Kingston – HyperX – Alloy Elite 2 Gaming Tastatur im Test

Mit der Alloy Elite 2 haben wir heute eine mechanischen Gaming Tastatur von HyperX im Test, welche auf dem Design der Alloy Elite basiert, durch die verwendeten Tastenkappen jedoch neben einem guten Handling auch mit einem besonderen Design überzeugen möchte.

Welche Details in der neuen Alloy Elite 2 stecken und wie sich die neuste Gaming Tastatur aus dem Hause HyperX in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

 

Technische Details:

Maße: 44,4 x 17,4 x 3,7 cm
Farbe: Schwarz
Gewicht: 1,53 kg
Layout: Deutsch
Anschluss: USB
USB-Übertragungsfrequenz: 1.000 Hz
Anti-Ghosting: 100 % Anti-Ghosting
Tasten: HyperX Red:

Linear
Bedienkraft: 45 g
Betätigungspunkt: 1,8 mm
Gesamtweg: 3,8 mm

Lebenserwartung: 80 Millionen Tastenanschlägen
Key Rollover: N-key
Beleuchtung: RGB
I/O-Anschlüsse: USB (Durchgeschliffen)

 

Lieferumfang:

  • Alloy Elite 2 Gaming Tastatur
  • Anleitung

 

Design und Verarbeitung:

Die Alloy Elite 2 wird von HyperX in einer rot/weißen Verpackung geliefert. Die Verpackungsvorderseite wurde neben einem Produktbild und der Modellbezeichnung auch mit einem Hinweis auf die verbauten Switches bedruckt.

Auf der Verpackungsrückseite wurden vier Featurebilder inkl. einer kurzen Beschreibung abgedruckt.

Entnimmt man Alloy Elite 2 aus seiner Verpackung, so hat man eine mechanische Tastatur vor sich liegen, bei welcher einem gleich ein paar Ähnlichkeiten zur etwas schlankeren Alloy FPS auffallen.

Alloy Elite 2

Alloy FPS

Der auf den ersten Blick auffälligste Unterschied zwischen diesen beiden Modellen liegt in der Anzahl der verbauten Tasten sowie in den eingesetzten Tastenkappen. Wo die Alloy FPS noch mit einem normalen 105-Tastenlayout daher kommt, wurde die Alloy Elite 2 wie wir es auch schon von der normalen Version der Alloy Elite kennen, mit zusätzlichen Tasten ausgestattet, wodurch die Tastatur auch etwas in die Tiefe gezogen wurde.

In der oberen rechten Ecke wurden in den etwas hervorstehenden Rahmen neben vier Multimediatasten auch ein Lautstärkeregler eingearbeitet. Im Gegensatz zu den restlichen Tasten sowie auch dem Tastaturgehäuse wurden diese Sondertasten jedoch nicht in schwarz gehalten, sondern sie wurden passend zu den mitgelieferten Key-Caps titanfarben ausgeführt.

In der oberen linken Ecke wurden in diesen Rahmen drei weitere Tasten integriert. Hierbei handelt es sich um Tasten, welche einen schnellen Zugriff auf die Beleuchtungssteuerung, die drei hinterlegten Profile sowie den Gaming-Mode erlauben.

Im Vergleich zu den Tasten, welche der Multimediasteuerung dienen, wurden die hier verbauten Tasten durch ihre kantige Form etwas besser in das Design der Tastatur integriert.

Zwischen den normalen Tasten und den verbauten Zusatztasten wurde ein leicht transparenter Kunststoffstreifen eingearbeitet, welcher von der Rückseite aus beleuchtet werden kann.

Mit einem seitlichen Blick auf die Tastatur wird man schnell erkennen, dass auch die neue Alloy Elite 2 über einen recht schlanken Aufbau verfügt.

Dies liegt daran, dass die Tastatur über keinen umlaufenden Rahmen verfügt. HyperX setzt bei der Alloy Elite 2 auf eine robuste Stahlkonstruktion, welche mit einer schwarzen Lackierung versehen wurde. Der Bereich um die Zusatztasten herum wurde im Gegensatz zu dem restlichen Aufbau nicht aus Metall, sondern aus Kunststoff gefertigt.

Die einzelnen Tasten sind direkt auf die Oberseite des Tastaturgehäuses aufgesetzt. Durch diesen Aufbau fällt die Tastatur nicht nur etwas kompakter aus, sondern auch die Reinigung der Tastatur wird deutlich erleichtert, da man angefallene Krümel einfach ausschütteln kann, ohne dass sie am Rahmen hängen bleiben.

Bei den verbauten Switches setzt HyperX erstmals auf selbstentwickelte Switches. Neben den bei unserem Testmuster verbauten roten, linearen Switches hat HyperX diese zwar auch in zwei anderen Varianten im Sortiment, setzt diese aktuell jedoch noch nicht in der Alloy Elite 2 ein.

