Mit dem Linus Smart Lock L2 Lite haben wir heute ein zur IFA 2025 vorgestelltes Smart Lock des bekannten Haussicherheitssystemhersteller Yale im Test, welches ein smartes und komfortables Verschließen und Öffnen der eigenen Haustür zu einem vergleichsweise geringen Preis bieten soll.

Welche Details in dem Linus Smart Lock L2 Lite stecken und wie sich das smarte Türschloss mit Matter-Unterstützung von Yale in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.
Technische Details:
| Abmessungen: | 60 x 74 mm |
| Stromversorgung: | 3 x CR123A |
| Batterielaufzeit: | Bis zu 6 Monate |
| Verbindung: | Bluetooth 5.4 Matter over Thread |
| Farbe: | Silber / Schwarz |
| Kompatibilität: | Amazon Alexa Google Assistant Siri Apple Home Samsung SmartThings |
| Sperrmodi: | Aufsperren Zusperren Tür öffnen Auto Lock Auto Unlock |
| Bedienung: | Taste am Schloss Smartphone App |
| Sicherheit: | 2-Faktor-Authentifizierung AES-128-Verschlüsselung |
Lieferumfang:
- Linus Smart Lock L2 Lite
- Montageplatte
- Garantiehinweis
- 3 x CR123A Batterie
- Inbus-Schlüssel
- Klebepad

Design und Verarbeitung:
Das Linus Smart Lock L2 Lite wird von Yale in einer neutralen Verpackung geliefert, welche mit einer hellen Banderole versehen wurde. Wo die Banderole auf der Vorderseite neben der Modellbezeichnung und einem Produktbild auch mit einem Hinweis auf die Kompatibilität zu anderen Smart Home Systemen bedruckt wurde, findet man auf der linken Seite einen Hinweis auf den Lieferumfang vor.

Die Rückseite sowie die rechte Seite der Banderole wurden mit Hinweisen auf die wichtigsten Features und Funktionen bedruckt, welche jedoch nicht alle ohne optionales Zubehör im Auslieferungszustand nutzbar sind.
Entnimmt man das Linus Smart Lock L2 Lite aus der Verpackung, so hat man ein Smart Lock vor sich liegen, welches einen gerade in der von uns für diesen Test herangezogenen silbernen Version optisch gleich an das schon etwas länger erhältliche Smart Lock Ultra von Nuki erinnert.

Die Ähnlichkeit zu diesem Smart Lock liegt neben der ähnlichen Farbgebung auch noch in der Bauform. Abseits dieser Eigenschaften unterscheiden sich die beiden Smart Locks jedoch merklich, was auch zu einer entsprechend hohen Preisdifferenz beider Modelle führt.
Yale setzt bei dem Linus Smart Lock L2 Lite somit ebenfalls auf ein zylinderförmiges Gehäuse, welches zum Großteil aus Kunststoff gefertigt wurde.
Yale bietet das Linus Smart Lock L2 Lite hierbei in zwei unterschiedlichen Farbgebungen an. Neben der von uns in diesem Test herangezogenen Variante, in welcher der Gehäusedeckel silberfarbenen lackiert wurde, gibt es auch noch eine Version, bei welchem der aufgesteckte Gehäusedeckel aus schwarzem Kunststoff gefertigt wurde.
Der aufgesteckte Gehäusedeckel wurde zur besseren Haptik während des manuellen Auf- und Zusperren der Haustür mit einer feinen Struktur versehen, bei welcher Yale auf kleine und aus dem Gehäuse herausstehenden “Y” setzt.

In die Vorderseite des Drehknaufs, mittels welchem sich der Schließzylinder manuell drehen lässt, wurde ein passend zur Gehäusefarbe gehaltener Taster eingearbeitet. Schaut man sich den von einem leicht transluzenten und auf der Innenseite mit Status-LEDs ausgestattete Taster einmal genauer an, so ist zu erkennen, dass dieser leicht zu einer Seite hin geneigt montiert wurde.

Wo sich diese kleine Schieflage etwas negativ auf die Optik auswirkt, wirkt sich diese Eigenschaft nicht negativ auf den Druckpunkt sowie die Bedienung aus.
Am Übergang zur Basis, welche die verbaute Technik sowie Mechanik miteinander verbindet und zudem auch den aufgesteckten Gehäusedeckel arretiert, findet man einen kleinen Hebel vor, mittels welchem man die Arretierung des Gehäusedeckels lösen kann.

Der Basisring selbst ist aus dunkelgrauem Kunststoff gefertigt und wurde auf einer Seite mit dem Yale Logo bedruckt.
Mit einem Blick auf die Rückseite des Linus Smart Lock L2 Lite wird ein Blick auf die Schlüsselaufnahme sowie einem Teil des Getriebes frei.

Wo Yale bei dem Gehäuse vollständig auf Kunststoff setzt, kommt bei der Schlüsselaufnahme sowie auch der Mechanik durchweg Metall zum Einsatz, was mit einem Blick auf die Langlebigkeit sehr erfreulich ist.
Neben diesen Elementen wurde der Basisring auf seiner Unterseite auch noch mit einer Arretierungsnase sowie einem fest mit dem Basisring verbundenen Schraube ausgestattet, mittels welcher das Smart Lock an der Montageplatte fixiert wird.
Oberhalb des Basisrings hat Yale das Linus Smart Lock L2 Lite mit einem innenliegenden, schwarzen Kunststoffgehäuse ausgestattet, welches zugleich auch als Batteriefach dient und drei CR123A Batterien aufnimmt.

