Inter-Tech – A-3411 Creek

Mit dem A-3411 Creek haben wir heute einen kompakten Midi-Tower von Inter-Tech im Test, welcher trotz seiner geringen Abmessungen auch potente Gaming-Hardware aufnehmen und gut in Szene setzen soll.

Welche Details in dem neuen A-3411 Creek stecken und wie sich der kompakte Midi-Tower von Inter-Tech in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

 

Technische Details:

Formfaktor: ATX, μATX, ITX
Abmessungen (H/B/T): 455 x 205 x 385mm
Laufwerkseinschübe: 1 x 3,5″
3 x 2,5″
Lüftervorbereitung: 3x 120 mm od. 2x 140 mm (Front)
1 x 120 mm (Rückseite)
2 x 120 mm (Deckel)
2 x 120 mm (Netzteiltunnel)
Radiatormountings: 120 mm, 240 mm, 280 mm und 360 mm (Front)
Anschlüsse I/O-Panel: 2 x Audio
2 x USB 2.0
1 x USB 3.0
Max. Höhe CPU-Kühler: 160 mm
Max. Länge Grafikkarte: 305 mm
Material: Stahl, Kunststoff, Tempered Glass
RGB-/Lüfter-Platine: Bis zu vier RGB-Geräte und vier 3Pin Lüfter

 

Lieferumfang:

  • A-3411 Creek
  • Schraubenset
  • Kabelbinder
  • Speaker

 

Design und Verarbeitung:

Der A-3411 Creek Midi-Tower wird von Inter-Tech in einer neutralen Verpackung geliefert, welche auf der Vorder- als auch Rückseite mit einer Skizze des enthaltenen Gehäuses sowie der Modellbezeichnung bedruckt wurde.

Innerhalb der OVP wird das Gehäuse durch zwei Styroporpolster geschützt und übersteht den Transport zum Käufer somit auch ohne eine weitere Umverpackung unbeschadet.

Äußeres Erscheinungsbild

Entnimmt man das A-3411 Creek aus seiner Verpackung, so hat man einen kompakten Midi-Tower vor sich stehen, welcher trotz der großen Echtglasseitenscheibe einen recht schlichten ersten Eindruck hinterlässt.

Wie man es von den meisten Gehäusen her kennt, trägt auch bei dem A-3411 Creek die aufgesteckte Kunststofffront ausschlaggebend zu dem Design bei. Inter-Tech hat das Gehäuse mit einer Frontblende ausgestattet, welche durch ihre geschwungene Bauform optisch in zwei Bereiche unterteilt wurde.

In den schmalen Bereich, welcher durch die geschwungene Bauform etwas nach hinten versetzt ist, wurde das I/O-Panel eingearbeitet. Neben den obligatorischen Audioanschlüssen und zwei USB 2.0 Anschlüssen wurde an dieser Stelle auch ein USB 3.0 Anschluss untergebracht.

In den Übergang zu dem etwas hervorstehenden Bereich der Gehäusefront wurde ein leicht transparenter Kunststoffstreifen eingearbeitet, hinter welchem Inter-Tech einen adressierbaren RGB-Stripe verbaut hat.

Um trotz der geschlossenen Front eine bestmögliche Belüftung ermöglichen zu können, wurde die aufgesteckte Frontblende auf der rechten Außenseite mit einem Lufteinlass ausgestattet. Einen Staubfilter sucht man an dieser Stelle jedoch leider vergebens.

Ein solcher ist hingegen auf der Oberseite des Gehäuses zu finden, wo er den großen Luftauslass vor eindringendem Staub schützt.

An dem mittels eines großflächigen Wabengitters realisierten Luftauslass lassen sich zwei 120-mm-Lüfter montieren. Dank mehrerer Montagebohrungen kann man diese je nach Bedarf etwas weiter hinten oder vorne positionieren.

Mit einem Blick auf die Gehäuserückseite findet man neben dem Ausschnitt für das I/O-Shield einen weiteren Luftauslass vor. Um den Luftstrom eines hier eingesetzten Lüfters besser ausrichten zu können hat Inter-Tech rund um den Lufteinlass Langlöcher eingearbeitet.

Im weiteren Verlauf der Gehäuserückseite sind sieben vorgestanzte Slotblenden zu finden. Der Montageplatz für das eingesetzte ATX-Netzteil befindet sich am Gehäuseboden und wurde mit vier Montagebohrungen ausgestattet.

