Razer – Mamba Chroma Gaming Maus

Mit der Mamba Chroma haben wir heute eine Gaming Maus aus dem Hause Razer im Test, welche nicht nur durch eine gute Ergonomie, sondern auch durch eine ausgezeichnete Technik sowie der Möglichkeit, die Maus kabelgebunden oder kabellos nutzen zu können, punkten möchte.

Welche Details in der Razer Mamba stecken und wie sie sich in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Maße: ca. 128 x 70 x 42,5 mm (L x B x H)
  • Gewicht: ca. 125 g
  • Auflösung: 16.000 DPI
  • Sensor: 5G-Laser-Sensor
  • Maximale Beschleunigung: 50 G
  • Maximale Geschwindigkeit: 1 ms (Latenz)
  • USB-Signalrate: 1.000 Hz Ultrapolling
  • Tasten: 9 (programmierbar)
  • Anschluss: Wireless (2,4 GHz) oder USB (2,1 m langes, geflochtenes Ladekabel)
  • Beleuchtung: Chroma (16,8 Millionen Farben)
  • Akkulaufzeit: ca. 20 Stunden bei durchgehender Nutzung

Lieferumfang:

  • Mamba Chroma Gaming Maus
  • Ladestation
  • USB-Kabel
  • Schraubenzieher
  • Kurzanleitung

Design und Verarbeitung:

Die Mamba Chroma wird von Razer in einer schwarzen Verpackung geliefert, welche auf der Vorderseite neben einem Produktbild und der Modellbezeichnung auch mit einer Auflistung der wichtigsten Features bedruckt ist. Auf den beiden Außenseiten werden einem die wichtigsten Features der Maus erklärt.

Ein weiteres Produktbild, welches auch die mitgelieferte Ladestation zeigt, wurde zusammen mit den technischen Details auf der Verpackungsrückseite abgedruckt.

Öffnet man die Verpackung, so kommt nicht direkt die enthaltene Maus zu Vorschein, sondern eine schwarze Blechdose, in deren Oberseite das Razer Logo eingeprägt wurde. Innerhalb dieser Dose ist die Maus sowie auch das Zubehör gut behütet in einem Schaumstoffpolster untergebracht.

Entnimmt man die Mamba Chroma aus ihrer Verpackung, so hat man eine Maus vor sich liegen, welche auf den ersten Blick einen recht schlichten Eindruck hinterlässt. Denn die Maus weiß im Gegensatz zu vielen anderen Gaming Mäusen eine fast symmetrischen Bauform auf. Sie Verfügt über eine sehr leicht geschwungene Form, welche die Maus auf die Nutzung in der rechten Hand auslegt.

Die Mausoberseite wurde aus einem mattschwarzen Kunststoffelement gefertigt, welches die Handauflagefläche sowie die linke und rechte Maustaste zu einer Einheit werden lässt. Im hinteren Bereich der Handauflagefläche wurde das Razer Logo in einem glänzenden Schwarz auf die Maus aufgebracht.

Vor dem Übergang zu der linken und rechten Maustaste wird die Handflächenauflage mittig durch einen schmalen Schlitz getrennt, in welchen zwei zusätzliche Tasten eingearbeitet wurden. Vor diesen beiden Tasten befindet sich das aus transparentem Kunststoff gefertigte und mit einer Gummierung versehene Scrollrad, welches durch seine Beschaffenheit beleuchtet werden kann.

Wie wir es schon von anderen Chroma Produkten aus dem Hause Razer kennen, besteht hier die Möglichkeit, auf 16,8 Millionen Farben zurückzugreifen. Eine weitere Besonderheit des verbauten Scrollrads liegt in dessen Funktionsumfang. Wo man bei den meisten anderen Mäusen auf dem Markt, lediglich eine Taste in dem Scrollrad verbaut, welche durch das herunterdrücken des Mausrads betätigt werden kann, kann das seitens Razer verbaute Scrollrad auch zur linken und rechten Seite gekippt werden, wodurch man zwei weitere Tasten geschaffen hat.

Im Bereich der linken und rechten Maustaste ist die Mamba Chroma etwas in die breite gezogen, wodurch man ein besseres Handling erzielt. Zudem wurden diese beiden Maustasten zu ihrer Außenseite hin etwas in die Höhe gezogen, was dazu beitragen soll, dass die Finger auch in einem heißen Gefecht immer in der besten Position aufliegen.

