XPG – PRECOG Gaming Headset im Test

Mit dem PRECOG haben wir heute ein mächtiges virtual 7.1 Gaming Headset von XPG im Test, welches neben einem guten Klangerlebnis auch mit einem hohen Tragekomfort überzeugen möchte.

Welche Details in dem PRECOG stecken und wie sich das Gaming Headset von ADATAs Gamingbrand XPG in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

 

Technische Details:

Farbe: Schwarz
Gewicht: 362 g
Abmessungen: 69 x 237 x 198 mm
Treiber: Elektrostatische/dynamische Dualtreiber
Frequenzgang: 5 Hz – 50,000 Hz
Inpedanz: 32Ω±15%
Empfindlichkeit: 102 ± 3 dB/mW bei 1 kHz
Geräuschreduzierende Technologie: ENC (Environmental Noise Cancellation)
Richtung des Mikrofons: Unidirektional
Frequenzgang des Mikrofons: 20Hz – 20,000 Hz
Empfindlichkeit des Mikrofons: -38db±1,5db
Schnittstelle: USB type C / 3,5mm
Audiomodi: Musikmodus / Virtual-7.1-Modus / FPS-Modus
Beleuchtungsefekt: Rote LED
Kabellänge des kabelgebundenen Type-C-Controllers: 1,3 m
Kabellänge des kabelgebundener Inline-Controllers, 3,5 mm: 1,25 m
Länge des Type-A-zu-C-Kabels: 1,25 m
Länge des Y-Kabelsplitters: 1,36 m
Garantie: 2 Jahre

 

Lieferumfang:

  • PRECOG Gaming Headset
  • Tragetasche
  • Kabelgebundener Type-C-Controller mit DSP-Soundkarte
  • Kabelgebundener Inline-Controller, 3,5 mm
  • Type-A-zu-C-Kabel
  • 3,5-mm-Klinke Y-Adapter

 

Design und Verarbeitung:

Das PRECOG Gaming Headset wird von XPG im Gegensatz zu vielen anderen Gaming Headsets nicht in einer Pappschachtel geliefert, sondern in der im Lieferumfang enthaltenen Tragetasche. Diese wurde auf der Außenseite mit einer Banderole ausgestattet, welche auf der Vorderseite neben der Modellbezeichnung auch mit einem Produktbild des enthaltenen Headsets bedruckt wurde.

Auf der Verpackungsrückseite wurde die Banderole mit einigen Featurebildern bedruckt, mittels welchem einem der Innenaufbau der Ohrmuscheln sowie der Funktionsumfang der beiden Steuereinheiten näher gebracht wird.

Bei der Tragetasche handelt es sich um ein robustes Schutzcase, welches auf der Außenseite mit einem glatten Kunstlederbezug ausgestattet wurde.

Im Inneren verfügt die Tragetasche neben einer mit schwarzem Stoff bezogenen Schaumstoffeinlage, in welcher das Headset untergebracht wurde, auch über mehrere voneinander getrennte Fächer, in denen das Zubehör verstaut ist.

Entnimmt man das PRECOG aus seiner Verpackung, so hat man ein mächtiges Gaming Headset vor sich, welches in einem recht auffälligen Design gehalten ist.

Mit einem Blick auf die linke oder rechte Außenseite des Headsets wird einem schnell bewusst, wodurch das Headset einen so mächtigen ersten Eindruck hinterlässt.

XPG hat das PRECOG mit schwarzen Kunststoffohrmuscheln ausgestattet, welche auch für ein Gaming Headset recht breit ausgeführt wurden. Verstärkt wird der Eindruck durch den geschlitzten Aufbau der Ohrmuschelaußenseiten sowie aufgesetzten XPG Logo. Um das wuchtige und auffällige Design abzurunden, hat XPG die beiden Ohrmuscheln zudem noch mit einer integrierten LED-Beleuchtung ausgestattet.

Farblich passt die rote Beleuchtung zwar sehr gut zu dem aufgedruckten XPG Logo, jedoch hätten wir uns im Zeitalter von ARGB lieber eine anpassbare RGB-Beleuchtung gewünscht.

Mit einem Blick auf die Unterseite der linken Ohrmuschel findet man gleich drei Anschlüsse vor.

