Seagate – One Touch HDD USB 3 Festplatte 4 TB im Test

Mit der One Touch HDD haben wir heute eine externe 2,5″ USB 3 Festplatte von Seagate im Test, welche neben einer ansprechenden Optik auch mit einem umfangreichen Featureangebot überzeugen möchte.

Welche Details in der One Touch HDD 4 TB stecken und wie sich die externe USB 3 Festplatte aus dem Hause Seagate in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

 

Technische Details:

Kapazität: 4 TB
Modellnummer: STNR4000400
Verbaute Festplatte: ST4000LM024-2U817V
Abmessungen: 117 x 83 x 22 mm (L x B x H)
Gewicht: 254 g
Kompatibilität: MacOS
Windows
Android
iOS
Schnittstelle: USB Type C (USB 3.2 Gen 2)
Farbe: Sace Grey
Dark Blue
White

 

Lieferumfang:

  • One Touch Festplatte 4 TB
  • USB-C-3.2-Kabel 
  • Schnellstartanleitung
  • Secure Conde
  • 2-jährige Datenrettungsdienste
  • Kostenlose Testversionen von Adobe Creative Cloud Pro, Mylio und
    Synology Deep Search

 

Design und Verarbeitung:

Die One Touch HDD wird von Seagate in einer Verpackung geliefert, welche in einem weiß/grünen Grunddesign gehalten ist und auf der Vorderseite neben der Modellbezeichnung und einem Produktbild auch mit einem Hinweis auf die gebotene Kapazität sowie den eingesetzten Anschluss bedruckt wurde.

Auf der Verpackungsrückseite findet man ein weiteres Produktbild vor, welches die externe Festplatte in einem möglichen Einsatzszenario zeigt. Zudem findet man an dieser Stelle auch einen mehrsprachig abgedruckten Hinweis auf die wichtigsten Produkteigenschaften der enthaltenen Festplatte.

Entnimmt man die One Touch HDD aus seiner Verpackung, so hat man eine externe Festplatte vor sich liegen, welche seitens Seagate in Kunststoffgehäuse untergebracht wurde, dessen Design wir in sehr ähnlicher Form schon von der 24 TB fassenden One Touch Desktop-Festplatte her kennen.

Im Gegensatz zu dieser One Touch Desktop-Festplatte wurde das Gehäuse der neuen One Touch HDD jedoch nicht aus einer Kombination aus Kunststoff und Aluminium gefertigt, sondern Seagate setzt an dieser Stelle auf ein durchgehendes Kunststoffgehäuse. Das quaderförmige Gehäuse ist bei dem von uns in diesem Test herangezogenen Variante durchweg in einem Space Grey gehalten. Neben dieser Farbvariante gibt es die externe Festplatte auch in einer weißen Version sowie in Dark Blue.
Wie wir es schon von der größeren Desktop-Variante her kennen, wurde auch das Gehäuse der kleineren Festplatte auf der Vorderseite mit einem gewellten Aufbau versehen.

Wo das vordere Drittel des Kunststoffgehäuses glatt ausgeführt und mit einem dezent eingeprägten Seagate Logo versehen wurde, wurden die beiden hinteren Drittel des Gehäuses in dem bekannten Wellendesign gehalten.

Mit einem Blick auf die Gehäuserückseite findet man eine geschlossene Kunststoffblende vor, in welche neben einem USB-C-Anschluss auch eine kleine Status-LED eingearbeitet wurde. 

Dank des genutzten Anschlusses kann die Festplatte nicht nur mit einem PC, Notebook oder Mac betrieben werden, sondern es wird auch eine Unterstützung zu iOS- und Android-Geräten geboten.

Mit einem Blick auf die Gehäuseunterseite findet man im vorderen Bereich ein vertieft aufgeklebtes Typenschild vor. Auf kleine Gummifüße, welche eine Entkopplung vom Untergrund bieten würden, hat Seagate an dieser Stelle jedoch leider verzichtet.

