Sapphire Radeon HD 7970 3GB OC Boost

Mit der HD 7970 OC Dual-X haben wir heute eine HD 7970 mit einem eigenen Lüfterdesign von Sapphire im Test. Die Grafikkarte verfügt zudem über eine werkseitige Übertaktung und soll sich so von den vielen Modellen der HD 7970 absetzten, welche es mittlerweile auf dem Markt gibt.

Wie sich die Grafikkarte in unserem Test geschlagen hat und wie effizient die Kühlung des Dual-Fan Kühlers ist, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Output:
    2 x DVI
    1 x DisplayPort 1.2
    1 x HDMI 1.4a
  • GPU:
    950/1000 MHz Kerntaktfrequenz
    2048 x Stream-Prozessoren
    28 nm Chip
  • Video Memory:
    3072 MB Größe
    5700/5800 MHz Effektiv
  • Größe (LxBxH): 280x120x44mm

Lieferumfang:

  • CrossFire Brücke
  • 1,8 Meter HDMI 1.4a Kabel (Nur Full Retail-Modell)
  • 8-auf-4-Pin Netzkabel
  • 6-auf-4-PIN Netzkabel
  • HDMI-auf-SL DVI-Adapter
  • Treiber-CD
  • (Bis 31. Dezember 2013 und je nach Verkäufer) Key für Never settle reloaded Programm enthält Downloadcode für BioShock Infinite und Crysis 3

Design und Verarbeitung:

Die Radeon HD 7970 3GB OC Boost Dual-X wird von Sapphire in einer hochglanzbedruckten Verpackung geliefert. Die OVP ist für Gamer ansprechend gestaltet. Auf allen Seiten der OVP prangt das Sapphire Logo. Auf der Vorderseite ist zudem die Bezeichnung der Grafikkarte, die Speichergröße und ein Hinweis auf eine werkseitige Übertaktung zu finden.

Die Spezifikationen befinden sich auf der Rückseite der Verpackung.

Bei der hochglanzbedruckten Verpackung handelt es sich nur um eine Umverpackung. Die Grafikkarte direkt ist in einer neutralen Verpackung untergebracht und von einer antistatischen Luftpolsterfolie umhüllt. Zusätzlich ist sie in einen speziell geformten Karton gebettet. Das Zubehör wurde in einem separaten Karton untergebracht.

Hat man die Karte aus ihrer Verpackung befreit, so hält eine Grafikkarte in der Hand, welche durch den verbauten Kühler sehr imposant wirkt. Sapphire hat dieser HD 7970 OC einen Kühler verpasst, welcher keines Wegs dem Referenzdesign entspricht.

Der Kühler setzt auf zwei 85mm Axiallüfter, welche von einer schwarzen Kunststoffblende umgeben sind. Der Kunststoffblende hat Sapphire zudem ein recht aggressives Aussehen verpasst. Zwischen den beiden Lüftern wurde der Schriftzug Sapphire HD 7970 untergebracht. Die Kunststoffabdeckung bedeckt bis auf die untere Kante, an welcher sich die PCIe-Schnittstelle befindet das gesamte PCB.

Nach hoben und an der Rückseite ragt diese Abdeckung zudem noch über das PCB heraus, wodurch die Karte noch einmal etwas größer wird. In der Länge wird die sonst eigentlich 26,5cm lange Grafikkarte durch diese Abdeckung um 2cm und in der Höhe um 2cm gestreckt.
Unter der Kunststoffabdeckung befindet sich ein Heatpipekühler. Dieser erinnert einen optisch stark an ARCTIC Accelero Xtreme 7970.

Er setzt auf eine Bodenplatte aus Kupfer, welche von fünf Heatpipes durchlaufen wird. Mittig ragt die Auflagefläche der Bodenplatte aus dieser heraus.

Hierbei wurde die Auflagefläche in derselben Form und Größe wie die GPU selbst gefräst. Bei den Heatpipes handelt es sich um drei 6mm und zwei 8mm Heatpipes. Diese sind u-förmig gebogen und durchlaufen 45 Aluminiumfinnen. Die Finnen erstrecken sich über fast die gesamte Länge der Grafikkarte.

Zur Stabilisierung sind sie auf der Ober- als auch Unterseite an mehreren Stellen ineinander verhakt.

Die zwei Axiallüfter sind fest an der Kunststoffabdeckung montiert, welche mittels vier Schrauben an dem Kühlkörper befestigt wird.

Zur Kühlung der Speicher sowie auch der Spannungswandler wurden zwei separate, recht flache Kühlkörper auf den Komponenten
verbaut.