Neben einem vertieft eingelassenen 3,5-mm-Klinkeanschluss, über welchen sich das abnehmbare Mikrofon anschließen lässt,

wurde das Headset an dieser Stelle auch noch mit einem weiteren 3,5-mm-Klinkeanschluss sowie einem USB Type C Anschluss ausgestattet. In Kombination mit den beiden mitgelieferten Anschlusskabeln, welche 1,25 m bzw. 1,3 m lang sind und beide über eine integrierte Steuereinheit verfügen, bietet einem das Headset somit eine große Anschlussvielfalt.

Dank des verbauten USB Type C Anschluss kann man das Headset nicht nur an Wiedergabegeräte anschließen, welche über einen entsprechenden 3,5-mm-Klinkeausgang verfügen, sondern auch an aktuelle Smartphones, Tablets, Notebooks und PCs. Die Audioübertragung wird in diesem Fall durch die in der Steuereinheit integrierte USB-Soundkarte sichergestellt.

Leider hat sich XPG jedoch dazu entschieden, an den einzelnen Anschlusskabeln ein Garantiesiegel anzubringen, welches einen darauf hinweist, dass die Garantie erlischt, wenn das Label entfernt wird. Aus unserer Sicht sind diese Garantiesiegel hier sowie auch auf der Außenseite der Tragetaschen (im Bereich des Griffes) recht ungünstig positioniert.

Auf der Innenseite wurden die beiden großzügig dimensionierten Ohrmuscheln mit einem dicken Memmoryschaumstoffpolster ausgestattet, welche neben einer abgeschrägten Form auch mit einem schwarzen Kunstlederbezug ausgestattet wurde.

Wie man es von fast allen Headsets her kennt, wurden auch beim PRECOG die eingesetzten Treiber hinter einem schwarzen Stoffbezug verbaut. Das PRECOG ist jedoch das erste Gaming Headset auf dem Markt mit modernen Dual-Treibern, bei dem ein elektrostatischer und ein dynamischer Treiber in Kombination zum Einsatz kommt.


Bildquelle: XPG.com

Die beiden Treiber sind hierbei im unteren oberen Bereich der Ohrmuscheln untergebracht und wurde leicht schräg ausgerichtet, sodass sie zum Ohr des Trägers ausgerichtet ist. Dieser Aufbau soll dafür sorgen, dass hohe und tiefe Frequenzen sauber getrennt und Verzerrungen vermieden werden.

Befestigt sind die beiden Ohrmuscheln an einem robusten Metallelement, welches es einem ermöglicht, die Ohrmuscheln etwas neigen und um 90° in jede Richtung zu drehen zu können.

Leider hat XPG das Anschlusskabel, welches von den Ohrmuscheln aus in dieses Metallelement geführt werden jedoch so kurz ausgelegt, dass man die Ohrmuscheln nicht bis zum Anschlag neigen kann. Versucht man dies, so werden die Kabel, welche an dieser Stelle lediglich über einen Kantenschutz und nicht über eine Zugentlastung verfügen unfreiwillig gedehnt.

Zudem wurden die Anschlusskabel auch ungünstig positioniert, denn jedes Mal, wenn man die Ohrmuscheln für die Unterbringung in der Tragetasche um 90° dreht, wird das Anschlusskabel eingeklemmt.

Bei dem verbauten Kopfbügel setzt XPG auf zwei ummantelte Stahlelemente, welche dem Headset eine sehr hohe Stabilität verleihen, jedoch leider auch für störende Nebengeräusche sorgt, sobald man etwas fester gegen den Kopfbügel stößt.

Um den hohen Tragekomfort abzurunden, wurde zwischen den beiden Ohrmuscheln zudem noch ein Kopfband verbaut, welches an einem flexiblen Band befestigt ist. Wie wir es auch von den Ohrmuscheln kennen, wurde das Kopfband mit einer weichen Polsterung sowie einem schwarzen Kunstlederbezug ausgestattet. Um das Design abzurunden, wurde das Kopfband zudem mit einem rot gekettelten Rand sowie einem eingeprägten XPG-Logo ausgestattet.

Die Verarbeitung des PRECOG Gaming Headsets wurde bis auf die Ausführung der in den Kopfbügel geführten Anschlusskabel sauber ausgeführt. Mit der Anordnung und auch der gegebenen Länge dieser beiden Kabel hat man jedoch eine sogenannte Sollbruchstelle in das Headset eingearbeitet.

