CES 2025: Siemens und NVIDIA erweitern ihre Partnerschaft zum Aufbau des industriellen KI-Betriebssystems

Siemens und NVIDIA gaben heute eine bedeutende Erweiterung ihrer strategischen Partnerschaft bekannt, um künstliche Intelligenz in die Praxis umzusetzen. Gemeinsam wollen die Unternehmen industrielle und physische KI-Lösungen entwickeln, die KI-gestützte Innovationen in alle Branchen und industriellen Arbeitsabläufe bringen und die jeweiligen Geschäftsprozesse beschleunigen.

Zur Unterstützung der Entwicklung wird NVIDIA KI-Infrastruktur, Simulationsbibliotheken, Modelle, Frameworks und Blaupausen bereitstellen, während Siemens Hunderte von Experten für industrielle KI sowie führende Hardware und Software zur Verfügung stellen wird.

„Gemeinsam entwickeln wir das Betriebssystem für industrielle KI – und definieren damit neu, wie die physische Welt gestaltet, gebaut und betrieben wird –, um KI zu skalieren und einen echten Mehrwert zu schaffen“, sagte Roland Busch, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG. „Durch die Kombination von NVIDIAs führender Expertise im Bereich beschleunigtes Rechnen und KI-Plattformen mit Siemens’ führender Hardware, Software, industrieller KI und Daten ermöglichen wir unseren Kunden, Produkte schneller mit den umfassendsten digitalen Zwillingen zu entwickeln, die Produktion in Echtzeit anzupassen und Technologien von Chips bis hin zu KI-Fabriken zu beschleunigen.“

„Generative KI und beschleunigtes Rechnen haben eine neue industrielle Revolution ausgelöst und digitale Zwillinge von passiven Simulationen in die aktive Intelligenz der physischen Welt verwandelt“, sagte Jensen Huang, Gründer und CEO von NVIDIA. „Unsere Partnerschaft mit Siemens verbindet die weltweit führende Industriesoftware mit NVIDIAs umfassender KI-Plattform, um die Lücke zwischen Ideen und Realität zu schließen. So können Unternehmen komplexe Systeme in Software simulieren und sie anschließend nahtlos in der physischen Welt automatisieren und betreiben.“

Siemens und NVIDIA werden gemeinsam KI-gestützte Industrielösungen
für den gesamten Produkt- und Produktionslebenszyklus entwickeln, um schnellere Innovationen, kontinuierliche Optimierung und eine widerstandsfähigere, nachhaltigere Fertigung zu ermöglichen. Ziel der Unternehmen ist der Aufbau der weltweit ersten vollständig KI-gesteuerten, adaptiven Produktionsstätten. Den Anfang macht 2026 das Siemens Electronics Werk in Erlangen, das als erstes Modell dienen soll.

Mithilfe eines „KI-Gehirns“, das auf softwaredefinierter Automatisierungs- und Industriebetriebssoftware basiert und mit den NVIDIA Omniverse™-Bibliotheken und der NVIDIA KI-Infrastruktur kombiniert wird, können Fabriken ihre digitalen Zwillinge kontinuierlich analysieren, Verbesserungen virtuell testen und validierte Erkenntnisse in betriebliche Änderungen in der Fertigung umsetzen.

Dies ermöglicht schnellere und zuverlässigere Entscheidungen von der Konzeption bis zur Implementierung – was die Produktivität steigert und gleichzeitig Inbetriebnahmezeit und -risiko reduziert. Die Unternehmen streben an, diese Fähigkeiten in wichtigen Branchen auszuweiten, und mehrere Kunden, darunter Foxconn, HD Hyundai  die KION Group und PepsiCo, evaluieren bereits einige der Funktionen.

