SteelSeries – Rival 500 – Gaming Maus

Mit der neuen Rival 500 haben wir heute eine neue MMO/MOBA-Gaming-Maus von SteelSeries im Test, welche nicht nur eine sehr gute Ergonomie, sondern auch einen überaus hohen Funktionsumfang bieten soll.

Welche Details in der neuen Rival 500 stecken und wie sich die neue MMO/MOBA-Gaming-Maus von SteelSeries in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Maße: 118.75×78.34×43.34 mm
  • Gewicht: 129.7
  • Farbe: Schwarz
  • Layout: Rechtshändige Bedienung
  • Tasten: 15 (frei programmierbar)
  • Sensor: PixArt PMW3360
    Typ: optisch
    Auflösung: 100 – 16.000 DPI
    Abtastgeschwindigkeit: max. 7,62 m/s
    Beschleunigung: max. 50 G
  • Mikroschalter: SteelSeries Switches min. 30 Mio. Clicks
  • Anschluss: USB
    USB-Signalrate: 1.000 Hz
    Kabellänge: 2 m
  • Beleuchtung: Logo und Scrollrad

Lieferumfang:

  • Rival 500 Gaming Maus
  • Kurzanleitung

Design und Verarbeitung:

Die neue Rival 500 wird von SteelSeries in Verpackung geliefert, welche in den typischen SteelSeries Farben Schwarz und Orange gehalten ist. Auf der Verpackungsvorderseite wurden neben einem hochglänzenden Produktbild auch die Modellbezeichnung sowie die drei wichtigsten Features der Maus abgedruckt.

Mit einem Blick auf die Verpackungsrückseite findet man drei Featurebilder vor, anhand deren einem alle Tasten und Schalter der Maus aufgezeigt werden. Zudem sind hier noch die wichtigsten Features in einer Auflistung zu finden.

Entnimmt man die Rival 500 aus ihrer Verpackung, so hat man eine fast komplett schwarze Maus vor sich liegen, welche einem schon auf den ersten Blick klar macht, dass sie nicht für den Einsatz im Büro designt wurde.
SteelSeries hat der neuen Rival 500 ein sehr kantiges Design verpasst, welches vor allem durch die verbauten Tasten entsteht.

Die Rival 500 verfügt jedoch nicht nur über eckige Kanten, sondern auch über ein ergonomisches Design, welches ersichtlich wird, wenn man die Maus einmal von Ihrer Rückseite aus betrachtet.

Die Rival 500 wurde auf der Oberseite mit einer Soft-Touch-Oberfläche versehen, welche der Maus durch ihre Oberflächenbeschaffenheit ein gutes Handling verpasst. Der hintere Bereich der Maus wurde nicht nur zur Vorderseite hin ansteigend designt, sondern er verfügt auf der rechten Seite auch über eine Abgeschrägte Form, wodurch sich die Maus besser an die Hand des Benutzer anschmiegen kann, als eine symmetrisch gehaltene Maus.

An der hinteren Kante wurde mittig ein Gummielement eingearbeitet, in welches der Rival Schriftzug eingeprägt ist. Dieses Element lässt sich auf Wunsch gegen ein Element austauschen, welches z.B. den eigenen Namen etc. enthält. Hierzu stellt SteelSeries eine entsprechende Druckvorlage zum Download bereit, sodass man sich mittels eines 3D-Druckers das gewünschte Element selbst drucken kann.
In die Soft-Touch-Oberfläche der Handflächenauflage wurde zudem das SteelSeries Logo eingearbeitet. An der Stelle des Logos wurde die Soft-Touch-Oberfläche ausgespart, wodurch der darunter befindliche, leicht transparente Kunststoff sichtbar wird. Hierdurch ist es möglich, das Logo von der Rückseite aus zu beleuchten.

Die linke und rechte Maustaste sind wie auch die Handflächenauflage mit einer Soft-Touch-Oberfläche versehen, wurden jedoch nicht aus normalem Kunststoff, sondern aus Glasfaserverstärkter Kunststoff (GFK) gefertigt. Die Maus ist zwar im vorderen Bereich der beiden Maustasten etwas breiter, jedoch wurden die Maustasten selbst nicht bis an Außenkanten der Maus geführt.

SteelSeries hat der Rival 500 eine Reihe an Zusatztasten spendiert. Neben der linken Maustaste befinden sich zwei dieser Zusatztasten. Neben der rechten Maustaste ist eine weitere Zusatztaste zu finden. Zwischen der linken und rechten Maustaste wurde neben dem Scrollrad eine weitere Taste verbaut. Das Scrollrad kann nicht nur nach unten, sondern auch nach links und rechts gedrückt werden, wodurch es im Vergleich zum Scrollrad vieler anderer Mäuse mit zwei zusätzlichen Funktionen belegt werden kann. Hinter dem Scrollrad befindet sich eine weitere Zusatztaste, welche in den Werkseinstellungen zur DPI-Auswahl dient.
Das verbaute Scrollrad wurde mit einem leicht transparenten Kunststoffring versehen, wodurch dieses wie auch das eingearbeitete SteelSeries Logo beleuchtet werden kann.