Wie man es von den meisten aktuellen Gaming Tastaturen kennt, wurden auch die auf der Alloy Elite 2 verbauten Switches mit einer RGB-Beleuchtung ausgestattet. Um eine besonders hohe Leuchtkraft zu erzielen, wurden die verbauten LEDs nicht wie sonst üblich unterhalb der Switches verbaut, sondern sie auf die Oberseite der Switches gesetzt.
Um die Ausleuchtung zu verbessern, setzt HyperX auf die selbst designten Pudding Keycaps.

Die eingesetzten Tastenkappen verfügen über einen lichtdurchlässigen Dual-Layer Stil, welcher mit einer speziellen HyperX-Schriftart kombiniert wurde.

Im Vergleich zur schon eingehend erwähnten Alloy FPS kommt die Alloy Elite 2 ohne eine verbaute FN-Taste aus. Um dennoch einen erweiterten Funktionsumfang nutzen zu können, kann man die verbauten Tasten in Kombination mit der bereitgestellten Software mit einer beliebigen Funktion belegen. Über die bereitgestellte Software lassen sich zudem verschiedene Beleuchtungseffekte einstellen.

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Blickt man einmal auf die Unterseite der Tastatur, so findet man hier im vorderen und im hinteren Bereich jeweils zwei Gummifüßen vor. An der vorderen Kante sind zudem noch Montagepunkte zur Montage einer Handballenauflage zu erkennen.

Im Gegensatz zu den schon erhältlichen Alloy Elite und Alloy Elite RGB Gaming Tastaturen liefert HyperX bei seiner neuen Alloy Elite 2 leider keine Handballenauflage mit.

Um die Ergonomie zu steigern, wurden im hinteren Bereich der Tastatur noch zwei ausklappbare Standfüße verbaut, welche ebenfalls mit einer gummierten Unterseite versehen wurden.

Betrachtet man die Tastatur einmal von ihrer Rückseite aus, so findet man neben einem durchgeschliffenen USB-Port auch ein fest mit der Tastatur verbundenes Anschlusskabel vor, welches im Vergleich zu den Anschlusskabeln vieler anderer Tastaturen etwas dicker ausfällt.

Dies hat den Hintergrund, dass das Anschlusskabel auf zwei USB Type A Stecker aufgesplittet wird.

Der einzige Unterschied der beiden Anschlusskabel liegt auf der optischen Seite lediglich in der unterschiedlichen Farbe des Innenlebens. Wo eines der beiden Kabel für den Anschluss der Tastatur selbst dient, bedient das andere Kabel den durchgeschliffenen USB-A-Anschluss. Gerade auf dunklen Lanpartys ist der Unterschied zwischen beiden Anschlüssen jedoch nur schwer zu erkennen, weswegen uns an dieser Stelle ein in den Stecker eingeprägtes Symbol besser gefallen hätte.

Die Alloy Elite 2 wurde seitens HyperX sauber und hochwertig verarbeitet. Etwas schade finden wir, dass HyperX der neusten Tastatur aus der Alloy Elite Serie keine Handballenauflage beigelegt hat.

 

Inbetriebnahme:

Die Alloy Elite 2 wurde von unserem Windows 10 Testsystem automatisch erkannt. Eine Treiber- bzw. Softwareinstallation ist zur Nutzung der normalen Funktionen nicht notwendig. Will man jedoch den vollen Funktionsumfang nutzen, so muss man die von HyperX bereitgestellte NGENUITY Software installieren. Diese Software wird von HyperX auch für andere Produkte wie Headsets und Mäuse genutzt. Die für die Alloy Elite 2 Gaming Tastatur benötigte Version kann jedoch leider nur aus dem Microsoft-Store heruntergeladen werden. Hierdurch kommen Nutzer älterer Betriebssysteme nicht in den Genuss der Software.

Im Gegensatz zu der Softwareversion, welche man für die kürzlich von uns getesteten Alloy Elite RGB direkt von der HyperX Homepage herunterladen kann, ist die Version aus dem Microsoft-Store lediglich in zwei Menüpunkte unterteilt.

Über den Menüpunkt „Lichter“ kommt man zur Beleuchtungssteuerung, über welche man neben vordefinierten Effekten auch eine beliebige Beleuchtungsfarbe einstellen kann.

Über den Menüpunkt „Tasten“ kommt man in ein Untermenü, über welches man jede Taste mit einer vordefinierten Funktion oder einem selbst erstellten Makro belegen kann.

 

Handhabung:

Mechanische Tastaturen bringen gegenüber herkömmlichen Tastaturen einen entscheidenden Vorteil mit sich. Bei normalen Tastaturen wird erst ein Signal über die gedrückte Taste an den PC verschickt, wenn die Taste ganz durchgedrückt ist. Durch den bauartbedingten Aufbau lassen sich diese Tasten zudem noch etwas schwerer drücken, als Tasten einer mechanischen Tastatur. In dieser werden Schalter für jede Taste verbaut, welche die Signale schon viel früher übermitteln. Somit erspart man sich zeit und auch kraft beim Tippen bzw. Spielen.

