Sharkoon – Elite Shark CA200M im Test

Mit dem CA200M haben wir heute ein ATX-Gehäuse aus der Elite Shark Serie von Sharkoon im Test, welches neben einem guten Platz- und Ausstattungsangebot auch mit einer ansprechenden Optik sowie einem guten Airflow überzeugen möchte.

Welche Features in dem CA200M stecken und wie sich das ATX-Gehäuse von Sharkoon in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

 

Technische Details:

Formfaktor: ATX, E-ATX
Erweiterungsslots: 8 + 2
Gewicht: 1,5 Kg
Abmessungen: 50,6 x 24,0 x 51,7 cm
RGB-Controller: Adressierbar
8 Anschlüsse
20 vordefinierte Modi
RGB-Pinbelegung: 5V-D-G & 5V-D-coded-G
RGB-Mainboardkompatibilität: MSI Mystic Light Sync, ASUS Aura Sync, Gigabyte RGB Fusion Ready, ASRock Polychrome Sync
Laufwerksschächte: 4 x 3,5″
7 x 2,5″
I/O-Shield: 2 x USB 2.0
2 x USB 3.0
Audio
Lüfter insgesamt möglich: Front: 3x 120-mm-Lüfter oder 3x 140-mm-Lüfter oder Radiator (optional)
Oberseite:3x 120-mm-Lüfter oder 2x 140-mm-Lüfter (optional)
Rückseite:1x 120-mm-RGB-LED-Lüfter (vorinstalliert)
Radiator-Mountings: 120 / 240 / 360 / 420 mm (Front)
120 / 240 / 360 mm (Oberseite)
120 mm (Rückseite)
Filter: Front
Boden
Oberseite
Netzteil: 1x Standard ATX (optional)
Maximale Grafikkartenlänge: 42,5 cm
Maximale CPU-Kühler-Höhe: 16,5 cm
Maximale Netzteil-Tiefe: 24 cm

 

Lieferumfang:

  • CA200M Gehäuse
  • Schraubenset
  • Speaker
  • Klettkabelbinder
  • Montageanleitung

 

Design und Verarbeitung:

Das CA200M ATX-Gehäuse wird von Sharkoon in einer schwarzen Verpackung geliefert, welche auf allen vier Außenseiten mit dem Elite Shark Schriftzug bedruckt wurde. Auf der Vorder- und Rückseite wurde zudem noch die Modellbezeichnung abgedruckt. Wo auf der linken Verpackungsseite eine kurze Beschreibung zu finden ist, sucht man ein Produktbild des enthaltenen Gehäuses vergebens.

Entnimmt man das CA200M aus seiner Verpackung, so hat man ein recht großes ATX-Gehäuse vor sich, welches zwar über eine große Mesh-Front sowie eine leicht getönte Echtglasseitenscheibe verfügt, auf den ersten Blick jedoch einen recht unauffälligen ersten Eindruck hinterlässt.

Diesen recht unauffälligen Eindruck erhält das Gehäuse durch die Art und Weise, wie Sharkoon die aufgesteckte Frontblende gefertigt hat. Wo die meisten Gehäuse, welche über eine fast durchgängige Mesh-Front verfügen, auch mit einer recht kantig designten Frontblende ausgestattet sind, hat Sharkoon die aufgesteckte Kunststofffrontblende auf der linken und rechten Seite mit zwei Zierleisten ausgestattet, welche im Look von gebürstetem Aluminium gehalten sind.
Zur Mitte hin wurden in diese hervorstehenden Leisten leicht transparente Kunststoffstreifen eingearbeitet, welche von der Rückseite aus mittels ARGB-Strips beleuchtet werden.

Um das Design abzurunden, wurde das zwischen den beiden Leisten eingefasste Mesh-Gitter mit einer umlaufen Einprägung versehen, durch welche eine Kontur entsteht, die die beiden Seitenleisten aufgreift.