An der Gehäuseunterseite hat Inter-Tech einen großflächigen Staubfilter verbaut, welcher nicht nur den Lufteinlass für das eingesetzte Netzteil vor eindringendem Staub schützt, sondern auch den Bereich, in welchem der Festplattenkäfig verbaut wurde.

Der modulare Festplattenkäfig ist hierbei von der Gehäuseunterseite aus mittels zwei Rändelschrauben befestigt. Da diese durch den Staubfilter geschraubt sind, muss man den Festplattenkäfig zur Reinigung des Staubfilters demontieren.
Für einen sicheren Stand sorgen vier runde und mit einer Moosgummischicht versehene Standfüße.

Wo Inter-Tech das Gehäuse auf der rechten Seite mit einer Seitenwand aus schwarz lackiertem Stahlblech ausgestattet hat,

hat man auf der linken Gehäuseseite eine Seitenwand aus gehärtetem Echtglas verbaut.

Blick ins Innere

Auch wenn man durch die verbaute Echtglasseitenwand schon einen guten Blick ins Gehäuseinnere erhaschen kann, so kann man alle Details dennoch erst dann erkennen, wenn man die beiden Seitenwände vom Gehäusekorpus abnimmt.

Im unteren Bereich des Gehäuses wurde seitens Inter-Tech ein weitestgehend offener Netzteiltunnel verbaut. Im Vergleich zu den Netzteiltunneln anderer Gehäuse am Markt wurde dieser nicht aus einem gebogenen Stahlblech gefertigt, sondern aus zwei getrennten Elementen.

Dies ist jedoch nicht der einzige Unterschied zu den Netzteiltunneln vieler anderer Gehäuse, denn neben einer seitlichen Aussparung, durch welche man das verbaute Netzteil erkennen kann, wurde die Oberseite mit einem großflächigen Wabengitter ausgestattet, durch welches ein Luftaustausch mit der unteren Klimazone erfolgen kann. Um diesen Luftfluss noch verstärken zu können, wurde das Wabengitter mit Montagepunkten für zwei 120-mm-Lüfter ausgestattet.

Um trotz des eingesetzten PSU-Tunnels auch einen 360-mm-Radiator hinter der Gehäusefront verbauen zu können, wurde der PSU-Tunnel im vorderen Bereich mit einer entsprechenden Aussparung versehen.

Betrachtet man den verbauten Mainboardschlitten einmal etwas genauer, so wird man nicht nur mehrere Kabeldurchführungen und einen Teil der zur Mainboardmontage notwendigen Abstandshalter vorfinden, sondern auch mehrere Montagepunkte, welche im vorderen Bereich des Mainboardschlittens eingearbeitet wurden und zur Montage von zwei 2,5“-Festplatten dienen.

Betrachtet man den Mainboardschlitten einmal von der Rückseite aus, so findet man unterhalb der zur Kühlermontage eingelassenen Aussparung die vorinstallierte RGB- und Lüftersteuerungsplatine vor.

Neben der schon vorinstallierten RGB-Beleuchtung lassen sich an dieser Steuereinheit vier weitere adressierbare RGB-Komponenten anschließen. Zudem ist der Anschluss von vier Lüftern möglich, welche dann über den SATA-Stromanschluss mit Strom versorgt werden.

Von der Rückseite des Mainboardschlittens aus ist auch ein Blick in den Netzteiltunnel möglich.

Im vorderen Bereich des Netzteilstunnels ist der Festplattenkäfig zu erkennen, an welchem man eine 3,5″- und eine 2,5″-Festplatte befestigen kann. Da es sich bei dem Festplattenrahmen um einen einfachen Stahlrahmen handelt, muss man bei der Montage der 2,5″- sowie auch der 3,5″-Festplatte auf normale Schrauben zurückgreifen.
Der Montageplatz des ATX-Netzteils wurde am Gehäuseboden mit vier kleinen Moosgummientkopplern ausgestattet.

Die einzelnen Komponenten des A-3411 Creek wurden recht sauber miteinander verarbeitet. Bei einem genaueren Blick fallen einem neben einer teilweise dünnen Materialstärke jedoch auch die fehlenden Entkopplungsmöglichkeiten auf.