Die Oberseite dieses Gehäuse wurde dabei nicht nur mit einem eingeprägten Hinweis auf die Montagerichtung der Batterien versehen, sondern auch mit einem Aufkleber, welcher neben der Seriennummer auch mit einem Barcode zur Kopplung mit der Yale Home App bedruckt wurde.

Die Ansteuerung des seitens Yale eingesetzten Stellmotors erfolgt über einen integrierten Prozessor, welcher mit einer Bluetooth-Schnittstelle zur Kommunikation kombiniert wurde. Zwar verfügt das Linus Smart Lock L2 Lite nicht über eine integrierte WLAN-Schnittstelle, dafür kann das Smart Lock jedoch per Thread mit einer kompatiblen Matter-Zentrale verbunden werden.
Um einen ungewollten Zugriff auf die übermittelten Daten zu verhindern, werden diese mittels einer AES-128-Verschlüsselung versehen.
Zur Montage an der heimischen Haustür liegt dem Lieferumfang eine aus Metall gefertigte Montageplatte bei, welche farblich passend zum Basisring ausgeführt wurde.

Wo die Montageplatte auf der linken und rechten Seite mit Aussparungen für die Befestigung am Basisring ausgestattet wurde, hat Yale die Montageplatte mittig mit einer Aufnahme ausgestattet, welche es erlaubt, die Montageplatte auf einen aus der Tür hervorstehenden Schließzylinder aufstecken und festspannen zu können.

Was die Verarbeitung angeht, wurde das von uns in diesem Test herangezogene Smart Lock bis auf den nicht zentriert sitzenden Taster optisch ansprechend ausgeführt, wodurch es sich in der von uns gewählten Farbgebung gut mit silbernen Türgriffen kombinieren lässt.
Abseits des leicht schiefen Tasters mussten wir in unserem Test jedoch feststellen, dass das Smart Lock im montierten Zustand selbst auch etwas schief hängt. Dies liegt nicht daran, dass das Smart Lock nicht richtig auf dem Schließzylinder fixiert ist, sondern daran, dass das innere Gehäuse so mit dem Basisring verbunden ist, dass sich das komplette Innenleben bei den Schließvorgängen mitdreht. Durch den kleinen Spalt, welchen es zwischen dem Basisring und dem aufgesteckten Gehäuse gibt, neigt sich das Smart Lock durch sein Eigengewicht immer etwas nach unten. Entsprechend wackelt der Drehknopf auch jedes Mal etwas, hin und her, sobald man das Smart Lock manuell öffnet. Genau bei solchen manuellen Schließvorgängen, bei welchen kein Motorgeräusch zu vernehmen ist, konnte man genau dann, wenn dich das von der Unterseite aus sichtbare Zahnrad im Bereich der Montageschraube für die Montageplatte befindet, ein leichtes metallisches Kratzen vernehmen. Hin und wieder kam es zudem dazu, dass das Smart Lock bei manuellen sowie auch motorisierten Schließvorgängen genau dann, wenn sich das Zahnrad in diesem Bereich befand, blockierte und leicht zurückgedreht werden musste, damit der gewünschte Schließvorgang abgeschlossen werden konnte.
Montage und Einrichtung:
Bevor man die Kopplung des Linus Smart Lock L2 Lite starten kann, muss man sich im ersten Schritt die Yale Home App aus dem jeweiligen App-Stroe herunterladen.
Sobald man die Yale Home APP erstmalig öffnet, wird man gleich gefragt, ob man Daten zur kontinuierlichen Verbesserung an Yale übermitteln möchte oder nicht.

Nachdem man dieser Datenerhebung wahlweise zugestimmt oder nicht zugestimmt hat, kann man sich im nächsten Schritt entweder in ein vorhandenes Yale-Konto einloggen, oder ein neues Konto erstellen.

Bevor man die hierzu notwendigen Daten in die App eingeben kann, bedarf es jedoch der nächsten Zustimmung, welche die Datenschutzbestimmungen betrifft.

Zur Erstellung eines Yale Kontos ist lediglich die Eingabe einer E-Mail-Adresse sowie eines Passwortes notwendig. Zur Verifizierung der angegebenen Mailadresse bekommt man einen sechsstelligen Code zugesendet, welchen man im nächsten Schritt in die App eingeben muss.

Auch wenn zur Nutzung der Yale Home App grundlegend keine Angabe eines Namens benötigt wird, kann man diesen im nächsten Schritt eingeben, oder die entsprechende Anfrage überspringen.

Bevor man einen Zugriff auf die Startseite der App erhält, muss man der App anschließend die Berechtigung geben, auf in der Nähe befindliche Geräte zugreifen zu können.

Yale legt nicht nur bei der Datenübertragung zwischen dem genutzten Smartphone und dem Smart Lock großen Wert auf die Sicherheit, sondern auch bei der Nutzung der Yale App selbst. Entsprechend ploppt als Nächstes eine Aufforderung auf, welche den Nutzer dazu bewegen möchte eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) einzurichten.

Zwar lässt sich diese Anfrage überspringen, jedoch sollte man der Aufforderung am besten gleich nachkommen, denn diese erscheint ansonsten bei jeden Start der App erneut.
Damit man von der Yale Home App bei eintretenden Ereignissen benachrichtigt werden darf, benötigt es im nächsten Schritt einer entsprechenden Zustimmung.

