DeepCool – MATREXX 40 3FS Micro-ATX Gehäuse im Test

Mit dem MATREXX 40 3FS haben wir heute passend zum Release ein neues Micro-ATX Gehäuse von DeepCool im Test, welches neben einer ansprechenden Optik auch mit einer auf Gamer abgestimmten Ausstattung überzeugen möchte.

Welche Details in dem MATREXX 40 3FS stecken und wie sich das neue Micro-ATX Gehäuse von DeepCool in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

 

Technische Details:

Abmessungen: 405 x 215 x 4310 mm (L x B x H)
Volumen: 40 l
Gewicht: 5,52 Kg
Formfaktor: Micro-ATX / ITX
I/O-Panel 1 x Audio
1 x USB 2.0
1 x USB 3.0
Laufwerkseinschübe intern: 2 x 2,5″
2 x 3,5″
Lüftervorbereitungen: Front: 3 x 120 mm / 2 x 140 mm (2 x 120mm RGB-FAN vormontiert)
Rückseite: 1 x 120 mm (1 x 120mm RGB-FAN vormontiert)
Oberseite: 2 x 120 mm / 2 x 140mm
Radiatormontageplätze: Front: 240 mm / 280 mm
Oberseite: 240 mm / 280 mm
Rückseite: 120 mm
Erweiterungsslots: 4
CPU Kühler Höhe (max.): 165 mm
Grafikkartenlänge (max.): 320 mm
Netzteillänge (max.): 160 mm

 

Lieferumfang:

  • MATREXX 40 3FS Gehäuse
  • Schraubenset
  • Kabelbinder
  • Montageanleitung

 

Design und Verarbeitung:

Das MATREXX 40 3FS Micro-ATX Gehäuse wird von DeepCool in einer neutralen Verpackung geliefert, welche auf der Vorder- als auch Rückseite mit der Modellbezeichnung bedruckt wurde.

Die technischen Details wurden auf der rechten Verpackungsseite abgedruckt.

Innerhalb der OVP ist das Gehäuse durch zwei Styroporpolster geschützt und übersteht somit den Transport zum Käufer auch ohne eine weitere Umverpackung unbeschadet.

Äußeres Erscheinungsbild

Entnimmt man das MATREXX 40 3FS Gehäuse aus seiner Verpackung, so hat man ein schwarzes Micro-ATX Gehäuse vor sich stehen, welches durch die verbaute Seitenscheibe in Kombination mit der eingesetzten Gehäusefront in einem Design gehalten ist, bei dem einem gleich klar wird, dass es sich um ein kompaktes Gaming-Gehäuse handelt, welches eine gute Belüftung bieten möchte.

DeepCool hat das Gehäuse hierzu mit einer schwarzen Kunststofffront ausgestattet, welche mit einer Vielzahl an Langlöchern sowie einer gewellten Oberfläche ausgestattet wurde.

Die abnehmbare Gehäusefront wurde auf der Innenseite mit einem Staubfilter ausgestattet. Dieser kann jedoch nicht abgenommen werden, wodurch die Reinigung nicht ganz so einfach möglich ist.
Hinter der Gehäusefront lassen sich wahlweise bis zu drei 120-mm-Lüfter oder zwei 140-mm-Lüfter montieren. DeepCool hat an dieser Stelle schon zwei 120-mm-RGB-Lüfter vorinstalliert.

Um das Design Gehäusefront nicht zu zerstören, hat DeeCool das I/O-Panel in den vorderen Bereich der Gehäuseoberseite eingearbeitet. Neben einem Power- und Resetschalter hat DeepCool an dieser Stelle auch einen USB 2.0 sowie einen USB 3.0 Anschluss verbaut. Zudem wurde hier auch eine 3,5-mm-Klinkebuchse verbaut.

Im Gegensatz zu den meisten Gehäusen am Markt verfügt das MATREXX 40 3FS somit nicht über getrennte Audioanschlüsse für Kopfhörer und Mikrofon, sondern nur über einem vierpoligen Klinkeanschluss. Da sich kein passender Adapter im Lieferumfang befindet, kann man nicht jedes Headset ohne zusätzliche Kosten für einen optionalen Klinkeadapter* mit dem I/O-Panel des Gehäuses verbinden.

Hinter dem I/O-Panel wurde in dem Gehäusedeckel mit einem Luftauslass ausgestattet, an welchem man zwei 120-mm oder 140-mm-Lüfter montieren kann.

Um den großflächigen Luftauslass vor eindringendem Staub zu schützen, hat DeepCool den Luftauslass mit einem abnehmbaren Staubfilter versehen.

Im oberen Bereich der Gehäuserückseite wurde neben dem Ausschnitt für das I/O-Shield ein weiterer Luftauslass eingearbeitet, an welchem ebenfalls schon ein 120-mm-RGB-Lüfter vorinstalliert wurde.

