Sharp – Aquos C10

Mit dem Aquos C10 haben wir heute ein neues Smartphone aus dem Hause SHARP im Test, welches mit einigen netten Features wie einem Notch-Display und Dual-Kamera überzeugen möchte.

Welche Features in dem neuen Aquos C10 stecken und wie sich das zur IFA vorgestellte Smartphone von SHARP in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Display:
    Resolution: 17:9 FHD+ 2040×1080 pixel
    Size: 13.97 cm (5.5”)
    Screen-to-body Ratio: 87.5 %
  • Camera:
    Main camera: 12 MP, F1.75, 8 MP, F2.0
    Front camera: 8 MP, F2.0
  • Operating system: Android™ 8.0, SHARP UI
  • CPU:
    CPU type: Qualcomm Snapdragon 630
    CPU frequency: 4 x 2.2GHz (Cortex A53), 4 x 1.8GHz (Cortex A53)
  • GPU: Qualcomm Adreno 508
  • Internal Memory: 4GB RAM, 64GB ROM
  • External Memory: SD-Card up to 128GB
  • SIM: DUAL-SIM, Nano-SIM + Nano-SIM
  • Connection:
    WiFi: 802.11 a/b/g/n/ac (2.4/5GHz)
    Bluetooth: BT 5.0
    NFC: Yes
    USB-Connection: USB Type-C
    USB-Function: Charging, MTP, Tethering, OTG
  • Sensor:
    Fingerprint
    Ambient light sensor
    Proximity sensor
    Accelerometer
    E-compass
    Gyroscope
  • Battery:
    Capacity: 2700 mAh
    Standby time: 590 h
    Talktime: 18 h
  • Dimension of product (WxDxH): 141.8 mm x 72.0 mm x 7.9 mm
  • Weight of product: 140 g

Lieferumfang:

  • Aquos C10
  • Ladegerät
  • USB Type-C Kabel
  • USB Type-C auf 3,5-mm-Klinke Adapter
  • Schutzhülle
  • Quick start guide
  • Warranty card

Design und Verarbeitung:

Das Aquos C10 wird von SHARP in einer Verpackung geliefert, welche in einem weiß/roten Design gehalten ist. Auf der Verpackungsvorderseite wurde neben der Modellbezeichnung auch ein Produktbild des enthaltenen Smartphones abgedruckt.

Im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern hat SHARP diesen Aufdruck sehr dezent gehalten und zeigt auf dem Display des abgebildeten Smartphones keinerlei Informationen oder Grafiken.

Auf der Verpackungsrückseite ist ein kleiner Aufkleber zu finden, auf welchem neben der Modellbezeichnung auch wichtige Informationen wie die EAN und die IMEI zu finden sind.

Entnimmt man das Aquos C10 aus seiner Verpackung, so hat man ein 5,5“ großes Smartphone vor sich liegen, welches fast durchweg in einem schwarzen Design gehalten ist.

Untergebracht hat SHARP dieses Display in einem 141,8 x 72 mm großen Gehäuse, welches eine Stärke von 7,9 mm hat. Auf der Vorderseite hat SHARP ein fast durchgehendes Glas verbaut, welches an der oberen Kante lediglich für die Hörmuschel

und im unteren Bereich für den Fingerprintsensor unterbrochen wurde.

Beim genauen Betrachten ist an der oberen Kante zudem noch eine Notch zu erkennen, welche im Vergleich zur Notch vieler anderer Smartphones sehr klein ausfällt. Die geringen Abmessungen konnten dadurch realisiert werden, dass man lediglich die Frontkamera und keine weiteren LEDs, Sensoren oder ähnliches in dieser Notch untergebracht hat.

Den hierdurch gewonnen Platz nutzt SHARP durch das links und rechts von der Notch weitergeführte Display effizient aus. In Kombination mit den an der unteren Kante verbauten Touchelementen, welche ebenfalls auf das Display gewandert sind, erreicht SHARP eine Screen-to-body Ratio von 87.5 %.

Eingefasst ist das Display in einen bläulich/schwarzen Metallrahmen, welcher auf der rechten Seite neben der Powertaste auch mit einer Wippe ausgestattet wurde, über welche man u.a. die Lautstärke regeln kann.

