Sharkoon – SHARK Blades RGB Lüfter im Test

Mit dem SHARK Blades RGB Lüfter haben wir heute einen 120-mm-Gehäuselüfter von Sharkoon im Test, welcher neben einem guten Airflow auch mit einer schicken Optik sowie einem günstigen Verkaufspreis überzeugen möchte.

Welche Details in dem SHARK Blades RGB Lüfter stecken und wie sich der 120-mm-Gehäuselüfter von Sharkoon in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

 

Technische Details:

Abmessungen: 120 x 120 x 25,5 mm
Gewicht: 140 g
Lüfterdrehzahl: 1200 rpm ± 10 %
Lagertyp: Hydrodynamisches Gleitlager
Max. Volumenstrom: 94,8 m³/h
Max. Luftdruck: 1,16 mm-H²0
Geräuschentwicklung: 18,2 dBA
Durchschnittliche Lebensdauer: Min. 50.000 Stunden
Beleuchtung: 20x adressierbare RGB-LEDs
Lüfteranschluss: 3-pol.
Nennspannung: 120V
Nennstrom Lüfter: 0,15 A
Nennleistung Lüfter: 1,8 W
Startspannung: 6 V
LED-Anschluss: 3-pol. (5V-D-G) & 4-pol. (5V-D-coded-G)
Nennstrom LEDs: 0,13 A
Nennleistung LEDs: 1,56 W
LED-Kabellänge: 500 + 50 mm
Lüfter-Kabellänge: 450 mm

 

Lieferumfang:

  • SHARK Blades RGB Lüfter
  • 4 x Lüfterschrauben
  • Anleitung

 

Design und Verarbeitung:

Der SHARK Blades RGB Lüfter wird von Sharkoon in einer Verpackung geliefert, welche in einem schwarzen Grunddesign gehalten ist und auf der Vorderseite neben der Modellbezeichnung auch noch mit einem angerissenen Produktbild bedruckt wurde.

Auf der Verpackungsrückseite wurde ein Hinweis auf die Anzahl der verbauten LEDs sowie auch die entkoppelte Montagemöglichkeit abgedruckt.

Entnimmt man den Lüfter aus seiner Verpackung, so hat man einen 120-mm-Lüfter vor sich liegen, welcher in einem schwarz/weißen Design gehalten ist und über einen runden Lüfterrahmen verfügt.

Betrachtet den Lüfter einmal etwas genauer, so ist zu erkennen, dass der schwarze Lüfterrahmen auf der Ober- und Unterseite mit einem leicht transparenten Kunststoffring ausgestattet wurde.

Um den kreisrunden Lüfterrahmen an den für 120-mm-Lüfter üblichen Haltepunkten befestigen zu können, wurde der Lüfterrahmen mit vier auslegenden Montagepunkten versehen.
Zur Entkopplung ist der Lüfterrahmen mit Gummientkopplern ausgestattet, welche passend zum eigentlichen Lüfterrahmen aus schwarzem Gummi gefertigt wurden.

Um eine bestmögliche Beleuchtung der beiden auf den Lüfterrahmen aufgesteckten, leicht transparenten Kunststoffringe zu erzielen, hat Sharkoon in den Lüfterrahmen 20 adressierbare RGB-LEDs integriert. Zum Anschluss der integrierten Beleuchtung kommt dreiadriges Flachbandkabel zum Einsatz, welches mit einem 5V-D-G sowie 5V-D-coded-G Anschluss ausgestattet wurde.

Dank dieser beiden Anschlüsse kann man den Lüfter ohne einen optionalen Adapter mit jedem Mainboard verbinden, welches den Anschluss von adressierbaren 5 Volt RGB-LEDs ermöglicht.

Der verbaute Impeller wurde aus schwarzem, leicht transparentem Kunststoff gefertigt und mit 11 Lüfterblättern ausgestattet. Die leicht geschwungenen Lüfterblätter wurden auf ihrer Oberseite mit kleinen Erhebungen ausgestattet, welche den Luftstrom optimieren und die Geräuschkulisse senken sollen.