Neben dem großen Mesh-Gitter dienen auch noch die beiden geschlitztenten Außenseiten der aufgesteckten Frontblende als Lufteinlass. Um das Gehäuseinnere hierbei effektiv vor eindringendem Staub zu schützen, wurden die beiden seitlichen Lufteinlässe sowie auch der Montagebereich für die Lüfter selbst mit entsprechenden Staubfiltern ausgestattet.

Mit einem Blick auf den Gehäusedeckel findet man im vorderen Bereich das I/O-Panel vor.

Sharkoon hat dieses neben den obligatorischen Audioanschlüssen und dem Power- bzw. LED-Schalter auch mit zwei USB 3.0 und zwei USB 2.0 Anschlüssen ausgestattet.

Neben dem I/O-Panel hat Sharkoon in den Gehäusedeckel auch noch einen großen Luftauslass eingearbeitet, welcher mit einem abnehmbaren Staubfilter ausgestattet wurde.

Unterhalb des Staubfilters kann man bis zu drei 120-mm-Lüfter oder zwei 140-mm-Lüfter montieren. Dank der eingelassenen Langlöcher kann man die Montage je nach Bedarf etwas weiter vorne oder hinten vornehmen.

Betrachtet man das CA200M einmal von der Rückseite aus, so findet man im oberen Bereich den Ausschnitt für das I/O-Shield vor. Neben diesem wurde ein Luftauslass eingearbeitet, an welchem ein 120-mm-RGB-Lüfter vorinstalliert wurde.

Im Weiteren Verlauf sind acht waagerecht angeordnete sowie zwei senkrecht ausgerichtete Erweiterungsslots zu finden, welche mit perforierten Slotblenden verschlossen wurden. Für den Fall, dass man einmal eine der werksseitig montierten Slotblenden verlegt, befindet sich noch eine weitere Slotblende im Lieferumfang.

Der Montageplatz für ein ATX-Netzteil wurde am Gehäuseboden positioniert und verfügt über acht Montagebohrungen. Hierdurch kann das gewünschte Netzteil in zwei Richtungen montiert werden.

Mit einem Blick auf die Gehäuseunterseite sind nicht nur die vier Kunststofffüße zu erkennen, welche zur Entkopplung mit Gummipolstern ausgestattet wurden, sondern auch ein abnehmbarer Staubfilter, welcher sich fast über die gesamte Gehäusetiefe erstreckt.

Wo Sharkoon das Gehäuse auf der rechten Seite mit einer schlichten Seitenwand aus schwarzlackiertem Stahlblech bestückt hat,

hat man das Gehäuse auf der linken Seite mit einer durchgehenden Seitenscheibe aus gehärtetem Echtglas ausgestattet.

Im Gegensatz zu den meisten Gehäusen am Markt, welche mit einer Echtglasseitenscheibe ausgestattet sind, wurde die Seitenscheibe des CA200M nicht auf den Gehäusekorpus aufgeschoben oder mittels vier Rändelschrauben fixiert, sonder mit einer Kombination aus zwei Rändelschrauben sowie zwei Scharnieren.

Blick ins Innere

Auch wenn man durch die verbaute Seitenscheiben schon einen ersten Blick in das Gehäuse werfen kann, so kann man alle Details erst dann erkennen, wenn man beide Seitenwände von dem Gehäuse abnimmt.

Mit einem ersten Blick in das Gehäuseinnere wird einem gleich auffallen, dass Sharkoon auf einen geradlinigen Aufbau des Innenraums geachtet hat, welcher für einen guten Airflow sorgen soll.

Im unteren Bereich des Gehäuses wurde seitens Sharkoon ein weitestgehend geschlossener Netzteiltunnel verbaut. Auf der Oberseite des Netzteiltunnels wurde neben zwei 2,5″-Festplattenrahmen auch ein weiterer Montagerahmen verbaut, welcher zur Montage einer Wasserpumpe oder eines Ausgleichsbehälters dient.

Um eine bessere Kabelführung zu ermöglichen, wurden in den Netzteiltunnel auch noch zwei ovale Kabelführungen eingelassen.