 

Anschluss und Inbetriebnahme:

Die Inbetriebnahme des PRECOG Gaming Headsets gestaltet sich recht einfach.
Je nachdem, ob man das Headset direkt mit einem auf dem Schreibtisch stehenden Notebook verwendet, oder mit einem etwas entfernteren PC, kann man das Headset entweder direkt mittels des vierpoligen 3,5-mm-Klinkekabels oder mittels des mitgelieferten Klinkeadapter, durch welchem man aus dem vierpoligen 3,5-mm-Klinkeanschluss zwei getrennten 3,5-mm-Klinkeanschlüsse machen kann, anschließen.
Dank dieser beiden Anschlussvarianten ist das Headset auch zu aktuellen Spielekonsolen sowie zu Smartphones und Tablets kompatibel.

Soll das Headset an einem PC oder Notebook angeschlossen werden, so kann man anstelle der Klinkeverbindung auch auf die externe USB Typ C Soundkarte zurückgreift, welche in die Steuereinheit, welche sich im Type C Kabel befindet, eingearbeitet wurde. Für den Fall, dass das eingesetzte Notebook oder der eingesetzte PC nicht über einen Type C Anschluss verfügt, befindet sich im Lieferumfang auch ein USB A auf C Adapterkabel.

Die mitgelieferte USB-Soundkarte wurde von unserem Windows 10 Testsystem per Plug & Play erkannt und der notwendige Treiber wurde innerhalb weniger Sekunden installiert. Sobald die automatische Installation abgeschlossen ist, kann man die externe USB-Soundkarte aus der Liste die Wiedergabegeräte auswählen. Eine Software, über welche man in die Klangeigenschaften eingreifen kann, bietet XPG nicht an.

 

Ton und Klangqualität:

Nachdem uns die Verarbeitungsqualität bis auf die von den Ohrmuscheln in den Kopfbügel geführten Anschlusskabel überzeugen konnte, waren wir sehr auf die Klangqualität gespannt. Unseren Testkandidaten haben wir daher in verschiedenen Lebenslagen getestet. Neben dem normalen Musikhören am PC haben wir das Headset auch bei verschiedenen Games sowie auch beim betrachten von Filmen getestet.
Um alle Funktionen des Headsets nutzen und testen zu können, kommt in diesem Test nicht wie sonst üblich, eine hochwertige Soundkarte zur Audiowiedergabe zum Einsatz, sondern die seitens XPG mitgelieferte USB-Soundkarte, welche es einem ermöglicht, aus dem Stereoheadset mittels eines einfach Knopfdruck ein virtuelles 7.1 Headset zu machen.
Die dualen dynamischen elektrostatischen Treiber sorgten in allem Testabschnitten für einen angenehm abgestimmten und nicht zu aufdringlichen Bass. Bei einer normalen bis leicht angehobenen Lautstärke konnte das Headset auch mit klaren Höhen und einem guten Mittelton überzeugen. Hebt man die Lautstärke jedoch auf über 70 % an, so geht der kritische Mittelton unter, wodurch gerade bei der Musikwiedergabe kein wahrer Klanggenuss mehr aufkommt.

Die integrierte Steuereinheit bietet einem die Möglichkeit, das Stereoheadset mittels des integrierten Schiebesregler in ein virtuelles 7.1 Headset zu verwandeln.
Wie wir es auch von vielen anderen Gaming Headsets, welche über eine solche Funktion verfügen, kennen, wird auch bei dem PRECOG beim aktivieren dieser Funktion die verschiedenen Frequenzbereiche unterschiedlich stark angehoben, wodurch gerade bei der Musikwiedergabe ein etwas getrübtes Klangbild entsteht. Beim betrachten von Filmen wird hierdurch jedoch eine etwas breitere Bühne geschaffen, durch welche man das Gefühl bekommt mehr in das Filmgeschehen einzutauchen. Speziell für Gamer hat XPG in die Soundkarte neben der normalen virtuellen 7.1 Funktion jedoch auch noch einen FPS-Mode integriert, bei welchem der Tieftonbereich abgesenkt und die Höhen angehoben werden. Hierdurch kann man Geräusche, wie die Schritte der Gegner und sogar Nachladegeräusche deutlich besser orten.

Durch die geschlossenen Ohrmuscheln werden störende Nebengeräusche zwar nicht komplett eliminiert, jedoch recht gut gedämpft.

 

Sprachqualität Mikrofon:

Natürlich haben wir bei unserem Test das Mikrofon nicht außen vor gelassen und haben das Headset somit in einigen Skype- und Teamspeak-Sitzungen getestet. Hierbei konnte die Sprachqualität durchweg überzeugen. Störende Windgeräusche werden von dem Schaumstoffüberzug gut absorbiert. Dank der Environmental-Noise-Cancellation- (ENC) Technologie werden zudem auch andere störende Nebengeräusche wie das Rascheln einer Chipstüte oder das Klackern einer Tastatur recht gut eliminiert.

