ROCCAT – Renga – Gaming Headset

Mit dem Renga haben wir heute ein neues Gaming Headset aus dem Hause ROCCAT im Test, welches nicht nur durch seine guten Klangeigenschaften, sondern auch durch einen sehr guten Tragekomfort überzeugen möchte.

Welche Details in dem neuen Renga Gaming Headset von ROCCAT stecken und wie sich das Headset in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

Kopfhörer

  • Frequenzbereich: 20 – 20000 Hz
  • Impedanz: 32Ohm
  • Empfindlichkeit bei 1kHz: 110 dB
  • Lautsprecher Durchmesser: 50 mm
  • Lautsprechermagnete: Neodymium Magnet
  • Gewicht: 210g
  • Anschluss: 3,5-mm-Klinkestecker
  • Kabellänge: 2,5m

Mikrofon

  • Empfindlichkeit bei 1 kHz: -52dB
  • Impedanz: 2.2k Ohm
  • Ausrichtung: omnidirektional

Lieferumfang:

  • Renga Gaming Headset
  • Kurzanleitung

Design und Verarbeitung:

Das Renga wird von ROCCAT in einer Verpackung geliefert, welche im ROOCAT typischen Design gehalten ist und somit in den Farben Schwarz und Blau bedruckt wurde. Auf der Verpackungsvorderseite ist ein Produktbild des Renga Gaming Headsets sowie eine Auflistung der wichtigsten Features abgedruckt. Auf der linken Verpackungsseite wurden neben einer kurzen Beschreibung die technischen Details abgedruckt.

Auf der Verpackungsrückseite findet man eine Auflistung der gebotenen Features, welche hier in 10 Sprachen zu finden ist.

Entnimmt man das Renga Gaming Headset aus seiner Verpackung, so hat schwarzes Gaming Headset vor sich liegen, welches schon von der optischen Seite her den Anschein vermittelt, als wenn das Headset ein wahres Leichtgewicht wäre. Dieser erste Eindruck wird einem als erstes durch den verwendeten Kopfbügel vermittelt. ROCCAT hat hierzu einen Skelettrahmen verwendet, welcher aus zwei dünnen Kunststoffstegen sowie einem breiten Kopfband besteht.

Das Kopfband wurde aus schwarzem Kunststoff gefertigt. ROCCAT hat mittig den ROCCAT Schriftzug in das Kopfband eingeprägt.

An den Rändern wurde eine Prägung eingearbeitet, welche den Anschein vermittelt, als wenn das Kopfband aus Leder gefertigt wäre.

Das verwendete Kopfband stützt das Headset sehr gut auf dem Kopf ab und verteilt die Last gleichmäßig auf dem Kopf. Das Kopfband wurde an der linken und rechten Seite des Skelettrahmens an zwei beweglichen Punkten aufgehangen. Diese sind zudem mit einem Hinweis auf die Tragerichtung des Headsets versehen.

Durch diese Konstruktion spart ROCCAT Gewicht ein, welches dem Tragekomfort zugute kommt, denn ein leichtes Headset, welches nicht so viel Druck auf den Kopf ausübt, lässt sich bekanntlich bequemer tragen, als ein schweres Headset.

Das schlanke Design hat ROCCAT bei den beiden Ohrmuscheln fortgeführt. Diese sind von ihrer Größe her ausreichend dimensioniert, damit die Ohren des Trägers vollkommen umschlossen werden.

Die Ohrmuscheln weisen einen offenen Aufbau auf, wodurch sie zwar Umgebungsgeräusche nicht so gut abschirmen wie geschlossenen Ohrmuscheln, dafür jedoch für einen besseren Tragekomfort sorgen, da sie Luft an die Ohren lassen und zudem noch weniger Gewicht auf die Waage bringen.

Betrachtet man einmal die Innenseite der Ohrmuscheln, so findet man hier ein großes Schaumstoffposter vor, hinter welchem die 50mm großen Treiber verbaut wurde.

Der Kontakt zum Kopf wird durch ein Polster hergestellt, welches mit schwarzem Kunstleder bezogen ist.

Auf der Außenseite der rechten Ohrmuschel wurde das ROCCAT Logo eingeprägt.

An der linken Ohrmuschel ist an dieser Stelle das Mikrofon befestigt.

Wird das Mikrofon nicht benötigt, kann es ganz einfach nach oben geklappt werden.

Als Anschlusskabel hat ROCCAT ein 2,5m langes Kabel verwendet, welches mit einer hellblauen Gummierung versehen wurde. ROCCAT hat in das Kabel eine Kabelfernbedienung eingearbeitet, über welche man nicht nur ganz einfach die Lautstärke regulieren, sondern auch das Mikrofon stummschalten kann.

In die Rückseite der Kabelfernbedienung wurde zudem das ROCCAT Logo eingeprägt.

Das Anschlusskabel verfügt über zwei 3,5-mm-Klinkeanschlüsse, wodurch das Einsatzgebiet des Renga Gaming Headsets sehr umfangreich ist. Um die Kompatibilität weiter zu steigern und auch die Verwendung an Smartphones und Tablets zu ermöglichen, liefert ROCCAT einen passenden Adapter mit.