Sobald diese Zustimmung gegeben wurde, landet man auf der Startseite der Yale Home App. Über eine hier zu findende Schaltfläche kann man die Kopplung des Linus Smart Lock L2 Lite starten.

Um das Smart Lock mit der Yale Home App koppeln zu können muss zwingend die Seriennummer des Smart Locks eingegeben werden. Da dies durch das Abfotografieren des aufgedruckten Smart Locks schneller geht, als die Seriennummer abzutippen, wird man im nächsten Schritt erneut um die Erteilung einer Berechtigung gebeten.

Da dies nicht das letzte Mal ist, wo die Yale Home App den Nutzer nach einer einzelnen Berechtigung fragt, hätten wir es besser gefunden, wenn Yale diese Abfragen auf einen einzelnen Abschnitt konzentriert hätte, was die Einrichtung und Nutzung etwas beschleunigen würde.

Sobald man den aufgedruckten Barcode mittels der App gescannt oder die daneben zu findende Seriennummer manuell eingegeben hat, wird einem das vorhandene Smart Lock inkl. der entsprechenden Seriennummer in der Yale Home App angezeigt.

Wie wir es auch von anderen Smart Locks her kennen, werden einem in den nächsten Einrichtungsschritten Fragen zu dem eingesetzten Schließzylinder sowie dem an der Tür montierten Türgriff gestellt.
Passen die Gegebenheiten der vorhandenen Tür zum Linus Smart Lock L2 Lite, so ist die Hardwarebestimmung im Anschluss positiv abgeschlossen und man kann mit der Einrichtung bzw. Montage fortfahren.
Bevor man das Smart Lock montieren kann, muss man nun noch prüfen, ob der eingesetzte Schlüssel zwischen 2 und 7 mm dick ist und nicht mehr als 45 mm aus dem Schließzylinder heraussteht.
Sind diese Voraussetzungen erfüllt, so kann man mit der Montage der Montageplatte beginnen. Wenn der Schließzylinder mindestens 3 mm aus der Tür heraussteht, so wird die Montageplatte mittels der Klemmschraube an dem Schließzylinder befestigt. Sollte der Schließzylinder nicht so weit aus der Tür hervorstehen, so muss die Montageplatte mittels des mitgelieferten Klebepads erfolgen.

Sobald man die Montageplatte an der Innenseite seiner Haustür befestigt hat, muss man im nächsten Schritt das Smart Lock auf die Montageplatte aufstecken und mittels der am Smart Lock vorinstallierten Schraube an dieser fixieren.
Bevor man das Smart Lock mit Strom versorgt, muss man nun prüfen, ob man die Tür manuell aufzusperren kann. Dies sollte man im ersten Versuch bei geöffneter Tür und im Nachgang erst bei geschlossener Tür versuchen.

Funktioniert der Schließvorgang, so wie gewünscht, so kann man die aufgesteckte Gehäuseabdeckung abnehmen und die mitgelieferten Batterien einsetzen.
Klickt man anschließend auf die Schaltfläche “Fertig” gelangt man nicht automatisch zum nächsten Schritt, sondern obwohl die Yale Home App an dieser Stelle wissen sollte, dass man den Installationsprozess gerade durchgespielt hat, wird man erneut gefragt, ob man die gerade durchgearbeitete Anleitung öffnen will, oder ob das Gerät bereits installiert ist.

Wählt man an dieser Stelle aus, dass das Smart Lock bereits installiert ist, gelangt man zum eigentlichen Einrichtungsprozess, bei welchem man darauf hingewiesen wird, dass man sich während des Prozesses in der Nähe des Smart Locks aufhalten soll und sicherstellen soll, dass die Batterien richtig eingelegt sind.

Mit dem Beginn der Einrichtung sucht die Yale Home App im Anschluss nach dem eingesetzten Smart Lock.

Sobald die App das eingesetzte Smart Lock erkannt hat, sucht die Yale Home App automatisch nach Updates und installiert diese im Anschluss. Obwohl sich das in unserem Test eingesetzte Smartphone in unmittelbarer Nähe zum Linus Smart Lock L2 Lite befand und über eine schnelle WiFi 7 Verbindung mit dem Internet verbunden war, brauchte dieser Prozess mit 13 Minuten recht lange.
Im Anschluss an die aufgespielten Firmwareupdates ist eine Kalibrierung des Smart Locks notwenidig, damit dieses weiß, ob es sich zum Ab- und Aufschließen nach link bzw. nach rechts drehen muss und wie viele Umdrehungen für die jeweiligen Schließvorgänge notwendig sind.
Anders, als wir es von vielen anderen Smart Locks her kennt, müssen die zur Kalibrierung notwenidigen Schließvorgänge bei dem Linus Smart Lock L2 Lite manuell durchgeführt werden und werden nicht vom integrierten Motor übernommen.
Hat man die Kalibrierung abgeschlossen, geht die Yale Home App zu einem Einrichtungsschritt über, welchen wir anhand der technischen Details an dieser Stelle nicht erwartet hätten.
Denn obwohl das Linus Smart Lock L2 Lite nicht über eine integrierte WiFi-Schnittstelle verfügt, landet man dennoch in der WiFi-Einrichtung. Neben dem Umstand, das ein Teil der App an dieser Stelle nicht in Deutsch übersetzt wurde, lässt sich das Linus Smart Lock L2 Lite auch nur über eine optional erhältliche WiFi Bridge 🛒 mit dem eigenen WLAN verbinden.

