be quiet! – Shadow Rock Slim 2 Tower-Kühler im Test

Mit dem Shadow Rock Slim 2 haben wir heute passend zur ersten Verfügbarkeit die 2. Generation aus des schlanken Shadow Rock Tower-Kühler von be quiet! im Test, welcher neben einer dezenten Optik auch mit einer guten und leisen Kühlung überzeugen möchte.

Welche Details in dem neuen Shadow Rock Slim 2 stecken und wie sich der neuste Tower-Kühler von be quiet! in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

 

Technische Details:

Abmessungen (inkl. Lüfter): 74 x 137 x 161  mm (L x B x H)
Gewicht: 685 g
Material: Aluminium (Kühlfinnen), Kupfer (Heatpipes)
TDP: 160 Watt
Geräuschpegel @ 50 / 75 / 100 % RPM 11,5 / 18,7 / 23,7 dB(A)
Heatpipes: 4 x 6 mm
Kompatibilität: Interl: 1200 / 115x / 2011(-3)
AMD: AM3(+) / AM4
Lüfter: 135 x 135 x 25 mm Silent Wings 3 PWM Lüfter
Lüftergeschwindigkeit: 1.400 RPM (max)
Straumaufnahme: 0,11 A
Anschluss: 4-PIN-PWM
MTBF: 80.000 Stunden

 

Lieferumfang:

  • Shadow Rock Slim 2
  • Silent Wings 3 PWM Lüfter
  • Montagematerial (AMD & Intel)
  • Montageanleitung
  • Wärmeleitpaste

 

Design und Verarbeitung:

Der Shadow Rock Slim 2 wird von be quiet! in einer Verpackung geliefert, welche in einem schwarzen Grunddesign gehalten ist. Auf der Vorderseite wurde die Verpackung neben einem großen Produktbild auch mit der Modellbezeichnung abgedruckt. Eine Auflistung der technischen Details sowie einen Hinweis auf die TDP von 160 Watt findet man auf der rechten Verpackungsseite.

Auf der Verpackungsrückseite wurde eine kurze Beschreibung des Kühlers sowie des enthaltenen Lüfters abgedruckt.

Entnimmt man den Shadow Rock Slim 2 aus seiner Verpackung, so hat man einen schlanken Tower-Kühler vor sich stehen, welcher einen vom Aufbau her stark an seinen Vorgänger erinnert.

Der Kühler selbst besteht aus einem Kühlturm mit 53 Aluminiumfinnen. Wie wir es schon von der ersten Version des Kühlers kennen, sind die Kühlfinnen hierbei in einem naturbelassenen Design gehalten. Schaut man die Kühlfinnen auf den beiden Stirnseiten einmal etwas genauer an, so wird man schnell erkennen, dass diese mit einer geschwungenen Bauform versehen wurden.

Die etwas dickere Abschlusslamelle wurde wie auch die eigentlichen Kühlfinnen aus naturbelassenem Aluminium gefertigt und mit einem mittig aufgebrachten be quiet! Logo versehen. Um das Design abzurunden, wurden die vier 6-mm-Heatpipes zudem mit Abschlusskappen aus Aluminium ausgestattet.

Die naturbelassenen Kupferheatpipes sind innerhalb des Lamellenblocks auf jeder Seite der Bodenplatte auf zwei Reihen aufgeteilt. Im Vergleich zu den kleineren Modellen der Pure Rock Kühlerreihe stehen so nicht nur zwei, sondern vier Heatpipes im direkten Luftstrom.

Die u-förmig gebogenen Heatpipes sind als Direct-Touch-Heatpipes ausgeführt und durchlaufen die aus Aluminium gefertigte Bodenplatte parallel zueinander.

Auf der Oberseite der Bodenplatte hat be quiet! kleine Kühlfinnen eingearbeitet, welche zur Vermeidung eines Hotspots beitragen und zugleich als Aufnahmepunkte für den Montageträger dienen.

