Alpenföhn – Dolomit CPU-Kühler im Test

Mit dem Dolomit haben wir passend zum Release den kleinsten Tower-Kühler aus der neuen Premium Line von Alpenföhn im Test, welcher sich an designbewusste Nutzer und Anwender richtet, welche ein schlankes Gehäuse ihr eigen nennen.

Welche Leistung in dem neuen Dolomit steckt und wie sich der kleine Tower-Kühler aus der neuen Dolomit-Serie von Alpenföhn in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

 

Technische Details:

Maße (mit Lüfter): 95 x 85 x 125 mm
Gewicht (mit Lüfter): 588 g
Material: Kupfer (Bodenplatte, Heatpipes)
Aluminium (Lamellen)
Heatpipes: 4 x Ø 6 mm
TDP: 160 Watt
Lüfter: 92 x 92 x 25 mm
Max. Drehzahl: 500 – 2200 RPM
Betriebsspannung:
7 – 13,2 V
Lautstärke: 23,8 dB(A) @ 100 % RPM
Airflow:
65,4 m³/h
Statischer Druck:
1,92 mmH2O
Nennstrom Lüfter
0,25 A
Anschluss: 4-Pin-PWM
Kompatibilität: Intel: 1200 / 115X / 20XX
AMD: AM4

 

Lieferumfang:

  • Dolomit Kühler
  • Wing Boost 3 92-mm-Lüfter
  • Montagematerial (Intel & AMD)
  • 4 x Lüfterklammer
  • Wärmeleitpaste
  • Montageanleitung

 

 

Design und Verarbeitung:

Der Dolomit wird von Alpenföhn in einer Verpackung geliefert, welche in einem dunklen Design gehalten ist. Auf der Verpackungsvorderseite wurde neben der Modellbezeichnung sowie einem Produktbild auch ein Hinweis auf die kompatiblen Sockel und die TDP abgedruckt. Die Abmessungen des enthaltenen Kühlers kann man den Skizzen auf der linken Verpackungsseite entnehmen.

Auf der Verpackungsrückseite findet man eine Beschreibung der drei wichtigsten Features. Eine Auflistung der technischen Details wurde auf der rechten Verpackungsseite abgedruckt.

Entnimmt man den Dolomit aus seiner Verpackung, so hat man einen sehr kompakten Tower-Kühler vor sich stehen, welcher mit einem vollständig schwarzen und recht geradlinigen Aufbau daher kommt.

Alpenföhn hat dem Kühlkörper 39 Kühlfinnen sowie einer dickeren Abschlusslamelle spendiert. Alle verbauten Kühlfinnen wurden hierbei mit einer mattschwarzen Beschichtung versehen.
Was das Finnendesign angeht, hat Alpenföhn die vordere Stirnseite Links und rechts von der Bodenplatte mit drei kleinen Vertiefungen ausgestattet. Durch diese Vertiefungen wird die Oberfläche, auf welche die durch den Lüfter bewegte Luft trifft, vergrößert.

Betrachtet man den Kühler einmal von der Rückseite aus, so wird einem ein sehr ähnlicher Aufbau auffallen. Zusätzlich zu den Vertiefungen, welche Alpenföhn in die vordere Stirnseite integriert hat, hat Alpenföhn die Rückseite des Lamellenblocks auch mit einer mittig eingelassenen Vertiefung ausgestattet, durch welche die Montage erleichtert wird.

Mit einem Blick auf die Oberseite des Lamellenblocks findet man die schon kurz angesprochene Abschlusslamelle vor, welche ohne einen auffälligen Schriftzug oder eingearbeitete Vertiefungen daher kommt. Um das schlichte Design des Kühler abzurunden, wurden auch die aus der Abschlusslamelle hervorstehenden Enden der vier verbauten Heatpipes mit schwarzen Abschlusskappen ausgestattet.

Mit einem seitlichen Blick auf den Kühler ist zu erkennen, dass die Kühlfinnen zur Stabilisierung des Lamellenblocks am Übergang zu den beiden Stirnseiten um 90° nach unten gebogen wurden. Direkt neben den umgeklappten Bereichen wurden zudem kleine Vertiefungen in die Kühlfinnen eingearbeitet, welche als Aufnahmepunkte für die Lüfterklammern dienen.

