Nuki Home Solutions – Nuki Power Pack im Test

Mit dem Nuki Power Pack haben wir heute ein Akkupack von Nuki Home Solutions für das Nuki Smart Lock 1.0 und 2.0 im Test, welches nicht nur für eine lange Batterielaufzeit sorgen soll, sondern auch einen Batteriewechsel überflüssig machen soll.

Welche Features in dem Nuki Power Pack stecken und wie sich die neuste Erweiterung für das Nuki Smart Lock von Nuki Home Solutions in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

 

Technische Details:

Artikeltype: 070.120
Produkt: Nuki Power Pack
Farbe: Schwarz
Produktabmessungen: ca. 33 x 55 x 70 mm
Herkunft: China
Zusammensetzung Akku: Wiederaufladbares NiMH Akkupack
4,8V DC | 2.500 mAh | 12 Wh
Ladevorgang: Laden mit USB-C Ladekabel
 
USB-C-Buchsen links & rechts ermöglichen Laden des Nuki Power Packs an der Tür unabhängig vom Türanschlag
Batterielaufzeit: Ca. 1 Jahr bei durchschnittlich 8 Sperrvorgängen pro Tag
Ladedauer rund 10 Stunden.
Betriebstemperatur: 10-40°C
Garantie: 24 Monate

 

Lieferumfang:

  • Nuki Power Pack
  • USB-Ladekabel Typ C
  • Anleitung

 

Design und Verarbeitung:

Das Nuki Power Pack wird in einer Verpackung geliefert, welche neben der Modellbezeichnung auch mit einem Akku Symbol bedruckt wurde.

Auf der Verpackungsrückseite wurden die Leistungsdaten des enthaltenen Nuki Power Packs abgedruckt.

Entnimmt man das Nuki Power Pack aus seiner Verpackung, so hat man schwarzes und somit farblich zum Nuki Smart Lock passendes Akku-Pack vor sich stehen. 

Betrachtet man das Power Pack einmal von der Oberseite aus, so findet man hier eine schwarze Kunststoffplatte vor, in welche die vergoldeten Anschlusskontakte eingearbeitet wurden. Diese Kunststoffplatte ist mittels einer mittig eingedrehten Schraube mit dem unteren Element des Nuki Power Packs verbunden. Die hier eingesetzte Schraube dient zugleich dazu, eine gewisse Vorspannung auf die im Inneren verbauten und ebenfalls vergoldeten Federn auszuwirken, welche im unteren Gehäusebereich den Kontakt zu den vier im Akkupack eingesetzten AA-Akkus herstellen. Dadurch, dass sich die eingesetzten Akkus aus dem Akku Pack entnehmen lassen, kann man diese im Falle eines Defektes recht einfach austauschen. Hierbei sollte man jedoch beachten, dass man hierdurch jeglichen Gewährleistungsanspruch verliert.

Nuki Home Solutions setzt in dem Nuki Akku Pack vier 1,2 Volt AA Akkus mit 2500 mAh ein. Kombiniert ergibt sich hierdurch eine Betriebsspannung von 4,8 Volt. Einen Hinweis auf diese Leistungsdaten sowie das Produktionsdatum findet man auch auf einem kleinen Label, welches neben dem Akkufach angebracht wurde.

In das ca 1 cm dicke Gehäuse, welches unterhalb der vier im Akku Pack verbauten AA Akkus verbaut wurde, wurde neben der Ladeelektronik auch der Verriegelungsmechanismus sowie eine LED zur Ladekontrolle integrierte.

Zum Aufladen wurde Nuki Akku Pack zudem mit gleich zwei USB Type C Schnittstellen ausgestattet. Diese sind einmal zur linken 

und einmal zur rechten Seite hin ausgerichtet.

