DeepCool- MACUBE 110 Micro-ATX Gehäuse im Test

Mit dem MACUBE 110 haben wir heute passend zum Release ein neues Micro-ATX Gehäuse aus der GamerStorm Serie von DeepCool im Test, welches neben einer schlichten Optik auch mit einer guten Ausstattung und Verarbeitungsqualität punkten möchte.

Welche Details in dem MACUBE 110 stecken und wie sich das neue Micro-ATX Gehäuse aus der GamerStorm Serie von DeepCool in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

 

Technische Details:

Abmessungen: 405 x 230 x 430 mm (L x B x H)
Volumen: 40 l
Gewicht: 6,2 Kg
Formfaktor: Micro-ATX / ITX
I/O-Panel 1 x Audio, 2 x USB 3.0
Laufwerkseinschübe intern: 2 x 3,5″ / 2 x 2,5″
Lüftervorbereitungen: Front: 3 x 120 mm / 2 x 140 mm
Rückseite: 1 x 120 mm (vormontiert)
Oberseite: 2 x 120 mm / 2 x 140mm
Radiatormontageplätze: Front: 240 mm / 280 mm
Oberseite: 240 mm / 280 mm
Erweiterungsslots: 4
CPU Kühler Höhe (max.): 165 mm
Grafikkartenlänge (max.): 360 mm
Netzteillänge (max.): 210 mm

 

Lieferumfang:

  • MACUBE 110 Gehäuse
  • Schraubenset
  • Kabelbinder
  • Montageanleitung

 

Design und Verarbeitung:

Das MACUBE 110 Micro-ATX Gehäuse wird von DeepCool in einer neutralen Verpackung geliefert, welche auf der Vorder- als auch Rückseite mit der Modellbezeichnung bedruckt wurde.

Die technischen Details wurden auf der linken Verpackungsseite abgedruckt.

Innerhalb der OVP ist das Gehäuse durch zwei Styroporpolster geschützt und übersteht somit den Transport zum Käufer auch ohne eine weitere Umverpackung unbeschadet.

Äußeres Erscheinungsbild

Entnimmt man das MACUBE 110 Gehäuse aus seiner Verpackung, so hat man in unserem Fall ein weitestgehend weißes und recht schlicht wirkendes Micro-ATX Gehäuse vor sich stehen.

DeepCool hat das Gehäuse mit einer geschlossenen Gehäusefront ausgestattet.

Unterbrochen wird das durchgehende Design lediglich durch ein dezentes DeepCool Logo an der unteren Kante der Gehäusefront.

Um trotz der geschlossenen Gehäusefront einen ordentlichen Luftstrom realisieren zu können, wurde die aufgesteckte Frontblende auf der linken und rechten Außenseite mit einem durchgehenden Lufteinlass ausgestattet.

Das Gehäuseinnere wird hierbei mittels eines feinen und in einem kontrastreichen schwarz lackierten Mesh-Gitter vor eindringendem Staub geschützt. Nimmt man die auf den Gehäusekorpus aufgesteckte Gehäusefront ab, so ist neben einem Kunststoffrahmen, welcher als Basis für die weiße Metallfront dient, auch der Montageplatz für die Frontlüfter zu erkennen. An dieser Stelle lassen sich wahlweise bis zu drei 120-mm-Lüfter oder zwei 140-mm-Lüfter montieren.

Um das Design der geschlossenen Gehäusefront nicht zu zerstören, hat DeeCool das I/O-Panel in die Oberseite der Frontblende eingearbeitet. Neben einem Power- und Resetschalter hat DeepCool an dieser Stelle auch zwei USB 3.0 Anschlüsse und eine 3,5-mm-Klinkebuchse verbaut.

Im Gegensatz zu den meisten Gehäusen am Markt verfügt das MACUBE 110 somit nicht über getrennte Audioanschlüsse für Kopfhörer und Mikrofon, sondern nur über einem vierpoligen Klinkeanschluss. Da sich kein passender Adapter im Lieferumfang befindet, kann man nicht jedes Headset ohne zusätzliche Kosten für einen optionalen Klinkeadapter * mit dem I/O-Panel des Gehäuses verbinden.

Hinter dem I/O-Panel wurde in dem Gehäusedeckel ein Luftauslass eingearbeitet, an welchem man zwei 120-mm oder 140-mm-Lüfter montieren kann.

Um den großflächigen Luftauslass vor eindringendem Staub zu schützen, hat DeepCool den Luftauslass mit einem abnehmbaren Staubfilter ausgestattet.

Betrachtet man das Gehäuse von der Rückseite aus, so fällt einem als ersten die schwarze Farbgebung des Gehäusekorpus auf. Im oberen Bereich der Gehäuserückseite wurde neben dem Ausschnitt für das I/O-Shield ein weiterer Luftauslass eingearbeitet, an welchem schon ein 120-mm-Lüfter vorinstalliert wurde.