Der Lamellenblock wurde auf vier 6-mm-Heatpipes gesteckt. Die passend zum Design schwarz beschichteten Kupferheatpipes durchlaufen die zweiteilige Bodenplatte u-förmig gebogen. Um eine bessere Kompatibilität zu Speichern mit hohen Kühlkörpern zu erzielen, wurden die Heatpipes zudem so gebogen, dass die Bodenplatte nicht mittig unter dem Lamellenblock sitzt.

Die Bodenplatte besteht aus einer Aluminiumoberseite und einer Unterseite aus hochwertigem Kupfer. Um die Bodenplatte an das gesamte Design des Dolomit anzupassen, wurde auch die Bodenplatte bis auf die Auflagefläche mit einer schwarzen Beschichtung versehen.

Die vernickelte Unterseite der Kupferbodenplatte wurde sehr sauber und ohne jegliche Riefen verarbeitet.

Als Lüfter liefert Alpenföhn einen Wing Boost 3 92-mm-Lüfter mit, welcher mit einer Drehzahl von 500 – 2200 RPM arbeitet und über einen quadratischen Aufbau verfügt.

Wo Alpenföhn die größeren Modelle der Wing Boost 3 Lüfter auf der Vorder- und Rückseite mit Entkopplern ausgestattet, hat man das 92-mm-Modell nur auf der Rückseite mit Entkopplern ausgestattet.

Der mit 11 Lüfterblättern ausgestattete Impeller ist an vier Stegen befestigt, welche geradlinig zu den vier Ecken des Lüfterrahmens verlaufen.

Wie wir es von anderen Wing Boost 3 Lüftern kennen, wurden die Lüfterblätter auf der Oberseite mit jeweils drei kleinen, stromlinienförmigen Erhebungen ausgestattet, durch welche Luftverwirbelungen und somit auch die Geräuschkulisse reduziert werden soll.

Der Anschluss des Lüfters erfolgt über ein vierpoliges Flachbandkabel.

Die Verarbeitung des in Deutschland assemblierten CPU-Kühlers wurde seitens Alpenföhn sehr hochwertig ausgeführt.

 

Montage:

Im Vergleich zu vergangenen Kühlern setzt Alpenföhn bei den Kühlern der neuen Dolomit-Serie ein neues Montagekit ein, welches nicht nur passend zum Kühler vollständig schwarz lackiert wurde, sondern auch eine einfachere Montage ermöglichen soll.

Soll der Kühler auf einem AM4- oder Intel Sockel 20XX-Mainboard verbaut werden, so wird die werksseitig montierte Backplate weiterhin genutzt. Im Lieferumfang befinden sich passende Schrauben und Abstandshalter, welche sich in die entsprechenden Backplanes eindrehen lassen.

Wird der Kühler auf einem Mainboard mit einem Intel Sockel 1200 oder 115X montiert, so muss man im ersten Arbeitsschritt die Montagebolzen, welche schon an der mitgelieferten Backplane vormontiert sind, von der Rückseite aus durch die Montagebohrungen des jeweiligen Mainboards führen. Anschließend werden die mitgelieferten Abstandshalter über die Montagebolzen gestülpt und die beiden Montageträger darauf positioniert und verschraubt.

Bevor man den Kühler nun auf die CPU aufsetzen und mit den Montageträgern verschrauben kann, muss man die CPU noch mit Wärmeleitpaste bestreichen.

Der mitgelieferte Lüfter wird mittels zwei Lüfterklammern am Kühler befestigt. Die Montage eines zweiten 120-mm-Lüfters ist mittels der zusätzlichen Lüfterklammern aus dem Lieferumfang problemlos möglich.