Durch diese beidseitige Ausrichtung kann man das Nuki Power Pack auch dann problemlos aufladen, wenn es im Nuki Smart Lock verbaut ist. Wäre das Power Pack nur mit einem USB-Anschluss ausgestattet, würde das Anschlusskabel je nach dem, in welche Richtung die Tür geöffnet wird, in die geöffnete Tür hineinragen.
Durch dieses Feature kann man das Nuki Power Pack auch dann aufladen, wenn es im Smart Lock verbaut ist. Auch eine dauerhafte Stromversorgung kann über diesen Weg realisiert werden. Leider ist das im Lieferumfang enthaltene USB-Kabel mit seinen 42 cm jedoch für diesen Einsatzzweck zu kurz, wodurch man hier auf ein optionales USB C Kabel* zurückgreifen muss.

Die Verarbeitung des Nuki Power Packs wurde sehr sauber und hochwertig ausgeführt und gibt und keinen Grund zur Kritik.

 

Inbetriebnahme:

Die Installation und Inbetriebnahme des Nuki Power Pack gestaltet sich sehr einfach und ist mit wenigen Handgriffen erledigt.

Bevor man das Nuki Akku Pack installiert, sollte man sich jedoch Gedanken darüber machen, ob man es im montierten Smart Lock aufladen möchte, oder außerhalb vom Smart Lock.
Beides ist dank der verbauten USB Typ C Anschlüsse „problemlos“ möglich. Lediglich für den Fall, dass man das Nuki Akku Pack im Nuki Smart Lock aufladen möchte, wird man sich in den meisten Fällen erst noch ein langes USB-Kabel* besorgen müssen.
Zum Aufladen kann man das Nuki Power Pack in beiden Fällen an einen optionalen USB Charger*, eine optionale Powerbank* oder ein vorhandenes Notebook anschließen.
Möchte man das Nuki Power Pack außerhalb des Smart Locks aufladen, so gibt einem die in die Unterseite integrierte Status LED einen Aufschluss darüber, wann der erste Ladevorgang abgeschlossen ist.

Diese blinkt während des Ladevorgangs im Sekundentakt und leuchtet bei einer vollständigen Ladung durchgehend. Zu beachten ist beim aufladend des Nuki Akku Packs jedoch, dass der Ladevorgang erst beginnt, wenn ein Akkustand von unter 75 % erreicht ist.

Sobald die LED durchgehend leuchtet, ist der Ladevorgang beendet und man kann das Nuki Power Pack in das vorhandene Nuki Smart Lock einsetzen. Hierzu muss man lediglich das im Smart Lock verbaute Batteriefach entriegeln nach unten herausziehen. Im Anschluss kann das Power Pack von unten in das Smart Lock geschoben werden. Die Verriegelung rastet hierbei automatisch ein.

Soll das Power Pack im Smart Lock aufgeladen werden, so muss man nach der Installation noch das Stromkabel anschließen und verlegen. Um das Anschlusskabel an der Tür zu befestigen, eignen sich neben einem schlanken Kabelkanal kleine und recht unauffällige Kabelclipse* am besten.

Eine Einrichtung des Power Pack in der Nuki App ist nicht notwendig. Das im Smart Lock installierte Power Pack wird automatisch erkannt und der aktuelle Akkustand wird einem in der App angezeigt.

 

Test:

Wir haben den Nuki Power Pack in Kombination mit dem in unserer Redaktion verbauten Nuki Smart Lock 2.0 getestet. Dieses war während unseres Tests durchgehend an der Eingangstür montiert.

Nuki Home Solutions gibt eine Akkulaufzeit von etwa einem Jahr bei durchschnittlich 8 Sperrvorgängen pro Tag an. Die Ladezeit wird mit bis zu 10 Stunden angegeben.

Der initiale Ladevorgang dauerte in unserem Test 2 Stunden und 58 Minuten. Der Ladevorgang wurde an einem USB-Charger mit einer maximalen Ausgangsleistung von 2,4 Ampere durchgeführt und erfolgte bei einer Spannung von 5,03 Volt und einer Stromstärke von 0,39 – 0,44 Ampere. Während des Ladevorgangs wurden 1,241 Amperestunden, was 6,255 Wattstunden entspricht, geladen. 

Da wir euch den Test des Nuki Power  Pack gleich zum Release bieten wollen, haben wir das Power Pack nicht erst ein Jahr in einen Dauertest schicken können, sondern zwei Wochen Lang einem Härtetest unterzogen. 

