Sparkle EH957 virtual 7.1 Gaming Headset

Mit dem Sparkle EH957 haben wir heute ein virtuelles 7.1 Gaming Headset von EASARS im Test, welche auf der diesjährigen Gamescom seine Deutschlandpremiere feierte.

Welche Features das Sparkle EH957 mit sich bringt und wie es sich in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Farbe: Schwarz/Gelb
  • Treiber: 50mm
  • Schallpegel (Peak): ca. 105dB
  • Impedanz: 41 Ohm
  • Frequenzbereich: 15Hz – 24kHz
  • Gewicht: 404g
  • Anschlüsse: 3,5mm Klinke / inkl. zusätzliche USB Soundkarte

Lieferumfang:

  • Sparkle EH957 Headset
  • Mikrofon
  • USB Soundkarte

Design und Verarbeitung:

Da es sich bei unserem Sample des Sparkle EH957 um ein frühes Pressemuster handelt, haben wir dieses leider ohne OVP bekommen und können euch zu dieser zum aktuellen Zeitpunkt keine genauen Infos zukommen lassen.

Das Sparkle EH957 soll es im vierten Quartal 2014 in zwei verschiedenen Farben in Deutschland zu kaufen geben. Wir haben von EASARS schon vor dem Verkaufsstart die gelbe Variante des Headsets erhalten.

Das Sparkle EH957 macht schon auf den ersten Blick deutlich, wo das eigentliche Einsatzgebiet des neuen Headsets zu finden ist. Durch die kantige Bauform der beiden Ohrmuscheln ist sehr gut zu erkennen, dass das Headset für Gamer designt wurde.
Bei unserem Testmuster sind die Ohrmuscheln aus zwei verschiedenen Kunststoffen gefertigt und bilden somit das auffälligste Designelement des Headsets.
Im vorderen Bereich der Ohrmuschel wurde jeweils ein Kunststoffelement verarbeitet, welches in einem glänzenden Gelb auf sich aufmerksam macht.

Diese glänzende Farbe wurde durch eine Metalliclackierung erreicht, welche zudem mit einer Klarlackschicht überzogen wurde. Auf diesen Kunststoffelementen wurde zudem der EASARS Schriftzug in einem kontrastreichen Schwarz aufgedruckt. In die vordere Kante der beiden Ohrmuscheln wurde zudem noch ein kleines, schwarzes Mesh-Gitter eingearbeitet.
Der hintere Bereich der Ohrmuschelaußenseite wurde aus einem schwarzen Kunststoffelement gefertigt, welches auch gleichzeitig den Aufnahmepunkt des Kopfbügels darstellt.

Die beiden Außenseiten der Ohrmuscheln wurden durch das kantige Design in einem Look gehalten, wie man ihn von einem Tarnkappenflugzeug kennt.
Der gelbfarbene Bereich der Ohrmuschel ist so an dem hinteren Element befestigt, dass sich die Ohrmuschel etwas bewegen lässt. Das ca. 2,5m lange Anschlusskabel, welches mit einer geriffelten Oberfläche versehen wurde, wird in die linke Ohrmuschel hineingeführt. An der Außenseite dieser Ohrmuschel ist zudem auch eine Anschlussbuchse für das ansteckbare Mikrofon zu finden.

Zum Einsatz kommt hier eine Chinch-Buchse. Durch dessen Bauform lässt sich das Mikrofon auch im angesteckten Zustand ganz einfach hochklappen.
Das Mikrofon selbst ist an seiner Vorder- als auch Rückseite mit einem Kunststoffelement ausgestattet. An der Rückseite ist ein Chinch-Stecker zu finden, welcher zum Anschluss des Mikrofons dient.

In dem vorderen Kunststoffelement wurde das Mikrofon selbst untergebracht. An der Außenseite wurde dieses Kunststoffelement noch mit einem kleinen, gelben Designelement versehen.

Beide Kunststoffelemente sind durch ein flexibles Element miteinander verbunden, welches mit einer gummierten Oberfläche versehen wurde.

Auf der Innenseite der Ohrmuscheln wurde ein Polster verarbeitet, welches mit einem Stoffüberzug versehen wurde. Die verbauten 50-mm-Treiber sind hinter einem Stoffbezug untergebracht, welcher mit dem EASARS Logo bedruckt ist.

