SHOGUN BROS. – Ballista MK-I

Mit der Ballista MK-I haben wir heute eine Gaming Maus von SHOGUN BROS. im Test, welche durch ihre vielseitigen Eigenschaften präzise und zudem schnell zu bedienen sein soll und welche es erst seit Kurzem auf dem deutschen Markt gibt.

Wie sich die neue Ballista MK-I in unserem Test geschlagen hat und welche Details in ihr stecken, haben wir für euch in diesem Review zusammengefasst.

Technische Details:

  • Sensor: 8200 DPI Gaming Grade HD Sensor
  • Sensorauflösung: 8200DPI
  • Übertragungsrate: 1000MHz
  • Frames per second: 12000
  • Anschluss: USB (vergoldet)
  • Maustasten: 9 + Mausrad
  • Profiele: 5
  • Makros: 50

Lieferumfang:

  • Ballista MK-I Gaming Maus
  • Software-CD
  • Handbuch

Design und Verarbeitung:

Die Ballista MK-I wird gleich in „zwei“ Verpackungen geliefert. Im Detail handelt es sich um eine äußere und eine innere Verpackung. Als äußere Verpackung setzt SHOGUN BROS. bei der Ballista MK-I auf eine Blisterverpackung, auf welche die wichtigsten Features aufgedruckt wurden.

Diese Aufdrucke sind so angeordnet, dass sie entweder direkt auch die in der eigentlichen Verpackung untergebrachten Maus, oder auf Featurebilder auf der inneren Verpackung zeigen.

Die innere Verpackung ist in den Farben Schwarz und Rot gehalten und passt somit bestens zu der Farbkombination des von uns in diesem Test herangezogenen Modells. In die Vorderseite der Verpackung wurde eine große Aussparung eingelassen, hinter welcher sich die Maus befindet. Diese ist von einer eng anliegenden Blisterverpackung umhüllt, welche es jedoch zu lässt, das man das erste mal Hand an die Maus anlegen kann.

Auf der Verpackungsrückseite sind neben drei Produktbildern, welche die Maus in den beiden erhältlichen Farbkombinationen zeigt, auch die wichtigsten Details abgedruckt.

Entnimmt man die Ballista MK-I aus ihrer Verpackung, so hat man eine Maus vor sich liegen, welche mit einigen Besonderheiten auf sich aufmerksam macht.
Das auffälligste Designmerkmal der Ballista MK-I ist die Farbgebung, in welcher die Maus gehalten wurde. SHOGUN BROS. setzt bei dem von uns getesteten Modell auf einen zweifarbigen Aufbau in den Farben Schwarz und Rot.

Neben der von uns getesteten Variante gibt es auch noch eine komplett in schwarz gehaltene Variante der Ballista MK-I.

Die beiden Maustasten bilden eine Einheit mit der Handflächenauflage, welche bis zum hinteren Ende der Maus geführt wird. Diese geschlossene Fläche wurde in metallic rot gehalten und ist somit im Vergleich zu den beiden Außenseiten ein einer kontrastreichen Farbgebung gehalten. Die beiden Außenseiten sind in einem matten Schwarzton gehalten und verfügen über eine besondere Oberflächenbeschaffenheit, welche die spezielle Bauform der Außenseiten bei ihrer Funktion unterstützen soll.

SHOGUN BROS. hat der Ballista MK-I eine ergonomisch geformte Bauform verpasst, welche dafür sorgen soll, dass die Maus sehr gut in der Hand liegt. Hierzu wurde in die rechte Außenseite nicht nur eine entsprechende Erhebung eingearbeitet, auf welche man den Ringfinger ablegen kann, sondern auch die schon kurz angesprochene Oberflächenbeschaffenheit angewandt, welche aus einer leicht strukturierten und gummierten Oberfläche besteht. Durch diese Oberflächenbeschaffenheit ist die Maus in diesem Bereich sehr griffig.

Mit einem Blick auf die linke Mausseite findet man auch hier einen Bereich vor, welcher mit dieser speziellen Oberfläche versehen wurde. Im Vergleich zur rechten Mausseite fällt dieser Bereich jedoch kleiner aus, ist jedoch genau auf die Größe eines durchschnittlichen Daumens abgestimmt.

