ALSEYE – H120D CPU-Kühler im Test

Mit dem H120D haben wir heute einen Tower-Kühler von ALSEYE im Test, welcher neben einer guten Kompatibilität und Kühlleistung auch mit einer schicken Optik überzeugen möchte.

Welche Details in dem noch recht neuen H120D stecken und wie sich der Tower-Kühler aus dem Hause ALSEYE in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

 

Technische Details:

Sockeltypen: Intel® Socket LGA775, 1150, 1151, 1155, 1156, 1200, 1366, 2011
AMD® Socket AM2, AM2+, AM3, AM3+, AM4, FM1, FM2
TDP: bis zu 220 Watt
Lüfter-Abmessungen: ∅ 120 x 25mm
Nennspannung: 12 Volt
Lüftergeschwindigkeit: 800 – 2000 U/min
Luftstrom: 31,0 – 76,7 m³/h
Geräuschpegel: 24,1 – 35,5 dbA
Anschlussart: 4Pin PWM
Abmessungen: 154 x 123 x 106mm
Gewicht: 518 g
Garantie: 2 Jahre

 

Lieferumfang:

  • H120D Kühler
  • 2 x Halo 3.0 S-RGB-Lüfter
  • Montagematerial
  • Wärmeleitpaste
  • Montageanleitung

 

Design und Verarbeitung:

Der H120D CPU-Kühler wird von ALSEYE in einer Verpackung geliefert, welche in einem dreifarbigen Grunddesign gehalten ist. Auf der Verpackungsvorderseite wurden neben einem großen Produktbild und der Modellbezeichnung auch die wichtigsten Features abgedruckt.

Auf der Verpackungsrückseite findet man ein weiteres Produktbild, anhand welchem einem der Aufbau der Bodenplatte sowie der Montageklammer nähergebracht wird. Zudem wurden an dieser Stelle auch noch fünf kleine Featurebilder abgedruckt.

Eine Auflistung der technischen Details ist auf der rechten Verpackungsseite zu finden.

Entnimmt man den Kühler aus seiner Verpackung, so hat man einen mit zwei Halo 3.0 Lüftern bestückten Tower-Kühler vor sich stehen, welcher in einem fast vollständig schwarzen Design gehalten ist.

Der Kühler selbst besteht aus einem Kühlturm mit 44 Aluminiumfinnen, welche auf sechs Kupferheatpipes gesteckt sind. Die verbauten Kühlfinnen sowie auch die eingesetzten Heatpipes wurden mit einer schwarzen Lackierung versehen.

Betrachtet man den schlanken Lamellenblock einmal von einer der beiden Außenseiten aus, so so ist zu erkennen, dass ALSEYE die Kühlfinnen fast auf der gesamten Tiefe um 90 ° nach unten geklappt hat, wodurch innerhalb des Lamellenblocks ein Vakuum entsteht und die Luft zusätzlich beschleunigt wird. Ausgespart hat man hierbei lediglich die kleinen Haltenasen, welche zur Befestigung der Lüfterklammern dienen. Im Vergleich zu vielen anderen Herstellern setzt ALSEYE zudem nicht auf einen asymmetrischen Aufbau, sondern man hat den Lamellenblock mittig über der Bodenplatte platziert.

Betrachtet man den Kühler einmal von der Oberseite aus, so kann man neben einem eingeprägten ALSEYE Schriftzug, welcher in jede Kühlfinne eingeprägt wurde, auch die Enden der sechs durch den Kühlturm geführten Heatpipes erkennen.

Um die Kühlleistung zu verbessern, wurden die 6-mm-Heatpipes innerhalb der Lamellenblocks auf zwei Reihen aufgeteilt. Durch diese Aufteilung stehen mehr Heatpipes im direkten Luftstrom, als wenn die Anordnung in einer Reihe erfolgt wäre.

Die sechs Kupferheatpipes wurden passend zur schwarzen Ausführung des Kühlers ebenfalls mit einer schwarzen Lackierung versehen und durchlaufen die Bodenplatte U-förmig gebogen.

Die sechs Heatpipes sind hierbei als Direct-Touch-Heatpipes ausgeführt.