Der Tragebügel wird wie schon kurz erwähnt durch die schwarzen Kunststoffelemente der Ohrmuscheln fixiert. Diese beherbergen zudem den verstellbaren Bereich des Tragebügels.

Auf der Innenseite ist eine Markierung zu finden, durch welche man die linke und rechte Seite des Headsets sehr gut unterscheiden kann.
Oberhalb der Ohrmuscheln wurde auf den Außenseiten der Aufnahmepunkte das EASARS Logo aufgedruckt.

Der Tragebügel ist an seiner Unterseite mit zwei recht dicken Schaumstoffpolstern ausgestattet. Auf der Oberseite besteht er aus schwarzem Kunststoff.

Das Anschlusskabel des Sparkle EH957 ist wie schon kurz angesprochen mit einer Gummierung ausgestattet, welches eine geriffelte Oberfläche aufweist.
Die beiden Anschlussstecker sind quadratisch ausgeführt und mit einer kleinen Markierung auf den Steckern versehen, durch welche sich der Stecker des Mikrofons vom Stecker des Headset unterscheiden lässt. Die in der Zwischenzeit eigentlich übliche Farbmarkierung an den Anschlusssteckern wurde bei dem Sparkle EH957 nicht angewandt.

Durch ihre quadratische Bauform fallen die beiden Stecker zudem etwas dünner aus als die Anschlussstecker anderer Headsets.

In dem Anschlusskabel wurde zudem eine Steuereinheit integriert, über welche sich das Mikrofon deaktivieren und die Lautstärke regulieren lässt.

Im Lieferumfang des Sparkle EH957 befindet sich neben dem abnehmbaren Mikrofon auch noch eine USB-Soundkarte. Diese ist an einem kurzen, gummierten Flachbandkabel angebracht und verfügt über einen Audio-Eingang und einen Audio-Ausgang.

Zum Einsatz kommt in der USB-Soundkarte ein Decoder-Chip von C-Media, welcher aus dem eigentlichen Stereo-Headset ein virtuelles 7.1 Headset machen soll.
Die beiden Anschlüsse der USB-Soundkarte sitzen recht eng nebeneinander, wodurch zwei runde 3,5-mm-Klinkestecker eines anderen Headsets nur mit viel Kraftaufwand eingesteckt werden können. Die beiden quadratischen Anschlussstecker des Sparkle EH957 lassen sich hingegen sehr einfach anschließen.

Bei der Verarbeitung hat uns das Anschlusskabel am wenigsten Gefallen. Nicht nur das hier viele Hersteller in der Zwischenzeit gesleevte Kabel verwenden, so wurde bei dem Sparkle EH957 auch auf die farbliche Codierung der beiden Anschlussstecker verzichtet. Durch die extrem glänzende Oberfläche der gelben Designelemente erscheint einem der Kunststoff an diesen Bereich etwas minderwertig. Er weißt jedoch die selbe Stärke wie der Kunststoff an anderen Bereichen auf und gibt bei der Ausübung eines gewissen Drucks nicht nach und ist daher wie auch der Rest des Headsets recht gut verarbeitet.

Installation:

Je nachdem wie das Headset angeschlossen wir, gibt es hier nicht viel zu sagen. Der Anschluss kann wie schon kurz erwähnt entweder über die 3,5-mm-Klinkestecker direkt an einer vorhandenen Soundkarte oder an der mitgelieferten USB-Soundkarte erfolgen.
Die dem Sparkle EH957 beiliegende USB-Soundkarte wurde von unserem Windows 7 64Bit problemlos erkannt.

Jedoch ist mit den in Windows enthaltenen Treibern kein Betrieb als virtuelle 7.1 Soundkarte möglich.
EASARS bietet hierzu ein passendes Treiber- und Softwarepaket an.
Leider war es auf einem verwendeten Windows 7 64Bit und Windows 8.1 64Bit nicht möglich die aktuell von EASARS bereitgestellte Softwareversion zu installieren. Die Installation scheiterte jeweils daran, dass die Soundkarte angeblich nicht angeschlossen war.

Es spielte hierbei keine Rolle, ob die Soundkarte vor der Installation schon angeschlossen war, oder während der Installation angeschlossen wurde. Auch der Wechsel zwischen einer USB 3.0 und USB 2.0 Schnittstelle führte nicht zu einer erfolgreichen Installation der Software.
Bis das Headset auf den Markt kommt, vergehen zwar noch ein paar Tage, dennoch hätten wir die viertuelle 7.1 Funktion gerne für euch getestet.