Wie schon kurz angesprochen verbaut HyperX in unserem Testmuster der Alloy Elite 2 seine roten HyperX Switches, welche mit einer RGB-Beleuchtung ausgestattet sind.


Bildquielle HyperX

Wie die Simulation zeigt, ist der Weg- und Kraftverlauf der Switches absolut linear. Die Besonderheit dieser Switches liegt in der schwachen Feder und der damit verbunden, geringen Betätigungskraft von nur 45 Gramm. In Kombination mit einem reduzierten Auslöseweg von nur 1,8 mm und einem Gesamtweg von 3,8 mm lösen die Switches im Vergleich zu den recht ähnlichen und bei Gamern weitverbreiteten CHERRY MX Red Switches nicht nur schneller aus, sondern sind auch wieder schneller zurück in der Ausgangsposition. Der Druckpunkt selbst ist bei diesen Schaltern nicht zu spüren.

In der Praxis zeichnet sich die Tastatur somit mit einem angenehmen und leichtgängigen Tippverhalten aus. Da der Auslösepunkt nicht spürbar ist, erfolgt der Umstieg von Chiclet-Tastaturen bei diesen Switches besonders einfach. Ob einem dieser etwas weicher Tastendruck gefällt oder nicht, muss jeder für sich selbst wissen, die HyperX Red Switches eignen sich jedoch sowohl in hektischen Gaming-Sessions als auch beim alltäglichen Tippen von kleineren Texten. Der erfreuliche Nebeneffekt der Switches liegt in der geringen Lautstärke, wodurch sie sich auch bestens fürs Büro eignen, ohne dass die Kollegen gestört werden, wenn es auf der Tastatur einmal etwas hektischer zugeht.

Die verbauten Switches bieten in Kombination mit den hohen Tastenkappen, welche HyperX bei der Alloy Elite 2 einsetzt ein Handling, an welches sich viele Gamer sehr schnell gewöhnen werden. Die Alloy Elite 2 liegt durch ihr mitgebrachtes Gewicht und durch die verbauten Gummifüße gut und sicher auf dem Schreibtisch und rührt sich somit auch in einer hektischen Gaming-Session nur schwer vom Fleck. Dies gilt auch für den Fall, dass man den Anstellwinkel durch das ausklappen der hinteren anhebt. Eine Handballenauflage hätte dem Handling dennoch gutgetan.

Die Tastatur verfügt zwar nicht über die in der Zwischenzeit oft bei Gaming Tastaturen eingesetzte FN-Taste, bietet einem durch die bereitgestellte Software jedoch einen sehr guten Funktionsumfang, denn man kann jede Taste mit einer beliebigen Funktion belegen. Die getätigten Einstellungen können zudem in drei unterschiedlichen Profilen gespeichert werden.

Dank Anti-Ghosting mit N-Key-Rollover kann man alle Tasten gleichzeitig drücken, ohne dass ein Befehl nicht übermittelt wird.

 

Fazit:

Mit der Alloy Elite 2 hat HyperX seine mechanische Gaming Tastatur Alloy Elite in einer weiteren Version aufgelegt, welche neben farblich abgesetzten Multimediatasten auch mit einer vollständig individualisierbaren und sehr auffälligen RGB-Beleuchtung ausgestattet wurde. Dank der bereitgestellten Software, welche man leider nur im Microsoft-Appstore bekommt, kann man nicht nur die Beleuchtung an die eigenen Bedürfnisse anpassen, sondern auch jede Taste mit einer beliebigen Funktion belegen. Neben der durch die Pudding Keycaps sehr intensiven RGB-Beleuchtung und den dedizierten Zusatztasten hat HyperX die Alloy Elite 2 auch mit einem durchgeschliffenen USB-Anschluss ausgestattet. Gefehlt hat uns bei der eigentlich recht guten Ausstattung jedoch die von den vorherigen Alloy Elite Tastaturen gewohnte Handballenauflage, welche das gute Handling der Tastatur noch unterstrichen hätte. Die Verarbeitung der Alloy Elite 2 wurde sauber und hochwertig. Preislich liegt die Alloy Elite 2, welche es aktuell nur mit den roten HyperX Switches gibt, bei knapp 155 € *.

Ein besonderer Dank geht an HyperX für die Bereitstellung des Testmusters.

HyperX – Alloy Elite 2

8.6

Lieferumfang

8.0/10

Verarbeitung

9.5/10

Funktionsumfang

8.5/10

Bedienfreundlichkeit

8.5/10

Modding

10.0/10

Preis

7.0/10

Pro

  • Design inkl. RGB-Beleuchtung
  • Gute Verarbeitung
  • Gummierte Standfüße
  • Handling

Contra

  • Keine dedizierten Makrotasten
  • Zu geringer optischer Unterschied beider USB-Anschlüsse
  • Keine Handballenauflage im Lieferumfang
  • Softwaredownload nur über Microsoft-Store verfügbar