Der GPU-Kühler ist durch vier schrauben auf der GPU fixiert. Die Kühlplatten für Spannungswandler und Speicher sind mittels sieben Schrauben auf der Grafikkarte befestigt.
An der hinteren, oberen Kante sitzen zwei abgewinkelte Stromstecker. Hierbei handelt es sich um zwei 8-PIN Stecker.

Im Referenzdesign der HD 7970 kommt ein 8-PIN und ein 6-PIN Stecker zum Einsatz.

Im vorderen Bereich sind an der Oberseite des PCBs die Anschlüsse für die CrossFire Brücke zu finden. Neben diesen zwei sitzt ein Microschalter, mit welchen man zwischen zwei Bios-Einstellungen umschalten kann.

An der Dual-Slotblende stehen zum Anschluss eines oder mehrerer Monitors zwei DVI-, ein HDMI 1.4a Anschluss sowie ein DisplayPort zur Verfügung.

Mit einem Gesamtgewicht von 858g ist die Karte 158g leichter als eine Karte im Referenzdesign.

Mit einem Blick auf das PCB wird klar, das dieses von dem einer Karte im Referenzdesign abweicht. Am Auffälligsten ist die Farbe des PCB. Wo ein PCB im Referenzdesign noch in Schwarz daher kommt, ist das der Sapphire HD 7970 3Gb OC Boost in blau gehalten.

Die Speicher sind wie bei jeder 7970 um die GPU herum angeordnet. Ein Unterschied ist jedoch bei der Stromversorgung zu finden. Bei der Sapphire 7970 3Gb OC Boost kommt eine 7+1 Phasen Stromversorgung zum Einsatz.

Auf einem Referenzmodell hingegen ist nur eine 6+1 Phasen Stromversorgung verbaut. Somit hat sich der komplette Aufbau des PCBs im hinteren Bereich geändert. Daher ist es nicht möglich, einen entsprechenden Wasserkühler zu verbauen. Um die Demontage des original Kühlers festzustellen und diesen zu stützen, ist dieser durch einen Steg auf dem PCB befestigt. Der Steg ist jedoch nicht geschraubt, sondern enthält einen Schaumstoffkern, welcher bei einer Demontage reißt.

Die gesamte Karte wurde sehr gut verarbeitet. Durch die bessere Spannungsversorgung sollte die Karte ein hohes Übertaktungspotenzial aufweisen.

Testsystem:

Als Mainboard kommt in unserem Test ein ASUS Rampage III Extreme zum Einsatz, auf welchem wir bis zu vier Grafikkarten im SLI oder Crossfire Betrieb testen können.

  • Mainboard: ASUS Rampage III Extreme
  • CPU: Intel Core I7 975EX @ 4,375 GHz (175 * 25)
  • Speicher: 12GB Mushkin Redline Coperhead 1600 MHz CL 6-8-6-24 @ 2134 MHz CL 7-8-7-24
  • Netzteil: Power & Cooling Silencer MK III 1200W

Alle Komponenten, bis auf die in diesem Test verwendeten Grafikkarten, werden mit Wasser gekühlt.
Um Limitierungen durch den Prozessor weitestgehend zu vermeiden, wurde dieser auf 4,375 GHz übertaktet.

Da diese Karte über einen sogenannten Boost verfügt, welcher die Grafikkarte je nach Einsatzgebiet von 950MHz auf 1000MHz taktet, setzten wir den verbauten Bios-Schalter direkt auf die entsprechende Stellung, damit wir immer auf die volle Leistung zurückgreifen können.

Als Vergleichskarten werden alle Grafikkarten herangezogen, welche unser Testlabor schon durchlaufen haben.

Temperaturen und Stromverbrauch:

Die Temperaturen wurden einmal im Idle Mode und während eines Furmark run bei 100% GPU Load ausgelesen.

Wirft man einen Blick auf die Temperaturen, so stellt man sehr schnell fest, dass diese durch den verbauten Kühler sogar unter die Temperaturen einer 7950 gedrückt werden konnte. Der von Sapphire verbaute Kühler arbeitet zudem noch auf einem recht angenehmen Geräuschpegel. Diese Temperaturen lassen somit ebenfalls auf ein gewissen Potenzial in Sachen Overclocking schließen.

Ebenso haben wir den Stromverbrauch bei diesen zwei Belastungsstufen der Grafikkarte gemessen. Da es jedoch schwierig ist den genauen Stromverbrauch der verbauten Grafikkarte zu messen, wurde jeweils der Gesamtverbrauch des Testsystems ermittelt.

Hier ist deutlich zu erkennen, dass die Sapphire 7970 OC doch etwas mehr Strom aus der Steckdose verlangt, als eine übertaktete 7950. Ob dieser Mehrbedarf gerechtfertigt ist, werden die Benchmarks in unserem weiteren Testverlauf zeigen.