 

Tragekomfort:

Unter Anbetracht des recht hohen Gewichtes von rund 360 g hat das Headset nicht nur einen wuchtigen Eindruck hinterlassen, sondern es bringt auch ein ordentliches Gewicht auf die Waage, was in Sachen Tragekomfort auf den ersten Blick nicht gerade von Vorteil ist. Um dieses für ein Headset recht hohe Gewicht wettmachen zu können, wurde das PRECOG von XPG mit großzügigen Polstern ausgestattet, welche zudem noch mit weichen Kunstlederbezügen ausgestattet wurden, und sich somit sehr angenehm anfühlen. Durch die großzügigen Polster an den Ohrmuscheln sowie auch am Kopfbügel sitzt das Headset sehr angenehm auf dem Kopf, wodurch auch einer langen Tragezeit nichts im Wege steht.
Etwas anders sieht dies jedoch im Bereich der Luftzirkulation am Ohr aus. Die eingesetzten Kunstlederpolster schließen dicht am Kopf ab und lassen die Luft zwischen den Ohrmuscheln und dem Kopf nicht zirkulieren. Hierdurch kommt man unter den Ohrmuscheln etwas schneller ins schwitzten, als wenn an dieser Stelle Velourpolster eingesetzt würden.

 

Fazit:

Mit dem PRECOG hat XPG ein Gaming Headset in seinem Sortiment, welche vor allem durch den wuchtigen Aufbau in Kombination mit der integrierten LED-Beleuchtung auf sich aufmerksam macht. Um jeden Gamer glücklich zu machen und eine möglichst hohe Kompatibilität bieten zu können, wird das Headset nicht nur in einer sehr sauber verarbeiteten und robusten Tragetasche geliefert, sondern XPG hat dem Lieferumfang auch alle benötigten Kabel und Adapter beigelegt. Hierdurch lässt sich das Headset nicht nur über eine normale Klinkeverbindung nutzen, sondern auch über die mitgelieferte USB-Soundkarte, welche sich wahlweise an einem USB Type A oder Type C Anschluss anschließen lässt. Klanglich überzeugt das Headset bei beiden Anschlussarten während der Nutzung bei einer normalen Lautstärke mit einem recht sauber abgestimmten Klangbild. Bei einer erhöhten Lautstärke wird das Klangbild jedoch etwas schwammiger, wodurch gerade Musikliebhaber, welche ihre Lieblingsmusik gerne laut hören besser zu einem anderen Modell greifen sollten. Die Verarbeitung unseres Testmusters wurde generell recht sauber ausgeführt. Leider hat man mit der Aufführung der beiden Kabel, welche von den Ohrmuscheln in den Kopfbügel geleitet werden, eine Sollbruchstelle in das Headset eingearbeitet, welche man sogar auf den ersten Blick erkennen kann. Wo diese bei Nutzer, die die Ohrmuscheln nur selten zur Seite drehen oder weit anklappen wollen, spielt dies keine all zu große Rolle. Gamer, welche das Headset aber oft einpacken, um es z. B. mit auf eine Lanparty oder anderweitig mitnehmen zu können, werden an dieser Schnelle über Kurz oder Lang einen Kabelbruch erleiden. Preislich liegt das PRECOG Gaming Headset aktuell bei 145 € *.

Ein besonderer Dank geht an ADATA für die Bereitstellung des Testmusters.

XPG - PRECOG Gaming Headset

7.6

Tragekomfort

8.5/10

Tonqualität Widergabe

7.0/10

Tonqalität Mikrofon

9.0/10

Verarbeitung

5.5/10

Kompatibilität

9.5/10

Preis

6.0/10

Pro

  • Gutes Mikrofon
  • Sehr hohe Kompatibilität
  • USB Soundkarte
  • Virtueller 7.1-Surround-Sound oder FPS Mode auf Knopfdruck
  • Lieferumfang

Contra

  • Sollbruchstelle im Beriech des Kabelübergangs von den Ohrmuscheln zum Kopfbügel
  • Garantieklabel an den Anschlusskabel und der Außenseite der Tragetasche
  • Klangqualität bei erhöhter Lautstärke
  • Störende Nebengeräusche beim Berühren des Kopfbügels