Um trotz des eingesetzten PSU-Tunnels auch einen Radiator hinter der Gehäusefront verbauen zu können, wurde der PSU-Tunnel im vorderen Bereich mit einer entsprechenden Aussparung versehen.

Betrachtet man den verbauten Mainboardschlitten einmal etwas genauer, so wird man im vorderen Bereich nicht nur fünf gummierte Kabeldurchführungen vorfinden, sondern auch mehrere Langlöcher, welche zur Montage von einem Ausgleichsbehälter dienen.

Zudem hat Scharkoon am Mainboardschlitten noch einen modularen Grafikkartenhalter verbaut.

Betrachtet man den Mainboardschlitten einmal von der Rückseite aus, so sind auch hier einige Details zu erkennen, welche die Funktionalität des Gehäuses erweitern.

Direkt unterhalb der Aussparung, welche zur einfacheren Kühlermontage in den Mainboardschlitten eingelassen wurde, hat Sharkoon zwei Montagerahmen verbaut, an welchen man wahlweise je eine 2,5″- oder 3,5″-Festplatte verbauen kann.

Zur Steuerung der vorinstallierten ARGB-Komponenten sowie bis zu sechs weiteren ARGB-Komponenten findet man in der oberen linken Ecke direkt hinter der Gehäusefront den vorinstallierten RGB-Controller vor.

Die Steuereinheit selbst kann auf Wunsch mit einem ADD-Header des eingesetzten Mainboards verbunden werden, wodurch noch mehr Beleuchtungseffekte und Farben ermöglicht werden.

Von der Rückseite des Mainboardschlittens aus ist auch ein Blick in den Netzteiltunnel möglich.

Der Montageplatz für das eingesetzte ATX-Netzteil ist im hinteren Bereich des Netzteiltunnels zu finden und wurde am Gehäuseboden mit zwei langen Moosgummientkopplern ausgestattet.
Im vorderen Bereich des Netzteiltunnels ist der HDD-Käfig zu finden, welcher mit zwei herausnehmbaren Festplattenrahmen ausgestattet ist. Die eingesetzten Metallrahmen ermöglichen neben einer geschraubten Montage von 2,5″-Festplatten auch eine entkoppelte Montage von 3,5″-Festplatten.

Die Verarbeitung des CA200M wurde seitens Sharkoon sauber und durchdacht ausgeführt.

 

Montage:

Den ersten Arbeitsschritt kann man sich bei der Hardwaremontage sparen, denn Sharkoon hat die zur Mainboardmontage notwendigen Abstandshalter schon in den Mainboardschlitten eingedreht.
Durch die in den Mainboardschlitten eingelassene Aussparung kann die Montage des gewünschten CPU-Kühlers auch im Nachhinein durchgeführt werden. Was den verwendeten Kühler angeht, bekommt man ein Platzangebot von 165 mm geboten, wodurch man bei der Wahl des verwendeten Kühlers nur dann eingeschränkt wird, wenn man einen besonders großen Towe- oder Twin-Tower-Kühler verbauen möchte.
Die Montage einer internen Wasserkühlung ist auf Wunsch ebenso möglich. Für den Fall, dass man eine solche Wasserkühlung verbauen möchte, bekommt man hinter der Gehäusefront einen Radiator mit einer Größe von bis zu 420 mm und an der Gehäuseoberseite einen bis zu 360 mm großen Radiator unter. Wenn einem diese Kühlleistung noch nicht ausreicht, kann man an der Rückseite noch einen 120-mm-Radiator verbauen.
Die eingesetzten Erweiterungskarten dürfen bis zu 425 mm lang sein. Aufgrund der eingesetzten Schrauben muss man zu deren Montage jedoch auf einen Schraubenzieher zurückgreifen.
Die Montage von bis zu zwei 2,5“-Festplatten kann wahlweise auf der Oberseite des Netzteiltunnels erfolgen. Neben diesen lässt sich auch noch eine Wasserpumpe montieren.
Auf der Rückseite des Mainboardschlittens sowie in der unteren Klimazone lassen sich jeweils bis zu zwei 2,5″ oder drei 3,5“-Festplatten montieren. Alle Festplatten müssen hierbei zwar mit mittels Schrauben befestigt werden, dafür wird einem bei der Montage von 3,5″-Festplatten die Möglichkeit zu einer entkoppelten Montage geboten.
Das eingesetzte ATX-Netzteil kann dank der acht Montagebohrungen in zwei Richtungen montiert werden.

