Speedlink – MANDAS 2.4 GHz wireless Gaming Headset im Test

Mit dem MANDAS haben wir heute ein kabelloses Gaming Headset von Speedlink im Test, welches neben guten Klangeigenschaften und Kompatibilität auch mit einem auffälligen Design überzeugen möchte.

Welche Details in dem noch recht neuen MANDAS stecken und wie sich das wireless Gaming Headset von Speedlink in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

 

Technische Details:

Typ: Over-Ear Headset
Farbe: Schwarz
Treiber: 50 mm
Frequenzgang Kopfhörer: 20 Hz – 20k Hz
Impedanz: 32 Ω
Schalldruckpegel: 95 dB ± 3 dB bei 1 kHz
Frequenzgang Mikrofon:  100 Hz – 16 kHz
Empfindlichkeit Mikrofon: -42 dB ± 3 dB bei 1kHz
Akku: 900 mAh
Akkulaufzeit: Bis zu 10 Stunden
Verbindung: 2,4 GHz, 3,5-mm-Klinke
Reichweite: Bis zu 10 m
Kabellänge: 1,2 m Klinkekabel
1 m USB Kabel
Abmessungen: 190 × 200 – 220 × 95 – 200 mm (B × H × T)
Gewicht: 360 g

 

Lieferumfang:

  • MANDAS wireless Headset
  • USB-Dongle
  • USB-Kabel
  • Klinkekabel
  • Anleitung

 

Design und Verarbeitung:

Das MANDAS wireless Gaming Headset wird von Speedlink in einer Verpackung geliefert, welche in einem dunklen Design gehalten ist. Auf der Verpackungsvorderseite wurde neben der Modellbezeichnung und einem Produktbild auch ein Hinweis auf die integrierte Beleuchtung sowie die Akkulaufzeit von bis zu 10 Stunden abgedruckt.

Auf der Verpackungsrückseite wurde ein weiteres Produktbild abgedruckt, anhand welchem einem die einzelnen Details des Headsets nähergebracht werden.

Entnimmt man das MANDAS aus seiner Verpackung, so hat man ein kabelloses Gaming Headset vor sich liegen, welches einen recht wuchtigen ersten Eindruck hinterlässt.

Zu dem wuchtigen Eindruck tragen nicht nur die großen Ohrmuscheln bei, sondern auch der gut in das Design integrierte Kopfbügel.

Bei den beiden Ohrmuschel setzt Speedlink auf mattschwarze Kunststoffgehäuse, welche über einen kantigen Aufbau verfügen.

Mittig in die Außenseiten wurden schwarze Metallgitter eingearbeitet, durch welche man ein leicht transparentes Speedlink Gaming Logo erkennen kann. Dieses wird bei eingeschaltetem Headset von der Rückseite aus rot beleuchtet.

In die vordere Kante der linken Ohrmuschel wurde ein ausklappbares Mikrofon verbaut. Das Mikrofon ist hierbei an einem gummierten Schwanenhals befestigt und kann somit gut vor dem Mund des Nutzers positioniert werden.

Leider hat Speedlink den in der Klappmechanik eingearbeiteten Anschlag so ausgeführt, dass das Mikrofon an der untersten Stelle deutlich unter dem Mund und somit weit von der optimalen Position entfernt zu finden ist.

Mit einem Blick auf die untere Kante der linken Ohrmuschel findet man neben einem Micro-USB-Anschluss, über welchen man den integrierten Akku aufladen kann, auch eine 3,5-mm-Klinkebuchse vor, über welche sich das Headset auch mit leerem Akku bzw. an Geräten betreiben lässt, welche sonst keine Kompatibilität zu dem kabellosen Headset bieten.
Zudem findet man hier einen Schalter zur Lautstärkeregelung sowie dem Stummschalten des Mikrofons vor. Neben diesem Regler wurde der Powerschalter positioniert.

Schaut man sich diesen Schalter einmal etwas genauer an, so wird man schnell erkennen, dass dieser kaum aus dem Gehäuse heraussteht. Dies führt dazu, dass man den Schalter nur unter Zuhilfenahme der Fingernägel bewegen kann.

In den Übergang von den Ohrmuscheln zum Kopfbügel wurde eine metallverstärkte Größenverstellung eingearbeitet.

Passend zum mächtigen Aufbau der Ohrmuscheln ist auch der breit und kantig ausgeführte Kopfbügel aus schwarzen Kunststoff gefertigt.