Im weiteren Verlauf der Gehäuserückseite sind vier gelochte Erweiterungsslots zu finden. Hierbei setzt DeepCool jedoch leider nur auf vorgestanzte Blenden, welche man erst aus dem Gehäusekorpus herausbrechen muss.
Der Einbauplatz für das ATX-Netzteil ist am Gehäuseboden zu finden. Auch hier geht DeepCool bei dem MACUBE 110 einen etwas anderen Weg und stattet das Gehäuse an dieser Stelle nur mit vier Montagebohrungen aus, wodurch das eingesetzte Netzteil nur in einer Richtung montiert werden kann.

Auf der Gehäuseunterseite hat DeepCool im hinteren Bereich einen abnehmbaren Staubfilter verbaut, welcher den Lufteinlass für das Netzteil vor eindringendem Staub schützen sollen. Für einen sicheren Stand sollen vier große und mit Moosgummientkopplern ausgestattete Standfüße sorgen.

Wo DeepCool auf der rechten Gehäuseseite noch eine schlichte Seitenwand aus weiß lackiertem Stahlblech verbaut hat,

hat man auf der linken Gehäuseseite eine durchgehende Seitenwand aus gehärtetem Echtglas verbaut.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Herstellern setzt DeepCool zur Befestigung der Seitenscheibe nicht auf Rändelschrauben, sondern man hat die Seitenscheibe an der oberen Kante mittels zwei starker Magnete ausgestattet. Unterstützt wird diese Montagevorrichtung durch eine an der unteren Kante eingesetzten Metallschiene, mittels welcher die Seitenscheibe an den Gehäusekorpus gesteckt wird.
Dank des an der oberen Kante verbauten Griffes lässt sich die Seitenscheibe sehr einfach vom Gehäuse abnehmen.

Blick ins Innere

Auch wenn man durch die verbaute Seitenwand schon einen ersten Blick ins Gehäuseinnere werfen kann, kann man alle Details erst dann erkennen, wenn man die beiden Seitenwände vom Gehäuse abnimmt.

Mit einem Blick ins Gehäuseinnere findet man einen aufgeräumten und vollkommen schwarz lackierten Innenraum vor, welcher im unteren Bereich mit einem PSU-Tunnel ausgestattet wurde.

Der verbaute PSU-Tunnel erstreckt sich auf seiner Oberseite jedoch nicht über die gesamte Gehäusetiefe, sondern er wurde im vorderen Bereich mit einer Aussparung zur Radiatormontage ausgestattet.

Zudem hat DeepCool in die Oberseite des Netzteiltunnels noch zwei Kabeldurchführungen eingearbeitet, welche jedoch leider nicht mit einer schützenden Gummierung versehen wurden.

In den Mainboardschlitten wurde neben vier weitere Kabeldurchführungen sowie eine große Aussparung eingearbeitet, welche zur einfachen Kühlermontage dient.

Schaut man sich den Mainboardschlitten etwas genauer an, so findet man hier auch einen modularen und in der Höhe verschiebbaren Grafikkartenhalter vor.

Auf der Rückseite des Mainboardschlittens wurden unterhalb der Aussparung, welche der einfachen Kühlermontage dient, vier Gummiaufnahmen befestigt, welche zur Montage einer 2,5″-Festplatte dienen.

Vier weitere Gummiaufnahmen hat DeepCool direkt hinter der Gehäusefront verbaut. Auch an diesen Montagepunkten lässt sich auf Wunsch eine 2,5″-Festplatte befestigen.

Mit einem Blick in den Netzteiltunnel findet man direkt hinter der Gehäusefront einen modularen Festplattenrahmen vor, an welchem man zwei 3,5″-Festplatten montieren kann.

DeepCool hat jedoch nicht nur an dieser Stelle auf die Möglichkeit zur entkoppelten Montage verzichtet, sondern auch bei einem Blick auf den Einbauplatz des Netzteils vermissen wir die in der Zwischenzeit bei fast jedem Gehäuse eingesetzten Entkoppler.

Die Verarbeitung des MACUBE 110 wurde seitens DeepCool recht sauber, aber nicht vollkommen perfekt und durchdacht ausgeführt. Wo man mit dem integrierten Grafikkartenhalter und der magnetisch befestigten Seitenscheibe Features auf die Ausstattungsliste gepackt hat, welche nur wenige Hersteller in ihren Gehäusen unterbringen, hat man jedoch auf Features wie gummierte Kabeldurchführungen und die Möglichkeit zur vollständig entkoppelten Hardwaremontage verzichtet, welche in der Zwischenzeit bei fast jedem Gehäuse zu finden sind.