Durch die Erweiterung der Partnerschaft vervollständigt Siemens die GPU-Beschleunigung für sein gesamtes Simulationsportfolio und erweitert die Unterstützung für NVIDIA CUDA-X™-Bibliotheken und KI-Physikmodelle. Kunden können so größere und präzisere Simulationen schneller durchführen. Darauf aufbauend werden die Unternehmen mithilfe von NVIDIA PhysicsNeMo™ und offenen Modellen die generative Simulation vorantreiben, um autonome digitale Zwillinge bereitzustellen, die Echtzeit-Engineering-Design und autonome Optimierung ermöglichen.  

Fortschritte bei der Entwicklung von EDA-Lösungen für beschleunigtes Rechnen:
Durch die Anwendung industrieller KI-Logik auf Halbleiter und KI-Fabriken beschleunigen Siemens und NVIDIA die KI-Revolution. Ausgehend vom Halbleiterdesign und aufbauend auf NVIDIAs umfassender Nutzung von Siemens-Tools integriert Siemens die NVIDIA CUDA-X-Bibliotheken, PhysicsNeMo und GPU-Beschleunigung in sein EDA-Portfolio. Der Fokus liegt dabei auf Verifikation, Layout und Prozessoptimierung – mit dem Ziel, 2- bis 10-fache Beschleunigungen in wichtigen Arbeitsabläufen zu erzielen.

Die Partnerschaft wird zudem KI-gestützte Funktionen wie Layout-Anleitung, Debugging-Unterstützung und Schaltungsoptimierung einführen, um die Produktivität der Entwicklung zu steigern und gleichzeitig strenge Fertigungsanforderungen zu erfüllen. Gemeinsam werden diese Funktionen KI-basierte Systeme für Design, Verifikation, Fertigungsoptimierung und digitale Zwillinge weiterentwickeln, um Entwicklungszyklen zu verkürzen, die Ausbeute zu verbessern und zuverlässigere Ergebnisse zu erzielen.

Entwicklung der nächsten Generation von KI-Fabriken
Siemens und NVIDIA werden gemeinsam einen wiederholbaren Entwurf für KI-Fabriken der nächsten Generation entwickeln – und damit die industrielle KI-Revolution beschleunigen und die Grundlage für ihre KI-beschleunigten Industrieportfolios schaffen.

Dieser Entwurf wird die Anforderungen der nächsten Generation von Hochleistungsrechnern an Leistung, Kühlung und Automatisierung in Einklang bringen und gleichzeitig sicherstellen, dass die Technologien sowohl auf Geschwindigkeit als auch auf Effizienz ausgelegt sind – und so den gesamten Lebenszyklus von der Planung und dem Design bis hin zur Bereitstellung und dem Betrieb optimieren.

Die gemeinsame Initiative verbindet NVIDIAs Roadmap für KI-Plattformen, Expertise im Bereich KI-Infrastruktur, Partnernetzwerk und die beschleunigte Leistungsfähigkeit der NVIDIA Omniverse-Bibliothek für Simulationen mit Siemens’ Stärken in den Bereichen Energieinfrastruktur, Elektrifizierung, Netzintegration, Automatisierung und digitale Zwillinge. Gemeinsam wollen die Unternehmen die Implementierung beschleunigen, die Energieeffizienz steigern und die Resilienz industrieller KI-Infrastrukturen weltweit verbessern.

Optimierung der Betriebsabläufe durch gemeinsame Innovation:
Siemens und NVIDIA wollen ihre Betriebsabläufe und Portfolios gegenseitig beschleunigen, indem sie Technologien zunächst auf ihren eigenen Systemen implementieren, bevor sie diese branchenübergreifend skalieren. NVIDIA wird die Angebote von Siemens analysieren, um die eigenen Betriebsabläufe und Angebote zu optimieren, und Siemens wird seine eigenen Workloads analysieren und mit NVIDIA zusammenarbeiten, um diese zu beschleunigen und KI in das Kundenportfolio von Siemens zu integrieren. Durch die gegenseitige Beschleunigung und die Verbesserung ihrer eigenen Systeme schaffen Siemens und NVIDIA konkrete Beweise für Wertschöpfung und Skalierbarkeit für ihre Kunden.