Im Vergleich zur linken und rechten Maustaste sind die vier auf der Mausoberseite verbauten Zusatztasten nicht mit einer Soft-Touch-Oberfläche versehen, sonder wurden aus mattschwarzem Kunststoff gefertigt.

Das Anschlusskabel der Rival 500 ist im Gegensatz zu dem vieler anderer Gaming Mäuse nicht mit einem Kabelsleeving versehen, sondern wurde mittels einer Zugentlastung sowie einer herkömmlichen Gummierung versehen.

Mit einem Blick auf die rechte Mausseite findet man eine gummierte Fläche vor, welche mit kleinen Gumminoppen versehen wurde, wodurch sie noch etwas griffiger ausfällt.

Schaut man sich einmal die linke Mausseite etwas genauer an, so findet man hier sechs weiter Tasten vor. Fünf der hier verbauten Zusatztasten sind aus mattschwarzem Kunststoff gefertigt. Die sechste Taste befindet sich zwischen diesen Tasten und ist wie die rechte Seite der Rival 500 mit einer gummierten Oberfläche versehen. Vor dieser Taste wurde zudem ein weiteres Element verarbeitet, welches ebenfalls mit dieser Gummierung versehen wurde und zur Daumenablage dient.

Um eine bessere Zuordnung der einzelnen Tasten zu gewährleisten wurde in jede Taste eine kleine Nummerierung eingearbeitet. Die beiden unteren Tasten Daumentasten sind zudem etwas aus der Maus herausgeführt worden, wodurch sie gerade dazu einladen, den Daumen auf diesen abzulegen. Damit man dies gefahrlos tun kann, ohne das man versehentlich eine Taste betätigt, hat SteelSeries in der Rival 500 einen Schalter verbaut, welcher die beiden unteren Daumentasten sperrt und so verriegelt, dass sie auch nicht nachgeben, wenn man seinen Daumen auf diesen ablegt.
Dieser Schalter ist auf der Unterseite der Maus zu finden und ist mit einer farblichen Kennzeichnung versehen, wodurch man schnell erkennen kann, ob die Tasten gesperrt sind oder nicht.

SteelSeries auf der Unterseite der Maus drei großflächige Gleitfüße verbaut. Der optische PixArt PMW3360 Sensor wurde recht zentriert in der Maus untergebracht.

Die Verarbeitung der Rival 500 wurde seitens SteelSeries nicht nur optisch ansprechend, sondern auch hochwertig ausgeführt.

Softwareinstallation und Einstellungen:

Die Rival 500 Gaming-Maus von SteelSeries wurde in unserem Test von Windows 7 64bit Pro problemlos per plug & play erkannt. Ohne die Installation, der bereitgestellten Software kann man jedoch nur die in Windows üblichen Einstellungen einer Maus vornehmen. Um alle Funktionen der Rival 500 Gaming Maus nutzen zu können, muss man sich somit die von SteelSeries bereitgestellte Software herunterladen.

Die Installation der SteelSeries Engine 3 war auf unserem Testsystem problemlos möglich. Die angeschlossene Maus wurde auch gleich von der Software erkannt und wir wurden auf ein dringendes Firmwareupdate hingewiesen, welches man direkt aus der Software heraus starten konnte.
Leider ist das Update keine ganze Sekunde nach dem Starten fehlgeschlagen, wodurch wir eine entsprechende Fehlermeldung erhalten haben.

Die Beleuchtung der Maus hat zum gleichen Zeitpunkt angefangen blau zu pulsieren und die Maus konnte nicht mehr genutzt werden. Wir haben die Rival 500 daraufhin abgezogen und neu angeschlossen. Die SteelSeries Eingine 3 erkannte die Maus gleich wieder und die Grundlegenden Funktionen der Maus waren wieder gegeben. Wir konnten in der Software jedoch keine Einstellungen vornehmen, da die Software uns mitteilte, dass das letzte Firmwareupdate fehlgeschlagen ist.

An dieser Stelle blieb uns nur Möglichkeit über, die Maus vom USB-Port zu trennen, oder das Update nochmals zu starten, was wir natürlich versuchten. Auch bei diesem Update blieb es leider nur beim Versuch, denn das Update schlug erneut fehl.
Aus einem eigentlich unerklärlichen Gedanken heraus haben wir irgendwann die SteelSeries Engine einmal in der englischen Version auf dem Testsystem installiert und das Update abermals gestartet. Zu unserem Erstaunen ist das Update gleich beim ersten Anlauf durchgelaufen, ohne dass es zu einem Fehler gekommen ist.