Da wir das Smart Lock in unserem Test ohne eine entsprechende Bridge getestet haben, haben wir an dieser Stelle auf die Schaltfläche “Vorerst überspringen” getippt und die Yale Home App hatte prompt die nächste Überraschung für uns parat.
Denn obwohl wir gerade erst eine Kalibrierung des Smart Locks erfolgreich abgeschlossen hatten, wurden wir von der Yale Home App darauf hingewiesen, dass eine Kalibrierung des Smart Locks erforderlich ist. Diese erneute Kalibrierung hat den Einrichtungsprozess nach dem schon sehr langen Firmwareupdate nochmals in die Länge gezogen.

Nachdem die erneute Kalibrierung abgeschlossen war, war der nach aus unserer Sicht mit 31 Minuten zu lang dauernde Montage- und Einrichtungsprozess vollständig abgeschlossen und das Linus Smart Lock L2 Lite wurde mit seinem aktuellen Status auf der Startseite der Yale Home App angezeigt.

Mit einem Klick auf das hier angezeigte Smart Lock erscheint eine Auswahl der möglichen Aktionen, welche das Smart Lock im aktuellen Zustand ausführen kann. Ist die Tür z. B. geschlossen, aber nicht abgeschlossen, so kann man die Tür entweder abschließen oder auch öffnen, sodass sie aufspringt.

Das Linus Smart Lock L2 Lite bietet einem jedoch nicht nur die Möglichkeit, einen Schließvorgang über ein in Funkreichweite befindliches Smartphone auszuführen, sondern stellt einem auch ein paar nette Features zur Verfügung, welche man über die Einstellungen aktivieren oder an die eigenen Bedürfnisse anpassen kann.
Ruft man die Einstellungen auf, so findet man an oberster Stelle die Möglichkeit vor, die Bezeichnung des Smart Locks an die eigenen Bedürfnisse anpassen zu können.
Über den Abschnitt “Sicherheit” lässt sich einstellen, ob eingegebene Codes auf dem Smartphone Display ersichtlich sind oder nicht. Zudem lässt sich ein verifizierter Zutritt einstellen, bei dem es notwendig ist, sich per Fingerabdruck oder eines Passcodes zu authentifizieren, um einen Schließvorgang per Smartphone durchführen zu können.

Über das Einstellungsmenü lässt sich auch einstellen, ob die Status-LED sowie der integrierte Lautsprecher bei Schließaktionen auf den jeweiligen Status hinweisen sollen.
Wo diese Statusausgaben werksseitig aktiviert sind, sind automatische Benachrichtigungen trotz der während der Einrichtung erfolgten Abfrage auf eine entsprechende Berechtigung nicht voreingestellt.
Diese sogenannten “Smart Alerts” müssen vom Benutzer selbst eingerichtet werden.

Die einstellbaren Benachrichtigungen können für unterschiedliche Ereignisse eingestellt werden. Neben der Möglichkeit zu jeder Zeit Benachrichtigungen zu erhalten, kann man im ersten Schritt der Nachrichtenaktivierung auch eine bestimmte Uhrzeit einstellen, zu welcher Push-Nachrichten geschickt werden. Abseits dieser Informationen kann auch noch eingestellt werden, ob die Benachrichtigung bei manuell am Smart Lock ausgeführten oder mittels Smartphone ausgeführten Schließvorgängen erfolgen soll. Wird letzteres ausgewählt, kann man auch einstellen, dass nur zu bestimmten Nutzeraktivitäten Benachrichtigungen versendet werden.
Zutrittsberechtige Nutzer lassen sich über eine Schaltfläche im unteren Bereich der App-Startseite einladen. Die per E-Mail eingeladenen Nutzer müssen sich dann aus dem jeweiligen App-Store die Yale Home App herunterladen und ein Konto erstellen.
Wie wir es auch von anderen Smart Locks her kennen, bietet einem auch das Linus Smart Lock L2 Lite eine Auto-Lock- und Auto Unlock Funktion.

Durch die Auto Lock Funktion sperrt das smarte Türschloss nach einer voreingestellten Zeit im aufgesperrten Zustand die Tür automatisch zu und sorgt so für einen höheren Grad an Sicherheit.

Für einen besseren Komfort soll die Auto Unlock Funktion sorgen. Diese Funktion kann entweder so eingestellt werden, dass das Smart Lock die Tür zu einer bestimmten Uhrzeit an voreingestellten Tagen automatisch aufsperrt, oder die Tür bei Annäherung des Smartphones automatisch aufgesperrt wird.