Um die Auflagefläche zu vergrößern und die Rillen zwischen den einzelnen Heatpipes zu minimieren, hat ALSEYE die Heatpipes auf ein Level mit der Bodenplatte heruntergeschliffen. Ganz verschwunden sind die Rillen zwischen den einzelnen Heatpipes durch diese Verarbeitungstechnik jedoch nicht, weshalb man zur Vermeidung von isolierenden Luftblasen etwas mehr Wärmeleitpaste auftragen muss.

Die aus einem Aluminiumblock gefertigte Bodenplatte wurde auf ihrer Oberseite mit kleinen Kühlfinnen ausgestattet, welche zur Vermeidung eines Hotspots beitragen soll.

An die Außenseiten der Bodenplatte wurden zudem schon der Montagebügel befestigt, mittels welchem sich der H120D wie ein AMD-Boxed-Kühler befestigen lässt.

Als Lüfter liegen dem Lieferumfang zwei 120 mm HALO 3.0 S-RGB-Lüfter bei. Wie wir es schon von unserem Test der HALO 3.0 Lüfter kennen, sind auch die HALO 3.0 S-RGB Lüfter in einem recht speziellen Design gehalten sind.

Im Vergleich zu vielen anderen 120-mm-Lüftern wurde der Lüfterrahmen der neuen HALO 3.0 S-RGB-Lüfter nicht quadratisch, sondern kreisrund ausgeführt.
Mit einem Blick auf die Oberseite des schwarzen Lüfterrahmens findet man acht leicht transparente Kunststoffelemente vor.

ALSEYE hat den recht dick ausfallenden Lüfterrahmen jedoch nicht nur auf der Oberseite mit leicht transparenten Kunststoffelementen ausgestattet, sondern auch auf der Außenseite. In Kombination mit den integrierten RGB-LEDs kann ein schickes, jedoch leider nur statisches Beleuchtungsbild erzielt werden.

Zur Montage wurden die Lüfter auf der Ober- und Unterseite mit jeweils vier abstehenden Montagepunkten ausgestattet, welche zur Entkopplung mit Moosgummielementen ausgestattet wurden.

Aufgrund des recht breiten Lüfterrahmens fallen die sieben verbauten Lüfterblätter recht kurz aus. Um die Geräuschkulisse zu minimieren, wurden die Lüfterblätter an der hinteren Kante mit kleinen Vertiefungen ausgestattet.

Befestigt ist der Impeller an vier Stegen, welche gegen die Rotationsrichtung gebogen zum Lüfterrahmen verlaufen.

Bis auf die kleinen Rillen, welche sich im Bereich der Auflagefläche noch zwischen den einzelnen Heatpipes befinden, wurde die Verarbeitung des H120D seitens ALSEYE sauber ausgeführt.

 

Montage:

Soll der Kühler auf einem AMD-Sockel verbaut werden, so kann der Kühler einfach auf die mit Wärmeleitpaste bestrichene CPU aufgesetzt und an den Haltenasen der beiden blauen Montagestege befestigt werden.
Bei der Montage auf einem Intel-Sockel wird im ersten Schritt der zum jeweiligen Sockel passende Montagerahmen auf dem Mainboard montiert. Auf den kleineren Sockeln, welche nicht über eine vorinstallierte Backplate verfügen, kommen die von den Boxed-Kühlern bekannten Push-Pins zum Einsatz. Bei der Montage auf einem Sockel 2011 erfolgt eine geschraubte Montage des Montagerahmens.
Sobald der Montagerahmen montiert ist, kann der Kühler wie ein Boxed-Kühler eines AMD-Systems mittels der vorinstallierten Klammern auf der mit Wärmeleitpaste bestrichenen CPU montiert werden.
Da das Montagekit von den beiden Außenseiten zugänglich ist, können die beiden mittels Lüfterklammern am Kühler befestigten Lüfter während der Kühlermontage am Kühler montiert bleiben.

 

Testsystem:

Als Testsystem kommt neben einem Sockel 1151 Testsystem auch ein aktuelles AM4 Testsystem zum Einsatz, wodurch Nutzer von AMD als auch Intel Systemen einen Überblick über die Leistung auf den jeweiligen Sockeln erhalten. Beide Systeme werden im nicht übertakteten Zustand betrieben.