 

Montage:

Den ersten Arbeitsschritt kann man sich bei der Hardwaremontage sparen, denn DeepCool hat die zur Mainboardmontage notwendigen Abstandshalter schon in den Mainboardschlitten eingedreht. Somit kann man das Mainboard ohne weitere Vorbereitungen in dem MACUBE 110 montieren. Dank der in den Mainboardschlitten eingelassene Aussparung kann die Montage des gewünschten CPU-Kühlers auch im Nachhinein durchgeführt werden. Durch das Platzangebot von 165 mm kann man in dem MACUBE 110 fast alle gängigen Tower-Kühler verbauen. Lediglich bei mächtigen Twin-Tower-Kühlern kann es schnell einmal etwas knapp werden.
Die Montage einer internen Wasserkühlung ist auf Wunsch ebenso möglich. Für den Fall, dass man eine solche Wasserkühlung verbauen möchte, bekommt man hinter der Gehäusefront sowie am Gehäusedeckel einen bis zu 280 mm großen Radiator unter. 
Die eingesetzten Erweiterungskarten dürfen bis zu 360 mm lang sein. Bei der Montage der Erweiterungskarten muss man jedoch nicht nur beachten, dass man die entsprechenden Slotblenden noch aufbrechen muss. Beim Herausbrechen der Slotblenden muss man im Fall der Fälle, dass man das Mainboard zu diesem Zeitpunkt schon verbaut hat, äußerste Vorsicht walten lassen, da man sonst schnell einmal das schon verbaute Mainboard irreparabel beschädigen kann. Besonders lange und schwere Grafikkarten lassen sich dafür jedoch durch den integrierten Grafikkartenhalter abstützen.
Die Montage von zwei 2,5″-Festplatten ist zwar nicht werkzeuglos, dafür jedoch entkoppelt an der Rückseite des Mainboardschlittens möglich. Zwei 3,5“-Festplatten lassen sich mittels normaler Schrauben am Festplattenkäfig befestigen. Im Gegensatz zur 2,5″-Festplattenmontage ist an dieser Stelle jedoch leider keine entkoppelte Montage möglich.
Das eingesetzte ATX-Netzteil kann aufgrund der geringen Anzahl an Montagebohrungen nur so montiert werden, dass es frische Luft durch den Gehäuseboden angesaugt. Leider wurde jedoch auch an dieser Stelle auf eine Möglichkeit zur entkoppelten Montage verzichtet.
Durch das auf der Rückseite des Mainboardschlittens gebotene Platzangebot lassen sich überschüssige Kabel sehr gut verstecken.

Dank der verbauten Echtglasseitenscheibe ist das Gehäuse in Kombination mit dem sauber strukturierten Innenraum eine gute Grundlage für den Aufbau eines schicken Casemods. Trotz dieser Gegebenheiten hat DeepCool den einen werksseitig montierten Lüfter leider nicht als RGB-Lüfter ausgeführt.

 

Fazit:

Mit dem MACUBE 110 hat DeepCool seine MACUBE Gehäuseserie mit einer Micro-ATX Version nach unten hin abgerundet. Wie wir es schon von den beiden größeren Modellen, dem MACUBE 310 sowie dem MACUBE 550 kennen, konnte auch das kleine MACUBE 110 mit einem dezenten Design und einem guten Platzangebot punkten. Das Gehäuse wurde durchweg aus hochwertigen Materialien gefertigt und mit einem geradlinigen Design versehen, welches sich nicht nur auf die äußere Linienführung bezieht, sondern auch auf den Innenausbau. Auch wenn das MACUBE 110 deutlich kleiner ausfällt als die beiden ATX-Varianten, bietet einem das Gehäuse dennoch ein gutes Platzangebot, welches zur Montage hochwertige Komponenten sowie eine starke Luft- oder Wasserkühlung ausreicht. Dank der seitlichen Lufteinlässe kann trotz der geschlossenen Gehäusefront ein guter Luftstrom erzielt werden, welcher für eine ausreichende Kühlung aller Komponenten sorgt. Das Gehäuse fällt jedoch nicht nur kleiner aus als die beiden bisher erhältlichen Modelle der MACUBE Serie, sondern DeepCool hat bei dem Gehäuse auch auf Ausstattungsmerkmale verzichtet, welche in der Zwischenzeit bei vielen Gehäusen zum guten Ton gehören. Preisliche liegt das neue MACUBE 110 Micro-ATX Gehäuse, welches es neben der von uns getesteten weißen Version auch noch in einer schwarzen Version gibt, bei knapp 55 €*.

Wir danken DeepCool für die Bereitstellung des Testmusters.

DeepCool- MACUBE 110 Micro-ATX Gehäuse

7.9

Verarbeitung

8.0/10

Kompatibilität

9.0/10

Kühlmöglichkeiten

8.5/10

Ausstattung

7.5/10

Lieferumfang

8.0/10

Modding

6.0/10

Preis

8.0/10

Pro

  • In zwei Farbvarianten erhältlich
  • Kühleigenschaften
  • Entkoppelte 2,5"-Festplattenmontage
  • Integrierter Grafikkartenhalter

Contra

  • Nur ein vormontierter Lüfter
  • Slotblenden nur vorgestanzt
  • Keine integrierte RGB-Beleuchtung
  • Keine entkoppelte Netzteil und 3,5"-Festplattenmontage