LYNK+ zeigt auf der Gamescom 2026 modulare Wasserkühlung für die nächste PC-Generation

LYNK+ präsentiert auf der Gamescom sein modulares Flüssigkühlungs-Ökosystem und zeigt, wie sich leistungsstarke Gaming-PCs mit einem flexiblen All-in-One-System kühlen lassen. Im Mittelpunkt stehen neue GPU-Kühler für die GeForce RTX 5090 und RTX 5080, verschiedene Radiator-Module sowie ein kommender CPU-Kühler mit integriertem Quick Connect.

Das Konzept von LYNK+ soll die Vorteile einer Custom-Wasserkühlung mit der unkomplizierten Handhabung einer klassischen All-in-One-Kühlung verbinden. Sämtliche Komponenten sind bereits mit Kühlflüssigkeit befüllt und werden über einen tropffreien Quick Connect miteinander verbunden.

Custom-Wasserkühlung ohne Entleeren und Befüllen

Das Herzstück des Systems ist die modulare Architektur. Ein LYNK+-Kühlkreislauf besteht mindestens aus einem Radiator- und einem Cooler-Modul und kann anschließend um weitere Komponenten erweitert werden.

Der Quick Connect benötigt lediglich eine Schraube zum Verbinden oder Trennen der Module. Dabei sollen die Anschlüsse verhindern, dass beim Wechsel der Komponenten Kühlflüssigkeit austritt. Das macht insbesondere den Austausch einer Grafikkarte deutlich einfacher als bei einer klassischen Custom-Wasserkühlung.

Der entscheidende Vorteil des Konzepts: Der Radiator kann weiterverwendet werden, wenn später beispielsweise eine neue Grafikkarte angeschafft wird. Statt die komplette Wasserkühlung auszutauschen, soll lediglich das passende Cooler- beziehungsweise Plate-Kit gewechselt werden.

RTX 5090 mit bis zu 600 Watt unter Wasser

Wie leistungsfähig das Konzept ist, demonstriert LYNK+ mit der GeForce RTX 5090. In einem offenen Testaufbau wurde eine RTX 5090 mit einer Leistungsaufnahme von 600 Watt betrieben.

Unter diesen Bedingungen erreichte die GPU mit LYNK+-Kühlung eine Temperatur von 53,7 °C, während die Vergleichsmessung mit Luftkühlung bei 80,8 °C lag. Gleichzeitig sank die gemessene Lautstärke von 36,2 auf 30,4 dBA.

Damit soll die modulare Wasserkühlung unter den angegebenen Testbedingungen eine rund 25 °C niedrigere GPU-Temperatur bei gleichzeitig rund 6 dBA weniger Geräuschentwicklung ermöglichen. LYNK+ weist darauf hin, dass die Ergebnisse abhängig von Gehäuse, Umgebungstemperatur und Systemkonfiguration ausfallen können.

Full-Cover-Kühler für die Grafikkarte

Die GPU-Cooler von LYNK+ setzen auf eine Full-Cover-Konstruktion, bei der das Wasser direkt über die relevanten Komponenten der Grafikkarte geführt wird. Dadurch soll nicht nur die GPU selbst, sondern auch die übrige leistungsrelevante Elektronik effektiv gekühlt werden.

Eine Kupfer-Kühlplatte mit hoher Lamellendichte soll für eine effiziente Wärmeübertragung sorgen. Die Kühler sind außerdem so ausgelegt, dass sie mit unterschiedlichen Grafikkarten-PCBs eingesetzt werden können.

Für die RTX 5090 bietet LYNK+ entsprechende Plate Kits an. Aktuell werden unter anderem Varianten für unterschiedliche PCB-Designs angeboten, darunter Lösungen für ZOTAC- und PALIT-Modelle sowie eine Referenzvariante.

Ein entsprechendes Cooler-Modul für die RTX 5080 ist ebenfalls Bestandteil des Portfolios.

Neue Radiator-Module mit integrierter Pumpe

Zur Gamescom erweitert LYNK+ das System außerdem um neue Radiator-Module. Die 360 Core Slim und 240 Core Slim kombinieren Radiator und Pumpe in einer vormontierten Einheit und werden bereits mit Kühlflüssigkeit befüllt ausgeliefert.