Um für einen bestmöglichen Tragekomfort zu sorgen, wurden an der Unterseite des Kopfbügels vier weiche und mit Kunstleder bezogene Polster verbaut.

Passend zur Polsterung des Kopfbügels wurden auch die beiden Ohrmuscheln mit dicken und zugleich weichen Polstern ausgestattet. Wie wir es vom Kopfbügel her kennen, kommt auch an dieser Stelle ein Kunstlederbezug zum Einsatz. Die in den Ohrmuscheln verbauten 50-mm-Treiber befinden sich hinter einem schwarzen Stoffbezug.

Die Verarbeitung des MANDAS wireless Gaming Headsets wurde seitens Speedlink sauber, aber leider nicht perfekt ausgeführt. Neben dem sehr flachen Powerschalter hat uns auch der zu tief gewählte Anschlagpunkt beim ausklappbaren Mikrofon nicht so gut gefallen.

 

Testsystem:

Getestet wurde das MANDAS wireless Gaming Headset an diesem Testsystem:

 

Anschluss und Inbetriebnahme:

Je nachdem, an welchem Zuspieler man das MANDAS wireless Gaming Headset anschließt, kann man das Headset nicht nur über das mitgelieferte 3,5-mm-Klinkekabel betreiben, sondern in Kombination mit dem ebenfalls im Lieferumfang enthaltenen USB Dongle auch kabellos nutzen.
Dank des vierpoligen 3,5-mm-Klinkeanschluss kann man das Headset mittels des mitgelieferten Klinkekabels problemlos an jedem aktuellen Smartphone oder Tablet verwenden. Auch der Anschluss an den Controller einer PS4, PS5 oder Xbox One ist mittels dieses Anschlusses ohne Umwege möglich.

Will man das MANDAS wireless Gaming Headset an einem PC, Notebook, einer PS5, PS4 oder einer Switch nutzen, so kann man das Headset in Kombination mit dem im Lieferumfang enthaltenen 2,4 GHz USB 3.0 Dongle auch kabellos betreiben.

Der vergleichsweise große USB-Dongle wurde seitens Speedlink am hinteren Ende mit einer Lasche ausgestattet, mittels welcher sich der Dongle z. B. an einem Schlüsselbund etc. befestigen lässt.

Leider ragt diese Lasche jedoch nicht zur Rückseite heraus, sondern leicht zu einer Außenseite, wodurch andere USB-Komponenten, welche in einem benachbarten Anschluss eingesteckt werden, zur Seite gedrückt werden.

Eine Treiberinstallation ist beim Einsatz des USB-Dongles nicht notwendig. Der Dongle wurde von unserem Windows 10 Testsystem automatisch erkannt und installiert.

 

Ton und Klangqualität:

Das MANDAS wireless Gaming Headset haben wir in unserem Test in verschiedenen Lebenslagen getestet. Neben dem normalen Musikhören und führen von Gesprächen haben wir das Headset auch bei dem ein oder anderen Game sowie beim betrachten von Filmen getestet.
Gleich bei den ersten Tönen zeigte sich, dass die 50-mm-Treiber des MANDAS wireless Gaming Headset seitens Speedlink eine Abstimmung erhalten haben, welche den Tiefton deutlich in den Vordergrund rückt. Wo das Headset durch diese Abstimmung dem ein oder anderen Gamer in die Karten spielt und für starke Explosionsgeräusche sorgt, werden die Mitten und Höhen leider etwas in den Schatten gestellt.
Dies wirkt sich nicht nur auf den Detailgrad der Klangwiedergabe aus, sondern auch auf den Klanggenuss beim Musikhören. Neben diesem Nachteil neigen die verbauten Treiber durch die gewählte Abstimmung bei einer erhöhten Lautstärke zu leichtem Übersteuern.

Der integrierte Akku ist laut Speedlink für eine Betriebsdauer von bis zu 10 Stunden ausgelegt.
Wir konnten in unserem Test eine Akkulaufzeit von 9 Stunden und 29 Minuten erreichen. Leider lässt sich die integrierte Beleuchtung weder anpassen noch abschalten, wodurch man die Akkulaufzeit nicht um ein paar Minuten verlängern kann.
Sollte der Akku während einer langen Gaming-Session einmal leer gehen, so kann man das Headset über das mitgelieferte Klinkekabel auch während des Ladevorgangs weiterhin nutzen. Da es sich bei dem mitgelieferten Klinkekabel um ein vierpoliges Klinkekabel handelt, muss man in diesem Fall jedoch beachten, dass man je nach genutztem Zuspieler auf einen optional erhältlichen Klinkeadapter* zurückgreifen muss.