Ton und Klangqualität:

Die verbauten 50-mm-Treiber konnten in unserem Test bei einer normalen Lautstärke mit recht klaren Höhen punkten. Dieses Klangerlebnis wird jedoch recht schnell getrübt, wenn Bassschläge hinzukommen, denn hier fing unser Testmuster recht schnell an zu übersteuern. Aus diesem Grund mussten wir in unserem Test recht viel an den Soundeinstellungen schrauben, welche wir sonst eigentlich immer verwenden. Dreht man sich den Bass sehr weit herunter, kann man mit dem Sparkle EH957 eine recht hohe Maximallautstärke erreichen. Uns hätte es jedoch gefreut, wenn das Headset eine etwas geringere Maximallautstärke erreicht, dafür aber mit einer höheren Klangqualität auftreten würde. Durch die geschlossenen Ohrmuscheln werden störende Nebengeräusche zwar nicht komplett eliminiert aber dennoch recht gut abgeschirmt.

Sprachqualität Mikrofon:

Natürlich haben wir bei unserem Test das Mikrofon nicht außen vor gelassen und haben das Headset somit in einigen Skype und Teamspeak Sitzungen getestet. Was die Sprachqualität angeht, konnte uns das Mikrofon des Sparkle EH957 durchweg überzeugen. Störende Nebengeräusche sind in unserem Test nicht aufgetreten.

Tragekomfort:

Die beiden großen Polster an der Unterseite des Kopfbügels tragen einen großen Teil zum Tragekomfort bei. Durch die recht dicke Bauart der beiden Polster kann hier auf eine größere Fläche verzichtet werden, auf welche Polster aufgebracht werden müssen. Somit wird auch die Auflagefläche auf dem Kopf verringert. Die beiden Polster an den Ohrmuscheln sind anfangs etwas ungewohnt, da sie nicht rund ausgeführt wurden, sondern an die eckige Form der Ohrmuscheln angepasst wurden. Durch den verwendeten Stoffbezug sind die einzelnen Polster zudem atmungsaktiv. Auch nach einer langen Tragezeit ließ sich das Headset noch angenehm tragen.

Fazit:

Mit dem Sparkle EH957 wird EASARS ein Gaming Headset auf den deutschen Markt bringen, welches in einem sehr auffälligen Design gehalten ist. Das angewandte Design erstreckt sich über alle Bereiche des Headsets, wodurch es von der optischen Seite her perfekt in den Gaming-Bereich passt. Was die Sprachqualität angeht, konnte das Sparkle EH957 in unserem Test ebenfalls durchweg überzeugen. Die verbauten 50-mm-Treiber übersteuern jedoch leider sobald man die Lautstärke etwas anhebt, ohne den Bass herunter zu regeln. Was im Bereich Verarbeitung und Kompatibilität jedoch sehr negativ aufgefallen ist, war das es uns in dem kompletten Testzeitraum nicht möglich, die mitgelieferte USB-Soundkarte als virtuelle 7.1 Soundkarte zum laufen zu bekommen, da es keinen passenden Treiber für diese gibt. Ebenso sind die Klinke Anschlüsse an dieser so eng nebeneinander, dass es kaum möglich ist, ein anderes Headset an dieser Soundkarte anzuschließen. Die verwendeten Materialien wurden weitestgehend gut miteinander verarbeitet. Sobald es einen funktionierenden Treiber gibt, werden wir unseren Testbericht natürlich aktualisieren. Durch das kantige Design benötigt man zudem eine Weile, bis man sich an die anfangs recht ungewohnte Bauform der Ohrmuscheln gewöhnt hat.Wann und zu welchem Preis das Headset auf den deutschen Markt kommt, können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Bei Ebay gibt es das Headset aktuell für knapp 100€*, welches dann jedoch direkt aus Süd-Korea kommt.

Pro

  • Gute Sprachqualität
  • Abnehmbares Mikrofon
  • Außergewöhnliches Design
  • Verschiedene Farbkombinationen

Contra

  • Übersteuern bei hoher Lautstärke
  • Keine Installation der mitgelieferten Soundkarte möglich
  • Anschlüsse an der Soundkarte zu eng nebeneinander

Tragekomfort

Tonqualität Wiedergabe

Tonqualität Mikrofon

Verarbeitung

Kompatibilität

Preis

Wir danken easars.net sehr für die Bereitstellung des Testmusters.