Trust – GXT 490 FAYZO virtual 7.1 Gaming-Headset im Test

Mit dem GXT 490 FAYZO haben wir heute ein Gaming-Headset mit virtuellem 7.1 Sound von Trust im Test, welches nicht nur mit einem angenehmen Tragekomfort und guten Klangeigenschaften überzeugen möchte, sondern auf durch seine umweltfreundliche Herstellung.

Welche Details in dem GXT 490 FAYZO stecken und wie sich das noch recht neue Gaming-Headset von Trust in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

 

Technische Details:

Typ: Over-Ear Headset
Farbe: Schwarz
Material
ABS (85 %  aus recyceltem Kunststoff)
Treiber: 50 mm
Frequenzgang Kopfhörer: 20 Hz – 20k Hz
Schalldruckpegel: 100 dB
Bedienelemente: Lautstärke
Mikrofon-Mute
Beleuchtung
Beleuchtung: Mehrfarbig
Kabellänge: 2 m USB A
Abmessungen: 180 x 200 x 90  mm (B × H × T)
Gewicht: 290 g
Kompatibilität:
Windows, MacOS, PS4, PS5, Chrome OS

 

Lieferumfang:

  • GXT 490 FAYZO Gaming-Headset
  • Anleitung

 

Design und Verarbeitung:

Das GXT 490 FAYZO Gaming-Headset wird von Trust in einer Verpackung geliefert, welche in einem dunklen Grunddesign gehalten ist. Auf der Verpackungsvorderseite wurde neben der Modellbezeichnung und einem Produktbild auch ein Hinweis auf drei wichtige Features sowie die Herstellung aus recycelten Materialien abgedruckt.

Auf der Verpackungsrückseite findet man eine Auflistung der wichtigsten Features vor. Eine Auflistung der technischen Details findet man auf der rechten Verpackungsseite.

Entnimmt man das GXT 490 FAYZO aus seiner Verpackung, so hat man ein Gaming-Headset vor sich liegen, welches einen recht schlichten ersten Eindruck hinterlässt.

Das für ein Gaming-Headset vergleichsweise schlichte Design erreicht Trust durch einen Aufbau, bei welchem nicht nur die Ohrmuscheln, sondern auch der Kopfbügel recht geradlinig und ohne besonders auffällige Designelemente ausgeführt wurden.

Schaut man sich die oval ausgeführten und zu 85 % aus recyceltem Kunststoff gefertigten Ohrmuscheln einmal etwas genauer an, so wird man schnell erkennen, dass diese auf der weitestgehend glatten Außenseite lediglich mit einem sehr dezent gehaltenen Logo bedruckt wurden.

Oberhalb dieses Logos hat Trust die Außenseite zudem mit einer leichten Wellenform versehen, welche das Design etwas auflockert. Um dem Headset trotz des recht schlichten Designs für Gamer ansprechend zu designen, wurden die Ohrmuscheln am oberen Rand mit einem leicht transparenten Kunststoffstreifen ausgestattet, welcher sich von der Rückseite aus beleuchten lässt.

Mit einem Blick auf die Außenkante der linken Ohrmuschel findet man mittig ein fest mit dem Headset verbundenes und 2 m langes USB-Kabel vor, welches anders, als bei vielen anderen Headsets, nicht mit einem schicken Gewebesleeving, sondern lediglich mit einer Gummierung versehen wurde.

Vor dem fest mit der linken Ohrmuschel verbundenen Anschlusskabel wurde die Ohrmuschelunterseite mit einem vertieft eingelassenen 3,5-mm-Klinkeanschluss für das mitgelieferte Mikrofon ausgestattet.

Das Mikrofon verfügt über einen flexiblen Schwanenhals und kann auf Wunsch mit dem mitgelieferten Poppschutz ausgestattet werden.

Hinter dem Anschlusskabel wurde die linke Ohrmuschel neben einem Lautstärkeregler und einem leicht aus der Ohrmuschel herausstehenden Taste zur Stummschaltung des Mikrofons auch mit einer weiteren Taste ausgestattet, über welche sich die integrierte Beleuchtung steuern und der virtuelle 7.1 Sound-Modus aktivieren bzw. deaktivieren lässt.

Der Übergang zum Kopfbügel wird über ein geschwungenes Kunststoffelement hergestellt, welches wie die Außenseite der Ohrmuscheln aus schwarzem und zu 85 % aus recyceltem Kunststoff gefertigt wurde.