Im weiteren Verlauf der Gehäuserückseite sind vier gelochte Erweiterungsslots zu finden. Hierbei setzt DeepCool jedoch leider nur auf vorgestanzte Blenden, welche man erst aus dem Gehäusekorpus herausbrechen muss.
Der Einbauplatz für das ATX-Netzteil ist am Gehäuseboden zu finden. Auch hier geht DeepCool bei dem MATREXX 40 3FS einen etwas anderen Weg und stattet das Gehäuse an dieser Stelle nur mit vier Montagebohrungen aus, wodurch das eingesetzte Netzteil nur in einer Richtung montiert werden kann.

Auf der Gehäuseunterseite hat DeepCool im hinteren Bereich einen abnehmbaren Staubfilter verbaut, welcher den Lufteinlass für das Netzteil vor eindringendem Staub schützet. Für einen sicheren Stand sollen vier lange, jedoch leider nicht gummierte Kunststoffstandfüße sorgen.

Wo DeepCool auf der rechten Gehäuseseite eine schlichte Seitenwand aus schwarz lackiertem Stahlblech verbaut hat,

hat man auf der linken Gehäuseseite eine durchgehende Seitenwand aus gehärtetem Echtglas verbaut.

Blick ins Innere

Auch wenn man durch die verbaute Seitenwand schon einen ersten Blick ins Gehäuseinnere werfen kann, kann man alle Details erst dann erkennen, wenn man die beiden Seitenwände vom Gehäuse abnimmt.

Mit einem Blick ins Gehäuseinnere findet man einen aufgeräumten und vollkommen schwarz lackierten Innenraum vor, welcher im unteren Bereich mit einem PSU-Tunnel ausgestattet wurde.

Der verbaute PSU-Tunnel erstreckt sich auf seiner Oberseite jedoch nicht über die gesamte Gehäusetiefe, sondern er wurde im vorderen Bereich mit einer Aussparung zur Radiatormontage ausgestattet.

Zudem hat DeepCool in die Oberseite des Netzteiltunnels noch zwei Kabeldurchführungen eingearbeitet, welche jedoch leider nicht mit einer schützenden Gummierung versehen wurden.

In den Mainboardschlitten wurde neben vier weitere Kabeldurchführungen auch eine große Aussparung eingearbeitet, welche zur einfachen Kühlermontage dient.

Schaut man sich den Mainboardschlitten etwas genauer an, so findet man hier auch einen Montagepunkt für einen modularen und in der Höhe verschiebbaren Grafikkartenhalter vor, welcher sich im Gegensatz zu anderen Gehäusemodellen von DeeoCool jedoch leider nicht im Lieferumfang befindet.

Auf der Rückseite des Mainboardschlittens wurden unterhalb der Aussparung, welche der einfachen Kühlermontage dient, vier Montagebohrungen eingelassen, welche zur Montage einer 2,5″-Festplatte dienen.

Vier weitere Montagebohrungen hat DeepCool direkt hinter der Gehäusefront verbaut. Auch an diesen Montagepunkten lässt sich auf eine 2,5″-Festplatte befestigen.

Mit einem Blick in den Netzteiltunnel findet man direkt hinter der Gehäusefront einen modularen Festplattenrahmen vor, an welchem man zwei 3,5″-Festplatten montieren kann. Anstelle von zwei 3,5″-Festplatten kann man an dem modularen Festplattenrahmen auch eine Kombination aus einer 2,5″-Festplatte und einer 3,5″-Festplatte verbauen.

DeepCool hat jedoch nicht nur an dieser Stelle auf die Möglichkeit zur entkoppelten Montage verzichtet, sondern auch bei einem Blick auf den Einbauplatz des Netzteils vermissen wir die in der Zwischenzeit bei fast jedem Gehäuse eingesetzten Entkoppler.

Die Verarbeitung des MATREXX 40 3FS wurde seitens DeepCool recht sauber, aber nicht vollkommen perfekt und durchdacht ausgeführt. Wo man mit drei vorinstallierten RGB-Lüftern in dieser Preisklasse eine gute Ausstattung bietet, hat man jedoch auf Features wie gummierte Kabeldurchführungen und die Möglichkeit zur entkoppelten Hardwaremontage verzichtet, welche in der Zwischenzeit bei fast jedem Gaming-Gehäuse zu finden sind.

