Thermaltake Versa H22 Midi-Tower

Mit dem Versa H22 haben wir heute einen Midi-Tower von Thermaltake im Test, welcher sich nicht nur für Heimanwender, sondern auch für Gamer eignen soll.

Welche Details in dem Vresa H22 stecken und wie das Case verarbeitet ist, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Farbe: schwarz
  • Format: ATX
  • Material: SPCC
  • max. Steckkartenlänge: 315 mm
  • max. CPU-Kühlerhöhe: 155 mm
  • Besonderheiten: schwarze Innenlackierung; Luftfilter
  • Einbauschächte:
    extern 3 x 5,25″
    intern: 3 x 3,5″, 3 x 2,5″
  • Lüfter: 5x 120 mm (einer vorinstalliert)
  • Slotblenden: 7
  • I/O Panel: Audio IN/OUT, 1 x USB 2.0, 1 x USB 3.0
  • Abmessungen: 209 x 429 x 480 mm
  • Gewicht: 4,2Kg

Lieferumfang:

  • Versa H22
  • Schraubenset
  • Kabelbinder
  • Slotblende
  • Montageanleitung

Design und Verarbeitung:

Äußeres Erscheinungsbild:

Das Versa H22 wird von Thermaltake in einer neutralen Verpackung geliefert, bei welcher bewusst auf eine Hochglanzbedruckung verzichtet wurde. Auf der Vorder- und Rückseite der Verpackung wurde eine Zeichnung des Versa H22 abgedruckt.

Die technischen Details sind seitlich auf der OVP zu finden. Innerhalb seiner OVP ist das Versa H22 durch Styroporpolster geschützt und übersteht somit den Transport zum Käufer ohne eine weitere Umverpackung unbeschadet.

Entnimmt man das Versa H22 aus seiner Verpackung, so hat man vor sich einen komplett in schwarz gehüllten Midi-Tower stehen.

Das Design des Versa H22 wird wie es bei Gehäusen üblich ist maßgeblich von der Gehäusefront geprägt.

Die Gehäusefront des Versa H22 ist mit einem großflächigen, schwarzen Mesh-Gitter ausgestattet, hinter welchem sich ein großflächiger Staubfilter befindet.

Die unteren zwei Drittel dieses Mesh-Gitters sind dabei aus einem Stück gefertigt. In den oberen Drittel der Gehäusefront wurden drei 5,25″ Laufwerksblenden eingearbeitet, welche ebenfalls aus einem Mesh-Gitter bestehen, wodurch fast die gesamte Fläche der Gehäusefront in einem Mesh-Design erstrahlt.
Im unteren Bereich der Mesh-Front wurde das Thermaltake Logo auf die Front aufgebracht.

Zieht man die Gehäusefront von dem Versa H22 ab, so findet man einen weiteren Staubfilter vor, welchen man vom Gehäuse abnehmen kann. Auf der Innenseite dieses Staubfilters befinden sich Klammern, mittels welchen man zwei 120-mm-Lüfter montieren kann.

Die Mesh-Front wurde in einen matt schwarzen Kunststoffrahmen eingelassen. Dieser verfügt im mittleren Bereich auf der linken und rechten Seite über zwei Designelemente, welche über die Mesh-Front hinausragen und anstelle der matten Aufmachung in einer Klavierlackoptik daher kommen.
Oberhalb der 5,25″ Laufwerksschächte wurde das I/O Panel in den umlaufenden Rahmen der Gehäusefront eingearbeitet.
An der linken Seite ist ein USB 2.0 Anschluss zu finden. Mittig wurde ein HD-Audio In/Out eingearbeitet. An der rechten Seite befindet sich zudem noch ein aktueller USB 3.0 Anschluss.

Die Power- sowie der Resetschalter wurden in die Oberseite der Gehäusefront eingelassen.
Durch die matte Aufmachung des umlaufenden Rahmens der Gehäusefront wird ein guter Übergang zum Gehäusedeckel sowie der rechten und linken Seitenwand des Versa H22 geschaffen. Diese Gehäuseelemente sind wie alle anderen an dem Versa H22 verbauten Metallteile mit einer mattschwarzen Lackschicht überzogen.
Der Gehäusedeckel wurde gut an die für ein Gaming-Gehäuse noch recht schlichte Gehäusefront angepasst. Im hinteren Bereich des Gehäusedeckels wurde ein großes Wabengitter eingearbeitet, hinter welchem zwei 120-mm-Lüfter montiert werden können.