 

Sprachqualität Mikrofon:

Natürlich haben wir bei unserem Test auch das Mikrofon nicht außen vor gelassen und haben das Headset somit in einigen Skype- und Teamspeaksitzungen getestet. Auch wenn das fest mit dem Headset verbundene Mikrofon nicht mit einem Popschutz ausgestattet wurde, konnte das Mikrofon in unserem Test durchweg mit einer klaren Sprachqualität überzeugen.

 

Tragekomfort:

Mit einem Gewicht von 360 g gehört das MANDAS wireless Gaming Headset zu den schwereren Gaming Headsets am Markt, was im Bereich des Tragekomforts nicht gerade von Vorteil ist. Um dennoch einen bestmöglichen Tragekomfort zu erzielen, wurde das MADNAS wireless Gaming Headset mit großzügigen Polstern ausgestattet. Diese wurden für eine schickere Optik und einem angenehmen Tragegefühl mit Kunstlederbezügen ausgestattet. Durch die großzügigen Polster sitzt das Headset recht angenehm auf dem Kopf. Im Vergleich zu ähnlich aufgebauten Headsets kommt die einzige Flexibilität beim MANDAS wireless Gaming Headset jedoch ausschließlich vom eingesetzten Kunststoffkopfbügel und nicht aus Gelenken, an welchen die Ohrmuscheln befestigt sind. Hierdurch sitzen die Ohrmuscheln vergleichsweise stramm auf den Ohren, was neben einer höheren Wärmeentwicklung im Bereich der Ohren auch zu einem gewissen Druckgefühl sorgt.

 

Fazit:

Mit dem MANDAS hat Speedlink ein kabelloses Gaming Headset in sein Sortiment aufgenommen, welches sich in unserem Test nicht immer von seiner besten Seite gezeigt hat. Aufseiten der Verarbeitung hat Speedlink zwar auf hochwertige Materialien zurückgegriffen, welche zudem auch sauber miteinander kombiniert wurden, jedoch lässt sich nicht nur der Powerschalter nur erschwert bedienen, sondern auch der Anschlagpunkt des Mikrofons wurde falsch gewählt, wodurch das Mikrofon beim vollständigen herunterklappen weit unterhalb vom Mund des Nutzers zu finden ist. Von der klanglichen Seite her sprechen die verbauten 50-mm-Treiber Nutzer an, welche auf einen kräftigen und dominierenden Tiefton stehen. Mit den getroffenen Klangeinstellungen wird man zwar durch kräftige Explosionsgeräusche ins Spiel oder den gerade angeschauten Film gefesselt, jedoch wirkt sich die getroffene Klangeinstellung leider negativ auf die Höhen und Mitten aus, wodurch man wichtige Details wie Schritte schnell einmal überhören kann. Wie wir es von anderen kabellosen Headsets her kennen, gehört auch das MANDAS wireless Gaming Headset nicht zu den leichtesten Gaming Headsets am Markt. Zwar ist es Speedlink durch die weiche Polsterung gelungen, das Headset nicht ganz so schwer auf dem Kopf liegen zu lassen, jedoch fällt das Headset im Gegensatz zu vielen anderen Gaming Headsets etwas steifer aus, wodurch ein höherer Anpressdruck im Bereich der Ohren erzielt und somit der Tragekomfort gerade bei einer längeren Tragezeit verschlechtert wird. Preislich liegt das MANDAS wireless Gaming Headset aktuell bei knapp 65 €*.

Wir danken Speedlink für die Bereitstellung des Testmusters.

Speedlink - MANDAS 2.4GHz Wireless Gaming Headset

7.5

Tragekomfort

6.5/10

Tonqualität Widergabe

5.5/10

Tonqalität Mikrofon

9.0/10

Verarbeitung

7.0/10

Kompatibilität

9.5/10

Preis

7.5/10

Pro

  • Sehr hohe Kompatibilität (Wireless und Kabelgebunden)
  • Gutes Mikrofon
  • Weiche Polsterung
  • Integrierte Beleuchtung (Nur einfarbig & nicht abschaltbar)

Contra

  • Anschlagpunkt des Mikrofons zu niedrig (Mikrofon an unterster Position weit unterhalb vom Mund)
  • Sehr flacher Powerschalter
  • Hoch und Mittelton wird vom Tiefton deutlich unterdrückt
  • Anpressdruck im Bereich der Ohren