Mit einem Blick auf die Mausunterseite findet man nicht nur den verbauten Sensor und drei große Gleitfüße vor. Hinter den beiden vorderen Gleitfüßen wurden zwei kleine Stellschrauben untergebracht, durch welche man den Auslösedruck der linken und rechten Maustaste an die eigenen Bedürfnisse und Vorlieben anpassen kann.

Der verbaute Laser-Sensor wurde etwa in der Mausmitte positioniert. Links neben dem Sensor befindet sich ein kleiner Schalter, über welchen sich die Maus ein und ausschalten lässt. Rechts neben dem Sensor sind zwei Kontakte zu finden, über welche der integrierte Akku aufgeladen werden kann.

Eine weitere Besonderheit liegt in der im hinteren Bereich eingelassenen Vertiefung. Durch diese kann die Mamba Chroma ganz einfach auf der mitgelieferten Ladestation positioniert werden, welche zugleich auch der Funkempfänger ist.

Betrachtet man die Mamba Chroma einmal von der linken Seite aus, so fällt einem zwischen dem Übergang der Mausoberseite zur Seitenwand ein geschwungener Kunststoffstreifen auf,

welcher aus leicht transparentem Kunststoff gefertigt wurde und welcher somit genauso wie das Scrollrad in 16,8 Millionen Farben beleuchtet werden kann.

Unterhalb dieses Beleuchtungselementes sind zwei weitere Tasten zu finden. Die hier verbauten Daumentasten können wie fast alle anderen Tasten der Maus frei belegt werden. Ausgeschlossen von einer freien Belegung ist lediglich die linke Maustaste.
Unterhalb der beiden Daumentasten ist eine Gummierung zu finden, durch welche die Mamba Chroma ein noch besseres Handling bieten soll.

Wirft man einen Blick auf die rechte Seite der Maus, so findet man hier einen Aufbau vor, welcher dem der linken Seite sehr ähnlich sieht. Der Übergang zwischen der Mausoberseite und der Mausaußenseite wird wieder durch ein Beleuchtungselement getrennt. Im Vergleich zur linken Mausseite wurden auf der rechten Seite jedoch keine zusätzlichen Tasten verbaut. Dafür fällt der gummierte Bereich etwas größer aus.

Betrachtet man die Mamba Chroma einmal von ihrer Vorderseite aus, so werden einem als erstes die beiden Mesh-Gitter auffallen, welche unterhalb der linken und rechten Maustaste eingearbeitet wurden. Diese erinnern einen gleich an Lufteinlässe, wie man sie von einem Sportwagen kennt. Zwischen diesen beiden Designelementen befindet sich ein vertieft eingelassener Micro-USB-Anschluss.

An diesen Anschluss kann das mitgelieferte USB-Kabel angeschlossen werden, über welches der integrierte Akku aufgeladen und die Kommunikation zum PC oder Notebook hergestellt werden kann.

Der Anschluss der Maus muss jedoch doch nicht direkt an dieser erfolgen. Schließt man das mitgelieferte USB-Kabel an der Ladestation an, so dient die Ladestation nur nur zum Aufladen der Maus, sondern sie stellt zur Kommunikation eine Verbindung im schnellen 2,4GHz-Netz mit der Maus her.

Die mitgelieferte Ladestation ist fast durchweg aus schwarzem Kunststoff gefertigt und verfügt über eine schräge Auflagefläche für die Maus.

Damit die Maus nicht von der Ladestation herunterrutscht, wurde die Aussparung in die Mausunterseite eingearbeitet und es werden zudem Magnete eingesetzt. Der Ladestatus wird einem während des Ladevorgangs durch die in der Maus verbauten LEDs angezeigt, welche so eingestellt werden können, dass sie als prozentualer Indikator für den Ladestand dienen und sobald man die Maus von der Ladestation herunter nimmt, wieder in der gewünschten Farbe oder im gewünschten Effekt leuchten.

Wirft man einmal einen Blick auf die Unterseite der Ladestation, so ist zu erkennen, dass diese unter der gummierten Fläche über eine leicht transparente Kunststoffplatte verfügt, welche von oben beleuchtet wird.

Die Beleuchtung kann entweder getrennt von der Maus, oder mit der Maus synchronisiert realisiert werden.

Die Verarbeitung der Mamba Chroma wurde seitens Razer durchweg sehr sauber ausgeführt und gibt uns keinerlei Anlass zur Kritik.