Auf der gegenüberliegende Seite ist bei genauem Hinsehen ein kleines Loch zu erkennen, über welches sich die Kartenaufnahme für die beiden SIM-Karten sowie die microSD-Karte aus dem Rahmen entnehmen lässt.

Die einzige Aussparung, welche für einen Anschluss in den Metallrahmen eingearbeitet wurde, ist an der Unterseite zu finden. In diese Aussparung hat SHARP einen USB Type-C Anschluss eingearbeitet.

Neben dem verbauten Type-C Anschluss wurden zudem noch ein Lautsprecher sowie auch das Mikrofon verbaut.

Im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern verzichtet SHARP leider auf eine dedizierte 3,5-mm-Klinkebuchse. Um dennoch ein entsprechendes Headset oder einen passenden Kopfhörer anschließen zu können, liegt dem Lieferumfang ein 3,5-mm-Klinke auf USB Type-C Adapter bei.

Die Rückseite des Aquos C10 wurde im Gegensatz zur Front und den Rückseiten vieler aktueller Smartphones nicht aus Glas, sondern aus Kunststoff gefertigt. Der hier verbaute Kunststoff verfügt über eine schwarze Klavierlackoberfläche, wodurch die Rückseite leider sehr anfällig für Fingerabdrücke ist.

Um störende Fingerabdrücke zu vermeiden, die Optik aber nicht gleich vollkommen zu zerstören, befindet sich im Lieferumfang eine transparente Schutzhülle.

Im oberen Bereich der Geräterückseite hat SHARP zwei übereinanderliegende Kameras verbaut. Diese beiden Kameras verfügen über 12 bzw. 8 Megapixel und sind in einen leicht erhöhten Bereich eingearbeitet.

Unterhalb der beiden Kameras wurden gleich zwei LEDs eingearbeitet, welche wahlweise als Taschenlampe oder Blitzlicht fungieren. Da durch diese Anordnung noch genügend Platz auf der Geräterückseite vorhanden ist, hätten wir es besser gefunden, wenn SHARP den Fingerprintsensor von der Front auf die Rückseite verschoben hätte.
Im unteren Drittel wurde zudem noch das SHARP Logo auf die Rückseite aufgedruckt. Im Auslieferungszustand befindet sich hier zudem noch ein leicht ablösbarer Aufkleber, welcher die wichtigsten Geräteinformationen bereithält.

Die Gehäuserückseite ist, wie man es in der Zwischenzeit von vielen anderen Smartphones kennt, fest mit dem Rahmen verbunden und kann daher nicht geöffnet werden. Der im Inneren verbaute 2700 mAh Akku kann aus diesem Grund nicht ohne einen Garantieverlust ausgetauscht werden.
Was uns bei der Geräterückseite jedoch etwas negativ aufgefallen ist, war das man sie im unteren Bereich leicht eindrücken kann, wodurch der bisher saubere Aufbau etwas getrübt wird.

Test:

Als Betriebssystem setzt SHARP auf seinem neuen Aquos C10 das SHARP UI ein, welches über ein Android 8.0 gestrickt wurde. Schaut man sich dieses einmal etwas genauer an, so wird einem schnell auffallen, dass nur sehr wenig eigene Features bietet. Im Vergleich zu einem reinen Android 8.0 muss man jedoch leider auf gewisse Einstellungsmöglichkeiten verzichten. So lässt sich in den Displayeinstellungen zwar die Schriftgröße verändern, aber nicht die Größe der angezeigten Icons.

Aus diesem Grund können auf dem 5,5“ großen Display maximal vier Reihen mit vier Icons dargestellt werden.

Das eingesetzte Display verfügt über eine Auflösung von 2.04. x 1.080 Pixel und erreicht dank der im oberen Bereich eingelassenen Notch eine Screen-to-body Ratio von 87.5 %. Auf den ersten Blick macht die eingelassen Notch eventuell den Anschein, als wenn man hier unnötigen Platz verschwenden würde.