Unterhalb dieser griffigen Oberfläche befindet sich im hinteren Bereich der linken Mausseite eine kleine Taste, welche man nicht drücken, sondern nach vorne und hinten schieben kann. So gesehen handelt es sich um eine Art kleines Joystick. Diese Taste dient zum einfachen Umschalten der Sensorauflösung.
Oberhalb der Daumenauflage befinden sich zudem noch zwei Daumentasten, welche wie alle anderen Tasten der Ballista MK-I frei belegt werden können.
An der vorderen Kante wurde seitlich eine LED-Anzeige eingearbeitet, welche einem die aktuell eingestellte Sensorauflösung anzeigt. Je nachdem, wie viele LEDs an dieser Stelle leuchten, arbeitet der Sensor gerade mit 1600 DPI, 3200 DPI, 5600 DPI oder gar 8200 DPI.

Wirft man einmal einen frontalen Blick auf die Maus, so ist zu erkennen, dass der schwarze Kunststoffbereich der beiden Seiten teilweise auch bis auf die Oberseite der Maus gezogen wurde. Dies wurde auf der linken Seite der Maus ausgeprägter ausgeführt, als auf der rechten Seite. SHOGUN BROS. hat der Ballista MK-I in diesem Bereich zwei weitere LED-Anzeigen verpasst.

In die rechte Außenkante wurden zwei zusätzliche Tasten eingearbeitet, welche sich ganz einfach mittels des Mittelfingers erreichen lassen. Zudem ist zu erkennen, dass SHOGUN BROS. die beiden Maustasten nicht nur mit einer Beschriftung dieser Tasten und der Modellbezeichnung bedruckt hat, sondern auch mit dem Hinweis, dass man vor der ersten Benutzung der Maus das Handbuch lesen solle.

Dies hat den Hintergrund, dass die Maus mit Features aufwartet, welche man so nicht von den üblichen Gaming-Mäusen kennt.

Die in die linke Seite eingearbeitete Anzeige dient einem z.B. ebenfalls zur Anzeige der anliegenden Sensorauflösung, gibt einem jedoch ein genaueres Feedback und dient dazu, nicht die „normale“ Sensorauflösung problemlos on the fly einstellen zu können, sondern eine variable Einstellung auf der X- und Y-Achse zu ermöglichen, ohne dies umständlich über die mitgelieferte Software machen zu müssen. Dieser Weg ist auch möglich, jedoch erlaubt es die hier eingearbeitete Anzeige auch, die gerade eingestellte Auflösung sehr genau abzulesen.

Schaut man sich einmal die Zugentlastung des Anschlusskabels sowie auch die beiden Maustasten von der Vorderseite etwas genauer an, so findet man an der Zugentlastung zwei nicht ordentlich entgratete Stellen vor. Auch die beiden Maustasten und der Kunststoffsteg, welcher sich zwischen diesen befindet, weisen auf ihrer Vorderseite leider einen Grad auf, welcher bei einer Maus in dieser Preisklasse aus unserer Sicht nicht hingehört.

Betrachtet man die Ballista MK-I einmal von ihrer Rückseite aus, so kann auf der metallic roten Fläche der Handauflage neben dem Firmenlogo auch die Modellbezeichnung vorfinden.

Zudem ist noch einmal sehr schön die ergonomische Form zu erkennen, durch welche die Maus jedoch nur für Rechtshänder geeignet ist.

Mit einem Blick von oben auf die Maus findet man im vorderen Bereich einen schwarzen Kunststoffsteg vor, welcher die beiden Maustasten voneinander trennt. In diesen Steg wurde im vorderen Bereich das Mausrad untergebracht.

Im hinteren Bereich findet man zwei weitere Maustasten vor. Die Vordere dient in den Werkseinstellungen dazu, die DPI-Einstellungen für die X- und Y-Achse vorzunehmen. Die Hintere dazu, das gewünschte Profil auszuwählen. Das gewünschte Profil wird einem durch die Beleuchtungsfarbe dieser Taste sowie des Scrollrads visuell angezeigt.