Da bei der Auto Unlock Funktion auf die Standortdaten des genutzten Smartphones zugegriffen werden muss, bedarf es für die Funktion einer gesonderten Einstellung, bei welcher der Yale Home App weitere Berechtigungen erteilt werden müssen.
Eine wichtige Einstellung ist bei der Auto Unlock Funktion die Zeit, welche die Falle gehalten werden soll. Hier bedarf es in den meisten Fällen ein paar Schließversuche, bis man den optimalen Zeitraum herausgefunden hat, damit die Falle zu dem Zeitpunkt, wo man an der Haustür ankommt, nicht schon wieder losgelassen wurde und man die Tür doch manuell aufschließen oder das Smartphone zum erneuten Öffnen mittels des Smart Locks aus der Tasche nehmen muss.
Test:
Das Linus Smart Lock L2 Lite war während unseres Tests durchgehend an der Eingangstür unserer Redaktion montiert, wo es nicht wie in einem normalen Haushalt ein paar Sperrvorgänge pro Tag durchführen musste, sondern mit bis zu 50 Türöffnungen am Tag deutlich mehr zu tun hatte.
Dieser Umstand machte sich entsprechend auch beim Stromverbrauch bemerkbar.
Yale gibt bei dem Linus Smart Lock L2 Lite eine Batterielaufzeit von bis zu sechs Monaten an. Da Yale bei dem Linus Smart Lock L2 Lite auf CR123A Batterien setzt, welche nicht gerade jeder Nutzer auf Lager zu Hause liegen hat, sollte man ab und zu einen Blick auf die Restkapazität des Batteriestandes werfen, was in der Theorie über den Menüpunkt Geräteinformationen im Einstellungsmenü möglich ist. Während unseres Tests bekamen wir hier jedoch nur den Status “unbekannt” angezeigt und konnten somit über die Yale Home App den Batteriezustand nicht in Augenschein nehmen.

Während unseres Testzeitraums von ca. 1,5 Monaten ist der Batteriestand laut der SmartThings App, in welcher die Daten des per Matter verbundenen Smart Locks auslesbar waren, bei der recht intensiven Nutzung auf 47 % gesunken. Nutzt man das Smart Lock so intensiv wie in unserem Test, so ist von einer maximalen Batterielaufzeit von drei Monaten auszugehen.
Um allen Redakteuren einen einfachen Zugang zu ermöglichen, wurden hierzu gleich mehrere Einladungen versendet, wodurch jeder Redakteur mittels der Yale Home App während den vorgegebenen Zeiten Zutritt zur Redaktion erhielt. Wo man in das eigene Zuhause eingeladene Nutzer wieder entfernen und ihnen so die Zutrittsrechte entziehen kann, kann man nicht nur eine getroffene Entscheidung im Fall der Fälle einfach und schnell rückgängig machen, sondern auch ein abhanden gekommenen Smartphone eines eingeladenen Nutzers schnell aussperren und so für Sicherheit sorgen.
Etwas anders sieht es hingegen aus, wenn der Administrator selbst sein Smartphone verliert oder gestohlen bekommt. In diesem Fall muss man über eine spezielle Webseite sein Gerät als verloren markieren. Im Anschluss wird man von der Yale Home App abgemeldet und ein Zugang über die Yale App des abhanden gekommenen Smartphones ist nicht mehr möglich. Gekoppelte Drittanbieterdienste, welche ggf. auf dem abhanden gekommenen Smartphone laufen, sind jedoch weiterhin gekoppelt und würden auch ein Öffnen aus der Ferne heraus ermöglichen.
Wie man es auch von anderen smarten Türschlössern kennt, welche direkt auf dem Schließzylinder montiert werden, lässt sich die Tür, welche mit dem Linus Smart Lock L2 Lite ausgestattet ist, bei einer aktiven Bluetooth-Verbindung zum Smart Lock einfach nur auf- und zuschließen.
Eine Möglichkeit, das Linus Smart Lock L2 Lite direkt mit dem eigenen WLAN-Netzwerk verbinden zu können und so auch aus der Ferne Schließvorgänge vornehmen zu können, bietet einem Yale bei dem Linus Smart Lock L2 Lite nur dann, wenn man die optional erhältliche WLAN Bridge einsetzt.
Möchte man aus der Ferne auf das Smart Lock zugreifen, so steht einem entweder der Griff zu besagter Bridge frei, oder man kann das Linus Smart Lock L2 Lite dank der gebotenen Matter-Kompatibilität auch mit Smart Home Systemen von Drittanbietern koppeln.
Um ohne die optionale WiFi-Bridge während unseres Tests in den Genuss der Remotesteuerung zu kommen, haben wir das Linus Smart Lock L2 Lite in unserem Test mit einer SmartThings Zentrale von Aeotek gekoppelt.
Anders, als wir es von den bisher getesteten Matter-fähigen Smart Home Komponenten sowie den in unserer Redaktion befindlichen Matter-Komponenten her kennen, ist die Matter-Kopplung des Linus Smart Lock L2 Lite jedoch etwas umständlicher. Zwar kann man auch zur Kopplung des Linus Smart Lock L2 Lite einfach den aufgedruckten Barcode mit der SmartThings App abscannen, jedoch wird einem anschließend lediglich eine Yale Webseite innerhalb der SmartThings App angezeigt, welche einen darauf hinweist, dass die Kopplung über die Yale App erfolgen muss.

Startet man die Matter-Kopplung in der Yale App, so muss man im ersten Schritt einen Matter-Code kopieren.

Sobald man den Code kopiert hat und die Kopplung im nächsten Schritt gestartet hat, hat man 15 Minuten Zeit, um das Smart Lock mit der gewünschten Matter-Zentrale zu koppeln.
Im Falle unserer Aeotec Zentrale wurde das Smart Lock durch die Eingabe des kopierten Codes gleich erkannt und die Einrichtung unterschied sich anschließend nicht mehr von der Kopplung anderer Matter-fähiger Geräte.
Im Anschluss an die Kopplung konnten wir über die SmartThings App nicht nur den aktuellen Status des Linus Smart Lock L2 Lite abfragen, sondern das Smart Lock konnte auch aus der Ferne heraus auf- und zugeschlossen werden. Zudem war die eingesetzte Matter-Zentrale anders, als die Yale Home App selbst dazu in der Lage, den aktuellen Batteriestand auszulesen und in der SmartThings App anzuzeigen.

