Kolink – Big Chungus ARGB Showcase im Test

Mit dem Big Chungus haben wir heute ein ganz besonderes E-ATX-Gehäuse von Kolink im Test, welches durch seinen besonderen Aufbau in Kombination mit den vorinstallierten RGB-Komponenten so ziemlich jedes andere Gaming-Gehäuse in den Schatten stellen möchte.

Welche Features in dem Big Chungus stecken und wie sich das luftig designte Gehäuse von Kolink in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

 

Technische Details:

Maße: 668 x 336 x 651 mm (B x H x T)
Gewicht: ca. 16 Kg
Material: Stahl, Aluminium, Tempered Glass (Seiten), Kunststoff
Farbe: Schwarz (Rahmen), Rot (Sockel)
Formfaktor: E-ATX, ATX, Micro-ATX, Mini-ITX
Lüfter insgesamt möglich: 4x 120 mm (Vorderseite)
2x 120 mm (Deckel)
1x 120 mm (Rückseite)
3x 120 mm (Boden)
Davon vorinstalliert: 4x 120 mm (Vorderseite, 6-Pin, digital adressierbare RGB-LEDs)
1x 120 mm (Rückseite, 6-Pin, digital adressierbare RGB-LEDs)
Lüfter/RGB-Controller/Hub: Ausgänge:
10x 6-Pin (PWM, DG-RGB)
2x 3-Pin RGB (5VDG)
Eingänge:
1x 3-Pin RGB (Verbindung mit Mainboard)
1x SATA-Strom (für Stromzufuhr)
1x Schalter
Radiator-Mountings: 1x max. 360 mm (Vorderseite)
1x max. 240 mm (Deckel)
1x max. 120 mm (Rückseite)
1x max. 360 mm (Boden)
Laufwerksschächte: 2x 3,5-Zoll
4x 2,5-Zoll
Netzteil: 1x Standard ATX max. 22 cm
Erweiterungsslots: 7
I/O-Panel: 1x USB 3.1 Typ C
1x USB 3.0
1x USB 2.0
Je 1x Audio In/Out
Maximale Grafikkartenlänge: 335 mm
Maximale CPU-Kühler-Höhe: 175 mm

 

Lieferumfang:

  • Big Chungus Gehäuse
  • Standfuß
  • Schraubenset
  • Fernbedienung
  • Anleitung (RGB-Steuerung)
  • Kabelbinder
  • Speaker
  • 5-Volt-RGB-Adapterkabel (für Gigabyte Mainboards)

 

Design und Verarbeitung:

Das Big Chungus wird von Kolink in sehr großen Verpackung geliefert, welche auf der Vorder- und Rückseite neben der Modellbezeichnung auch mit einer Skizze sowie einer kurzen Beschreibung des enthaltenen Gehäuses bedruckt wurde.

Innerhalb der Verpackung wird das Gehäuse durch mehrschichtige Kartonstreifen sowie speziell geformte Schaumstoffpolster vor ungewollten Beschädigungen geschützt.

Äußeres Erscheinungsbild

Entnimmt man das Big Chungus aus seiner Verpackung, so hat man nicht wie üblich ein vollständig vormontiertes Gehäuse vor sich liegen, sondern einen aus rot eloxiertem Aluminium gefertigten Standfuß und das eigentliche Gehäuse selbst.

Mit einem Blick auf den aus hochwertigen Aluminium gefertigten Standfuß wird man schnell erkennen, dass dieser in der vorderen Kante mit dem I/O-Panel ausgestattet wurde.

Neben den obligatorischen Audioanschlüssen hat Kolink in den Standfuß auch noch einen USB 2.0 und einen USB 3.0 Anschluss integriert. Zudem findet man hier auch noch einen USB Typ C Anschluss vor, welcher jedoch leider nur als USB 3.1 Gen1 Anschluss ausgeführt wurde.

Zur Befestigung des Standfußes an der Unterseite des aus schwarz lackiertem Stahlblech gefertigten Gehäusekorpus kommen vier kleine Schrauben zum Einsatz.