Die linke und rechte Seitenwand kommt ganz ohne einen Montageplatz für einen Lüfter aus. Beide Seitendeckel wurden mit einer nach außen gezogenen Vertiefung versehen, welche nicht nur eine höhere Stabilität der Stahlblechseitendeckel garantiert, sondern auch den Platz für das Kabelmanagement auf der Rückseite des Mainboardschlittens sowie für den verwendeten CPU-Kühler erhöht.

Wirft man einmal einen Blick auf die Rückseite des Versa H22, so findet man gleich unterhalb des Gehäusedeckels zwei Durchlässe für Schläuche einer eventuellen Wasserkühlung, welche beide mit einem Gummischutz versehen sind.

Unterhalb dieser Durchlässe und somit neben dem Einbauplatz des I/O-Shield befindet sich ein weiterer Montageplatz für einen 120-mm-Lüfter, welcher wie auch die beiden Einbauplätze im Gehäusedeckel mit einem Wabengitter ausgestattet ist. An dieser Stelle wurde von Thermaltake schon ein schwarzer 120-mm-Lüfter vormontiert, welcher mit 1000 U/min. und 16 dB(A) ans Werk geht.
Unterhalb dieses Gehäuselüfters sind die sieben Slotblenden zu finden. Die Montagebohrungen, welche zum befestigen der Erweiterungskarten dienen sind von der Außenseite des Gehäuses mit einer Schutzkappe verschlossen.

Die verbauten Slotblenden sind fest mit dem Gehäuse verbunden und müssen herausgebrochen werden, wenn man eine entsprechende Steckkarte verbauen will. Dem Lieferumfang liegt nur eine Ersatzblende bei.

Im unteren Bereich findet man den Einbauplatz für ein ATX-Netzteil. Um diesen herum befinden sich acht Montagebohrungen, wodurch ein beliebiges ATX-Netzteil in zwei Richtungen verbaut werden kann.
Mit einem Blick auf die Gehäuseunterseite findet man auch hier im hinteren Bereich ein Wabengitter vor. Dieses dient als Lufteinlass für das verbaute ATX-Netzteil und ist mit einem abnehmbaren Staubfilter verschlossen.

Einen sicheren Stand erhält das Versa H22 durch vier Standfüße aus schwarzen Kunststofffüßen.

Blick ins Innere:

Nach dem abnehmen der Seitenwände erhält man einen freien Blick auf das Gehäuseinnere, welches wie auch das Gehäuseäußere komplett in schwarz gehüllt ist. Dieses wirkt klar strukturiert und aufgeräumt.

Direkt hinter der Gehäusefront befindet sich am Gehäuseboden der Laufwerkskäfig für 3,5″ Festplatten. In diesem befinden sich drei Kunststoffrahmen, welche neben einer werkzeuglosen Montage von 3,5″ Festplatten auch eine herkömmliche Montage von 2,5″ Laufwerken zulassen.

Oberhalb des Laufwerkkäfigs für interne 3,5″ Laufwerke befindet sich ein weiterer Laufwerkseinschub, welcher ebenfalls mit drei Kunststoffrahmen bestückt ist. Dieser fällt jedoch schmäler aus, als der untere Laufwerksrahmen, da er zur Montage von 2,5″ Laufwerken gedacht ist. Oberhalb dieser internen Laufwerksschächte befindet sich der Bereich für die externen 5,25″ Laufwerke. Auch hier ist die Montage von drei Laufwerken möglich. Auch bei diesen Laufwerken ist eine werkzeuglose Montage möglich.
In den Mainboardschlitten wurden neben einer großen Aussparung, welche einen Kühlerwechsel ohne eine Demontage eines Mainboards zulässt, weitere kleine Ausschnitte am rechten Rand des Mainboardschlittens eingearbeitet. Diese dienen als Kabeldurchführungen. Auf einen Kantenschutz in Form von Gummidurchführungen wurde bei dem Versa H22 jedoch verzichtet.

Die Verarbeitung des Versa H22 ist auf einem guten Niveau. Auf einige Details, welche man im hochpreisigen Segment findet, muss man jedoch bei diesem recht günstigen Gehäuse verzichten.

