DEEPCOOL – MACUBE 310P

Mit dem MACUBE 310P haben wir heute ein neues ATX-Gehäuse aus der GamerStorm Serie von DEEPCOOL im Test, welches neben einer schlichten Optik auch mit einer guten Ausstattung und Verarbeitung punkten möchte.

Welche Details in dem noch recht neuen MACUBE 310P stecken und wie sich das neuste ATX-Gehäuse aus der GamerStorm Serie von DEEPCOOL in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Formfaktor: mITX, mATX, ATX
  • Dimension (TxBxH): 424.6 x 215 x 494.6 mm
  • Gewicht: 8,33 kg ohne Netzteil
  • Laufwerkseinschübe intern: 2 x 3,5″ / 2 x 2,5″
  • Frontanschlüsse: 2 x USB 3.0, Mic-in, Audio-out
  • Lüftervorbereitungen:
    Vorne: 3 x 120 mm / 3 x 140 mm
    Oben: 3 x 120 mm / 3 x 140 mm
    Hinten: 1 x 120 mm (vormontiert)
  • Radiatormotageplätze:
    Vorne: 120 / 140 / 240 / 280 / 360 mm
    Hinten: 120
  • PCI Slots: 7
  • Materialstärke: 0,8 mm SGCC Stahl
  • CPU Kühler Höhe (max.): 165 mm
  • VGA Kartenlänge (max.): 330 mm

Lieferumfang:

  • Schraubensatz
  • Kabelbinder
  • Haltebügel für Seitenwände
  • Entkoppler für Seitenwände
  • Montageanleitung

Design und Verarbeitung:

Das MACUBE 310P ATX-Gehäuse wird von DEEPCOOL in einer neutralen Verpackung geliefert, welche auf der Vorder- als auch Rückseite mit der Modellbezeichnung bedruckt wurde.

Die technischen Details wurden auf der linken Verpackungsseite abgedruckt.

Innerhalb der OVP ist das Gehäuse durch zwei Styroporpolster geschützt und übersteht somit den Transport zum Käufer auch ohne eine weitere Umverpackung unbeschadet.

Äußeres Erscheinungsbild

Entnimmt man das MACUBE 310P Gehäuse aus seiner Verpackung, so hat man ein recht schlicht wirkendes ATX-Gehäuse vor sich stehen.

DEEPCOOL hat das Gehäuse mit einer durchgehenden Gehäusefront ausgestattet.

Unterbrochen wird das durchgehende Design nur durch ein dezentes GamerSorm Logo an der unteren Kante der Gehäusefront.

Um trotz der geschlossenen Gehäusefront einen ordentlichen Luftstrom realisieren zu können, wurde die aufgesteckte Frontblende auf der linken und rechten Außenseite mit einem durchgehenden Lufteinlass ausgestattet.

Das Gehäuseinnere wird hierbei mittels eines feinen Mesh-Gitters vor eindringendem Staub geschützt.

Das I/O-Panel wurde in die Oberseite der Frontblende eingearbeitet und beinhaltet neben den obligatorischen Audioanschlüssen sowie dem Power- bzw. Resetschaltern auch zwei USB 3.0 Anschlüsse. Aufgrund ihrer grünen Farbgebung passen diese jedoch nicht besonders gut in das angewandte Designkonzept.

Um die durch die Gehäusefront in das Gehäuse transportierte Luft problemlos wieder abführen zu können, wurde der Gehäusedeckel zudem mit einem großen Luftauslass ausgestattet. Dieser wurde mittels versetzt zueinander angeordneten Dreiecken realisiert. Unterhalb des Luftauslasses, an welchem sich bis zu drei 120-mm-Lüfter montieren lassen, wurde zudem noch ein feiner Staubfilter angebracht.

Mit einem Blick auf die Gehäuserückseite findet man direkt unterhalb der Gehäuseoberseite den Ausschnitt für das I/O-Shield sowie einen daneben untergebrachten Luftauslass vor. Hinter diesem Luftauslass wurde seitens DEEPCOOL schon ein unbeleuchteter 120-mm-Lüfter vormontiert. Anstelle des vormontierten Lüfter lässt sich an dieser Stelle auch ein 140-mm-Lüfter verbauen.