Der Übergang zwischen den Ohrmuscheln und den geschwungenen Kunststoffelementen wurde nicht starr ausgelegt, sondern mittels eines Kunststoffgelenks realisiert, welches es ermöglicht, die Ohrmuscheln für einen besseren Tragekomfort etwas neigen zu können. Eine Möglichkeit, die Ohrmuscheln vollständig anklappen oder gar zur Seite drehen zu können, gibt es jedoch leider nicht.

Die geschwungene Ohrmuschelaufnahme dient zugleich auch der Größenverstellung. Im Gegensatz zu den meisten Gaming-Headsets am Markt setzt Trust bei dem GXT 490 FAYZO jedoch leider keine Metallverstärkung in der Größenverstellung ein.

Wie wir es schon vom oberen Bereich der Ohrmuschelaußenseite her kennen, wurde auch der Kopfbügel an seinen Enden mit einer leicht gewellten Bauform versehen. In die Oberseite des Kopfbügels wurde zudem das Trust Gaming Logo eingeprägt.

Auf der Unterseite wurde der Kopfbügel mit einer stellenweise recht flachen Polster ausgestattet, welche anders als bei vielen anderen Gaming-Headsets nicht mit einem Kunstleder, sondern mit einem Stoffbezug bezogen wurde.

Wie wir es schon vom GXT 391 Thian Wireless Gaming Headset von Trust kennen, setzt Trust auch beim neuen GXT 490 FAYZO bei der Polsterung der Ohrmuscheln auf einen zweiteiligen Aufbau. Wo die eingesetzten Polster auf der Außenseite mit einem Kunstlederbezug bezogen wurden, kommt auf der zu den Ohren hingerichteten Seite ein Stoffbezug zum Einsatz.

Die in den Ohrmuscheln verbauten 50-mm-Treiber befinden sich hinter einem schwarzen Stoffbezug, welcher mit einem Hinweis auf die Tragerichtung versehen wurde.

Auch wenn Trust bei dem GXT 490 FAYZO weitestgehend auf recycelten Kunststoff setzt, wurde das Headset recht sauber verarbeitet.

 

Testsystem:

Getestet wurden das GXT 490 FAYZO wireless Gaming Headset an diesem Testsystem:

 

Anschluss und Inbetriebnahme:

Der Anschluss und die Inbetriebnahme des GXT 490 FAYZO gestaltet sich sehr einfach. Auch wenn es sich bei dem von uns in diesem Test herangezogenen Modell um die USB-Variante des FAYZO Gaming-Headset handelt, muss man lediglich das USB-Kabel mit seinem PC, Notebook, Mac, Chomebook oder seiner PS4 bzw. PS5 verbinden.
Eine Treiberinstallation ist beim Einsatz des Headsets nicht notwendig. Dieses wurde von unserem Windows 11 Testsystem automatisch erkannt und installiert.
Anders als wir es von vielen anderen Headsets, welche über eine USB-Verbindung angesteuert werden, her kennen, stellt Trust für das GXT 490 FAYZO Gaming-Headset keine Software zu Konfiguration bereit.

Der virtuelle 7.1 Surround Sound sowie die Beleuchtungssteuerung können direkt über das Multifunktionsbedienelement am Headset vorgenommen werden.

Bei diesem Multifunktionsbedienelement handelt es sich um eine kleine Taste, welche an der obersten Stelle der Bedienelemente zu finden ist. Leider wurde diese jedoch anders als die beiden weiteren Bedienelemente nicht leicht hervorgehoben. Dies hat zur Folge, dass man schnell einmal daneben greift und die Bedienung somit nicht ganz so gut gelöst ist.
Hält man die Taste für ca. 2 Sekunden gedrückt, so wird der virtuelle 7.1 Surround Sound aktiviert bzw. deaktiviert.
Betätigt man die Taste nur kurz, so kann man die Beleuchtung umschalten. An dieser Stelle greift Trust leider nicht auf das volle Potenzial der verbauten LEDs zurück. Anders als wir es von den meisten Gaming-Headsets mit integrierter RGB-Beleuchtung her kennen, bietet einem das GXT 490 FAYZO nicht die Möglichkeit eine beliebige Beleuchtungsfarbe zu wählen, oder aus unterschiedlichen Effekten den zur Systembeleuchtung passenden Effekt zu wählen, sondern man kann lediglich aus drei vordefinierten Farbkombinationen wählen oder die Beleuchtung vollständig ausschalten.