Mit einem Blick auf die Unterseite der Maus finden man drei großflächige Gleitfüße vor, welche dafür sorgen sollen, dass die Maus auch bei hektischen Bewegungen leicht über das Mauspad gleitet. Der Sensor der Ballista MK-I wurde nicht wie bei vielen anderen Mäusen üblich mittig, sondern im vorderen Bereich der Maus untergebracht.

Das verwendete Anschlusskabel ist mit einem hochwertigen Kabelsleeving versehen, welches passend zur Farbe der Maus in schwarz und rot gehalten ist. Der USB-Anschluss ist zudem mit dem SHOGUN BROS. Logo bedruckt.

Die Ballista MK-I macht, was die Verarbeitung angeht, keinen hundertprozentig guten Eindruck. Leider sind uns die Grate an der Zugentlastung sowie auch der Maustasten etwas negativ aufgefallen, wobei die Grate an der Vorderseite der Maus konstruktionsbedingt sind und von der Form stammen, in welcher die jeweiligen Kunststoffteile gefertigt wurden. Jedoch kann man auch diese Produktionsabläufe dahin gehend verfeinern, dass diese Stellen nicht sichtbar sind. Bei den Graten an der Zugentlastung handelt es sich um Stellen, welche in der Qualitätskontrolle hätten auffallen müssen. Es handelt sich um kleine Mängel, welche keine Auswirkung auf die Funktion der Maus haben, jedoch bei einem Produkt in dieser Preisklasse nicht vorkommen dürften. Ein weiteres Manko, welches sich in unserem Test herausgestellt hat, ist dass die beiden Maustasten sowie auch die Handauflagefläche, somit also der gesamte, in rot gehaltene Bereich, sehr anfällig für Fingerabdrücke ist.

Ergonomie und Bedienkomfort:

Durch die sehr ergonomische Bauform erhält die Ballista MK-I ein sehr gutes Handling, an welches man sich nicht nur sehr schnell gewöhnt, sondern welches einem auch viel Freude bei langen Gaming-Sessions bereitet. Bei diesem kommen dem Handling zudem die gummierten Außenseiten zugute, durch welche man die Maus auch bei mit geschwitzten Händen noch fest im Griff hat.
Der verbaute Sensor arbeitet mit einer maximalen Auflösung von 8200 DPI und einer Abtastrate von 1000 MHz. Diese Eigenschaften sorgen dafür, dass die Maus den Untergrund sehr gut abtasten und somit sehr genau agieren kann.
Die verbauten Gleitfüße lassen schnelle und vor allem angenehme Bewegungen der Maus auf den von uns getesteten Untergründen (Aluminium, Kunststoff, Holz und Stoff) zu. Soll die Maus jedoch auf einer Glasplatte/Glasmauspad genutzt werden, so verweigert sie ihren Dienst.
Die verbauten Tasten können in der mitgelieferten Software frei belegt werden. Diese Belegungen können zusätzlich in fünf verschiedenen Profilen abgespeichert werden, wodurch bis zu 50 verschiedene Tastenbelegungen möglich sind. Neben der Option die Auflösung des Sensors in mehreren Stufen an zu passen, besteht auch die Möglichkeit die Auflösung für die X- und Y-Achse separat einzustellen, wodurch die Maus bestens an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden kann. So kann man den Sensor z.B. so einstellen, dass man z.B. mit einer minimalen Bewegung über die gesamte Bildschirmbreite schwenken kann, aber eine sehr große Bewegung ausführen muss, um über die gesamte Höhe des Bildschirmes zu kommen.
Der Druckpunkt aller Tasten ist sehr angenehm gewählt. Einzig die Joystiktaste zum Umschalten der Auflösung lässt sich etwas unbequem erreichen. Dies liegt daran, dass die Ablagefläche für den Daumen im unteren Bereich eine erhöhte Kante aufweist, welche man erst überwinden muss. Dies ist am Anfang sehr ungewohnt, wodurch man die Taste erst nach einer Eingewöhnungszeit so einfach und ungehindert erreichen kann, wie die anderen Tasten der Maus.