Befestigt ist der Impeller an vier Stegen, welche geradlinig zum Lüfterrahmen geführt werden.

Auch wenn die verbauten ARGB-LEDs für eine gute und gleichmäßige Ausleuchtung der beiden auf den Lüfterrahmen aufgesetzten Kunststoffringe sorgt, wird der Impeller durch seine dunkle Farbgebung leider kaum beleuchtet.

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Als Anschlusskabel für den Lüfter selbst kommt ein dreipoliges Flachbandkabel zum Einsatz. Im Gegensatz zu vielen anderen aktuellen ARGB-Lüftern kann der SHARK Blades RGB Lüfter aufgrund dieses Anschlusses nur über die Spannung und nicht über ein PWM-Signal gesteuert werden, weswegen sich der Lüfter weniger für den Einsatz auf einem CPU-Kühler eignet.

Die Verarbeitung des SHARK Blades RGB Lüfter wurde seitens Sharkoon recht sauber ausgeführt. Neben der Möglichkeit, den Lüfter per PWM steuern zu können, hätten wir uns auch noch ein Sleeving der beiden getrennten Anschlusskabel gewünscht.

 

Montage:

Das Einsatzgebiet des SHARK Blades RGB Lüfters ist eigentlich recht vielseitig. Durch den Umstand, dass der Lüfterrahmen rundlich ausgeführt ist, schließt dieser auf einem Radiator und einem CPU-Kühler nicht ganz bündig mit den jeweiligen Außenkanten ab. Hierdurch kann je nach eingesetztem Kühler oder Radiator eventuell etwas Luft an den Seiten entweichen, wodurch dann kein so hoher statischer Druck aufgebaut werden kann, als wenn der Lüfter bündig mit dem Untergrund abschließen würde. Zudem könnte der Lüfter bei diesen Einsatzszenarien nur über die Betriebsspannung gesteuert werden.
Zur Montage in einem Gehäuse liegen herkömmliche Lüfterschrauben bei, mittels welchen man den Lüfter ganz einfach in einem Gehäuse montieren kann. Durch die in den Lüfterrahmen integrierten Entkoppler wird der Lüfter auch bei dieser Montageart recht gut entkoppelt. Eine vollständige Entkopplung ist jedoch nur über optionale Entkoppler möglich.
Spezielle Schrauben und Klammern zur Befestigung an CPU-Kühlern oder Radiatoren liegen dem Lüfter nicht bei. Dies ist auch nicht weiter schlimm, da hier jeder Hersteller seine eigene Befestigungsmethode hat. Wird der Lüfter auf einem Radi oder CPU-Kühler genutzt, kann man also auf die ursprünglichen Befestigungselemente zurückgreifen, welche dem jeweiligen Kühler oder Radi beiliegen.
Die Länge des Anschlusskabels ist ausreichend, damit der Lüfter auch in größeren ATX-Gehäusen noch ohne Schwierigkeiten am Mainboard angeschlossen werden kann.

 

Kühlleistung:

Natürlich wollen wir aber auch bei den in diesem Set enthaltenen Lüftern wissen, was für eine Leistung in ihnen steckt.

Wie bei allen von uns getesteten 120-mm-Lüftern testen wir auch dieses Modell auf dem NH-L12 von Noctua. Es handelt sich hierbei um einen Topblow-Kühler für 120-mm-Lüfter. Um das Ergebnis nicht zu verfälschen, verwenden wir diesen Kühler bei jedem 120-mm-Lüftertest.
Gekühlt werden muss von dieser Kombination eine AMD 3850 APU. Als Referenzwerte dienen die Ergebnisse aller bis jetzt getesteten 120-mm-Lüfter.