Verwendete Benchmarks:

Futuremark 3DMark Vantage

  • Performance

Futuremark 3DMark 11

  • Performance

H.A.W.X. 2

  • 1680×1050 8xAA 16xAF
  • 1920×1200 8xAA 16xAF

Far Cry 2

  • 1680×1050 8xAA 16xAF
  • 1920×1200 8xAA 16xAF

Metro 2033

  • 1680×1050 4xAA 16xAF
  • 1920×1200 4xAA 16xAF

Mafia II

  • 1680×1050 AA ein (2xSSAA) 16xAF
  • 1920×1200 AA ein (2xSSAA) 16xAF

Benchmark Ergebnisse:

Futuremark 3DMark Vantage

Futuremark 3DMark 11

H.A.W.X. 2

Far Cry 2

Metro 2033

Mafia II

Overclocking:

Auch bei einer Grafikkarte, welche schon übertaktet beim Käufer ankommt, wollen wir natürlich wissen, was noch möglich ist, ohne dass das System abstürzt, oder es zu Artefakten kommt.
Wir nehmen dieses Overclocking im Catalyst Control Center (CCC) vor. Hier können die Taktraten mittels AMD OverDrive angehoben werden. Sapphire lässt seinen Kunden hier auf den ersten Blick einen recht großen Spielraum offen stehen. Die Schieberegler für den Chiptakt können bis 1500 MHz und für den Speicher bis 1950 MHz hochgeschoben werden. Ein stabiler Betrieb, ohne dass die Spannungen angehoben wurden, war bei unserem Testmuster jedoch nur mit 1130 MHz auf dem Chip und 1600 MHz auf dem Speicher möglich.

Dies wirkte sich ein den Spielen Mafia II, H.A.W.X. 2 und Metro 2033 in unserem Fall wie folgt aus.

Mafia II:

    • Anstelle von 107,3 fps wurden nun 113,7 fps erreicht.

H.A.W.X. 2:

    • Anstelle von 162 fps wurden nun 165,3 fps erreicht.

Metro 2033:

    Anstelle von 51,2 fps wurden nun 54,9 fps erreicht.

In Anbetracht des höheren Stromverbrauches lohnt sich die weitere Übertaktung bei aktuellen Spielen kaum.

Fazit:

Mit der HD 7970 3GB OC Boost Dual-X hat Sapphire eine HD 7970 im Sortiment, welche aus unserer Sicht gleich zwei Käuferschichten ansprechen soll. Die eine sind dabei Gamer, welche eine hohe Performance brauchen und aus diesem Grund lieber zu einer übertakteten Grafikkarte greifen, zu der Zweiten zählen die Silentliebhaber, welche aber dennoch nicht auf hohe Leistung verzichten wollen. Sapphire ist mit dieser Grafikkarte ein sehr guter Spagat zwischen diesen gegensätzlichen Leistungsmerkmalen gelungen. Der verbaute Kühler verrichtet seine Arbeit so gut, dass die Karte leiser und auch besser gekühlt wird, als es bei einer 7950, welche eine geringere Verlustleistung hat, im Referenzdesign möglich ist. Zudem bietet sie mittels Schalter die Option, die Karte ohne Garantieverlust in einem dauerhaft übertakteten Zustand laufen zu lassen. Um Etwas Strom zu sparen bietet sich die Boost-Funktion an, in der bei Bedarf in den übertakteten Zustand geschaltet wird. Die hierbei erreichten Taktraten liegen jedoch auf dem Niveau der 7970 GHz Edition Karten und sind somit nichts Besonderes. Auch, was das weitere Übertakten angeht, ist trotz der verbesserten Stromversorgung ohne Anhebung der Spannungen kein Unterschied zu diesen Karten zu finden. Die Verarbeitungsqualität ist sehr gut und auch das Design des verbauten Kühlers kann sich in einem Moddinggehäuse sehen lasse. Wer auf der Suche nach einer leisen HD 7970 mit den Taktraten einer HD 7970 GHz Edition ist, macht mit der ca. 380€* teuren Sapphire HD 7970 OC Dual-X keinen Fehlkauf.

Pro

  • Verarbeitung
  • Leistung
  • Sehr leise und gute Kühlung
  • Design
  • Bios Switch
  • Lieferumfang

Contra

  • Taktraten trotz OC Version nicht höher als bei GHz Edition
  • !Keine Montage eines Wasserkühlers möglich!

Leistung

OC Potential

Verarbeitung

Ausstattung

Lautstärke

Lieferumfang

Preis