Will man die Tür von der Außenseite aus auf- oder zuschließen, so kann man entweder sein Smartphone aus der Tasche nehmen und den Schließvorgang manuell vornehmen oder aber auf die Auto Unlock bzw. Auto Lock Funktion zurückgreifen.
Hat man die Auto Lock Funktion aktiviert, schließt das Smart Lock die Tür nach der voreingestellten Zeit einfach von selbst zu und man muss sich um nichts kümmern, außer die Tür innerhalb des eingestellten Zeitraums richtig zu schließen. Sollte man die eigenen vier Wände jedoch mal hektisch verlassen und die Tür nicht richtig ins Schloss fallen, so kann das Linus Smart Lock L2 Lite den Nutzer aufgrund eines fehlenden Türsensors nicht über die nicht richtig geschlossene Tür informieren, sondern das Smart Lock führt den Schließvorgang bei der offen stehenden Tür aus.
Um seine Tür automatisch aufschließen zu lassen, muss man die Auto Unlock Funktion einrichten und aktivieren. Hierzu muss man der Yale Home App den Zugriff auf den aktuellen Standort erlauben. Der Aktivierungsradius ist hierbei fest auf 200 Meter eingestellt und kann nicht geändert werden. Yale nutzt zur genaueren Ortung jedoch auch die Information, ob sich das eingesetzte Smartphone schon in das eigene WLAN eingeloggt hat oder nicht.
Da das smarte Türschloss bei dieser Funktion jedoch nur über eine Bluetooth-Verbindung und nicht per Matter über die Internetverbindung angesprochen wird, öffnet sich die Tür erst, wenn man mit dem Smartphone in der Hand oder der Tasche unmittelbar vor der Tür steht und nicht schon zu dem Zeitpunkt, wenn man mit dem Auto in die Garage oder die Einfahrt fährt. In unserem Test mussten wir uns beim Erreichen der Haustür in der Regel eine knappe Sekunden gedulden, bis das Smart Lock mit der automatischen Öffnung begonnen hat. Hin und wieder kam es dennoch dazu, dass uns die Auto Unlock Funktion im Stich gelassen hat und wir vor verschlossener Tür standen, sodass wir die Tür manuell über das Smartphone oder einen Schlüssel öffnen mussten.
Sollte man das Linus Smart Lock L2 Lite nicht wie in unserem Test direkt an einer Hauseingangstür, sondern an einer Wohnungstür montiert haben, welche sich am Ende eines längeren Flures oder gar in 1. oder 2. Stockwerk befindet, kann es erforderlich sein, die Zeit, welche die Falle vom Smart Lock gehalten wird, zu erhöhen, sodass sich die Tür beim Erreichen noch einfach aufdrücken lässt.
Auch wenn das Linus Smart Lock L2 Lite nicht über eine integrierte WLAN-Schnittstelle verfügt, kann das Smart Lock im Gegensatz zu smarten Türschlössern, welche lediglich über eine Bluetooth-Funktion mit dem genutzten Smartphone kommunizieren, über die gebotene Matter-Anbindung auch ohne eine optionale WiFi-Bridge auch mittels anderer Apps steuern. Dies kann nicht nur dann von Vorteil sein, wenn man von der Ferne aus auf das Smart Lock zugreifen und einen Schließvorgang starten möchte, sondern auch dann, wenn man sich etwas Zeit bei dem jeweiligen Schließvorgang sparen möchte.
In unserem Test dauerte es immer 2 – 3 Sekunden, bis die Yale App die Verbindung zum Smart Lock aufgebaut hat. Der Weg über die SmartThings App war in unserem Test der deutlich schnellere Weg, um das Smart Lock über das genutzte Smartphone zur Öffnung. Dies liegt daran, dass die Matter-Verbindung dauerhaft zum Smart Lock aufrechterhalten wird und die Verbindung zum Smart Lock daher nicht erst aufgebaut werden muss, sondern der abgesetzte Befehl zur gewünschten Sperraktion gleich übermittelt werden kann.
Von der Innenseite aus lässt sich das Linus Smart Lock L2 Lite ebenfalls über verschiedene Wege auf- und zusperren. Neben der Option, das Schloss manuell über den Drehknauf oder dem verbauten Taster auf- oder zuschließen zu können, kann man die Haustür natürlich auch aus der Wohnung heraus mittels der App öffnen. Voraussetzung hierzu ist entweder, dass man sich in Bluetooth-Reichweite des Smart Locks befindet, oder dieses per Matter in sein smartes Zuhause eingebunden hat.
Sind diese Gegebenheiten erfüllt, so hat dies z. B. den Vorteil, dass man während einer Gartenparty oder einem spannenden Fußballabend nicht zur Tür laufen muss, wenn ein Bekannter per Whatsapp oder einem anderen Wege ankündigt, dass er vor der Tür steht. In diesem Fall kann man die Tür ganz bequem über die jeweilige App und somit vom Sofa oder gar vom Grill aus öffnen.