Dank des aufgeräumten Innenraums wird in Kombination mit dem vorinstallierten RGB-Komponenten nicht nur ein guter Grundstein für einen sehr guten Luftfluss erzielt, sondern auch eine schicke Optik. Da das Platzangebot auf der Rückseite des Mainboardschlittens vergleichsweise groß ausfällt, wird nicht nur das Kabelmanagement vereinfacht, sondern auch die Montage von 3,5″-Festplatten ist auf der Rückseite des Mainboardschlittens möglich. Dank der verbauten Echtglasseitenscheibe und der guten RGB-Steuereinheit kann man auch ohne ein Mainboard mit verbautem 5-Volt-ADD-Header schicke Lichteffekte erzielen.

Für den Fall, dass einem die 20 möglichen Beleuchtungseffekte nicht ausreichen, kann man mittels eines kompatiblen Mainboards noch mehr Effekte und Beleuchtungsfarben ermöglichen.

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Fazit:

Mit dem CA200M hat Sharkoon ein großes ATX Gehäuse in seiner Elite Shark Serie, welches in unserem Test neben einer ansprechenden Optik auch mit einem guten Platzangebot sowie einer sauberen Verarbeitung überzeugen konnte. Um nicht nur Mainboards bis hin zum E-ATX Formfaktor verbauen zu können, sondern auch potente Gaming-Hardware problemlos kühlen zu können, kann man in dem CA200M nicht nur einen großen Kühler verbauen, sondern man bekommt in dem Gehäuse auch problemlos eine mehr als ausreichend große Wasserkühlung unter. Neben den hierzu notwendigen Montagepunkten für die Radiatoren, hat Sharkoon auch gleich schon Montagepunkte für eine Pumpe und einen Ausgleichsbehälter in das Gehäuse eingearbeitet. Dank des großzügig dimensionierten Platzangebot auf der Rückseite des Mainboardschlittens können hier nicht nur zusätzliche Festplatten verbaut werden, sondern es ist auch ein einfaches und sauberes Kabelmanagement möglich, welches zu einem aufgeräumten Innenraum führt. In Kombination mit der verbauten Echtglasseitenscheibe sowie den vorinstallierten ARGB-Komponenten kann zudem recht einfach eine schicke Optik erreicht werden. Preislich liegt das CA200M ATX-Gehäuse aktuell bei knapp 120 € *. Neben der von uns in diesem Test herangezogenen Variante, welche in der Gehäusefront über ein Mesh-Gitter verfügt, gibt es das Gehäuse auch noch in einer Variante, welche an dieser Stelle mit einer weiteren Echtglasscheibe ausgestattet ist. Diese sorgt zwar für einen besseren Einblick, verschlechter jedoch auch merklich die Luftführung, wodurch man gerade beim Einsatz von sehr potenter Hardware ein besseres Augenmerk auf die Kühlung legen sollte.

Wir danken Sharkoon für die Bereitstellung des Testmusters.

Sharkooon - Elite Shark CA200M

8.7

Verarbeitung

9.0/10

Kompatibilität

9.5/10

Kühlmöglichkeiten

9.5/10

Ausstattung

9.0/10

Lieferumfang

9.5/10

Modding

7.5/10

Preis

7.0/10

Pro

  • Design (zudem in zwei unsterschiedliche Versionen erhältlich)
  • Gute RGB-Steuereinheit
  • Kompatibilität
  • Hohe Anzahl an HDD-Montagepunkten
  • Gute Kühleigenschaften (Mesh-Version)
  • Ausstattung