Im weiteren Verlauf der Gehäuserückseite findet man sieben gelochte Slotblenden. Der Einbauplatz für das ATX-Netzteil befindet sich am Gehäuseboden und wurde mit acht Montagebohrungen ausgestattet.

Auf der Gehäuseunterseite hat DEEPCOOL im hinteren Bereich einen abnehmbaren Staubfilter verbaut, welcher den Lufteinlass für das Netzteil vor eindringendem Staub schützen sollen. Für einen sicheren Stand sollen vier große und mit Moosgummientkopplern ausgestattete Standfüße sorgen.

Wo DEEPCOOL auf der rechten Gehäuseseite noch eine schlichte Seitenwand aus schwarz lackiertem Stahlblech verbaut hat,

hat man auf der linken Gehäuseseite eine durchgehende Seitenwand aus gehärtetem Echtglas verbaut.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Herstellern setzt DEEPCOOL zur Befestigung der Seitenscheibe nicht auf Rändelschrauben, sondern man hat die Seitenscheibe an der oberen Kante mittels zwei starker Magnete ausgestattet. Unterstützt wird diese Montagevorrichtung durch eine an der unteren Kante eingesetzten Metallschiene, mittels welcher die Seitenscheibe an den Gehäusekorpus gesteckt wird.

Dank des an der oberen Kante verbauten Griffes lässt sich die Seitenscheibe sehr einfach vom Gehäuse abnehmen.

Da die rechten Seitenwand auf die gleiche Art und Weise befestigt wird, hat DEEPCOOL auch die rechte Seitenwand an der hinteren, oberen Kante mit einem kleinen Griff ausgestattet.

Blick ins Innere

Auch wenn man durch die verbaute Seitenwand schon einen ersten Blick ins Gehäuseinnere werfen kann, kann man alle Details erst dann erkennen, wenn man die beiden Seitenwände vom Gehäuse abnimmt.

Mit einem Blick ins Gehäuseinnere findet man einen aufgeräumten Innenraum vor, welcher im unteren Bereich mit einem PSU-Tunnel ausgestattet wurde. Der verbaute PSU-Tunnel erstreckt sich auf der Oberseite jedoch nicht über die gesamte Gehäusetiefe, sondern wurde mit einer Aussparung zur Radiatormontage ausgestattet.

Zudem hat DEEPCOOL in die Oberseite des Netzteiltunnels noch zwei Kabeldurchführungen eingearbeitet, welche jedoch leider nicht mit einer schützenden Gummierung versehen wurden.

Seitlich wurde der Netzteiltunnel zudem mit einer Aussparung versehen, welche einen Blick auf das verbaute Netzteil zulässt.

In den Mainboardschlitten wurde neben drei gummierten Kabeldurchführungen auch noch eine große Aussparung eingearbeitet, welche zur einfachen Kühlermontage dient.

Schaut man sich den Mainboardschlitten etwas genauer an, so findet man hier auch einen modularen und in der Höhe verschiebbaren Grafikkartenhalter vor.

Auf der Rückseite des Mainboardschlittens wurden unterhalb der Aussparung, welche der einfachen Kühlermontage dient, zwei 2,5“-Festplattenkäfige verbaut.

Oberhalb dieser Aussparung hat DEEPCOOL zudem noch einen Lüfterhub verbaut, mittels sich bis zu vier Lüfter über einen PWM-Anschlusses des Mainboards steuern lassen.

Der Einbauplatz für das ATX-Netzteil befindet sich im PSU-Tunnel und wurde am Gehäuseboden mit vier Entkopplern ausgestattet.

In der vorderen Hälfte des Netzteiltunnels befindet sich der HDD-Käfig, in welchem zwei modulare Festplattenrahmen verbaut wurden.

An jedem Festplattenrahmen kann man wahlweise eine 2,5“- oder 3,5“-Festplatte verbauen.

Die Verarbeitung des MACUBE 310P wurde sauber ausgeführt. DEEPCOOL hat hierbei nicht nur auf eine stimmige Optik geachtet, sondern auch auf eine recht gute Ausstattung. Einzig eine Gummierung an den Kabeldurchführungen am Netzteiltunnel sowie die Möglichkeit zur entkoppelten Festplattenmontage hat uns an dieser Stelle gefehlt.