Der im Smart Lock verbaute Taster, welcher trotz seiner nicht korrekt sitzenden Position einen guten und direkteren Druckpunkt bietet, kann nicht nur dazu verwendet werden, das Türschloss direkt nach der Betätigung auf- oder zuzuschließen, sondern die seitens Yale als KeySense bezeichnete Funktion, welche man im Auslieferungszustand erst über die App aktivieren muss, kann auch dazu genutzt werden, das Smart Lock nach einer voreingestellten Zeit abzuschließen.
Kombiniert man das Smart Lock über eine vorhandene Matter-Zentrale mit einer smarten Türklingel, so kann man den Funktionsumfang zusätzlich ausbauen. Hat man z. B. eine kompatible DoorBird Video Doorbell oder eine andere Videotürklingel an seinem Haus verbaut, so sieht man in der jeweiligen App nicht nur, wer wirklich gerade vor der Tür steht, sondern man kann auf Wunsch auch das Linus Smart Lock L2 Lite aus der jeweiligen App heraus öffnen und somit sicher sein, dass es wirklich nur der gewünschte Besuch ist, der gerade hereingelassen wird.
Wir haben das Linus Smart Lock L2 Lite in unserem Test über die vorhandene Matter-Zentrale nicht nur mit den ebenfalls eingesetzten smarten Philips HUE-Leuchtmiteln gekoppelt und interagieren lassen, sondern auch mit weiteren smarten Komponenten, welche mit der Matter-fähigen Zentrale verbunden sind.
Über diesen Weg konnten wir nicht nur ganz einfach eine Regel erstellen, welche das automatische Deaktivieren der Alarmanlage durch das Aufschließen des Schlosses ermöglicht, sondern es lassen sich auch viele andere Funktionen des smarten zu Hause steuern.
Hierzu zählt dann nicht nur das einfache Schalten von Steckdosen, sondern es lassen sich in Kombination mit entsprechenden Zeitsteuerungen auch Funktionen nur zu bestimmten Zeiten ausführen.
Mittels in der Zentrale hinterlegten Regeln, welche mit einer Zeitsteuerung gekoppelt sind, ist es z. B. möglich, die smarten Rollladen morgens beim Verlassen des Hauses zu öffnen und bei einer Heimkehr in den späten Abendstunden automatisch zu schließen.
Setzt man in seinem smarten Zuhause neben dem Linus Smart Lock L2 Lite auch noch smarte Rauchmelder ein, so kann das Smart Lock auf Wunsch ganz einfach den Fluchtweg öffnen.
Wir haben hierzu in der von uns eingesetzten Zentrale eine Regel hinterlegt, welche bei einem erkannten Brand nicht nur selbstständig das Licht einschaltet, die verbaute Alarmsirene aktiviert und Alarmmeldungen verschickt, sondern auch alle geschlossenen smarten Rollläden öffnet sowie die Haustür aufschließt und öffnet, wodurch eine einfachere Flucht aus dem Gefahrenbereich ermöglicht wird, was im Ernstfall lebensrettend sein kann.
Der Matter-Standard bringt mit dem Kommunikationsweg per Thread nicht nur eine hohe Sicherheit mit, bei welcher alle Schaltbefehle innerhalb des eigenen Thread-Netzwerks behandelt werden und somit nicht die eigenen vier Wände verlassen müssen, sondern das Thread-Netzwerk ist gerade dann, wenn man viele Komponenten mit diesem verbundenen hat, auch besonders ausfallsicher.
Zudem ist der Energieverbrauch deutlich geringer als bei Bluetooth und WLAN, wodurch die Batterielaufzeit im Gegensatz zur reinen Bluetooth-Nutzung verlängert werden kann.
Hat die Yale Home App eine aktive Bluetooth-Verbindung zum Linus Smart Lock L2 Lite, so werden getätigte Schließbefehle sehr schnell übermittelt und ausgeführt. Gleiches gilt auch für die Betätigung der im Smart Lock integrierten Taste.
Ein paar Sekunden Geduld muss man mitbringen, wenn man das Smart Lock über die Yale Home App ansprechen möchte und zu diesem Zeitpunkt keine aktive Bluetooth-Verbindung zwischen der App sowie dem Smart Lock besteht. Sobald diese Verbindung hergestellt ist, werden die gewünschten Schließbefehle schnell an das Smart Lock übermittelt.
Wo die gewünschten Schließaktionen in unserem Test immer gestartet wurden, kam es jedoch bei der manuellen Bedienung, als auch bei motorisierten Schließaktionen immer wieder zu einem Blockieren des Smart Locks.