Seitens SteelSeries hat man gleich nach unserer Info versucht den Bug nachzustellen, jedoch lief das Update dort problemlos, Weswegen wir davon ausgehen, dass entweder die Download-Dateien bei uns aus irgend einem Grund anfangs nicht zu 100% ok waren, oder das es irgend eine Störung bei der Übertragung gegeben hat, welche an einem anderen Arbeitsplatz, an dem wir die Installation mit der anderen Spracheinstellung vorgenommen haben zufälligerweise nicht mehr aufgetreten sind. Dieser kurzzeitige „Bug“ wird von uns nicht mit in die Bewertung aufgenommen, da wir keinen genauen Grund nennen können und somit auch nicht ausschließen könne, dass es eventuell an irgend welchen Einstellungen an den Teststationen lag.

Nachdem das Update aufgespielt war funktionierte das Zusammenspiel zwischen der Maus und der Software reibungslos.

Hat man das Update durchgeführt, kann man die in der Software erkannte Rival 500 anklicken, wodurch sich ein Pupup-Fenster öffnet, in dem man alle Grundfunktionen der Maus einstellen kann. Die Software ist hierzu in verschieden Bereiche unterteilt, welche mittels Boxen realisiert wurden. Dies hat den Vorteil, dass man sich nicht durch verschiedene Reiter klicken muss, bis man am gewünschten Menüpunkt angekommen ist.

Im oberen Bereich findet man an der linken Seite eine Auflistung aller verfügbaren Tasten. Direkt daneben wird einem passend dazu ein Bild der Maus angezeigt, in welchem man die gewünschte Taste durch einen einfachen Klick auswählen kann. Diese Anzeige kann je nach Wunsch als Live-Anzeige oder als statische Anzeige dargestellt werden. Zudem ist es auch möglich, das Bild der Maus zu drehen, sodass man wahlweise von oben oder von der Seite auf die virtuelle Maus schaut.

Auf der rechten Seite findet man verschiedene Boxen vor, welche alle für eine andere Funktion zuständig sind. Im oberen Bereich kann man die Auflösung des verbauten Sensors einstellen. Hier hat man zwei verschiedene Einstellungsmöglichkeiten zur Auswahl, durch welche man auch während eines Spiels mittels eines einfachen Tastendrucks die hier voreingestellten Auflösungen durchschalten kann.
Im weiteren Verlauf ist ein Timer zu finden, in welchem man verschiedene Zeiten einstellen kann. So ist es z.B. möglich, eine gewünschte Zeit einzustellen, welche nach dem Betätigen der hierzu definierten Taste heruntergezählt wird. Ist der Timer bei 0 angekommen, macht uns die Maus durch einen vorher ausgewählten Vibrationsimpuls darauf aufmerksam. Dies ist z.B. dann von Vorteil, wenn es in einem Spiel Abklingzeiten oder eine Wirkdauer für ein bestimmtes Feature gib. Hier braucht man nun durch den integrierten Timer nicht mehr auf die Statusanzeige zu schauen, sondern kann sich auf andere Ereignisse im Spiel konzentrieren.
Neben diesem Feature kann man im weiteren Verlauf noch die Beschleunigung, Verzögerung, Angle Snapping und die Polling-Rate einstellen.

Die Beleuchtung des Logos sowie des Scrollrades lässt sich getrennt voneinander oder synchron steuern. Die jeweilige Beleuchtungsfarbe kann hierbei ganz individuell gewählt werden. SteelSeries bietet einem zusätzlich verschiedene Effekte wie Pulsieren, Faden etc. zur Auswahl an.

Die SteelSeries Engine 3 bietet einem mit Gamesense ein zusätzliches Feature, welches einem erlaubt, den Funktionsumfang der Maus zusätzlich zu erweitern.

In diesem Softwarebereich können verschiedene Profile für verschiedene Spiele angelegt werden. In diesen ist es dann möglich, die Beleuchtung an bestimmte Ereignisse anzupassen. So kann man z.B. durch die Beleuchtungsfarbe des Scrollrads angezeigt bekommen, bei wie viel Prozent das Gesundheitslevel während des Counter Strike Spieles ist.

Man kann mittels Gamesense jedoch auch die in der Rival integrierte Vibrationsfunktion nutzen. So kann man sich hier z.B. alarmieren lassen, wenn man nur noch einen bestimmten Prozentsatz im Bereich Gesundheit hat, oder die Einfrierzeit zu Ende ist.

