertigten 240-mm-Radiator, so ist schnell zu erkennen, dass die verwendeten Schläuche nicht nur fest mit dem Pumpengehäuse verbunden sind, sondern auch auf die feststehenden Anschlüsse des Radiators gepresst wurden. Um eine schickere Optik und eine höhere Stabilität zu erzielen, wurden die beiden Schläuche mit einem schicken Sleeving versehen.

Gegenüber der Vorkammer wurde eine normalgroße Endkammer verbaut.

Betrachtet man die Kühlfinnen einmal etwas genauer, so ist zu erkennen, dass XPG den Radiator mit 11 Kanälen ausgestattet hat, zwischen welche die feinen Aluminiumfinnen verlötet wurden.

Die einzelnen Lamellen wurden sehr sauber verarbeitet. Verbogene Lamellen sowie auch Fehler bei der Lackierung sucht man an dieser Stelle vergebens.

Zur Lüftermontage sowie auch der Radiatormontage selbst wurde der Radiator auf der Ober- und Unterseite mit entsprechenden M3-Montagegewinden ausgestattet. Kleine Schutzbleche, welche die Lamellen vor zu tief eingedrehten Schrauben schützen würden, sucht man an dieser Stelle jedoch leider vergebens.

Als Lüfter liefert XPG zwei Vento Pro 120 ARGB Lüfter mit, welche in einem schwarz/weißen Design gehalten sind und über einen runden Lüfterrahmen verfügen.

Betrachtet man den Lüfter einmal etwas genauer, so ist zu erkennen, dass der Lüfterrahmen auf der Oberseite mit einem leicht transparenten Kunststoffring ausgestattet wurde.

Um den kreisrunden Lüfterrahmen an den für 120-mm-Lüfter üblichen Haltepunkten befestigen zu können, wurde der Lüfterrahmen mit vier auslegenden Montagepunkten versehen.
Zur Entkopplung ist der Lüfterrahmen mit Gummientkopplern ausgestattet, welche passend zum Lüfterrahmen aus schwarzem Gummi gefertigt wurden.

Der verbaute Impeller wurde im Bereich der Lüfternarbe mit ARGB-LEDs ausgestattet. Um eine bestmögliche Beleuchtung erzielen zu können, wurde der verbaute Impeller aus leicht transparentem Kunststoff gefertigt.

Befestigt ist der Impeller an vier Stegen, welche leicht gegen die Rotationsrichtung gebogen zum Lüfterrahmen verlaufen.

Mit einem Blick auf die Rückseite des Lüfterrahmens ist zu erkennen, dass sich der leicht transparente Kunststoffring, welcher schon von der Oberseite des Lüfterrahmens aus zu erkennen war, bis auf dir Rückseite erstreckt.

Die beiden Anschlusskabel haben eine Länge von knapp 10 cm, wurden dafür jedoch als Y-Kabel ausgeführt, wodurch man die Lüfter in Reihe schalten kann. Der Anschluss der Lüfter erfolgt über einen 4-PIN-PWM-Anschluss.

Der Anschluss der integrierten LEDs erfolgt über einen 3-PIN-Anschluss. XPG setzt bei den beiden Lüftern jedoch nicht auf einen ADD-Header, wie wir ihn von der Pumpeneinheit kennen, sondern liefert passende Adapterkabel mit, durch welchen sich die kurzen Anschlusskabel auch verlängern lassen. Passend hierzu befindet sich auch ein PWM-Verlängerungskabel im Lieferumfang.

Die Verarbeitung der Levante 240 wurde seitens XPG fast durchweg sauber ausgeführt. Gefehlt haben uns neben einem Kabelsleeving auch kleine Schutzbleche unterhalb der Montagepunkte am Radiator.

Montage:

XPG hat dem Lieferumfang zwei verschiedenen Montageschienen beigepackt. Bevor man mit der eigentlichen Montage beginnen kann, muss man daher erst die zum jeweiligen Sockel passende Montageschiene an der Pumpeneinheit befestigen. Diese wird hierzu einfach von unten auf die Pumpeneinheit gesteckt und anschließend durch eine Drehbewegung arretiert.
Im Anschluss kann man mit der Montage der Multisockelbackplate beginnen. Diese wird von der Rückseite aus an das herangezogene Mainboard gehalten und dann von der Vorderseite aus mit vier Abstandshaltern bestückt. Anschließend kann man schon die Pumpeneinheit auf die CPU aufsetzen und mit den Abstandshaltern verschrauben.

Wo man sich durch die voraufgetragene Wärmeleitpaste bei der Erstmontage das Auftragen der Wärmeleitpaste sparen kann, muss man sich bei einer erneuten Montage oder einem CPU-Wechsel leider erst noch neue Wärmeleitpaste besorgen.

Die mitgelieferten Lüfter werden jeweils mittels vier Schrauben an dem Radiator befestigt. Die Montage des Radiators im Gehäuse erfolgt mittels acht kleiner M3-Schrauben.

Leider sind die mitgelieferten Schrauben hierbei jedoch etwas zu lang, wodurch man die unter den Montagpunkten befindlichen Lamellen leicht eindrückt.

Will man die AiO-Wasserkühlung im Push-Pull-Betrieb betreiben, so muss man zur Montage der beiden zusätzlichen Lüfter auf optionale Schrauben zurückgreifen.

Aufgrund der nur 300 mm langen Schläuche kann die Levante 240 zudem nicht in jedem Gehäuse hinter der Gehäusefront verbaut werden, weswegen man gerade dann, wenn man einen größeren Midi-Tower oder gar einen Full-Tower sein eigen nennt, darauf achten sollte, dass die Montage einer 240-mm-Wasserkühlung am Gehäusedeckel möglich ist.