Das gesamte Headset wurde sehr ordentlich und hochwertig verarbeitet und gibt und keinerlei Anlass zur Kritik.

Installation:

Zur Installation muss man bei diesem Headset nicht viel sagen. Hier müssen lediglich die 3,5-mm-Klinkekabel angeschlossen werden, und schon ist das Headset einsatzbereit. Hierdurch bietet das Headset zudem eine sehr hohe Kompatibilität, welche einem ein Headset mit einem USB-Anschluss nicht bieten kann.

Ton und Klangqualität:

Nachdem uns die Verarbeitungsqualität vollkommen überzeugen konnte, sind wir sehr auf die Klangqualität gespannt. Unser Testkandidat haben wir daher in verschiedenen Lebenslagen getestet. Neben dem normalen Musikhören am PC haben wir das Headset auch bei dem ein oder anderen Game sowie auch beim betrachten von Filmen getestet. In unserem Testsystem ist hierzu eine Auzentech X-Fi HomeTheater HD verbaut.
In diesen Tests konnte das ROCCAT Renga fast durchweg überzeugen. Die verbauten 50mm Treiber sorgen für sehr klare Höhen. Auch der kritische, mittlere Bereich wird von dem Renga recht gut gemeistert. Was den Bass angeht, ist das Renga Gaming Headset aus unserer Sicht jedoch stellenweise etwas schwach abgestimmt. Die erbrachte Tonqualität ist auch bei einer hohen Gesamtlautstärke noch sehr gut.
Durch die nicht vollständig geschlossenen Ohrmuscheln werden störende Nebengeräusche nicht vollständig eliminiert, jedoch recht gut gedämpft, wodurch das Headset von uns auch als Lanpartytauglich deklariert wird.

Sprachqualität Mikrofon:

Natürlich haben wir bei unserem Test das Mikrofon nicht außen vor gelassen und haben das Headset somit in einigen Skype- und Teamspeak-Sitzungen getestet. Auch die Sprachqualität konnte durchweg überzeugen.

Tragekomfort:

Was den Tragekomfort angeht, kann das Renga fast auf ganzer Linie punkten. Die großen Ohrmuscheln umschließen die Ohren des Trägers vollständig und üben keinen großen Druck auf den Kopf aus. Durch den Aufbau des Kopfbügels spart ROCCAT das meiste Gewicht ein, was dem Tragekomfort zugute kommt, da das Headset mit 210g sehr leicht ist. Hierdurch wird auch vom Kopfbügel nur sehr wenig Druck ausgeübt. Leider ist jedoch die Kante des Kopfbandes durch das verwendete Material etwas härter, als wenn dieses mit einem Kunstlederbezug bezogen wäre, wodurch diese bei Trägern mit kurzen Haaren etwas ungewohnt sein wird. Auch schwitzt man bei einer langen Tragezeit unter dem Kunststoffkopfband etwas mehr als unter einem Headset mit einem gepolsterten Kopfband, welches Feuchtigkeit noch etwas aufnehmen kann.
Der gewählte Aufbau macht das Headset jedoch sehr flexibel, wodurch man es nicht nur einfach auf einem Ohr tragen kann, wodurch man sich einfacher mit seinem Tischnachbar auf einer Lanparty unterhalten kann, sondern auch der Transport des Headsets ist unkompliziert.

Fazit:

Mit dem Renga hat ROCCAT ein schnittiges Headset in sein Sortiment aufgenommen. Welches sich in unserem Test als wahres Allroundtalent herausgestellt hat. Das Headset konnte in unserem Test nicht nur mit einem sehr guten Tragekomfort punkten, welcher auch ein langes tragen des Headsets ermöglicht. Lediglich an warmen Sommertagen kann es unterhalb des Kopfbandes, welches aus Kunststoff gefertigt wurde, etwas warm werden. Auch was die Klangqualität angeht, konnte das Renga in unserem Test mit einer guten Tonqualität überzeugen, welcher es jedoch in manchen Lagen etwas an Kraft im Bassbereich fehlt. Die Verarbeitungsqualität liegt auf einem hohen Niveau und durch den flexiblen Aufbau, macht es dem Headset nichts aus, wenn es einfach in einen Rucksack gepackt wird. Durch den von ROCCAT gewählten Klinkeanschluss bringt das Headset eine sehr große Kompatibilität mit. Preislich liegt das Renga aktuell bei knapp 50€*, womit es ein sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis bietet.

Pro

  • Hoher Tragekomfort
  • Gute Klangqualität
  • Verstellbares Mikrofon
  • Sehr hohe Kompatibilität

Contra

  • Kopfband aus Kunststoff
  • Etwas schwacher Bass

Tragekomfort

Tonqualität Wiedergabe

Tonqualität Mikrofon

Verarbeitung

Kompatibilität

Preis

Ein besonderer Dank geht an ROCCAT für die Bereitstellung des Testmusters.