Ergonomie und Bedienkomfort:

Durch die spezielle Bauform der Rival 500 kann diese ausschließlich von Rechtshändern genutzt werden und liegt hierdurch auch viel besser in der Hand, als eine symmetrisch aufgebaute Maus. Die von SteelSeries gewählte Größe erfanden wir während unseres Tests als perfekt, da sie in einer normalen Männerhand sehr gut lag und man alle verbauten Tasten sehr einfach und schnell erreichen konnte. Die Oberflächenbeschaffenheiten der Maus bieten einem einen angenehmen Halt und garantieren einem viel Spielfreude. Leider ist die verbaute Soft-Touch-Oberfläche jedoch etwas anfällig für Fingerabdrücke, was sich zwar nicht negativ auf das gebotene Handling, jedoch auf die Optik auswirkt. Die griffige Soft-Touch-Oberfläche wird im Bereich des Handlings zudem von den nochmals griffigeren Seitenelementen aus Gummi unterstützt, wodurch man die Maus auch in einem heißen Gefecht noch sehr gut beherrschen kann.
Durch die Möglichkeit, die beiden unteren Daumentasten sperren zu können, kann die Ergonomie der Maus zusätzlich gesteigert werden, da diese dann als Auflagefläche für den Daumen dienen. Die verbauten Switches haben einen angenehmen und direkten Druckpunkt und garantieren eine sehr lange Lebensdauer. Alle verbauten Tasten können zudem frei belegt werden. Die Konfiguration wird direkt in der Maus gespeichert, wodurch man auch dann auf seine Einstellungen zurückgreifen kann, wenn man die Maus an einem fremden Rechner betreibt.
Die verbauten Gleitfüße lassen schnelle und vor allem angenehme Bewegungen der Maus auf den von uns getesteten Untergründen (gebürstetem Aluminium, Kunststoff, Holz und Stoff) zu. Soll die Maus jedoch auf einer Glasplatte/Glasmauspad genutzt werden, so verweigert der verbaute Sensor jedoch seinen Dienst.
Der verbaute Sensor kann mit bis zu 16.000 DPI arbeiten. In Kombination mit einer maximalen Abtastrate von 1000 Hz ist eine Wegstrecke von über 7,62m in der Sekunde möglich, welche präzise verarbeitet wird.

Fazit:

Mit der neuen Rival 500 hat SteelSeries eine Gaming Maus in sein Sortiment aufgenommen, welche nicht nur ein sehr gutes Handling zu bieten hat, sondern auch sehr viele Funktionen mit sich bringt. Durch die verwendete Soft-Touch-Oberfläche in Kombination mit den gummierten Außenseiten und der sehr ergonomischen Bauform bietet einem die Rival 500 ein überaus gutes Handling. Hierdurch kann die Maus nicht nur über einen sehr langen Zeitraum genutzt werden, ohne das man die Finger oder Hand etwas entspannen muss und auch einer Nutzung in einem heißen Gefecht spricht nichts dagegen, denn die Maus liegt auch dann noch sicher in der Hand, wenn die Hand etwas geschwitzt ist. Die Verarbeitung der Rival 500 wurde durchweg sehr sauber und hochwertig ausgeführt. Lediglich die Anfälligkeit auf Fingerabdrücke auf der Soft-Touch-Oberfläche hat uns etwas gestört. Passend zum Einsatzzweck, für welchen die Rival 500 MMO/MOBA-Gaming-Maus seitens SteelSeries entwickelt wurde, fällt auch der Funktionsumfang aus. Hier stehen einem 15 frei programmierbare Tasten zur Verfügung, welche alle sehr gut erreichbar sind. Zwei der verbauten Daumentasten können auf Wunsch gesperrt werden, wodurch die Ergonomie der Maus zusätzlich gesteigert werden kann. Mit dem verbauten Vibrationsmotor hat SteelSeries der Rival 500 ein Feature verpasst, an welches wir uns während des Tests besonders schnell gewöhnt haben und welches einem in verschiedenen Spielen kleine Vorteile bringen kann, da man sich nicht auf irgend welche Zeitanzeigen etc. konzentrieren muss, sondern den richtigen Zeitpunkt in der Hand zu spüren bekommt. Preislich liegt die neue Rival 500 aktuell bei knapp 90€*. Erhältlich ist sie zum aktuellen Zeitpunkt nur direkt bei SteelSeries.

Pro

  • Sehr gute Verarbeitung
  • Anzahl der Tasten
  • Software
  • Gleitfähigkeit
  • Sehr guter Sensor
  • Verbauter Vibrationsmotor

Contra

  • Anfällig für Fingerabdrücke

Lieferumfang

Verarbeitung

Funktionsumfang

Bedienerfreundlichkeit

Software

Modding

Preis

Wir danken SteelSeries sehr für die Bereitstellung des Testmusters.