Schaut man sich den schlanken Lamellenblock einmal von einer der beiden Außenseiten aus, so kann man nicht nur kleine Vertiefungen erkennen, welche zur Aufnahme der Lüfterklammern dienen, sondern auch, dass be quiet! im Vergleich zu vielen anderen Herstellern nicht auf einen asymmetrischen Aufbau setzt, sodass der Lamellenblock zentriert über der Bodenplatte angeordnet wurde.

Als Lüfter kommt auf dem Shadow Rock Slim 2 ein Lüfter aus der SilentWings 3 Serie zum Einsatz.

Der mitgelieferte 135-mm-Lüfter verfügt über einen rundlichen Lüfterrahmen, welcher jedoch nicht wie bei herkömmlichen Lüftern an der Ober- und Unterseite mit Montagebohrungen versehen wurde. Zur Montage wurde der rundliche Lüfter mittig mit einem auslegenden Rahmen ausgestattet, in welchen die Montagebohrungen eingelassen wurden.

Der Impeller verfügt über neun Lüfterblätter, welche an ihrer Ober- und Unterseite eine geriffelte Oberfläche aufweisen. Dieses luftstromoptimierte Lüfterblatt-Design reduziert geräuschverursachende Luftturbulenzen.

Befestigt ist der Impeller an vier Stegen, welche gegen die Rotationsrichtung gebogen sind.

Um eine entkoppelte Lüftermontage zu ermöglichen, wurde der runde Bereich des Lüfterrahmens auf der Rückseite mit einer Gummierung ausgestattet.

Das eingesetzte 135-mm-Modell der SilentWings 3 Serie läuft mit einer maximalen Drehzahl von 1400 RPM und einer maximalen Geräuschkulisse von 23,7 dB(A).
Als Anschlusskabel kommt ein 4-PIN-PWM-Kabel zum Einsatz, welches mit einem schwarzen Sleeving versehen ist.

Die Verarbeitung des Shadow Rock Slim 2 wurde seitens be quiet! sauber und hochwertig ausgeführt.

 

Montage:

Zur Montage auf einem Intel-Sockel liegt dem Lieferumfang eine entsprechende Backplate bei. Soll der Kühler auf einer AMD-CPU verbaut werden, so wird der Kühler an der Backplate befestigt, welche schon vom Mainboardhersteller vormontiert ist.
Wie ihr es aus unseren vergangenen Tests kennt, beschreiben wir die Montage auch in diesem Test anhand eines Intel-Sockels. AMD Nutzer können somit einfach den Montageschritt der Backplate überspringen.

Die mitgelieferte Backplane wird von der Mainboardrückseite aus mit vier Gewindebolzen bestückt. Über diese werden auf der Vorderseite des Mainboards Abstandshalter geschraubt. Auf die gerade angebrachten Abstandshalter werden dann wiederum die Montageschienen gelegt und befestigt.
Im Anschluss kann der Kühler dank der voraufgetragenen Wärmeleitpaste direkt auf die CPU aufgesetzt werden. Anschließend muss man nur noch den Montageträger über der Bodenplatte platzieren und mit den Montageschienen verschrauben.

Sobald der Kühler montiert ist, kann man den Lüfter mittels der mitgelieferten Lüfterklammern am Kühlkörper befestigen.

Dank des guten Lieferumfangs kann man den Kühler auch noch mit einem optionalen 120-mm-Lüfter bestücken, wodurch sich die Kühlleistung zusätzlich steigern lässt.

 

Testsystem:

Als Testsystem kommt neben einem Sockel 1151 Testsystem auch ein aktuelles AM4 Testsystem zum Einsatz, wodurch Nutzer von AMD als auch Intel Systemen einen Überblick über die Leistung auf den jeweiligen Sockeln erhalten. Beide Systeme werden im nicht übertakteten Zustand betrieben.