Das Testsystem besteht somit aus:

  • AMD APU A6 3850
  • Asus F1A75-I DELUXE
  • 2 x 2GB 1600MHz CL6 Mushkin Copperhead
  • Noctua NH-L12 Kühlkörper
  • Arctic MX2 Wärmeleitpaste

Die komplette Hardware wird @ Stock also nicht übertaktet betrieben.

 

Testablauf:

Die Testergebnisse sind bei einer Raumtemperatur von ca. 21°C (zu beginn der Testphase gemessen) entstanden.

Protokolliert wurde der höchste Mittelwert aller vorhandenen Kerne der CPU. Die Temperaturen wurden nach einem 30-minütigen Prime95 Stresstest ermittelt.
Um die maximale Leistung jedes Lüfters zu erreichen, werden PWM sowie manuell zu steuernde Lüfter mit voller Leistung laufen gelassen.
Separate Low-Speed- bzw. Low-Noise-Adapter werden somit auch nicht angeschlossen.
Verfügen Lüfter über einen integrierten Temperaturfühler, wird dieser mittels eines Peltier Element auf Temperaturen gebracht, um die höchste Leistung des Lüfters zu erzielen.

Wir nutzen bei unseren Tests immer die ARCTIC MX-2 Wärmeleitpaste, um auch hier etwaige Schwankungen ausschließen zu können.

Die erreichten Temperaturen sind abhängig von dem genutzten System und können auch auf ähnlichen Systemen abweichen. Jedoch lassen sich die Kühler untereinander gut vergleichen, da alle die gleiche Testgrundlage haben.

Mit einem Blick auf das Testergebnis ist zu erkennen, dass sich der SHARK Blades RGB Lüfter im hinteren Drittel unseres Testfeldes platziert haben. An dieser Stelle zeigt sich der Nachteil in der geringen Maximaldrehzahl und der Ausführung des Impellers, welcher nur einen vergleichsweise geringen statischen Druck aufbauen kann.

 

Fazit:

Mit dem SHARK Blades RGB Lüfter hat Sharkoon einen 120-mm-Gehäuselüfter in seinem Sortiment, welcher sich durch seinen Aufbau und den eingesetzten Anschluss vor allem für den Einsatz als zusätzlicher Gehäuselüfter in einem Gehäuse aus der SHARK, REV und RGB LIT Serie von Sharkoon eignet, denn hier kann er die schon vorinstallierten Lüfter von der optischen Seite als auch von der gebotenen Kühlleistung her perfekt ergänzen. Natürlich kann man den SHARK Blades RGB Lüfter auch problemlos in jedem anderen Gehäuse als Gehäuselüfter einsetzen. Durch die gebotene Leistung und den eingesetzten Anschluss eignet sich der Lüfter jedoch weniger für den Einsatz auf einem CPU-Kühler, weswegen wir uns zum Aufbau eines optisch komplett schlüssigen Systems auch noch eine etwas leistungsstärkere PWM-Version des SHARK Blades RGB Lüfters wünschen würden. Die Verarbeitung des SHARK Blades RGB Lüfters wurde seitens Sharkoon recht sauber ausgeführt. Verzichten muss man an dieser Stelle jedoch auf ein Kabelsleeving. Punkten kann der Lüfter hierfür jedoch beim Verkaufspreis, welcher aktuell knapp unter 10 € * liegt.

Wir danken Sharkoon für die Bereitstellung des Testmusters.

Sharkoon - SHARK Blades RGB Lüfter

7.9

Kühlleistung

4.0/10

Verarbeitung

8.0/10

Montage

9.0/10

Kompatibilität

9.0/10

Lautstärke

8.5/10

Lieferumfang

7.0/10

Modding

8.5/10

Preis

9.5/10

Pro

  • Preis/Leistungsverhältnis
  • Adressierbare RGB-Beleuchtung
  • Entkoppelter Lüfterrahmen

Contra

  • (Kühlleistung für die Kühlung starker CPUs zu gering)
  • Kein PWM-Anschluss
  • Kein Kabelseleeving