Dadurch, dass SHARP jedoch die Statusanzeige wie Akkustand, Empfang und aktive Verbindungen etc. in diesen Bereich verlagert hat, geht einem kein wertvoller Displayplatz unterhalb der Notch verloren.
Das Display selbst weist eine ordentliche Helligkeit auf, sodass man es auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesen kann. Neben dieser Eigenschaft bietet es auch eine gute Farbraumabdeckung und die Möglichkeit, die dargestellten Farben wärmer oder kälter einstellen zu können.

Ein kleines aber feines Manko ist beim genauen Betrachten des verbauten Displays dann jedoch doch zu erkennen. Hierbei handelt es sich um die oberen Ecken des Displays, welche nicht wie auf den ersten Blick gedacht sauber abgerundet sind, sondern nur abgeschrägt wurden.

Befeuert wird das Aquos C10 von einem Snapdragon 630, welchem acht Coretex-A53-Kerne zur Seite stehen, von denen vier mit 2,2 GHz und vier mit 1,8 GHz laufen. Auslagerungsdateien finden in dem 4 GB großen RAM Platz. Für installierte Apps, Fotos, Videos etc. steht einem ein interne Speicher von 64 GB zur Verfügung. Für Anwender, welche mehr Speicherkapazität benötigen, besteht die Möglichkeit, das Aquos C10 mittels einer micorSD-Speicherkarte von bis zu 128 GB zu erweitern.

Mit diesen Werten platziert sich das Smartphone im Mittelfeld und ist ausreichend stark um alle täglichen Aufgaben zu bewältigen. Apps werden vom Aquos C10 zügig gestartet und ein Ruckeln beim Scrollen im Browser oder Chat sucht man hier vergebens. An seine Grenzen kommt der verbaute Prozessor, wenn es darum geht, etwas aufwendigere Spiele ruckelfrei darzustellen. Nutzt man das Smartphone nur ab und an einmal, um ein kleines Spiel darauf zu spielen, so ist auch dies in der Regel problemlos möglich.
Die ausreichend hohe Leistung zeigt sich auch beim Betrachten von Full-HD Filmen. Egal ob diese gestreamt oder vom lokalen Speicher wiedergegebene werden, erfolgt eine ruckelfreie Wiedergabe.
Wo die Bildqualität bei der Wiedergabe sehr gut ist, schwächelt der Klang hingegen etwas. Das Klangbild ist aufgrund des fehlenden Tiefgangs recht flach, wodurch man auch bei dem Aquos C10 für einen guten Klanggenuss besser zu einem Kopfhörer greift.

Eine Verbindung zur Außenwelt kann man wahlweise über eine oder zwei SIM-Karten herstellen. In den Einstellungen lässt sich ganz einfach auswählen, welche die Hauptkarte sein soll und somit als Ausgangsrufnummer dient. Selbiges gilt auch für den Datenverkehr, welcher natürlich auch per WLAN im 2,4 und 5 GHz Netz bewerkstelligt werden kann.

Das verbaute WLAN-Modul zeigte sich im 2,4 und 5 GHz Netz mit einer durchschnittlichen Leistung. Lediglich eine aktive Verbindung im 5 GHz Netz wurde durch Hindernisse wie eine Wand oder eine Decke schneller getrennt, als bei einem vergleichbaren Gerät.

Neben der Möglichkeit mobil im Web zu surfen ist die wichtigste Eigenschaft eines Smartphones in der Zwischenzeit im Bereich der Kamera zu finden. Hierzu wurde das Aquos C10 auf der Rückseite mit einer Dual-Kamera ausgestattet, welche über einen 12- und 8-Megapixel-Sensor (f/1.5 bzw. f/2.0-Blende) verfügt. Auf der Vorderseite kommt eine 8-Megapixel-Kamera (f/2.0-Blende) zum Einsatz.
Wie man es auch von anderen mit einer Dual-Kamera ausgestatteten Modellen kennt, dient die zweite Kamera zum Einfangen von Tiefeninformation und dem Erstellen eines Bokeh-Effekts.
Im Alltag kann die Kamera durch diese Funktion zwar zusätzliche Pluspunkte für sich ergattern, jedoch bedarf einer sehr ruhigen Hand, um bei etwas schlechteren Lichtverhältnissen scharfe Fotos erstellen zu können. Schnelle und gestochen scharfe Schnappschüsse sind aus diesem Grund leider nur bei sehr guten Lichtverhältnissen möglich.