Auffällig war hierbei, dass dies immer passierte, wenn sich das vom verbauten Motor angetriebene Zahnrad in etwa im Bereich der Befestigungsschraube der Montageplatte befand.
Neben den Mortorgeräuschen, welche auf einem durchschnittlichen Niveau lagen, ging von unserem Testmuster des Linus Smart Lock L2 Lite jedoch auch immer ein kratzendes Geräusch aus, welches sich bei einer manuellen Drehung des Smart Locks nachstellen ließ. Dieses Geräusch war auch im demontierten Zustand immer dann zu vernehmen, wenn das am Motor angebrachte Zahnrad den zuvor genannten Bereich passiert. Dieser Zustand ließ sich in unserem Test auch im demontierten Zustand des Smart Locks sowohl bei automatischen als auch bei manuellen Schließvorgängen nachstellen.
Um das Smart Lock weiterdrehen zu können, musste man es kurz in die entgegen gesetzte Richtung drehen.
Wo dies in den meisten Fällen einfach nur ein kleines Ärgernis ist, welches man zähneknirschend hinnehmen könnte, kann dieser Umstand gerade dann, wenn man vor der verschlossenen Tür steht und keinen Schlüssel dabei hat, um das Smart Lock manuell von der Außenseite etwas in die entgegengesetzte Richtung zu drehen und anschließend die Türöffnung manuell zu vollziehen, zu einer recht ärgerlichen Situation werden.
Fazit:
Mit dem Linus Smart Lock L2 Lite hat Yale ein Smart Lock in sein Sortiment aufgenommen, welches in unserem Test nicht immer überzeugen konnte. Auch wenn Yale bei dem eingesetzten Gehäuse auf Kunststoff setzt, ähnelt das Smart Lock dem aktuellen Nuki Smart Lock vom Aufbau her sehr. Dies führt dazu, dass das Smart Lock trotz seiner etwas größeren Abmessungen nicht so klobig aufträgt wie viele anderen Smart Locks, welche über ein nach unten abstehenden Akkufach verfügen. Was die Stromversorgung angeht, setzt Yale in seinem noch recht neuen Linus Smart Lock L2 Lite auf drei CR123A Batterien und somit auf Batterien, welche nur die wenigsten Nutzer zu Hause haben bzw. von noch weniger Nutzern einfach durch gerade im Haus befindliche Akkus ersetzt werden können. Neben der mehrfarbigen Status-LED sowie einem integrierten Lautsprecher, welche einem einen in Kombination mit der guten Haptik des Drehknaufs und Tasters einen guten Bedienkomfort bieten, arbeitet das Smart Lock abgesehen von dem kratzenden Geräusch, welches während des Schließvorgangs immer wieder von der gleichen Stelle des Zahnkranzes ausgeht, auf einer angenehmen Geräuschkulisse. Was den gebotenen Bedienkomfort angeht, stellt Yale dem Nutzer mit der Yale Home App eine App bereit, welche sich nach der vollständigen Einrichtung einfach bedienen lässt. Was die Einrichtung sowie den Kopplungsvorgang angeht, sollte Yale die App aus unserer Sicht noch einmal überarbeiten. Hier würden nicht nur zusammengefasste Freigaben sowie der Wegfall der doppelten Kalibrierung die Inbetriebnahme vereinfachen und schneller machen, sondern auch die Zeit, welche zum Updaten der Firmware benötigt wird, sollte sich deutlich verkürzen lassen. Mit der Auto Lock und Auto Unlock Funktion stellt Yale dem Nutzer Features zur Hand, welche einem gerade dann, wenn man mit Einkaufstüten oder ähnlichem bepackt nach Hause kommt den Zutritt zu den eigenen vier Wänden deutlich erleichtert. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass das Smart Lock nicht wie in unserem Test immer wieder mal blockiert. Möchte man auch aus der Ferne heraus auf das Smart Lock zugreifen können, so stehen dem Nutzer zwei unterschiedliche Wege zur Verfügung. Nutzer, welche in ihrem smarten Zuhause eine Matter-Bridge einsetzen, können das Smart Lock per Thread direkt mit der eingesetzten Bridge koppeln. Kommt eine ältere ZigBee oder Z-Wave Bridge zum Einsatz, so bleibt einem nur der Weg über eine optional erhältlichen WLAN-Bridge. Da diese WLAN-Bridge preislich auf fast dem gleichen Niveau wie eine Matter-Zentrale 🛒, welche auch ZigBee und Z-Wave spricht und somit eine aktuell vorhandene, ältere Smart Home Zentrale einfach ersetzen kann, liegt, sollte man in diesem Fall lieber zu einer neuen Smart Home Zentrale als zu einer WiFi-Bridge greifen. Mit einem Blick auf die bereitgestellte App sowie auch die Verarbeitung sollte Yale noch einmal wichtige Details überarbeiten. Wo die in unserem Test aufgetauchten Probleme in der Yale Home App sicherlich der einfacher auszubessernde Part ist, bedarf es beim Smart Lock selbst mechanicher Anpassungen, damit dieses wirklich straff auf dem Schließzylinder sitzt und nicht am Übergang vom Basisring zum abnehmbaren Gehäusedeckel etwas abknickt. Hinzu kommt zumindest bei unserem Testmuster auch die immer wieder blockierende Mechanik. Preislich ist das Linus Smart Lock L2 Lite mit rund 140 € 🛒 zwar nicht das günstigste Modell seiner Art, ordnet sich jedoch im unteren Drittel ein und richtet sich mit den gebotenen Features und Funktionen eher an Einsteiger und preisbewusste Nutzer.

Wir danken Yale für die Bereitstellung des Testmusters.
Yale - Linus Smart Lock L2 Lite
Pro
- Einfache Montage
- Verschlüsselte Datenübertragung
- Bluetooth- und Thread-Schnittstelle
- Erweiterbarkt mit anderen Yale Produkten
- Matter-Kompatibilität
- Automatische Türöffnung möglich
Contra
- Sehr langer Updateporzess
- App nicht vollständig übersetzt
- Installationsschritte müssen teilweise doppelt ausgeführt werden
- Smart Lock blockiert immer weider (auch im demontierten Zustand)
- Batteriestandsanzeige in der Yale App ohne Funktion
- Metallisches Geräusch bei maunellen und automatischen Schließvorgängen














