Im Inneren der One Touch HDD hat Seagate eine SATA Festplatte des Typs ST4000LM024-2U817V verbaut. Bei dieser Festplatte handelt es sich um eine 2,5″-Festplatte aus der BarraCuda Serie, welche mit einer Drehzahl von 5400 U/min arbeitet und über einen 128 MB großen Cache verfügt.
Als Aufzeichnungsverfahren kommt Shingled Magnetic Recording (SMR) zum Einsatz, wodurch die einzelnen Datenspuren nicht wie bei Perpendicular Magnetic Recording (PMR) voneinander getrennt geschrieben werden, sondern leicht überlappend. Wo SMR im Vergleich zu PMR eine höhere Speicherkapazität pro Plattern ermöglicht, liegt der Nachteil dieses Aufzeichnungsverfahren darin, dass die Schreibgeschwindigkeit aufgrund der Notwendigkeit des erneuten Beschreibens von Nachbarspuren gemindert wird.

Bis auf die fehlende Entkopplung wurde die One Touch HDD seitens Seagate sehr sauber und optisch ansprechend verarbeitet.

 

Inbetriebnahme und Software:

Wie wir es von fast allen externen Festplatten her kennen, gestaltet sich die Inbetriebnahme der externen One Touch HDD dank des mitgelieferten USB-Kabels sehr einfach und es ist weder am PC/Notebook, oder am Mac noch mit einem iOS- oder Android-Gerät zur normalen Nutzung keine spezielle Software notwendig.
Will man jedoch in den Genuss eines erweiterten Funktionsumfangs kommen, so muss man die von Seagate bereitgestellte Toolkit Software auf seinem System installieren.

Da die Software auch andere Laufwerke aus dem Hause Seagate unterstützt, muss man beim Start der Software ggf. das gewünschte Laufwerk auswählen.

Sobald man die Software geöffnet hat, kann man wahlweise die optionale Verschlüsselung einrichten, eine Datensicherung erstellen, auf der Festplatte abgespeicherte Sicherungen wiederherstellen oder eine Spiegelung einrichten.

Über den obersten Softwareabschnitt “Seagate Secure” kann man eine AES 256-Bit-Verschlüsselung der Festplatte einrichten.

Hierzu ist der achtstellige Code von der Rückseite des Festplattengehäuses oder aus dem mitgelieferten Flyer notwendig. Für den Fall, dass man das während der Einrichtung eingestellte Passwort zur Entschlüsselung einmal vergisst, findet man auf diesem Flyer auch einen Reset-Code.

Neben dieser Funktion kann man über die bereitgestellte Software auch eine automatische Datensicherung einstellen.

Wo sich bei einer Datensicherung entweder automatisch oder manuell ausgewählte Dateien bzw. Ordner auf die externe Festplatte sichern lassen,

kann man bei einer Spiegelung entweder einen bestimmten Ordner auswählen oder erstellen lassen, welcher automatisch gesynct werden soll.

Wo bei einem Backup lediglich eine Sicherung der ausgewählten Dateien auf der externen Festplatte abgelegt werden, werden bei einem Sync alle Dateien in beide Richtungen synchronisiert. Die bedeutet, dass auf dem System gelöschte Dateien auch auf der externen Festplatte gelöscht werden. Gleiches gilt auch für Dateien auf dem System abgelegte Dateien, welche man auf der externen Festplatte löscht.

 

 

Testablauf:

Neben der Kapazität und einem stabilen Betrieb ist das wichtigste Kaufargument bei einer Festplatte natürlich die maximale Schreib- und Lesegeschwindigkeit, weswegen wir die externe One Touch Festplatte mittels unseres bekannten Testsystems getestet haben.

Das zum Einsatz kommende Testsystem besteht aus diesen Komponenten:

Das Testlaufwerk ist dabei als sekundäres Laufwerk eingerichtet. Das Betriebssystem befindet sich somit auf der verbauten ADATA – XPG – GAMMIX S70 PCIe 4.0 M.2 SSD 🛒.