Für den Fall, dass man beim Fotografieren etwas mehr Zeit als für einen schnellen Schnappschuss hat, wird man durch eine Kamera-App belohnt, welche einem einen großen Funktionsumfang bietet. Hier bekommt man nicht nur die Möglichkeit geboten, die Bilder im Nachhinein bearbeiten zu können, sondern man kann auch schon während des Fotografierens in den Weißabgleich, die Verschlusszeit und die ISO-Empfindlichkeit eingreifen.

Der fest verbaute 2.700 mAh Akku bietet dank des nicht all zu starken Prozessors gepaart mit einer „normalen“ Displayauflösung eine Akkulaufzeit, mittels welcher man auch bei einer regelmäßigen Synchronisation des E-Mail-Kontos sowie der ein oder anderen kleinen Spiele- oder Surf-Session noch gut über den Tag kommt. Ein vollständiger Ladevorgang dauert knapp 90 Minuten und ist somit verhältnismäßig schnell erledigt.

Fazit

Mit dem Aquos C10 steigt SHARP nach einer langen Ruhephase wieder in den in der Zwischenzeit heiß umkämpften europäischen Smartphone-Markt ein. Diesen Einstieg meistert man mit dem Aquos C10 mal mehr und mal weniger gut. Punkten tut das Aquos C10 dank des umfangreichen Zubehörs schon gleich nach dem Auspacken. Passend hierzu wurde auch die Verarbeitung ausgeführt, bei welcher uns lediglich die etwas eindrückbare Gehäuserückseite nicht so gut gefallen hat. Von der Leistung her ist das Aquos C10 ausreichend stark bestückt, um die für ein Smartphone üblichen Aufgaben problemlos und ohne Verzögerungen auszuführen. Dies gilt natürlich auch für kleine Games. Etwas anders sieht dies jedoch auch, wenn man ein grafisch aufwendigeres Game starten will. Hier kommt es nicht nur zu längeren Ladezeiten, sondern auch zu starkem Ruckeln. Der verbaute Akku ist mit 2.700 mAh auf den ersten Blick eventuell etwas knapp bemessen, meistert einen langen Arbeitstag jedoch dank der sparsamen Hardware problemlos. Das Display bietet eine gute Qualität und eine angenehme Größe. Dank der Notch, in welcher die Frontkamera untergebracht wurde, wurde ein Displaybereich geschaffen, in welchem die Statusinformationen untergebracht werden, ohne den eigentlichen Displaybereich zu beanspruchen. Dieser kann jedoch aufgrund der fehlenden Option die Icon-Größe anpassen zu können, nicht ganz optimal genutzt werden. Obwohl das Aquos C10 im Bereich der Kamera theoretisch gut ausgestattet ist, ist das Fotografieren nicht gerade die Paradedisziplin des Smartphones. Lediglich bei sehr guten Lichtverhältnissen wird auch ein Schnappschuss scharf abgebildet. Dafür punktet das Smartphone hier mit einer guten Kamera-App. Alles in allem lässt sich sagen, dass SHARP mit dem Aquos C10 ein Mitteklasse-Smartphone auf den Markt gebracht hat, welches sich für die gebotenen Funktionen mit einem Preis von knapp 300€* jedoch im oberen Preissegment einordnet und es somit nicht ganz so leicht haben wird, sich im hart umstrittenen Markt zu positionieren.

Pro:

  • Display
  • Akkulaufzeit
  • Dual-Kamera
  • Verarbeitung

Contra:

  • 3D Leistung für hochauflösende Spiele zu gering
  • Software nicht ganz ausgereift (stellenweise geringer Funktionsumfang)
  • Kamera (bei schlechten Lichtverhältnissen)
  • Preis

Verarbeitung

Akkulaufzeit

Performance

Ausstattung

Software

Display

Preis

Wir danken SHARP sehr für die Bereitstellung des Testmusters.