Mit einem Blick auf die Gehäuseunterseite kann man nicht nur die hierzu in den Gehäusekorpus eingelassenen Montagegewinde erkennen,

sondern man kann auch einen ersten Blick auf den Einbauplatz des Netzteiles werfen. Dieser befindet sich gleich unterhalb des am Boden eingearbeiteten Lufteinlasses, an welchem man bis zu drei 120-mm-Lüfter bzw. einen entsprechenden Radiator montieren kann. An der Unterseite des Lufteinlasses hat Kolink zudem gleich zwei adressierbare RGB-Strips angebracht, welche für eine entsprechende Unterbodenbeleuchtung sorgen.

Sobald man den Standfuß am Gehäuse montiert hat, kann man nicht nur die kompletten Abmessungen  des Gehäuses erkennen, sondern auch den speziellen Aufbau.

Anders, als man es von den meisten Gehäusen am Markt kennt, wird das Design des Big Chungus nicht nur durch die linke Gehäuseseite sowie der Gehäusefront bestimmt, sondern durch alle Gehäuseseiten.

Betrachtet man das Gehäuse einmal von der Vorderseite aus, so fällt einem als Erstes die hier verbaute Glasfront auf, hinter welcher Kolink gleich vier adressierbare 120-mm-RGB-Lüfter verbaut hat. Um trotz der durchgehenden Glasfront Luft in das Gehäuse einsaugen zu können, wurde die Glasscheibe auf gummierten Abstandshaltern montiert.

Der schwarz lackierte Gehäusekorpus fällt zur linken und rechten Außenseite hin leicht schräg ab und wurde mit einem geöffneten Aufbau versehen, welcher einen an das Design von einem zusammengefügten Stahlgerippe erinnert.

Mit einem Blick auf die Oberseite des trapezförmige Gehäuses findet man im vorderen Bereich eine Metallblende vor, welche einen an das Design eines Diffusors erinnern.

Im weiteren Verlauf wurde auch auf der Gehäuseoberseite eine große Echtglasscheibe verbaut.

Hinter der mit Rändelschrauben befestigten Scheibe befindet sich ein Luftauslass, an welchem man bis zu zwei 120-mm-Lüfter befestigen kann.

Mit einem Blick auf die schräge Gehäuserückseite findet man im oberen Bereich den Ausschnitt für das I/O-Schield vor. Direkt neben diesem Ausschnitt wurde ein offener Luftauslass eingearbeitet, an welchem ein weiterer 120-mm-ARGB-Lüfter vormontiert wurde.

Im weiteren Verlauf der Gehäuserückseite sind sieben perforierte Slotblenden zu finden. Der Montageplatz für das ATX-Netzteil befindet sich am Gehäuseboden und wurde im Gegensatz zur Gehäuserückseite selbst nicht um 45° abgewinkelt.

Auch auf der linken und rechten Seite hat Kolink dem Gehäuse großflächige Echtglasscheiben spendiert. Wie wir es schon von den Glasscheiben kennen, welche an der Gehäusefront sowie an der Gehäuseoberseite montiert sind, wurden auch die seitlichen Scheiben mit einer leichten Tönung versehen.

Blick ins Innere

Auch wenn man durch die verbauten Echtglasseitenscheiben schon einen guten Blick ins Gehäuseinnere erhaschen kann, so kann man alle Details dennoch erst dann erkennen, wenn man die beiden Seitenwände vom Gehäusekorpus abnimmt.

Mit einem Blick auf den Mainboardschlitten findet man neben der zur Kühlermontage eingelassenen Aussparung und den zur Mainboardmontage notwendigen Abstandshaltern auch mehrere Kabeldurchführungen vor.

Mit einem Blick auf die Slotblenden fällt einem eine große Aussparung auf, welche einem durch das spezielle Gehäusedesign beim Betrachten der Gehäuserückseite noch nicht so ins Auge gefallen ist.

Auch wenn das Gehäuse über einen weitestgehend offenen Aufbau verfügt, hätte dem Innenraumdesign eine geschlossene Blende oder eine Blende, welche an die seitlichen Öffnungen des Gehäusekorpus angelehnt ist, gutgetan.

Mit einem Blick auf den Gehäuseboden ist nicht nur der eingehend schon erwähnte Lufteinlass zu erkennen, sondern auch die einzige Kabeldurchführung, durch welche man die Stromkabel des eingesetzten Netzteils auf die Rückseite des Mainboardschlittens führen kann.