Getestet wurde die Festplatte mittels dieser Benchmarks:

  • CrystalDiskMarkt
  • HD Tune Pro

 

CrystalDiskMarkt:

Im CrystalDiskMarkt konnte die Ultra Touch HDD beim sequenziellen Schreiben eine Schreibgeschwindigkeit von 141,41 MB/s erreichen. Die sequenzielle Lesegeschwindigkeit lag in unserem Test bei 145,28 MB/s.
Bei 32 parallelen 4K-Schreib- und Lesevorgängen lagen die Transferraten bei 8,56 bzw. 1,48 MB/s. Bei einzelnen 4-KB-Zugriffen liegt die Lesegeschwindigkeit bei 0,48 MB/s und die Schreibgeschwindigkeit bei 6,1 MB/s.

 

HD Tune Pro:

Neben dem CrystalDiskMark haben wir unser Testlaufwerk auch noch mit HD Tune Pro getestet. Hier konnte eine mittlere Transferrate von 136,4 MB/s erreicht werden. Der erreichte Spitzenwert lag in diesem Test bei 137,1 MB/s.

 

Fazit:

Mit der externen One Touch HDD hat Seagate eine externe USB 3 Festplatte im 2,5″-Format in seinem Sortiment, welche optisch an die 3,5″-Version der One Touch Festplatte angelehnt ist, jedoch im Gegensatz zu dieser nur über ein Kunststoffgehäuse verfügt. Wo sich dies in unserem Test nicht negativ auf die Wärmeabgabe und somit auf ein übermäßiges Erwärmen der eingesetzten Festplatte ausgewirkt hat, wurden von der Festplatte ausgehende Schwingungen aufgrund der fehlenden Entkopplung jedoch ungehindert an den Schreibtisch, auf welchem die Festplatte lag, übertragen. Mit der gebotenen Kapazität von 4 TB bietet einem die von uns in diesem Test herangezogene Modellvariante der One Touch HDD eine ausreichende Kapazität, um nicht nur alle auf einem Notebook anfallenden Daten zu sichern, oder dessen Speicherplatz zu erweitern, sondern auch Gamer können auf der Festplatte eine Vielzahl an Spielen ablegen. Mit der bereitgestellten SeagateToolkit-Software gibt Seagate einem zugleich ein Softwarepaket in die Hand, welches nicht nur eine einfache Datensicherung ermöglicht, sondern dank einer Verschlüsselungsoption die auf der Festplatte gespeicherten Daten auch vor einem ungewollten Zugriff Dritter schützt. Wie wir es von anderen externen Festplatten her kennen, kann auch die One Touch HDD nicht mit der Leistung einer internen 3,5″-HDD oder einer entsprechenden SSD mithalten, jedoch konnte die externe Festplatte in unserem Test mit einer guten Lese- und Schreibgeschwindigkeit punkten. Preislich liegt die noch recht neue One Touch HDD in der von uns herangezogenen 4 TB großen Variante aktuell bei knapp 230 €, jedoch ist die Verfügbarkeit der 4 TB großen Version zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Testberichtes noch sehr eingeschränkt. Neben der von uns herangezogenen Variante gibt es die Modelle der neuen One Touch HDDs auch noch mit einer Kapazität von 2 TB. Beide Kapazitätsvarianten sind zudem in einer Version mit weißem und blauen Gehäuse verfügbar. Alle Modelle bieten neben einer zweijährigen Garantie auch einen Rescue Data Recovery Services zur Datenwiederherstellung.

Wir danken Seagate sehr für die Bereitstellung des Testmusters.

Seagate – One Touch HDD USB 3 Festplatte 4 TB

9.1

Verarbeitung

9.5/10

Kompatibilität

10.0/10

Geschwindigkeit

9.0/10

Lieferumfang

10.0/10

Preis

7.0/10

Pro

  • Verarbeitung
  • Design
  • Kompatibilität

Contra

  • Keine Entkopplung
  • Preis