vid

 

Ton und Klangqualität:

Das GXT 490 FAYZO Gaming Headset haben wir in unserem Test in verschiedenen Lebenslagen getestet. Neben dem normalen Musikhören und führen von Gesprächen haben wir das Headset auch bei dem ein oder anderen Game sowie beim betrachten von Filmen getestet.
Anders als es bei vielen Gaming-Headsets der Fall ist, zeigt sich das GXT 490 FAYZO nicht mit einem dominierenden Tiefton, sondern bei einer normalen bis mittleren Lautstärke mit einem recht wohlklingend abgestimmten Klangbild. Sobald man die Lautstärke jedoch auf über 50 % anhebt, so tritt auch bei dem GXT 490 FAYZO der Tiefton immer mehr in den Vordergrund.
Wo Explosionen durch den bei einer erhöhten Lautstärke hervorgehobenen Tiefton kräftiger wiedergegeben werden, kann man durch die in den Schatten gerückten Höhen und Mitten nicht nur gewisse Details wie leise Schritte nicht mehr so gut wahrnehmen, sondern auch Lieder, bei denen es auf Details und klare Höhen ankommt, werden nicht mehr so wohlklingend als bei einer normalen Lautstärke wiedergegeben.
Speziell für Gamer hat Trust das Headset mit einem virtuellen 7.1 Surround Sound ausgestattet, durch welchen man theoretisch wichtige Details schneller zuordnen kann. Aktiviert man diesen Klangmodus, so wird das von den beiden Treibern wiedergegebene Stereoklangbild deutlich in die Breite gezogen, wodurch man nicht nur das Gefühl hat, als wenn Schritte und Schüsse deutlich weiter entfernt sind, sondern auch der Gesang während der Musikwiedergabe hört sich so an, als wenn man auf einem Konzert weit von der Bühne entfernt steht. Im Vergleich zu anderen von uns getesteten Headsets, welche über ein solches Feature verfügt, schneidet das GXT 490 FAYZO bei aktiviertem Surround Sound deutlich schlechter ab.

 

Sprachqualität Mikrofon:

Natürlich haben wir bei unserem Test auch das Mikrofon nicht außen vor gelassen und haben das Headset somit in einigen Skype- und Teamspeaksitzungen getestet.
Mittels des sehr flexiblen Schwanenhalses lässt sich das Mikrofon relativ gut vor dem Mund des Nutzers positionieren und legt damit den Grundstein für eine gute Sprachqualität. Da der eingesetzte Schwanenhals im Vergleich zu ähnlich aufgebauten Modellen nicht ganz so starr ausfällt, knickt dieser bei einer versehentlichen Berührung recht schnell einmal ab, wodurch das Mikrofon dann nicht mehr richtig positioniert ist.
Ist das Mikrofon richtig posiotioniert, so kann es durch den aufgezogenen Pop-Schutz auch dann mit einer recht guten Sprachqualität überzeugen, wenn entsprechende Pop-Laute ausgesprochen wurden oder es zu störenden Windgeräuschen kam.

 

Tragekomfort:

Mit einem Gewicht von 290 g gehört das GXT 490 FAYZO zu den mittelschweren Gaming-Headsets auf dem Markt, womit das Headset mit einem Blick auf den Tragekomfort generell gut aufgestellt ist.
Trust verlässt sich jedoch nicht nur darauf, dass man das Headset durch das ausgewogene Gewicht nicht so stark auf dem Kopf spürt, sondern man hat das Headset für einen bestmöglichen Tragekomfort auch mit einer entsprechenden Polsterung ausgestattet.
Wo die Polsterung an den Ohrmuscheln ausreichend dick ausfällt, hätte die Polsterung am Kopfbügel aus unserer Sicht deutlich dicker ausfallen können. Dies betrifft vor allem die Randbereiche, in welche die Größenverstellung eingeschoben wird. In Kombination mit dem recht hohen Anpressdruck kann es je nach Kopfform sehr schnell zu unangenehmen Druckstellen kommen.
Wo die Polsterung am Kopfbügel nur mit einem Stoffbezug bezogen wurde, hat Trust die Polsterung der Ohrmuscheln mit einem mehrteiligen Bezug versehen. Hierbei sind die Außenseiten für eine bessere Abschirmung der Nebengeräusche aus Kunstleder und die Auflagefläche für eine bessere Luftzirkulation aus Stoff gefertigt.
Durch diesen Aufbau wird gerade an warmen Sommertagen die Gefahr gemindert, dass man unter den Ohrmuscheln schnell anfängt zu schwitzen. Der Nachteil an diesem Aufbau liegt jedoch darin, dass störende Nebengeräusche nicht ganz so gut wie bei vollständig mit Kunstleder bezogenen Polstern absorbiert werden.

