ADATA – Ultimate SU630 2,5″ SSD

Mit der Ultimate SU630 haben wir heute die erste QLC-SSD von ADATA im Test, welche im 2,5″-Format gehalten ist und neben einer guten Verarbeitung auch mit einem guten Preis/Leistungsverhältnis überzeugen möchte.

Welche Details in der Ultimate SU630 stecken und wie sich die 2,5″-SSD von ADATA in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Kapazität: 240 GB / 480 GB / 960 GB
  • Formfaktor: 2,5″
  • NAND Flash: 3D QLC
  • Controller: Maxio Technology MAS0902A-B2C
  • Abmessungen: 100.45 x 69.85 x 7 mm (L x B x H)
  • Leistung (Max.):
    550/450MB/s
  • Schnittstelle: SATA 6Gb/s
  • Betriebstemperatur: 0°C-70°C
  • Lagertemperatur: -40°C-85°C
  • Stoßfestigkeit: 1500G/0,5ms
  • MTBF: 1.500.000 Stunden

Lieferumfang:

  • ADATA – Ultimate SU630 SSD (in gewählter Größe)

Design und Verarbeitung:

Die SU630 wird von ADATA in einer schwarzen Verpackung geliefert, welche auf der Verpackungsvorderseite neben der Kapazität auch mit einem Hinweis auf die eingesetzte 3D QLC Speichertechnologie bedruckt ist. Die Verpackungsvorderseite wurde zudem mit einem großen Sichtfenster ausgestattet, durch welches man schon einen ausgibigen Blick auf die enthaltene SSD werfen kann.

Auf der Verpackungsrückseite findet man neben einer kurzen Beschreibung auch einen Hinweis auf die maximale Lese- und Schreibgeschwindigkeit vor.

Entnimmt man die SU630 aus ihrer Verpackung, so hat man eine SSD vor sich liegen, welche nicht nur in einem recht unauffälligen Design gehalten ist, sondern mit einer Bauhöhe von nur 7 mm auch dünner ausfällt, als viele anderen SSDs im 2,5″-Format. Durch diese geringere Bauhöhe kann die SSD in so manchem Notebook oder Ultrabook eingesetzt werden, in dem ein normales 2,5″-Laufwerk keinen Platz findet.

Bei der SU630 setzt ADATA auf ein Gehäuse, welches im Gegensatz zu den Gehäusen der meisten anderen SATA-SSDs nicht aus Aluminium gefertigt wurde, sondern auf der Unterseite aus dünnem Stahlblech und auf der Oberseite aus Kunststoff besteht. Auf der Oberseite wurde zudem ein Aufkleber aufgeklebt, welcher neben der Modellbezeichnung auch noch mit dem ADATA Logo bedruckt ist.

Auf der Gehäuserückseite ist ein weiterer Aufkleber zu finden, auf welchem neben der Modellbezeichnung auch Informationen wie die Seriennummer etc. zu finden sind.

Als Schnittstelle kommt die bei 2,5″-SSDs übliche SATA 6Gb/s Schnittstelle zum Einsatz.

Im Inneren der SU630 SSD kommt ein Maxio Technology MAS0902A-B2C Controller zum Einsatz, welchem QLC-3D-NAND Speicher von Intel zur Seite stehen. Der neue QLC-3D-NAND speichert 4 Bit pro Speicherzelle und ist die nächste Ausbaustufe nach TLC mit 3 Bit, MLC mit 2 Bit und SLC mit einem Bit. Primär soll hierdurch die Speicherdichte erhöht und im Gegenzug der Preis gesenkt werden. Im Vergleich zum TLC-NAND liegt der Nachteil dieser Speichertechnologie jedoch in der niedrigeren Leistung und der geringeren Haltbarkeit. Um so wichtiger ist für eine hohe Schreibleistung der verbaute SLC-Cache, dessen Größe abhängig vom freien Speicherplatz dynamisch geregelt wird. Bei dem eingesetzten SLC-Cache werden die Daten im schnelleren SLC-Modus mit nur einem Bit pro Zelle zwischengespeichert und im Nachgang mit 4 Bit umkopiert.
ADATA hat die SSD mit der LDPC-Fehlerkorrektur ausgestattet, wodurch die Lebensdauer der SSD zusätzlich erhöht werden soll.

Die Verarbeitung wurde recht sauber ausgeführt. Um eine bessere Wärmeabfuhr des Controllers und auch der Speicherzellen zu ermöglichen, hätten wir uns jedoch gefreut, wenn ADATA dem Laufwerk ein Aluminiumgehäuse spendiert hätte.

Testablauf:

Das wichtigste Kaufargument ist bei einer SSD zweifelsohne nicht das Design, sondern die Leistung, welche erbracht werden kann.
Aus diesem Grund schicken wir die SSD nicht nur in verschiedene Benchmarks, sondern werden uns auch ein genaues Bild über die Geschwindigkeit in alltäglichen Bereichen machen.

Um die volle Leistung aus den von uns getesteten SSDs heraus zu holen, werden diese auf unserem Intel Core i7 System getestet.

Dieses besteht aus:

  • Prozessor: i7-6950X
  • Mainboard: Asrock X99 Extreme11
  • Grafikkarte: Zotac GTX 980Ti
  • Arbeitsspeicher: 16GB HyperX Savage (4 x 4GB DDR4 3000MHz)
  • Systemlaufwerk: OCZ – RevoDrive 3 (240GB)
  • Netzteil: Power & Cooling Silencer MK III 1200W
  • Betriebssystem: Windows 10 Pro 64Bit

Das Testlaufwerk ist dabei als sekundäres Laufwerk eingerichtet. Das Betriebssystem befindet sich somit auf dem verbauten RevoDrive 3. Dies gilt jedoch nur für die durchgeführten Benchmarks und nicht für die Softwaretests.