Mit einem Blick auf die Rückseite des Mainboardschlittens fällt einem als Erstes der fest mit dem Mainboardschlitten verbundene HDD-Käfig auf.

Kolink hat den Big Chungus im Bereich der zur Kühlermontage eingelassenen Aussparung mit einem länglichen Festplattenkäfig ausgestattet, an welchem man bis zu vier 2,5″- und zwei 3,5″-Festplatten befestigen kann. Einer der hierzu notwendigen Montagebohrungen wurde jedoch leider nicht vollständig ausgeführt.

Uns hätte es sehr gefreut, wenn Kolink diesen Festplattenkäfig modular ausgeführt hätte, denn dann wäre nicht nur die Festplattenmontage etwas einfacher, sondern auch der Zugang zum Ausschnitt für die Kühlermontage wäre auf der gesamten Fläche möglich.

Um die vorinstallierten RGB-Komponenten auch ohne ein kompatibles Mainboard mit 5-Volt-ADD-Header steuern zu können, hat Kolink dem Gehäuse einen ARGB-Controller spendiert, welche wir schon von vergangenen Gehäusen kennen und welche 366 unterschiedliche Effekte ermöglicht.

Neben den fünf vorinstallierten ARGB-Lüftern und den beiden verbauten ARGB-Strips kann man an dieser Steuereinheit noch fünf weitere 6-PIN-ARGB-Lüfter anschließen.

Die Verarbeitung des Big Chungus wurde weitestgehend sehr sauber ausgeführt. Nicht so gut gefallen haben uns neben der einen fehlenden Bohrung im Festplattenkäfig die recht flachen Moosgummifüße.

 

Montage:

Den ersten Arbeitsschritt kann man sich bei der Hardwaremontage sparen, denn Kolink hat die zur Mainboardmontage notwendigen Abstandshalter schon fest in den Mainboardschlitten eingearbeitet, wodurch man das Mainboard ohne weitere Vorbereitungen montieren kann. Durch die in den Mainboardschlitten eingelassene Aussparung kann die Montage des gewünschten CPU-Kühlers grundlegend auch im Nachhinein durchgeführt werden. Kommt jedoch ein Mainboard mit einem High-End-Sockel zum Einsatz, bei dem die Montagebohrungen weiter auseinanderstehen, als es bei einem Mainboard mit einem Consumer-Sockel der Fall ist, so kann es durch den Festplattenkäfig, welcher in den Montagebereich hineinragt etwas eng zugehen.
Dank des Platzangebotes von 175 mm kann man in dem Big Chungus nicht nur jeden Tower-Kühler verbauen, sondern man bekommt auch fast jeden Twin-Tower-Kühler in dem Gehäuse unter.
Neben einer guten Luftkühlung kann man in dem Big Chungus auch eine sehr leistungsstarke Wasserkühlung verbauen. Hierzu lässt sich am Gehäuseboden und an der Gehäusefront ein 360-mm-Radiator verbauen. Am Gehäusedeckel kann zudem ein 240-mm-Radiator und an der Gehäuserückseite ein 120-mm-Radiator verbaut werden. Sollte man am Gehäuseboden keinen oder nur einen 240-mm-Radiator verbauen, so kann man hinter der Gehäusefront sogar einen 420-mm-Radiator verbauen. Bei der Montage der hierzu notwendigen Pumpe sowie des Ausgleichsbehälters muss man aufgrund der speziellen Bauform sowie fehlender Montagepunkte jedoch auf Adapter zurückgreifen, durch welche man die jeweiligen Komponenten direkt am Radiator oder den verbauten Lüftern montieren kann.
Die eingesetzten Erweiterungskarten dürfen bis zu 335 mm lang sein. Aufgrund der verwendeten Schrauben muss man zu deren Montage jedoch auf einen Schraubenzieher zurückgreifen.
Die Montage von vier 2,5″- und zwei 3,5″-Festplatten ist am Festplattenkäfig möglich, welcher an der Rückseite des Mainboardschlittens angebracht ist. Leider lässt sich der Festplattenkäfig nicht aus dem Gehäuse entnehmen, wodurch bei einer vollen Bestückung nicht jede Festplatte mit vier Schrauben befestigt werden kann.
Da das eingesetzte Netzteil quasi unterhalb des eigentlichen Gehäuses verbaut wird, ist es nur sinnvoll, dass das Netzteil nur in einer Richtung verbaut werden kann. Bei der Netzteilwahl sollte man nicht nur auf die Länge des Netzteils achten, sondern auch darauf, dass das Netzteil über einen teilmodularen Aufbau mit Flachbandkabeln verfügt. Dies liegt daran, dass es nur eine recht schlanke Kabeldurchführung zur Rückseite des Mainboardschlittens gibt.