Softwareinstallation und Einstellungen:

Die Mamba Chroma Gaming-Maus von Razer wurde in unserem Test von Windows 7 64bit Pro problemlos per plug & play erkannt. Ohne die Installation, der bereitgestellten Software kann man jedoch nur die in Windows üblichen Einstellungen einer Maus vornehmen. Um alle Funktionen der Maus nutzen zu können, muss man sich somit die von Razer bereitgestellte Synapse 2.0 Software herunterladen und installieren.
Hierbei handelt es sich um cloudbassierte Software, welche für alle Chroma-Produkte von Razer eingesetzt werden kann. Aus dem Grund, dass das die Software auf eine Cloud zurückgreift, muss man sich zur Nutzung einen Account erstellen.
Hat man diesen erstellt und sich das erste mal eingeloggt, so hat man eine Software vor sich, welche in einem recht dunklen Design gehalten ist.

Im Softwareabschnitt „Anpassen“ kann man die einzelnen Tasten der Mamba Chroma belegen. Bis auf die linke Maustaste können hier alle Tasten frei belegt werden. Hier können vordefinierte Optionen sowie selbst erstellte Makros ausgewählt werden.

Im Abschnitt „Leistung“ können alle Einstellungen vorgenommen werden, welche den verbauten Sensor sowie der Kommunikation der Maus betreffen. Razer ermöglicht es einem hier nicht nur die Abfragerate und die Beschleunigung einzustellen, sondern auch die Sensorauflösung. Diese kann wahlweise ganz klassisch, oder auf die X- und Y-Achse getrennt eingestellt werden. Zudem lassen sich bis zu fünf Voreinstellungen konfigurieren, welche dann on the fly abgerufen werden können.

Im Softwareabschnitt „Beleuchtung“ kann man die Lichteffekte an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Neben einer einfarbigen Beleuchtung stehen einem hier auch verschiedene Effekte zur verfügung. Ist kein passender Effekt seitens Razer hinterlegt, so kann man mittels des Chroma-Konfigurators auch selbst Hand an die Beleuchtung anlegen. Verwendet man mehrere Razer Produkte aus der Chroma-Serie, so kann man die gewählten Einstellungen auch auf andere Komponenten übertragen, sodass diese dann synchronisiert werden und alle mit dem gleich Effekt oder in der gleichen Farbe leuchten.

Im Softwareabschnitt „Kalibrierung“ ist es möglich, den Sensor in einen Kalibrierungsmodus zu versetzen, in welchem er die Oberfläche des Mauspads abtastet und so nach der Kalibrierung eine bessere Abtastung erzielen kann.

Im Softwareabschnitte „Ladezustand“ bekommt man nicht nur den aktuellen Akkustand angezeigt, welchen man auch auf allen anderen Seiten der Software findet, sondern man kann auch einstellen, wann die Maus in einen Ruhezustand versetzt werden soll, bzw. bei welchem Akkustand das Mausrad anfangen soll in einer zuvor definierten Farbe zu blinken, um einen auf einen leeren Akku aufmerksam zu machen.

Die Software erlaubt es einem zudem auch, Makros aufzuzeichnen, welche dann auf eine beliebige Taste gelegt werden können.

Wie wir es auch schon von anderen Produkten der Chroma-Reihe von Razer kennen, werden auch für die Mamba Chroma Statistiken der in Spielen getätigten Klicks in der cloudbasierenden Software aufgezeichnet.

Die Software ist recht einfach zu bedienen, jedoch finden wir den Zwang zur Nutzung der Cloudlösung nicht den besten Weg, auch wenn hier lediglich eine E-Mailadresse und ein Passwort angegeben werden muss.

Ergonomie und Bedienkomfort:

Durch den ergonomischen Aufbau kann die Mamba Chroma Gaming Maus nicht mit der linken Hand genutzt werden, sondern man ist auf eine Nutzung mit der rechten Hand beschränkt. Dafür bietet sie durch ihren ergonomischen Aufbau jedoch ein besseres Handling als man es von einer symmetrischen Maus kennt. Auch wenn die Rundung der Mamba Chroma nur sehr gering ist, so passt sich die Maus sehr gut an die Hand des Nutzers an. Diese kann durch die recht große Bauform der Maus auch ruhig etwas größer ausfallen, ohne dass man hier in Bedrängnisse kommt, die einzelnen Maustasten nicht mehr erreichen zu können.
Nicht nur die beiden gummierten Außenseiten, sondern auch die etwas angeraute Oberfläche der Mausoberseite trägt zu einem besseren Handling bei, welches einem auch mit leicht geschwitzten Fingern eine sichere und präzise Nutzung der Maus erlaubt. Auf der matten Oberseite der Maus sind Fingerabdrücke von leicht schwitzigen Fingern jedoch leider sehr gut sichtbar, wodurch man die Maus ab und an einmal abwischen sollte. Die verbauten Switches haben schon in den Werkseinstellungen einen sehr angenehmen Druckpunkt. Der Druckpunkt der linken und rechten Maustaste kann zudem durch die in die Mausunterseite eingelassenen Stellschrauben noch an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Nicht nur die beiden Daumentasten, sondern auch die beiden Zusatztasten, welche hinter dem Scrollrad platziert wurden, sind so positioniert worden, dass sie einfach und schnell zu erreichen sind.
Die verbauten Gleitfüße lassen schnelle und vor allem angenehme Bewegungen der Maus auf den von uns getesteten Untergründen (gebürstetem, Kunststoff, Holz und Stoff) zu. Versucht man die Maus jedoch auf einer glänzenden Oberfläche wie Aluminium oder einer Glasplatte zu nutzen, so verweigert der verbaute Sensor seinen Dienst.
Der verbaute Sensor arbeitet mit bis zu 16.000 DPI. In Kombination mit einer maximalen Abtastrate von 1000 Hz und einer Beschleunigung von 50G ist eine Wegstrecke von bis zu 5,3m in der Sekunde möglich, welche präzise verarbeitet wird. Der Sensor konnte in unserem Test durch eine sehr präzise und schnelle Abtastung auf den verschiedensten Oberflächen überzeugen und zeigte sich als wahres Gaming-Talent. Eine Besonderheit des Sensors liegt darin, dass die X- und Y-Achse getrennt voneinander eingestellt werden kann. Hierdurch sind z.B. schnelle Bewegungen in der vertikalen bei gleichzeitig langsamen Bewegungen in der horizontalen möglich.

Die Mamba Chroma konnte nicht nur während des kabelgebundenen Betriebs mit dieser guten Leistung punkten, sondern auch während der kabellosen Nutzung. Hier muss man sich lediglich an den kurzen Delay gewöhnen, welchen man hat, wenn man die Maus aus dem Ruhemodus weckt. In diesem Fall dauert es etwas über eine Sekunde, bis die Mausbewegung bzw. ein Tastendruck übermittelt wird.

Während unseres Test konnten wir eine Akkulaufzeit von knapp über 18 Stunden erzielen.

Fazit:

Mit der Mamba Chroma hat Razer eine Maus in seinem Sortiment, welche einem nicht nur von der Softwareseite her einen sehr großen Funktionsumfang bietet, sondern auch die Maus selbst kann mit vielen tollen Features punkten. Eine Besonderheit der Mamba Chroma liegt in der Möglichkeit, die Maus als Funkmaus oder als kabelgebundene Maus nutzen zu können. Wo man in der Vergangenheit oft mit einer minimal schlechteren Reaktionszeit der Funkmäuse leben musste und sich diese deshalb bei Gamern nicht so durchgesetzt haben, braucht man sich bei der Mamba Chroma vor diesen nicht zu fürchten. Die Übertragung kann auch im Funkbetrieb mit 1000Hz sichergestellt werden. Ein weiterer Vorteil liegt in der Ergonomie der Maus. Diese liegt durch ihre Bauform und den verwendeten Materialien nicht nur gut in der Hand, sondern es wird einem zudem noch ermöglicht, den Auslösedruck der linken und rechten Maustaste an die eigenen Vorlieben anpassen zu können. Der seitens Razer verbaute Sensor ist jedem Einsatzgebiet gewachsen und kann problemlos an die eigenen Bedürfnisse und das jeweilige Umfeld angepasst werden. Um den großen Funktionsumfang zu bewerkstelligen, stellt einem Razer auch eine sehr umfangreiche und leicht zu bedienende Software zur Seite, welche jedoch auf einer Cloudlösung basiert und somit einen Login erforderlich macht. Preislich liegt die Mamba Chroma Gaming Maus aktuell bei knapp 140€*.

Pro

  • Sehr gute Verarbeitung
  • Anzahl und Anordnung der Tasten
  • Umfang der Software
  • Einstellmöglichkeiten des Sensors
  • Gleitfähigkeit
  • Gutes Handling
  • Kabelgebunden oder kabellos nutzbar

Contra

  • Cloudzwang bei der Software
  • Etwas anfällig für Fingerabdrücke

Lieferumfang

Verarbeitung

Funktionsumfang

Bedienerfreundlichkeit

Software

Modding

Preis

Wir danken Razer sehr für die Bereitstellung des Testmusters.