Montage:

Den ersten Arbeitsschritt kann man sich bei der Hardwaremontage sparen, denn DEEPCOOL hat die zur Mainboardmontage notwendigen Abstandshalter schon in den Mainboardschlitten eingedreht. Somit kann man das Mainboard ohne weitere Vorbereitungen in dem MACUBE 310P montieren. Dank der in den Mainboardschlitten eingelassene Aussparung kann die Montage des gewünschten CPU-Kühlers auch im Nachhinein durchgeführt werden. Durch das Platzangebot von 165 mm kann man in dem MACUBE 310P fast alle gängigen Tower-Kühler verbauen. Lediglich bei mächtigen Twin-Tower-Kühlern kann es schnell einmal etwas knapp werden.
Die Montage einer internen Wasserkühlung ist auf Wunsch ebenso möglich. Für den Fall, dass man eine solche Wasserkühlung verbauen möchte, bekommt man hinter der Gehäusefront einen bis zu 360 mm großen Radiator und an der Gehäuserückseite einen 120-mm-Radiator unter.
Die eingesetzten Erweiterungskarten dürfen bei einer horizontalen Montage bis zu 330 mm lang sein. Die Montage von jeweils 2,5“- oder zwei 3,5“-Festplatten ist in beiden modularen Festplattenrahmen möglich. In den Montagerahmen, welche an der Rückseite des Mainboardschlittens angebracht wurden, können zwei weitere 2,5“-Festplatten verbaut werden.
Durch das auf der Rückseite des Mainboardschlittens gebotene Platzangebot, lassen sich überschüssige Kabel sehr gut verstecken.

Dank der verbauten Echtglasseitenscheibe ist das Gehäuse in Kombination mit dem sauber strukturierten Innenraum eine gute Grundlage für den Aufbau eines schicken Casemods. Leider hat DEEPCOOL den einen werksseitig montierten Lüfter jedoch nicht als RGB-Lüfter ausgeführt.

Fazit:

Mit dem MACUBE 310P hat DEEPCOOL seinen mächtigen Midi-Tower, den MACUBE 550, in einer etwas kompakteren Version neu aufgelegt. Wie wir es schon von dem größeren Modell kennen, konnte auch das MACUBE 310P mit einem dezenten Design und einem guten Platzangebot punkten. Das Gehäuse wurde durchweg aus hochwertigen Materialien gefertigt und mit einem geradlinigen Design versehen, welches sich nicht nur auf die äußere Linienführung bezieht, sondern auch auf den Innenausbau. Auch wenn das MACUBE 310P etwas kleiner ausfällt, als das MACUBE 550, bietet einem das Gehäuse dennoch ein gutes Platzangebot, welches zur Montage hochwertiger Komponenten sowie einer starken Luft- oder Wasserkühlung ausreicht. Dank der seitlichen Lufteinlässe kann trotz der geschlossenen Gehäusefront ein guter Luftstrom erzielt werden, welcher für eine ausreichende Kühlung aller Komponenten sorgt. Im Gegensatz zum größeren Modell verzichtet DEEPCOOL bei dem MACUBE 310P jedoch leider auf die Möglichkeit die eingesetzten Festplatten entkoppelt montieren zu können. Preisliche liegt das neue MACUBE 310P ATX-Gehäuse, welches es neben der von uns getesteten, schwarzen Version auch noch in einer weißen Version gibt, bei knapp 70 €*.

Wir danken DEEPCOOL für die Bereitstellung des Testmusters.

DEEPCOOL - MACUBE 310P

7.9

Verarbeitung

8.0/10

Kompatibilität

9.0/10

Kühlmöglichkeiten

8.0/10

Ausstattung

8.0/10

Lieferumfang

8.0/10

Modding

6.0/10

Preis

8.0/10

Pro

  • Design
  • Verarbeitung
  • Kühleigenschaften
  • Moddingpotenzial
  • Entkoppelte Montage

Contra

  • Nur ein vormontierter Lüfter
  • Keine integrierte RGB-Beleuchtung
  • Keine entkoppelte Festplattenmontage