 

Fazit:

Mit dem GXT 490 FAYZO hat Trust ein Gaming-Headset in sein Sortiment aufgenommen, welches sich in unserem Test nicht immer von seiner besten Seite gezeigt hat. Aufseiten der Verarbeitung hat Trust erfreulicherweise zum größten Teil auf recycelten Kunststoff zurückgegriffen und grenzt sich somit vor allem mit einem Blick auf die Nachhaltigkeit positiv von vielen anderen Herstellern ab. Wo die einzelnen Kunststoffelemente sauber miteinander kombiniert wurden, hat uns neben der Haptik des Bedienelements für die integrierte Beleuchtung sowie des virtuellen 7.1 Surround Sounds auch die recht dünne Polsterung am Kopfbügel nicht so gut gefallen. Auch wenn das Headset durch seine geradlinige Bauform grundlegend recht schlicht gestaltet wurde und somit auch unauffällig in einem Büro eingesetzt werden kann, spricht Trust durch die integrierte RGB-Beleuchtung auch Gamer an. Anders als wir es von vergleichbaren Modellen her kennen, begrenzt Trust dieses gerade für viele Gamer wichtige optische Detail auf drei unterschiedliche Farbkombinationen. Von der klanglichen Seite her können die verbauten 50-mm-Treiber bei einer normalen Lautstärke mit einem erfreulich angenehm abgestimmten Klangbild überzeugen. Sobald die Lautstärke jedoch angehoben wird, treten die Tiefen deutlich in den Vordergrund, wodurch das gesamte Klangbild nicht mehr so klar und detailliert klingt. Das ein Headset, welches wie das GXT 490 FAYZO lediglich mit zwei Treibereinheiten ausgestattet ist, mittels eines virtuellen Surround Sounds nicht an den Klang eines echten Surround Sound herankommt ist in der Zwischenzeit fast jedem Nutzer bekannt. Im Vergleich zu anderen Modellen, bei denen die virtuelle 7.1 Funktion einen wenigstens etwas besser erahnen lässt, aus welcher Richtung z. B. die zu hörenden Schritte kommen, wird bei dem GXT 490 FAYZO durch die virtuelle 7.1 Funktion eine künstlich breitere Bühne geschaffen, was dazu führt, dass die Richtung, aus welcher wichtige Details kommen schlechter zuordnen lassen. Was den gebotenen Tragekomfort angeht, ist das GXT 490 FAYZO Gaming-Headset mit seinem angenehmen Gewicht sowie der angenehm weichen und zudem atmungsaktiven Polsterung an den Ohrmuscheln grundlegend gut aufgestellt. Hat man eine etwas breitere Kopfform, so kommt es durch die flache Polsterung im Bereich der Größenverstellung jedoch leider schnell zu unangenehmen Druckstellen, wodurch der Tragekomfort gerade bei einer längeren Tragezeit deutlich verschlechtert wird. Preislich liegt das GXT 490 FAYZO Gaming-Headset aktuell bei knapp 50 € 🛒.

Wir danken Trust für die Bereitstellung des Testmusters.

Trust - GXT 490 FAYZO virtual 7.1 Gaming-Headset

7.3

Tragekomfort

6.5/10

Tonqualität Wiedrgabe

7.0/10

Tonqualität Mikrofon

8.5/10

Verarbeitung

7.5/10

Kompatibilität

7.0/10

Preis

7.0/10

Pro

  • Teilweise aus recycelten Materialen gefertigt
  • Angenehme Polsterung an den Ohrmuscheln
  • Klangqualität bei normaler Lautstärke

Contra

  • Schlechter virtueller Surround Sound
  • Haptik des Multifunktionsbedienelement
  • Sehr dünne Polsterung am Kopfbügel
  • Wenige Beleuchtungseffekte und keine frei einstellbaren Beleuchtungsfarben
  • (Kompatibilität zu analogen Zuspielern)