Softwareinstallation und Einstellungen:

Die Maus wurde in unserem Test von Windows 7 64bit Pro problemlos per plug & play erkannt. Ohne die Installation der mitgelieferten Software kann man jedoch nur die in Windows üblichen Einstellungen einer Maus sowie die Auswahl der Sensoreinstellung vornehmen.

Die Installation der mitgelieferten Software gestaltet sich auf den von uns verwendetem System problemlos. Die Maus wird von der Software zudem ohne einen Neustart des Systems erkannt, wodurch man gleich mit der Konfiguration loslegen kann.

Die Software ist sehr einfach gestaltet, bringt aber dennoch alle Features mit, die man benötigt. Die komplette Software ist jedoch in Englisch gehalten und kann nicht in eine andere Sprache umgestellt werden.

Die Software ist lediglich in drei Bereiche unterteilt, welche entweder über die Hauptseite, oder aus jedem Unterpunkt heraus erreicht werden können.

In dem Unterpunkt Butten function können die einzelnen Tasten der Maus belegt werden. Diese Einstellungen können wie schon kurz angesprochen zudem in fünf verschiedenen Profilen abgespeichert werden, welche dann entweder über die Maus selbst oder über die Software aufgerufen werden können. Eine optische Rückmeldung über das gerade eingestellte Profil erhält man einmal über die Beleuchtungsfarbe der Maus und einmal über ein kleines kurz erscheinendes Pop-up-Fenster oberhalb der Taskleiste.

In der Rubrik Makro lassen sich wie der Name schon vermuten lässt mehrere Makros aufnehmen, welche dann den einzelnen Tasten zugeordnet werden können.

Im letzten Abschnitt der Software, dem Abschnitt DPI & tool können die schon mehrfach angesprochenen DPI-Einstellungen vorgenommen werden, welche auch direkt an der Maus eingestellt werden können. Ebenso können hier Einstellungen gebackupt oder wieder eingespielt werden.

Fazit:

Mit der Ballista MK-I hat SHOGUN BROS. eine Maus in sein Sortiment aufgenommen, welche sich nicht nur durch ihre Ausstattung weniger an Gelegenheitsspieler richtet, sondern auch durch die Optik. Die Ausstattung der Maus liegt auf einem sehr hohen Niveau. So stehen einem 10 Tasten zur Verfügung, mittels welchen in Kombination mit den 5 verschiedenen Profilen bis zu 50 Makros ausgeführt werden können. Ein Feature, welches man nur von sehr wenigen Mäusen kennt und welches da eigentlich nur über die Software gesteuert werden kann, ist die separat einstellbare Sensoreinstellung für die X- und Y-Achse. Auch optisch macht die Ballista MK-I einiges her. Hier kann sie durch ihre Farbgebung und der geschwungene Form punkten. Neben der von uns getesteten Farbkombination gibt es die Maus auch noch in einem komplett schwarzen Design. Leider ist zumindest die rote Variante der Ballista MK-I auf ihrer Oberfläche sehr anfällig für Fingerabdrücke. Zudem mussten wir leider eine nicht ganz saubere Verarbeitung an der Front der Maus feststellen, welche man so in dem Preissegment in dem sich die Ballista MK-I befindet eigentlich nicht vorfinden sollte. Durch den ergonomischen Aufbau und den griffigen Seitenflächen lässt sich die Ballista MK-I nicht nur angenehm bedienen, sondern liegt auch bei heißen Gefechten sehr gut in der Hand. Preislich ist die Ballista MK-I aktuell mit ca. 68€* gelistet.

Pro

  • Präziser und schneller Sensor
  • X- und Y-Achse separat einstellbar
  • Software
  • 10 Tasten
  • Gleitfähigkeit
  • Zwei verschiedene Farbvarianten

Contra

  • Nicht für Linkshänder geeignet
  • Verarbeitung im vorderen Bereich der Tasten und der Zugentlastung (nicht entgratet)
  • Anfällig für Fingerabdrücke

Lieferumfang

Verarbeitung

Funktionsumfang

Bedienerfreundlichkeit

Software

Modding

Preis

Wir danken bora-Computer.de sehr für die Bereitstellung des Testmusters.