Reeven – Four Eyes Touch (RCF-03)

Mit dem Four Eyes Touch (RCF-03) haben wir heute die neuste Lüftersteuerung aus dem Hause Reeven im Test, welche nicht nur durch ihre hohe Ausgangsleistung, sondern auch durch die Touch-Bedienung überzeugen will.

Welche Features in der Four Eyes Touch stecken und wie sie sich in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Abmessung: 42 x 148 x 100 mm (H x B x T)
  • Gewicht: 0,200 kg
  • Temperatursensoren: 4
  • Lüfterunterstützung: 4
  • Belastbarkeit der Lüfterleitungen: 4x 30W
  • Lüfteranschluss: 3-Pin
  • Bildschirmgröße: 5,25″ / 13,34 cm (Aufgeteilt in sieben Bereiche)
  • Bildschirmtyp: resistiver Berührungsbildschirm
  • Material: Kunststoff
  • Farbe: schwarz

Lieferumfang:

  • Four Eyes Touch (RCF-03)
  • Schraubenset
  • Klebestreifen
  • Anleitung

Design und Verarbeitung:

Die Four Eyes Touch Lüftersteuerung wird von Reeven in einer Verpackung geliefert, welche in einem recht dunklen Design gehalten ist. Auf der Vorderseite der Verpackung ist neben einem Produktbild auch die Modellbezeichnung abgedruckt. Ebenso sind hier auch vier Featurebilder zu erkennen, welche auf die wichtigsten Funktionen der Lüftersteuerung hinweisen.

Auf der Verpackungsrückseite ist eine Beschreibung der Lüftersteuerung zu finden. Die technischen Details sind auf der Verpackungsaußenseite abgedruckt.

Entnimmt man die Lüftersteuerung aus ihrer Verpackung, so hat man eine Lüftersteuerung vor sich liegen, welche zum größten Teil aus Kunststoff gefertigt ist. Reeven setzt hier schwarzen Kunststoff ein, welcher auf der Vorderseite der Lüftersteuerung mit einer leicht strukturierten Oberfläche versehen wurde.

Die Kunststofffront dient zugleich als Rahmen für das dahinter verbaute Display. Hierzu wurde der Kunststoffrahmen an seinen vier Ecken mit einer abgeschrägten Form ausgestattet. Am unteren, rechten Rand wurde eine Erhöhung in die Kunststofffront eingearbeitet, in welche das Reeven Logo eingeprägt ist.

Die Kunststofffront teilt das dahinter verbaute Touch-Display optisch in sieben Bereich auf. Diese sind in zwei Reihen unterteilt. Im oberen Bereich haben alle vier hier angesiedelten Abschnitte die selbe Größe. Im unteren Bereich gibt es drei Abschnitte. Hierbei ist der linke und der rechte Abschnitt sehr klein gehalten. Der mittlere Abschnitt nimmt mehr als die Hälfte der Displaybreite ein.
Die Kunststofffront bildet eine Einheit mit dem Boden und den beiden seitlichen Rahmenteilen der Four Eyes Touch Lüftersteuerung.

Seitlich sind Montagebohrungen zu finden, mittels welche die Lüftersteuerung in einem freien 5,25″ Schacht verbaut werden kann. Im Vergleich zu der Front sind die anderen Bereiche des schwarzen Kunststoffrahmens nicht mit einer strukturierten Oberfläche versehen.

Betrachtet man die Lüfterseteuerung einmal von der Rückseite aus, so findet man zwei getrennte PCBs vor. Das senkrecht verbaute PCB dient zur Ansteuerung des dahinter befindlichen Displays und ist mittels eines Flachbandkabels mit dem zweiten PCB verbaut, welches für die Steuerung der einzelnen Lüfter verantwortlich ist.
Zur Steuerung der einzelnen Lüfter setzt Reeven auch wie viele andere Hersteller auf Mosfets. Auch wenn dies nicht die effizienteste Art ist, Lüfter zu steuern, erreicht Reeven so eine Ausgangsleistung von bis zu 30 Watt pro Kanal, wodurch auch der Betrieb von Wasserpumpen an der Lüftersteuerung möglich ist.