Aus diesem Grund haben wir dem Power Pack in den ersten vier Tagen keine Ruhe gegönnt und haben das eingesetzte Smart Lock durchgehend auf und wieder zugesperrt. Bei den Sperrvorgängen sind in unserem Test zwei Umdrehungen des Schließzylinders notwendig.
Durch die notwendigen Ladephasen wurden an jedem Tag zwei Testrunden durchgeführt. Bei den acht absolvierten Testrunden konnten wir zwischen 3851 und 3918 Sperrvorgänge erreichen.

Teilt man die erreichten Sperrvorgänge durch 365 so kommt man auf fast 11 Sperrvorgänge täglich, welche in einem Jahr möglich wären. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass der Stromverbrauch, welcher im Energiesparmodus und in der Zeit von einem Sperrvorgang bis zum erreichen des Energiesparmodus in unserem Testaufbau nicht mit eingeflossen ist.
Vergleicht man unser Testergebnis jedoch einmal mit den Herstellerangaben, so kann man davon ausgehen, dass eine Betriebsdauer von einem Jahr problemlos möglich sein sollte.

Zwischen den jeweiligen Testrunden haben wir das Powerpack außerhalb vom Smart Lock aufgeladen. Die maximale Ladedauer betrug hierbei 8 Stunden und 37 Minuten. Die Ladevorgänge wurden hierbei mit einer Stromstärke zwischen 0,37 A und 0,52 A durchgeführt.

Nach 9 Tagen, in welchen das Smart Lock unter normalen Bedingungen in unserer Redaktion genutzt wurde, zeigte das Batteriemanagement des Smart Locks in der Nuki App eine Restkapazität von 100 % an.

Um das Akku Pack rechtzeitig im verbauten Zustand oder außerhalb vom Smart Lock aufladen zu können, wird einem ein niedriger Akkustand ab erreichen der 20 % Marke per Pushmitteilung sowie blinkender LED am Smart Lock mitgeteilt.

 

Fazit:

Mit dem Nuki Power Pack hat Nuki Home Solutions ein Akkupack für das Nuki Smart Lock und Nuki Smart Lock 2.0 in sein Sortiment aufgenommen, welches in unserem Test nicht nur mit einer einfachen Installation, sondern auch mit einer guten Leistung überzeugen konnte. Was die gebotene Leistung angeht, gehört vor allem für Nutzer, welche bisher normale Alkali-Batterien einsetzen der lästige Batterietausch der Vergangenheit an. Das Nuki Power Pack sorgt hier nicht nur für eine deutlich längere Laufzeit, sondern es schont zugleich auch die Umwelt. Nutzer, welche bisher leistungsstarke Akkus in ihrem Smart Lock eingesetzt haben, können je nach dem, welche Akkus bisher verwendeten wurden zwar nicht von einer längeren Akkulaufzeit, jedoch von einfacheren Ladevorgängen profitieren, bei welchen das Smart Lock weiterhin in Betrieb bleiben kann. Zudem bieten einem die zu zwei Seiten ausgerichteten USB C Anschlüsse die Möglichkeit, das Smart Lock durchgehend mit Strom zu versorgen, wodurch man sich bei einer festen Verkabelung nie wieder Gedanken um den Ladestand des Smart Locks mache muss. Preislich ist das Nuki Power Pack mit einem Preis von 49€* zwar nicht gerade günstig. Schaut man sich jedoch einmal an, was vier hochwertige und leistungsstarke AA Akkus kosten, so relativiert sich der Preis recht schnell.

Wir danken Nuki sehr für die Bereitstellung des Testmusters.

Nuki Home Solutions - Nuki Power Pack

9.5

Verarbeitung

10.0/10

Leistung

9.5/10

INBETRIEBNAHME / KONFIGURATION

10.0/10

Preis

8.5/10

Pro

  • Sehr einfache montage
  • Lange Akkulaufzeit
  • Aufladen direkt im Smart Lock möglich
  • (Akkus nach Garantieende einfach austauschbar)