Das Intel-Testsystem besteht aus diesen Komponenten:

  • ASRock – Z170 Extreme3
  • HyperX – Savage 16 GB Kit 3000 MHz
  • Intel® – Core i7-6700K
  • Zotac – GTX 780 TI AMP Edition

Das AMD-Testsystem besteht aus diesen Komponenten;

  • AMD – Ryzen 1600
  • ASUS – Crosshair VI Hero
  • 2 x 8 GB Corsair Vengeance LPX Black 2666 MHz
  • Zotac – GTX 780 TI AMP Edition

 

Testablauf:

Da es sich bei dem verwendeten Lüfter um einen PWM-Lüfter handelt, welcher seine Geschwindigkeit selbst anpasst, haben wir die PWM-Steuerung während des Tests deaktiviert.

Die Testergebnisse sind bei einer Raumtemperatur von ca. 21,1 °C (zu Beginn der Testphase gemessen) entstanden. Protokolliert wurde der maximale Mittelwert aller CPU Cores nach einem 30 minütigen Prime95 Stresstest, welchem zum aufwärmen eine Idle time von 45 Minuten voraus ging.

Wir nutzen bei unseren Tests immer die ARCTIC MX-2 Wärmeleitpaste, um auch hier etwaige Schwankungen ausschließen zu können.

Die erreichten Temperaturen sind abhängig von dem genutzten System und können auch auf ähnlichen Systemen abweichen, vor allem, wenn noch eine zusätzliche GPU in dem System verbaut wird. Jedoch lassen sich die Kühler untereinander gut vergleichen, da alle die gleiche Testgrundlage haben.

 

Testergebnis:

Mit einem Blick auf das erreichte Testergebnis ist zu erkennen, dass sich der Shadow Rock Slim 2 eine gute Position im hinteren Drittel des Testfeldes ergattert hat. Mit der gebotenen Kühlleistung eignet sich der Kühler nicht nur für die leise Kühlung eines Office-Systems, sondern auch der Einsatz in einem kleinen Gaming-System ist problemlos möglich.

 

Fazit:

Mit dem Shadow Rock Slim 2 hat be quiet! seinen schlanke Shadow Rock Slim CPU-Kühler in einer neuen Version herausgebracht, welche neben einer neuen Abschlusslamelle auch mit einer neuen Bodenplatte ausgestattet wurde. Wie wir es auch von anderen aktuellen Kühlern aus dem Hause be quiet! kennen, wurde auch der neue Shadow Rock Slim 2 mit der Heatpipe Direct Touch“-Technologie (HDT) ausgestattet. Zwar sorgen die eingeflossenen Neuerungen in Kombination mit dem weiterhin eingesetzten 135 mm großen Silent Wings 3 Lüfter nicht für eine höhere Kühlleistung, jedoch wird durch diesen Aufbau die entstehende Abwärme etwas schneller an den Kühler abgegeben. Zudem wird dank der neuen Bodenplatte auch ein anderes Montagekit eingesetzt, welches die Kühlermontage erleichtert. Für eine dezente Optik wurde der Kühler mit einer ansprechend designten Abschlusslamelle ausgestattet. Für den Fall, dass einem die gebotene Leistung des schlanken Kühlers nicht ausreicht, befindet sich im Lieferumfang ein zweites Paar Lüfterklammern, wodurch sich der Kühler mit einem optionalen 120-mm-Lüfter bestücken lässt. Preislich liegt der sauber verarbeitete Shadow Rock Slim 2 CPU-Kühler zur Markteinführung bei 45,90€*.

Wir danken be quiet! sehr für die Bereitstellung des Testmusters.

be quiet! - Shadow Rock Slim 2 Tower-Kühler

8.1

Kühlleistung

7.5/10

Verarbeitung

9.0/10

Montage

9.5/10

Kompatibilität

9.5/10

Lautstärke

8.0/10

Modding

4.0/10

Lieferumfang

9.0/10

Preis

8.0/10

Pro

  • Verarbeitung
  • Einfache Montage

Contra

  • Keine Entkopplung für optionale Lüfter