Zur Stromversorgung kommt ein SATA-Stromanschluss zum Einsatz. Dieser ist leider nur durch seine Lötpunkte mit dem PCB verbunden, wodurch er schon beim Einstecken des Stromkabels etwas wackelig ist.
Bis zu vier Lüfter oder Pumpen können über die vier verbauten 3-PIN-Stecker angeschlossen werden. Über optionale Adapterstecker können natürlich auch mehrere Lüfter pro Kanal angeschlossen und gesteuert werden.
Reeven liefert vier Verlängerungskabel mit, welche auf der Anschlussseite der Lüfter mit einem 4-PIN-Stecker versehen sind, wodurch es problemlos möglich ist, auch PWM-Lüfter an die Lüftersteuerung anzuschließen, welche dann jedoch über die herkömmliche Art und Weise angesteuert und geregelt werden.
Rechts neben dem Stromanschluss sind zudem noch Pfostenstecker zu finden, an welche die mitgelieferten Temperatursensoren angeschlossen werden können. Diese sind den jeweiligen Kanälen zugeordnet. Zudem gibt es noch die Möglichkeit, den Alarmton mittels eines Jumpers dauerhaft zu deaktivieren.
Die Temperatursensoren sind wie auch die Verlängerungskabel für die Lüfteranschlüsse mit einem Kabelsleeving versehen. Dieses ist jedoch nicht gerade blickdicht.

Zudem sind sie jeweils mit einer Beschriftung versehen, was das Verlegen vereinfacht.

Was die Verarbeitung angeht, sind und bei der Four Eyes Touch (RCF-03) Lüftersteuerung zwei Mängel aufgefallen. Das nicht ganz Blickdichte Kabelsleeving ist wie immer eine kosmetische Sache, welche keinen Einfluss auf die Funktion hat und damit nicht tragisch ist. Der doch recht lose Stromanschluss fällt hier schon mehr ins Gewicht. Käufer der Four Eyes Touch (RCF-03), welche ein solches Modell erwischen, bei dem Reeven noch nicht nachgebessert hat (in Deutschland ist die Lüftersteuerung aktuell noch nicht verfügbar), sollten hier den Stecker mit etwas Heißkleber fixieren.

Montage:

Die Montage der Four Eyes Touch Lüftersteuerung gestaltet sich recht einfach. Es wird lediglich ein freier 5,25“ Laufwerksschacht benötigt.

Vor der Montage sollte man die zusammengelegten Kabel öffnen, an die Lüftersteuerung anschließen und durch in den geöffneten 5,25“ Schacht legen. Anschließend kann man diese weiter in das Gehäuse führen, indem man die Lüftersteuerung nachschiebt. Schließt diese bündig mit der Gehäusefront ab, so kann man sie mit dem Gehäuse verschrauben.

Es ist natürlich auch möglich, die Kabel erst anzuschließen, wenn man die Lüftersteuerung schon im Gehäuse verbaut hat. Durch die Tatsache, dass die Lüftersteuerung jedoch nicht die Länge eines 5,25″-ODDs hat, kann es dann eine etwas fummeligere Angelegenheit werden.

Der Anschluss erfolgt mittels eines SATA-Stromsteckers. Die einzelnen Anschlusskabel für die Lüfter sowie die einzelnen Temperatursensoren können frei im Gehäuse verlegt werden. Um die Temperatursensoren im Gehäuse zu befestigen, liegen dem Lieferumfang kleine gelbe Aufkleber bei.
Die Anschlusskabel für die Lüfter als auch die Temperatursensoren haben eine ausreichende Länge um auch in großen Big-Tower-Gehäusen an jeder beliebigen Stelle platziert werde zu können. Nicht benötigte Kabel können zudem ganz einfach weggelassen werden.

Test:

Schaltet man den PC und somit auch die Lüftersteuerung ein, so fällt einem gleich das beleuchtete Display ins Auge.
Dieses ist wie schon kurz angesprochen in verschiedene Bereiche unterteilt. Die vier Bereiche in der oberen Reihe dienen zur Auswahl der entsprechenden Ausgänge. Hier wird einem die anliegende Drehzahl sowie die Temperatur des entsprechenden Temperaturfühlers angezeigt.

Durch ein einfaches Berühren des jeweiligen Bereiches wird der entsprechende Kanal ausgewählt. Über den mittleren Bereich in der unteren Displayreihe kann dann die gewünschte Drehzahl für den ausgewählten Kanal eingestellt werden.