 

Montage:

Sollte ein ITX-Mainboard zum Einsatz kommen, so kann man sich den ersten Arbeitsschritt bei der Hardwaremontage sparen, denn Inter-Tech hat schon vier der zur Mainboardmontage notwendigen Abstandshalter in den Mainboardschlitten eingedreht. Soll ein größeres Mainboard verbaut werden, so muss man die restlichen Abstandhalter erst noch in den Mainboardschlitten eindrehen.
Durch die in den Mainboardschlitten eingelassene Aussparung kann die Montage des gewünschten CPU-Kühlers auch im Nachhinein durchgeführt werden. Was den verwendeten Kühler angeht, bekommt man ein Platzangebot von 160 mm geboten, wodurch man fast jeden Tower-Kühler in dem Gehäuse verbauen kann.
Die Montage einer internen Wasserkühlung ist auf Wunsch ebenso möglich. Für den Fall, dass man eine solche Wasserkühlung verbauen möchte, bekommt man hinter der Gehäusefront einen Radiator mit einer Größe von bis zu 280 bzw. 360 mm und an der Rückseite einen 120-mm-Radiator unter.
Die eingesetzten Erweiterungskarten dürfen maximal 305 mm lang sein, wodurch man hier nicht auf die größten Modelle am Markt zurückgreifen kann. Bei der Montage der Erweiterungskarten muss man jedoch nicht nur beachten, dass man die entsprechenden Slotblenden noch aufbrechen muss. Beim Herausbrechen der Slotblenden muss man im Fall der Fälle, dass man das Mainboard zu diesem Zeitpunkt schon verbaut hat, äußerste Vorsicht walten lassen, da man sonst schnell einmal das schon verbaute Mainboard irreparabel beschädigen kann.
Die Montage von bis zu zwei 2,5“-Festplatten erfolgt am vorderen Teil des Mainboardschlittens. Eine weitere 2,5″-Festplatte sowie einen 3,5″-Festplatte lassen sich mittels normaler Schrauben am modularen Festplattenkäfig montieren.
Das eingesetzte ATX-Netzteil kann aufgrund der geringen Anzahl an Montagebohrungen nur so montiert werden, dass es frische Luft durch den Gehäuseboden angesaugt.

Da Inter-Tech in dem A-3411 Creek keine Lüfter vorinstalliert hat, konnte zwar der Verkaufspreis entsprechend niedrig gehalten werden, jedoch muss man hierdurch je nach eingesetzter Hardware zwingend auf optionale Lüfter zurückgreifen. Greift man in diesem Fall auf adressierbare ARGB-Lüfter zurück, so lassen sich diese ganz einfach mit der vorinstallierten RGB-Beleuchtung kombinieren. Sollte man ein Mainboard verbauen, welches über einen ADD-Header verfügt, so kann man die vorinstallierte RGB-Beleuchtung auch über das Mainboard steuern. Ohne ein kompatibles Mainboard ist die Beleuchtungssteuerung über den Resetschalter an der Gehäusefront möglich.

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Fazit:

Mit dem A-3411 Creek hat Inter-Tech einen besonders kompakten Midi-Tower in sein Sortiment aufgenommen, welcher sich in unserem Test nicht immer von der besten Seite gezeigt hat. Wo das Gehäuse mit einer großen Echtglasseitenscheibe sowie einer vorinstallierten RGB-Beleuchtung inkl. eines entsprechenden RGB-Controllers Pluspunkte sammeln konnte, hat Inter-Tech jedoch nicht nur auf eine Möglichkeit zur entkoppelten Festplattenmontage sowie gummierte Kabeldurchfürhungen verzichtet, sondern auch auf vorinstallierte Lüfter. Trotz der kompakten Abmessungen nimmt der A-3411 Creek Midi-Tower auch problemlos potente Hardware auf, welche sich mittels optionaler Lüfter oder einer entsprechenden Wasserkühlung auch gut kühlen lässt. Mit einem aktuellen Verkaufspreis von knapp 35€* ist das Gehäuse in Anbetracht auf die gebotenen Ausstattung und Verarbeitungsqualität die richtige Wahl für preisbewusste Gamer, welche ihr System auch später noch kostengünstig mit RGB-Komponenten erweitern und entsprechend präsentieren wollen.

 

Wir danken Inter-Tech für die Bereitstellung des Testmusters.

Inter-Tech - A-3411 Creek

7.4

Verarbeitung

7.0/10

Kompatibilität

7.5/10

Kühlmöglichkeiten

7.5/10

Ausstattung

6.0/10

Lieferumfang

8.0/10

Modding

7.0/10

Preis

9.0/10

Pro

  • Geringer verkaufspreis
  • Vorinstallierter RGB-Controller inkl. Lüfterhub
  • Integrierte RGB-Beleuchtung

Contra

  • Teilweise geringe Materialstärke
  • Keine vorinstallierten Lüfter
  • Keine werkzeuglose und entkoppelte Montage
  • Slotblenden nicht geschraubt, sondern vorgestanzt
  • Kein Staubfilter an der Gehäusefront