Montage:

Im ersten Schritt müssen je nach verwendetem Mainboard die Abstandshalter zur Mainboardmontage in den Mainboardschlitten eingedreht werden. Dies ist bei dem Versa H22 leicht und ohne abplatzen des Lackes möglich. Je nach verwendetem Mainboard kann man darauf auch verzichten, da der Mainboardschlitten schon über einige fest eingestanzte Abstandshalter verfügt.
Bevor man das Mainboard im Gehäuse verbaut sollte man nun noch die benötigten Slotblenden aus dem Gehäuse brechen, da man sonst das Mainboard beschädigen könnte.
Im nächsten Schritt kann dann auch gleich das Mainboard auf den entsprechenden Abstandshaltern verschraubt werden.
3,5″ Festplatten lassen sich ganz einfach in die HDD-Einschübe klippsen.

2,5″ Festplatten können ebenfalls in diesen Einschüben montiert werden, müssen jedoch über die herkömmliche Art und Weise an den Einschüben festgeschraubt werden.

In den 2,5″ Einschüben ist leider keine werkzeuglose Montage der 2,5″ Laufwerke möglich, obwohl die gleiche Montageart wie bei den 3,5″ Laufwerkseinschüben auch bei diesen Einschüben möglich gewesen wäre.

Um ein 5,25″ Laufwerk in dem Versa H22 verbauen zu können, muss man zuerst die entsprechende Frontblende entfernen. Diese lässt sich ganz einfach aus der Gehäusefront herausdrücken. Anschließend kann das Laufwerk in das Gehäuse hineingeschoben werden und mittels der Schnellverschlüsse justiert werden.
Durch die acht Montagebohrungen, welche um den Einbauplatz des Netzteiles angesiedelt sind, ist eine Montage in zwei Richtungen möglich.
Wir haben das Netzteil in unserem Test so montiert, dass der Lüfter des Netzteiles frische Luft durch den Gehäuseboden ansaugen kann.
Die zu verbauenden Steckkarten dürfen eine Länge von 315mm nicht überschreiten. Bei der Verwendung eines ATX-Mainboards können extrem lange Steckkarten nur auf den oberen Steckplätzen verbaut werden. Die maximale Höhe des CPU-Kühlers beträgt 155mm. Soll ein aktueller Tower-Kühler zum Einsatz kommen, sollte man also vorher noch einmal auf dessen Höhe schauen, denn diese sind meist 160mm hoch.
Der Platz hinter dem Mainboardschlitten ist durch die nach außen gezogene Gehäusewand ausreichend, um auch den dicken ATX-Kabelstrang hinter dem Mainboard zu verstecken. Durch den fehlenden Kantenschutz sollte man jedoch vorsichtig beim verlegen der Kabel sein, da hier schnell einmal eine Isolierung aufgerissen werden kann.

Fazit:

Mit dem Versa H22 hat Thermaltake einen Midi-Tower im Sortiment, welcher sich an den preisbewussten Gamer richtet. Das Versa H22 kommt mit einem recht schlichten aber dennoch ansprechenden Design daher und braucht sich nach einem Blick auf den Verkaufspreis bei der Verarbeitungsqualität nicht zu verstecken. Durch diesen doch recht geringen Verkaufspreis von aktuell ca. 42€* bei Amazon.de muss man jedoch auf ein paar Features verzichten, welche man in höherpreisigen Gehäusen findet. Neben dem fehlenden Kantenschutz an den Kabeldurchführungen sind dies z.B. die nur vorgestanzten Slotblenden. Durch gleich zwei Staubfilter verbaute in der Gehäusefrontwird sichergestellt, das kein Stauf durch diese in das Gehäuseinnere eindringt. Die Montage der Hardware ist stellenweise werkzeuglos möglich. Durch sein recht schlichtes Auftreten eignet sich das Versa H22 nicht nur für Gamer, sondern auch für den Einsatz im Büro. Für alle, die anderen einen Einblick in ihr Gehäuse gewähren wollen, bietet Thermaltake das Versa H22 auch noch mit einer Seitenwand an, welche mit einem Plexiglasfenster ausgestattet ist.

Pro

  • Schlichtes Mesh-Design
  • USB 3.0 Frontanschlüsse
  • Schlauchdurchführungen
  • Preis
  • Auch als Version mit Plexiglas erhältlich

Contra

  • Kein Kantenschutz an Kabeldurchführungen
  • Lange Steckkarten nicht in allen Einbauplätzen einsetzbar
  • Nur eine schraubbare Slotblende
  • Kein Speaker im Lieferumfang

Verarbeitung

Kompatibilität

Kühlmöglichkeiten

Ausstattung

Lieferumfang

Modding

Preis

Wir danken Thermaltake für die Bereitstellung des Testmusters.