Die Pumpe ist auf einen besonders leisen und langlebigen Betrieb ausgelegt. LYNK+ gibt eine Lebensdauer von mehr als 50.000 Stunden MTTF an. Ein integrierter PWM-Anschluss ermöglicht zudem eine automatische Abstimmung von Lüfter- und Pumpendrehzahl.

Beide Radiator-Module lassen sich über den Quick Connect mit den übrigen Komponenten des Systems verbinden.

Der 360 Core Slim ist bereits bestellbar, während das 240 Core Slim für das vierte Quartal 2026 vorgesehen ist.

CPU-Kühler kommt im vierten Quartal

Besonders interessant für zukünftige Komplettsysteme ist ein neuer LYNK+ CPU Cooler, den das Unternehmen auf der Gamescom als kommende Erweiterung zeigt.

Der Kühler soll direkt in das modulare System integriert werden und ebenfalls über den Quick Connect verfügen. Dadurch kann ein gemeinsamer Kühlkreislauf für CPU und GPU aufgebaut werden.

Der CPU-Kühler wird vorgefüllt ausgeliefert und soll dadurch ohne aufwendige Befüllung oder Entlüftung installiert werden können. Unterstützt werden die Sockel AMD AM4, AMD AM5, Intel LGA1700 und Intel LGA1851.

Für die Optik ist eine magnetische Abdeckung mit anpassbarer A-RGB-Beleuchtung vorgesehen.

Der Marktstart des CPU-Kühlers ist für das vierte Quartal 2026 geplant.

Entwickelt für langfristige Upgrades

LYNK+ verfolgt mit dem modularen Konzept einen Ansatz, der sich deutlich von klassischen AIO-Wasserkühlungen unterscheidet. Statt die komplette Kühlung nach einigen Jahren auszutauschen, sollen einzelne Komponenten weiterverwendet und lediglich an neue Hardware angepasst werden.

Das System ist laut LYNK+ für mindestens fünf Jahre Dauerbetrieb ausgelegt, ohne dass Kühlflüssigkeit nachgefüllt werden muss. Speziell entwickelte Schläuche mit geringer Diffusion sollen dazu beitragen, die Kühlflüssigkeit langfristig im System zu halten.

Ein integriertes Reservoir soll außerdem verhindern, dass sich über die Jahre in das System gelangte Luft an kritischen Stellen wie der Pumpe sammelt. Dabei soll die Konstruktion unabhängig von der Einbaurichtung von Grafikkarte und Radiator funktionieren.

Auch für kompakte Gaming-PCs geeignet

Trotz der hohen Kühlleistung richtet sich das System nicht ausschließlich an große High-End-Rechner. Die GPU-Kühler sind als 2-Slot-Lösung ausgelegt und orientieren sich damit an den Abmessungsvorgaben für kompakte NVIDIA-SFF-Systeme.

Dadurch soll sich die modulare Wasserkühlung auch in leistungsstarken, aber vergleichsweise kompakten Gaming-PCs einsetzen lassen.

Gamescom als Blick auf die Zukunft der Plattform

Auf der Gamescom 2026 zeigt LYNK+ damit nicht nur einzelne Wasserkühler, sondern ein gesamtes modulares Ökosystem. Von der RTX-5090-Kühlung über unterschiedliche Radiatoren bis hin zum kommenden CPU-Modul lassen sich die Komponenten zu einem gemeinsamen Kreislauf kombinieren.

Besonders interessant ist dabei die Möglichkeit, die Kühlung bei einem Hardware-Upgrade weiterzuverwenden. Wer beispielsweise von einer RTX 5090 auf eine zukünftige Grafikkarte wechselt, soll nicht zwangsläufig den gesamten Kühlkreislauf ersetzen müssen.

Damit positioniert LYNK+ sein System als Alternative zwischen klassischer AIO und individuell aufgebauter Custom-Wasserkühlung: Die Leistung und Erweiterbarkeit eines modularen Kreislaufs sollen mit der einfachen Installation einer vorgefüllten All-in-One-Lösung kombiniert werden.