Durch den offenen Aufbau muss man sich beim Verlegen der Kabel deutlich mehr Mühe geben, als es bei einem herkömmlichen Gehäuse der Fall ist. Die einzige Möglichkeit, überschüssige Kabel etwas zu verstecken findet man im unteren Bereich des Mainboardschlittens. Hier sind die Kabel dann wenn von der Vorder- oder Rückseite aus sichtbar.

Aus diesem Grund hätten wir uns gefreut, wenn Kolink diesen Bereich von der Vorderseite aus Verblendet hätte.

Dank der großzügigen Sichtfenster und der vorinstallierten RGB-Komponenten stellt das Big Chungus schon im Auslieferungszustand nicht nur eine gute Grundlage für einen auffälligen Casemod dar, sondern es sorgt direkt dafür, dass alle Blicke auf der nächsten Lanparty genau auf dieses Gehäuse gerichtet werden.

Dank der vorinstallierten Steuereinheit kann man auch ohne ein kompatibles Mainboard auf 366 Beleuchtungseffekte zurückgreifen, von welchen wir euch einen Teil in einem Schnelldurchlauf zeigen wollen.

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Die Intensität sowie auch die Geschwindigkeiten der einzelnen Effekte und auch die Auswahl des gewünschten Beleuchtungseffektes ganz einfach über die mitgelieferte Fernbedienung ausgewählt werden.

Wenn ihr euch alle 366 Beleuchtungseffekte anschauen wollt, findet ihr diese in unserem Video zum Kolink – Observator RGB:

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Fazit:

Mit dem Big Chungus hat Kolink ein mächtiges Gehäuse in seinem Sortiment, welches nicht nur durch seine großen Abmessungen auf sich aufmerksam macht, sondern auch durch seinen besonderen Aufbau in Kombination mit den integrierten RGB-Komponenten. Kolink hat das Gehäuse aus einer Mischung aus Aluminium, Stahl und Glas gefertigt und hat dabei großen Wert auf eine ganz spezielle Optik gelegt, welche von jeder Gehäuseseite einen guten Blick auf den Innenraum und die verbauten Komponenten ermöglichen soll. Hierzu wurde das Gehäuse nicht nur mit vier großen Echtglasscheiben ausgestattet, sondern auch mit einem luftig designten Gehäusekorpus. Wo dieser Aufbau in Kombination mit der Möglichkeit, bis zu neun 120-mm-Lüfter bzw. entsprechender Radiatoren verbauen zu können, zu einer guten Kühlung der verbauten Komponenten sorgt, trägt der Aufbau jedoch auch dazu bei, dass die im Inneren verbaute Hardware deutlich schneller verstaubt und es einer regelmäßigen Reinigung bedarf. Die Verarbeitung des Gehäuses wurde passend zum Design bis auf eine nicht vollständig ausgeführte Bohrung am Festplattenkäfig und den recht dünnen Moosgummifüße sauber ausgeführt. Preislich liegt das mit fünf ARGB-Lüftern ausgestattete Big Chungus Showcase aktuell bei knapp 250€*.

Wir danken Caseking sehr für die Bereitstellung des Testmusters.

Kolink - Big Chungus

9.1

Verarbeitung

9.0/10

Kompatibilität

8.5/10

Kühlmöglichkeiten

9.5/10

Ausstattung

8.5/10

Lieferumfang

9.5/10

Modding

10.0/10

Preis

9.0/10

Pro

  • Besonders auffälliges Design
  • Anzahl der vorinstallierten RGB-Lüfter
  • Gute RGB-Steuereinheit
  • Gute Kühleigenschaften

Contra

  • Keine werkzeuglose und entkoppelte Montage
  • Lüfter nicht einzeln erhältlich
  • Festplattenkäfig nicht Modular