Hier bekommt man über kleine Balken angezeigt, an welcher Stelle sich die aktuelle Einstellung in dem Regelbereich des Lüfterausganges befindet. Die Drehzahl kann so weit heruntergeregelt werden, dass der/die angeschlossene Lüfter sogar komplett ausgeschaltet wird/werden.

Die Eingabe wird jeweils über ein kurzes Piepen bestätigt.
Drückt man für drei Sekunden auf einen der vier Kanäle, so fängt die Temperaturanzeige an zu blinken. Diese kann nun genauso eingestellt werden, wie die Lüfterdrehzahl. Hierbei handelt es sich um die Alarmtemperatur. Wird die eingestellte Alarmtemperatur überschritten, macht sich die Lüftersteuerung lautstark bemerkbar. Sobald die Alarmtemperatur wieder unterschritten wird, schaltet sich der Alarm wieder von selbst ab.
Ein Alarm ertönt zudem, wenn einer der angeschlossenen Lüfter ausfällt.
Ein auftönender Alarm kann ganz einfach über die Mute-Taste deaktiviert werden. Möchte man das die Lüftersteuerung keine Ausfälle bzw. Temperaturen alarmiert, kann man den Lautsprecher über den rückseitigen Jumper auch komplett deaktivieren.
Der linke und rechte Displaybereich in der unteren Displayzeile dient einmal zur Deaktivierung des Lautsprechers sowie zum Umschalten zwischen °C und °F. Im rechten Displayabschnitt kann man entweder über ein langes drücken des Displays die komplette Lüftersteuerung in den Werkszustand versetzten, oder durch ein kurzes antippen die gewünschte Farbe der Hintergrundbeleuchtung auswählen, wodurch man die Lüftersteuerung bestens an die Gegebenheiten und somit an seinen persönlichen Casemod anpassen kann. Hierbei stehen einem sieben verschiedene Farben zur Auswahl.

  • Hellblau
  • Türkise
  • Hellgrün
  • Dunkelgrün
  • Lila
  • Dunkelblau
  • Rot






Ebenso ist es möglich, die Displaybeleuchtung komplett zu deaktivieren.

Durch die Hohe Ausgangsspannung, welche die Four Eyes Touch Lüftersteuerung liefert, war es in unserem Test problemlos möglich, neben 2 x 3 140-mm-Lüfter, welche mittels spezieller Adapter angeschlossen wurden, auch zwei Laing D5 Pumpen mit jeweils 23 Watt an den zwei übrigen Kanälen zu steuern.

Fazit:

Die Four Eyes Touch Lüftersteuerung kann nicht nur durch eine sehr hohe Ausgangsleistung in unserem Test überzeugen, welche problemlos dazu ausreichte, neben den angeschlossenen Lüftern auch noch zwei der stärksten Wasserpumpen, welche in Computern normalerweise eingesetzt werden, zu steuern. Ebenfalls konnte die Lüftersteuerung durch die verschiedenen Alarmfunktionen und die sehr einfache Bedienung überzeugen. Neben den nicht blickdicht gesleevten Kabeln gibt es jedoch leider auch eine Schwachstelle, welche Reeven dringend nachbessern sollte, damit Käufer lange Freude an der Four Eyes Touch Lüftersteuerung haben. Hierbei handelt es sich um die Befestigung des Stromanschlusses. Der hier verbaute SATA-Stecker ist leider nur an den einzelnen Lötpunkten befestigt, potenzielle Käufer der schon am Markt befindlichen Modelle sollten dieses daher vor der ersten Inbetriebnahme einfach durch etwas Heißkleber oder Ähnlichem fixieren, sodass der Stecker auch noch auf dem PCB bleibt, wenn man die Lüftersteuerung z.B. für Wartungsarbeiten am System wieder ausbauen möchte. Die restliche Verarbeitung gibt uns keinen Anlass für weitere Kritik. Preislich liegt die Lüftersteuerung bei einer UVP von 36€* und ist aktuell noch nicht in Deutschland erhältlich.

Pro

  • Touchdisplay
  • Einfache Bedienung
  • Sehr hohe Ausgangsleistung
  • Mehrfarbige Beleuchtung
  • Temperatursensor
  • Alarmfunktionen

Contra

  • Befestigung Stromanschluss
  • Nicht blickdichtes Sleeving

Ausstattung

Verarbeitung

Montage

Kompatibilität

Modding

Lieferumfang

Preis

Wir danken Reeven sehr für die Bereitstellung des Testmusters.