 

 

Testsystem:

Um eine typische Wärmeentwicklung abbilden zu können, welche in etwa der Wärmeentwicklung der meisten Nutzer während des Spielens entspricht, setzen wir in unserem Test auf ein aktuelles Mittelklasse-Gaming-System, welches aus folgenden Komponenten besteht:

 

Testablauf:

Die Testergebnisse sind bei einer Raumtemperatur von ca. 21 °C (zu Beginn der Testphase gemessen) entstanden. Protokolliert wurde der maximale Mittelwert aller CPU Cores während eines 30 minütigen Prime95 Stresstests. Die eingesetzte CPU wird mit einem auf 4,5 GHz fixierten Takt betrieben.

Kommen bei einem getesteten Kühler Lüfter zum Einsatz, bei denen es sich um PWM-Lüfter handelt, welche ihre Geschwindigkeit selbst anpassen, so wird die PWM-Steuerung während des Tests deaktiviert.

Wir nutzen bei unseren Tests immer die ARCTIC – MX-5* Wärmeleitpaste, um auch hier etwaige Schwankungen ausschließen zu können.

Die erreichten Temperaturen sind abhängig von dem genutzten System und können auch auf ähnlichen Systemen abweichen. Jedoch lassen sich die Kühler untereinander gut vergleichen, da bei unseren Tests alle Kühler die gleiche Testgrundlage haben.

Als Referenz dienen alle Kühler, welche wir bis jetzt auf diesem System getestet haben. CPU-Wasserkühler werden in Kombination mit einem Alphacool NexXoS ST30 Full Copper 360mm Radiator getestet.

Mit einem Blick auf das erreichte Testergebnis ist zu erkennen, das sich der neue Dolomit Tower-Kühler auf einem der hinteren Plätze des Testfeldes platziert hat. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass der Kühler im Vergleich zu den meisten anderen Modellen im Testfeld nur mit einem 92-mm-Lüfter ausgestattet ist und zudem auch deutlich kleiner ausfällt. Die gebotene Kühlleistung erreicht der Kühler jedoch bei einer angenehmen Geräuschkulisse. Für den Fall, dass man die Kühlleistung noch etwas steigern möchte, kann man den Kühler mit einem weiteren Lüfter ausstatten. Um hierbei ein schlüssiges Design erzielen zu können, wird es den kleinen Wing Boost 3 92-mm-Lüfter in Kürze auch einzeln zu kaufen geben.

 

Fazit:

Mit dem Dolomit hat Alpenföhn einen kompakten Tower-Kühler in seine neue Kühler-Serie aufgenommen, welcher in unserem Test neben einer sehr guten Verarbeitungsqualität sowie einer dezenten Optik auch mit einer ordentlichen Kühlleistung überzeugen konnte. Auch wenn der Kühler recht kompakt ausfällt, lieferte er in unserem Test eine Kühlleistung, welche ausreichend hoch ist, um die Abwärme jeder aktuellen Mittelklasse-CPU abführen zu können. Je nach eingesetzter CPU und deren Auslastung macht der eingesetzte Lüfter durch die hohe Maximaldrehzahl zwar etwas auf sich aufmerksam, ist hierbei jedoch nicht so aufdringlich wie der Lüfter eines Boxed-Kühler. Dank er geringen Abmessungen eignet sich der Kühler nicht nur für den Einsatz in einem normalen Desktop-PC, sondern der Kühler kann auch in vielen ITX-Systemen eingesetzt werden. Auch wenn der Dolomit nicht wie die beiden größeren Varianten der Dolomit-Kühlerserie mit einer RGB-Beleuchtung ausgestattet ist, wurde der Kühler mit einer schicken und dezenten Optik ausgestattet. Preislich liegt der neue Dolomit zur Markteinführung bei 37,90 €*.

Wir danken Alpenföhn für die Bereitstellung des Testmusters.

Alpenföhn - Dolomit CPU-Kühler

8.8

Kühlleistung

8.5/10

Verarbeitung

10.0/10

Montage

10.0/10

Kompatibilität

10.0/10

Lautstärke

8.0/10

Modding

5.0/10

Lieferumfang

9.5/10

Preis

9.0/10

Pro

  • Kühlleistung
  • Sehr hochwertige Verarbeitung
  • Design
  • Entkoppelte Lüftermontage
  • Montage eines 2. Lüfters möglich