Getestet wurde die SX950 480 GB SATA SSD von ADATA mittels dieser Benchmarks:

  • AS SSD Benchmark
  • AS SSD Kopierbenchmark
  • ATTO Disk Benchmark

AS SSD Benchmark

Der AS SSD Benchmark wurde, wie der Name vermuten lässt, speziell für SSDs entwickelt. Durch die Verwendung von inkompressiblen Daten stellt dieser Benchmark für komprimierende Controller praktisch ein Worst-Case-Szenario dar.

Die von ADATA angegeben 520 MB/s beim Lesen konnten wir in unserem Test mittels des AS SSD Benchmarks nicht erreichen. Gleiches gilt auch für die angegeben, maximale Schreibgeschwindigkeit von 450 MB/s.

AS SSD Kopierbenchmark

Neben diesem Performancetest beinhaltet, der AS SSD Benchmark auch noch einen Kopierbenchmark, mittels welchem ermittelt werden kann, wie schnell Daten innerhalb des Laufwerkes kopiert werden können.
Die verwendeten Muster entsprechen typischen Szenarien: ISO (zwei große Dateien), Programm (viele kleine Dateien), Spiel (große und kleine Dateien gemischt).

In diesem Test konnte die SU630 480 GB SATA SSD recht gute Werte erreichen.

ATTO Disk Benchmark

Der ATTO Disk Benchmark ermöglicht es einem die SSDs mit einer höheren Abfragetiefe zu beanspruchen. Wir haben die SSD somit mit einer Queue Depth von 10 getestet.


Mit einem Blick auf das Testergebnis ist sehr schön zu erkennen, dass auch die ADATA Ultimate SU630 480 GB SSD was die Leistung angeht, wie alle anderen SSDs auch von einer höheren Abfragetiefe profitieren kann. Die von ADATA angegebenen Lese- und Schreibgeschwindigkeiten konnten wir in unserem Test aber dennoch nicht ganz erreichen.

Neben den Messungen mit diesen Benchmark Tools wollen wir jedoch auch nicht die Geschwindigkeitsvorteile im alltäglichen Betrieb aus dem Auge verlieren, denn gerade auf diese kommt es im Endeffekt an, da die durch die Benchmarks aus dem Laufwerk gekitzelten Maximalwerte im Normalfall kaum erreicht werden.

Softwareinstallation

Wie die Überschrift schon verlauten lässt, werden wir in diesem Test anhand der Software PCMark 8, Acrobat Reader und OpenOffice die Zeit stoppen, in welcher die Software auf der SSD installiert werden konnte.

Softwaretest

In diesem Test werden wir die Geschwindigkeit messen, in welcher die SSD es schafft eine WinRAR Datei von einem GB zu entpacken, einen vollständigen Systemscan mit AntiVir absolviert und wie lange ein auf der SSD installiertes Windows 7 benötigt, um zu booten.
Da sich in unserem Testsystem zu den Onboardkomponenten noch ein Hardware Raidcontroller befindet, welche eine Weile braucht, um alle Festplatten zu initialisieren, werden wir die Zeit erst nach dem Verlassen des Bios stoppen.

Fazit:

Mit der Ultimate SU630 hat ADATA sein SSD-Sortiment um die erste SATA-SSD-Modellreihe erweitert, welche mit der noch nicht so verbreiteten QLC-NAND-Technologie ausgestattet wurde. Aufgrund der eingesetzten NAND-Technologie, bei der die Daten mit 4 Bit pro Zelle gespeichert werden, liegt die Geschwindigkeit der SU630 SSDs deutlich hinter den Geschwindigkeiten, welche SSDs mit der schnelleren SLC- oder TLC-Technologie erreichen können. Um diesen Nachteil zumindest teilweise wettmachen zu können, setzt ADATA einen dynamischen SLC-Cache ein, durch welchen die SSD je nach verfügbarer Kapazität eine höhere Geschwindigkeit erreichen kann. Ein Vorteil in der geringeren Geschwindigkeit liegt in der geringeren Beanspruchung des Controllers, wodurch unser Testmuster auch ohne ein Aluminiumgehäuse nicht so warum wurde, dass die Schreib- und Leseraten bei einer anhaltenden Belastung großartig eingebrochen sind. Die QLC-Technologie bringt jedoch auch einen entscheidenden Vorteil mit sich. Hierbei handelt es sich um die günstigeren Produktionskosten. Das von uns in diesem Test herangezogene 480-GB-Modell gehört mit einem aktuellen Verkaufspreis von knapp 60 €* zu den günstigsten 480 GB großen SSDs am Markt.

Ein besonderer Dank geht an ADATA für die Bereitstellung des Testmusters.

ADATA - Ultimate SU630 2,5" SSD

7

Verarbeitung

8.0/10

Kompatibilität

9.0/10

Geschwindigkeit

6.0/10

Lieferumfang

3.0/10

Preis

9.0/10

Pro

  • Geschwindigkeit
  • Kompatibilität
  • Verarbeitung
  • Lieferumfang
  • Garantiezeit

Contra

  • Geschwindigkeit bei vollem Cache