World of Tanks: HEAT auf der gamescom 2026

Auf der gamescom 2026 haben wir uns mit Wargaming über die Zukunft von World of Tanks: HEAT unterhalten. Dabei stand vor allem die kommende Season 2 im Mittelpunkt. Unter dem Namen „Fire & Ash“ geht es ab dem 2. September ordentlich zur Sache: Eine neue Karte mit fließender Lava, der neue Agent Gambit, gleich drei neue Panzer und ein neuer 20-gegen-20-Spielmodus sollen für frischen Wind auf dem Schlachtfeld sorgen.

Inferno One: Hier bleibt nichts lange, wie es ist

Eines der auffälligsten neuen Features ist die Karte Inferno One. Das Szenario verschlägt uns in eine Vulkanstadt auf einem alternativen Island. Was im Trailer zunächst wie spektakuläre Hintergrundkulisse aussieht, entpuppt sich im Spiel als echter Bestandteil des Gefechts.

Denn die Lava ist tatsächlich in Bewegung.

Sobald das Match beginnt, setzt sie sich langsam in Gang und fließt während der gesamten Partie weiter. Dabei werden nach und nach Deckungen und wichtige Engpässe verschluckt. Wer also zu lange an einer Position verweilt, könnte plötzlich feststellen, dass der ursprünglich geplante Fluchtweg nicht mehr existiert.

Damit dürfte Inferno One deutlich mehr sein als nur eine optisch spektakuläre neue Map. Die Spieler müssen ihre Positionen ständig neu bewerten und sich darauf einstellen, dass sich die Gegebenheiten während des Gefechts verändern.

Gambit bringt einen neuen Ansatz für die Defender

Ebenfalls neu in Season 2 ist der Agent Gambit. Er gehört zur Defender-Klasse, unterscheidet sich aber deutlich von klassischen Vertretern dieser Rolle. Während andere Defender vor allem eine Position absichern und halten, verfolgt Gambit einen offensiveren Verteidigungsansatz: Er soll Angriffe auf sich und seine Verbündeten für das gegnerische Team möglichst teuer machen.

Passend dazu bringt Gambit zwei neue Panzer mit, die jeweils einen eigenen Spielstil verfolgen.

T-72SH: Kontrolle statt roher Gewalt

Der T-72SH konzentriert sich darauf, Bereiche des Schlachtfelds zu kontrollieren. Seine Tesla Discs schicken drei schwebende Geräte nach vorne, die dort in der Luft bleiben und regelmäßig Energieimpulse abgeben. Gegner in ihrer Nähe werden beschädigt und gleichzeitig gestört.

Noch interessanter ist der Disruption Field Generator, der die Zielerfassung des Gegners durcheinanderbringt. Im Trailer wird die Fähigkeit bereits eindrucksvoll demonstriert: Der gegnerische Schuss geht daneben – und Gambit nutzt den Moment, um sich direkt an die Seitenpanzerung des Gegners zu setzen.

M60A3E2: Rein ins Kreuzfeuer

Der M60A3E2 geht das Ganze etwas direkter an. Statt Gegner auf Abstand zu halten, fährt er mitten ins Kreuzfeuer.

Seine Fähigkeit Energized Plating setzt Strom durch die zusätzliche Panzerung des Fahrzeugs. Unter Beschuss werden die Panzerplatten dadurch verstärkt, sodass eingehende Treffer für einige Sekunden deutlich weniger ausrichten können.

Die Idee dahinter ist simpel: Den ersten Angriff überstehen und anschließend selbst zurückschlagen. Wer gerne mitten im Gefecht steht und Treffer einsteckt, dürfte mit diesem Panzer auf seine Kosten kommen.

 

Nach ihrem Debüt zum Launch erhält Agentin Ember ihr zweites Fahrzeug, den M1150 ABV – einen auf Flammenwerfer spezialisierten Panzer für den Nahkampf, der mithilfe von Sprengladungen und Brandgranatenwerfern hohen Schaden auf mittlere Distanz anrichtet.

M1150 Breacher: Durch die Wand

Der dritte Neuzugang, der M1150 Breacher, setzt auf Zerstörung. Statt sich mühsam einen Weg um Deckungen herum zu suchen, fährt der Panzer einfach hindurch.

Dafür sorgen unter anderem die Line Charges, mit denen zwei parallele Reihen von Sprengladungen nach vorne geschossen werden und gleichzeitig detonieren. Zusätzlich verfügt der Breacher über Incendiary Launchers, die zwei Ziele gleichzeitig in Brand setzen können.

Besonders interessant ist dabei der entstehende schwarze Rauch. Er blockiert nicht nur die normale Sicht, sondern verhindert auch die Nutzung thermischer Sichtsysteme. Damit kann der Breacher nicht nur Deckungen beseitigen, sondern gleichzeitig für ordentlich Chaos auf dem Schlachtfeld sorgen.

20v20 Conquest: Jetzt wird es richtig groß

Wer die großen Gefechte mag, bekommt mit Season 2 ebenfalls einen neuen Spielmodus. 20v20 Conquest verdoppelt die Größe der Teams und soll für deutlich chaotischere Schlachten sorgen.

Das Grundprinzip dürfte bekannt sein: Basen erobern und halten. Allerdings werden diesmal gleich fünf Basen gleichzeitig umkämpft. Dazu kommen unbegrenzte Respawns. Lange Verschnaufpausen sollte es entsprechend nicht geben.

Der große Kampf am Ende des Trailers vermittelt bereits einen guten Eindruck davon, was uns erwartet: 40 Spieler treffen aufeinander und kämpfen gleichzeitig an mehreren Fronten. Das dürfte vor allem für Spieler interessant werden, denen die bisherigen Gefechte nicht groß genug waren.

Neue Season, neue Möglichkeiten zur Individualisierung

Neben den spielerischen Neuerungen bringt Fire & Ash auch eine ganze Reihe neuer Anpassungsmöglichkeiten. Dazu gehören neue Skins für die Panzer, Outfits für die Agenten und verschiedene Charms, die an den Türmen der Fahrzeuge angebracht werden können.

Damit dürfte Season 2 nicht nur spielerisch, sondern auch optisch einiges zu bieten haben.

 

Start am 2. September

Lange müssen wir auf die neuen Inhalte nicht mehr warten. Season 2: Fire & Ash startet am 2. September 2026. Dann gehen Gambit, der T-72SH, M60A3E2 und M1150 Breacher gemeinsam mit der Vulkan-Karte Inferno One und dem neuen 20v20-Conquest-Modus an den Start.

Vor allem die Kombination aus einer sich verändernden Map, den neuen Agent-Fähigkeiten und den deutlich größeren Gefechten könnte dafür sorgen, dass sich die zweite Season spürbar anders spielt als bisher. Wir sind jedenfalls gespannt, wie viel Chaos die Lava und 40 Spieler gleichzeitig auf dem Schlachtfeld tatsächlich anrichten werden.