 

Montage:

Den ersten Arbeitsschritt kann man sich bei der Hardwaremontage sparen, denn DeepCool hat die zur Mainboardmontage notwendigen Abstandshalter schon in den Mainboardschlitten eingedreht. Somit kann man das Mainboard ohne weitere Vorbereitungen in dem MATREXX 40 3FS montieren. Dank der in den Mainboardschlitten eingelassene Aussparung kann die Montage des gewünschten CPU-Kühlers auch im Nachhinein durchgeführt werden. Durch das Platzangebot von 165 mm kann man in dem MATREXX 40 3FS fast alle gängigen Tower-Kühler verbauen. Lediglich bei mächtigen Twin-Tower-Kühlern kann es schnell einmal etwas knapp werden.
Die Montage einer internen Wasserkühlung ist auf Wunsch ebenso möglich. Für den Fall, dass man eine solche Wasserkühlung verbauen möchte, bekommt man hinter der Gehäusefront sowie am Gehäusedeckel einen bis zu 280 mm großen Radiator unter. 
Die eingesetzten Erweiterungskarten dürfen bis zu 320 mm lang sein. Aufgrund der verwendeten Schrauben muss man zu deren Montage jedoch auf einen Schraubenzieher zurückgreifen. Zudem muss vor der Montage der Erweiterungskarten der gewünschte Erweiterungsslot aufgebrochen und die von der Gehäuserückseite verschraubte Abdeckung oberhalb der Slotblenden gelöst und nach oben geschoben werden. Für den Fall, dass man das Mainboard zu diesem Zeitpunkt schon verbaut hat, sollte man beim herausbrechen der jeweiligen Blenden äußerste Vorsicht walten lassen, da man sonst schnell einmal das schon verbaute Mainboard irreparabel beschädigen kann.
Die Montage von zwei 2,5″-Festplatten ist an der Rückseite des Mainboardschlittens möglich. Zwei 3,5“-Festplatten oder eine Kombination aus einer 3,5″-Festplatte und einer 2,5″-Festplatte lässt sich mittels normaler Schrauben am Festplattenkäfig befestigen. Eine entkoppelte und werkzeuglose Festplattenmontage ist jedoch weder bei den 2,5″-Festplatten noch bei den 3,5″-Festplatten möglich.
Das eingesetzte ATX-Netzteil kann aufgrund der geringen Anzahl an Montagebohrungen nur so montiert werden, dass es frische Luft durch den Gehäuseboden angesaugt. Leider wurde jedoch auch an dieser Stelle auf eine Möglichkeit zur entkoppelten Montage verzichtet.
Durch das auf der Rückseite des Mainboardschlittens gebotene Platzangebot lassen sich überschüssige Kabel sehr gut verstecken.

Dank der verbauten Echtglasseitenscheibe ist das Gehäuse in Kombination mit dem sauber strukturierten Innenraum eine gute Grundlage für den Aufbau eines schicken Casemods. Passend hierzu hat DeepCool das Gehäuse mit drei RGB-Lüftern ausgestattet, deren Beleuchtungsfarbe sich jedoch leider nicht ändern lässt.

 

Fazit:

Mit dem MATREXX 40 3FS hat DeepCool seine MATREXX Gehäuseserie um ein Micro-ATX erweitert, welches für design- und preisbewusste Gamer ausgelegt ist. Um dies zu ermöglichen, hat DeepCool einen Spagat zwischen einem ansprechenden Design und der Wahl der richtigen Ausstattungskomponenten hinlegen müssen, welcher aus unserer Sicht nicht perfekt gelungen ist. Wo das Gehäuse eine gute Materialstärke aufweist und nicht nur optisch ansprechend, sondern auch sauber verarbeitet wurde, hat man bei einem Blick auf die gebotene Ausstattung leider deutlich auf die Kostenbremse getreten. Neben der Möglichkeit, das Gehäuse entkoppelt aufstellen zu können, hat man auch auf die Möglichkeit der entkoppelten und werkzeuglosen Hardwaremontage verzichtet. Auch wenn es sich bei dem MATREXX 40 3FS um ein kompaktes Micro-ATX Gehäuse handelt, bietet einem das Gehäuse dennoch ein gutes Platzangebot, welches zur Montage hochwertige Komponenten sowie eine guten Luft- oder Wasserkühlung ausreicht. Dank der geschlitzten Gehäusefront kann in Kombination mit den drei vorinstallierten Lüftern ein guter Luftstrom erzielt werden, welcher für eine ausreichende Kühlung aller Komponenten sorgt. Auch wenn sich die Beleuchtungsfarbe der vorinstallierten Lüfter nicht anpassen lässt, runden diese das Gesamtbild, welches durch das Design der Gehäusefront sowie der verbauten Echtglasseitenscheibe erreicht wird, gut ab. Preisliche liegt das neue MATREXX 40 3FS Micro-ATX Gehäuse bei knapp 45 €*.

Wir danken DeepCool für die Bereitstellung des Testmusters.

DeepCool - MATREXX 40 3FS Micro-ATX Gehäuse

7.9

Verarbeitung

7.0/10

Kompatibilität

9.0/10

Kühlmöglichkeiten

8.5/10

Ausstattung

7.0/10

Lieferumfang

8.5/10

Modding

7.0/10

Preis

8.0/10

Pro

  • Drei vorinstallierte RGB-Lüfter
  • Kühleigenschaften
  • Design

Contra

  • Slotblenden nur vorgestanzt
  • Keine entkoppelte Netzteil und 3,5"-Festplattenmontage
  • Beleuchtungsfarbe der vorinstallierten Lüfter fest vorgegeben
  • Standfüße nicht gummiert