Die Beleuchtungssteuerung erfolgt wahlweise über ein Mainboard mit einem 3-PIN-ADD-Header oder einer optionalen ARGB-Steuereinheit*.

Youtube

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Testsystem:

Als Testsystem kommt neben einem Sockel 1151-Testsystem auch ein aktuelles AM4-Testsystem zum Einsatz. Dies bietet euch die Möglichkeit, alle von uns getesteten Wasserkühler auch mit den von uns getesteten Luftkühlern zu vergleichen. Da bei der Verwendung eines Wasserkühler in der Regel niedrigere Temperaturen und somit auch höhere Taktraten erreicht werden können, Schicken wir unsere Testsysteme nicht nur mit den von den Herstellern vorgesehenen Taktraten in den Test, sondern auch mit einer Übertaktung. Das Intel-Testsystem ist hierbei auf 4,7 GHz und das AMD-Testsystem auf 3,8 GHz übertaktet.

Das Intel-Testsystem besteht aus diesen Komponenten:

  • ASRock – Z170 Extreme3
  • HyperX – Savage 16GB Kit 3000MHz
  • Intel® – Core i7-6700K
  • Zotac – GTX 780 TI AMP Edition

Das AMD-Testsystem besteht aus diesen Komponenten;

  • AMD – Ryzen 1600
  • ASUS – Crosshair VI Hero
  • 2 x 8GB Corsair Vengeance LPX Black 2666 MHz
  • Zotac – GTX 780 TI AMP Edition

Testablauf:

Die Testergebnisse sind bei einer Raumtemperatur von ca. 21°C (zu beginn der Testphase gemessen) entstanden. Protokolliert wurde der maximale Mittelwert aller CPU Cores nach einem 30 minütigen Prime95 Stresstest. Gemessen werden die Temperaturen einmal im nicht übertakteten Zustand und einmal im übertakteten Zustand der Testsysteme.

Kommen bei einem getestete Kühler Lüfter zum Einsatz, bei denen es sich um PWM-Lüfter handelt, welche ihre Geschwindigkeit selbst anpassen, so wird die PWM-Steuerung während des Tests deaktiviert.

Wir nutzen bei unseren Tests immer die ARCTIC MX-2 Wärmeleitpaste, um auch hier etwaige Schwankungen ausschließen zu können.

Die erreichten Temperaturen sind abhängig von dem genutzten System und können auch auf ähnlichen Systemen abweichen. Jedoch lassen sich die Kühler untereinander gut vergleichen, da bei unseren Tests alle Kühler die gleiche Testgrundlage haben.

Als Referenz dienen alle CPU-Wasserkühler und All-in-One Wasserkühlungen, welche wir bis jetzt auf diesem System getestet haben. CPU-Wasserkühler wurden in Kombination mit einem Alphacool NexXoS UT60 Full Copper 480 mm getestet.

 

Mit einem Blick auf das Testergebnis ist zu erkennen, dass sich die Levante 240 AiO-Wasserkühlung im guten Mittelfeld der von uns getesteten 240-mm-AiO-Wasserkühlungen platziert hat und somit eine Kühlleistung erzielt, mit welcher man auch an heißen Sommertagen problemlos eine leistungsstarke CPU kühlen kann. Auch was die Geräuschentwicklung angeht, platzierte sich die Levante 240 allgemeinen im Mittelfeld. Auffällig war hierbei lediglich die Pumpeneinheit, welche durch im System befindliche Luftblasen ab und an auf sich aufmerksam machte.

 

Fazit:

Mit der Levante 240 hat ADATA unter seinem Gaming Brand XPG eine AiO-Wasserkühlung in sein Sortiment aufgenommen, welche in unserem Test nicht nur durch eine sehr schicke RGB-Beleuchtung überzeugen konnte, sondern auch durch eine gute Kühlleistung. Die erreichte Kühlleistung wurde hierbei bei einer recht angenehmen Geräuschkulisse erzielt. Lediglich ein gelegentliches Rasseln der Pumpe, welches von bewegten Luftblasen stammt, ist uns hierbei negativ aufgefallen. Durch die gesleevten Schläuche und die sehr schick ausgeführte ARGB-Beleuchtung macht die Levante 240 von der optischen Seite einiges her. Die Verarbeitung wurde jedoch leider nicht perfekt ausgeführt. Besonders negativ ist uns hierbei der fehlende Lamellenschutz aufgefallen, welcher in Kombination mit den zu langen Schrauben aus dem Lieferumfang dafür sorgt, dass man die unter den Montagebohrungen befindlichen Lamellen während der Montage leicht verbogen werden. Aufgrund der recht knapp bemessen Schläuche kann die Levante 240 zudem nicht in jedem Midi-Tower geschweige denn Full-Tower an der Gehäusefront verbaut werden. Preislich liegt die Levante AiO-Wasserkühlung bei knapp 150€*.

Ein besonderer Dank geht an ADATA für die Bereitstellung des Testmusters.

ADATA - XPG - Levante 240 AiO-Wasserkühlung

7.7

Kühlleistung

8.0/10

Verarbeitung

7.0/10

Montage

7.0/10

Kompatibilität

7.5/10

Lautstärke

8.0/10

Modding

9.5/10

Lieferumfang

8.0/10

Preis

6.5/10

Pro

  • Gute RGB-Beleuchtung
  • Kühlleistung
  • Entkoppelte Lüfter

Contra

  • Preis
  • Kein Lammellenschutz und zu lange Montageschrauben
  • Recht kurze Schläuche
  • Pumpenlautstärke