Das Intel-Testsystem besteht aus diesen Komponenten:

  • ASRock – Z170 Extreme3
  • HyperX – Savage 16 GB Kit 3000 MHz
  • Intel® – Core i7-6700K
  • Zotac – GTX 780 TI AMP Edition

Das AMD-Testsystem besteht aus diesen Komponenten;

  • AMD – Ryzen 1600
  • ASUS – Crosshair VI Hero
  • 2 x 8 GB Corsair Vengeance LPX Black 2666 MHz
  • Zotac – GTX 780 TI AMP Edition

 

Testablauf:

Da es sich bei dem verwendeten Lüfter um einen PWM-Lüfter handelt, welcher seine Geschwindigkeit selbst anpasst, haben wir die PWM-Steuerung während des Tests deaktiviert.

Die Testergebnisse sind bei einer Raumtemperatur von ca. 21 °C (zu beginn der Testphase gemessen) entstanden. Protokolliert wurde der maximale Mittelwert aller CPU Cores nach einem 30 minütigen Prime95 Stresstest, welchem zum aufwärmen eine Idle time von 45 Minuten voraus ging.

Wir nutzen bei unseren Tests immer die ARCTIC MX-2 Wärmeleitpaste, um auch hier etwaige Schwankungen ausschließen zu können.

Die erreichten Temperaturen sind abhängig von dem genutzten System und können auch auf ähnlichen Systemen abweichen, vor allem, wenn noch eine zusätzliche GPU in dem System verbaut wird. Jedoch lassen sich die Kühler untereinander gut vergleichen, da alle die gleiche Testgrundlage haben.

Mit einem Blick auf das erreichte Testergebnis ist zu erkennen, dass sich der Kühler trotz seines recht schlanken Lamellenblocks einen Platz im guten Mittelfeld sichern konnten. Diese Platzierung konnte der Kühler durch den Push-Pull-Betrieb erzielen, welcher mit den beiden vorinstallierten Lüftern ermöglicht wird. Aufgrund der beiden Lüfter gehört der Kühler jedoch nicht zu den leisesten Modellen im Testfeld.

 

Fazit:

Mit dem H120D hat ALSEYE einen schlanken Tower-Kühler in seinem Sortiment, welcher in unserem Test nicht nur mit einer ordentlichen Kühlleistung, sondern auch mit einer schicken Optik überzeugen konnte. Optisch punktet der Kühler durch die vollständig schwarze Lackierung, welche ALSEYE mit gleich zwei RGB-Lüftern kombiniert hat. Leider gibt es jedoch keine Möglichkeit, verschiedene Beleuchtungsfarben oder Effekte einzustellen. Passend zur Optik wurde auch die Verarbeitung des Kühlers fast durchweg sehr gut ausgeführt. Einzig die Rillen zwischen den einzelnen Heatpipes fallen etwas größer aus als bei vielen anderen Direct-Touch-Kühlern, wodurch man bei der Montage etwas mehr Wärmeleitpaste auftragen muss. Die beiden vorinstallierten Lüfter sind zwar für eine gewisse Geräuschkulisse verantwortlich, sorgen jedoch auch dafür, dass der recht schlanke Kühler eine gute Kühlleistung erreicht, mittels welcher man auch eine aktuelle High-End-CPU kühlen kann. Für den Fall das nicht die volle Kühlleistung benötigt wird, kann man wahlweise auf einen der beiden Lüfter verzichten oder die Lüftergeschwindigkeit automatisiert über die PWM-Steuerung anpassen. Hierdurch lässt sich auch die Geräuschkulisse auf ein angenehmes Level bringen. Preislich liegt der noch recht neue H120D CPU-Kühler aktuell bei knapp 30 € *.

Wir danken Inter-Tech für die Bereitstellung des Testmusters.

ALSEYE - H120D CPU-Kühler

8.5

Kühlleistung

8.0/10

Verarbeitung

9.0/10

Montage

8.5/10

Kompatibilität

9.0/10

Lautstärke

7.5/10

Modding

8.0/10

Lieferumfang

9.0/10

Preis

9.0/10

Pro

  • Design
  • Kompatibilität
  • Einfache Montage
  • Entkoppelte Lüfter
  • Kühlleistung

Contra

  • Vergleichsweise große Rillen zwischen den Heatpipes
  • Beleuchtung nicht anpassbar
  • Lautstärke unter Volllast