RASURBO SC-08 microATX Gehäuse im Test

RASURBO hat mit dem SC-08 microATX Gehäuse einen Allrounder für Office bis Gaming Kunden auf den Markt gebracht.

Das SC-08 gehört zu der Silent&Case Serie von RASURBO und soll durch besondere Features, ausgezeichnete Verarbeitung und ein gutes Preis- / Leistungsverhältnis überzeugen.

Ob es mit seinen kompakten Maßen wirklich Gaming tauglich ist werden wir in diesem Review prüfen.

Technische Details:

  • Typ: microATX Mini Tower Case
  • Maße Gehäuse: T 425 | B 175 | H 370 mm
  • Gewicht Gehäuse: 3,8 kg
  • Schächte 13,34 cm (5.25“) extern: 1x
  • Schächte 8,89 cm (3.5“) extern: 1x
  • Schächte intern: 4x 8,89 cm ( 3.5″ ) – o. 6x 6,35 cm ( 2.5″ ) – HDDs
  • Erweiterungsschächte: 4
  • Front I/O: 4× USB 2.0, High Definition Audio AC ‚ 97
  • Lüfter vorne (innen): 2× 120 mm (optional) oder 1x 140 mm (optional)
  • Lüfter hinten (innen): 1× 80 mm (optional) oder 1x 92 mm (optional)
  • Lüfter unten (innen): 1× 120 mm (optional)

Lieferumfang:

  • OVP
  • Schraubenset
  • Gehäuse

Verpackung

Das SC-08 wird in einer schlicht bedruckten OVP geliefert.

Dies reicht aus unserer Sicht vollkommen aus und schont zudem noch die Umwelt.

Ein Teil des Aufdrucks auf der OVP weißt jedoch schon auf weitere Gehäuse der Silent&Case Serie von RASURBO sowie Kombinationen mit Netzteilen hin.

Auf der OVP ist neben dem SC-08 noch das SC-09, SC-10, SC-11 abgedruckt. Ebenfalls werden ein 450, 550 und ein 650 Watt Netzteil erwähnt.
Wann und in welcher Form diese Produkte und Kombinationen auf den Markt kommen, ist uns zum jetzigen Zeitpunkt leider nicht bekannt.

Design und Verarbeitung:

Das RASURBO SC-08 ist komplett in schwarz gehalten. Es ist Außen sowie auch innen schwarz lackiert und weist keine scharfen Ecken oder Kanten auf.

Die Lackierung ist sauber verarbeitet. Alle Schrauben lassen sich problemlos in die dafür vorgesehenen Gewinde eindrehen, ohne das Lack vom Gehäuse ab platzt.
Die Front ist aus schwarzem Kunststoff gefertigt. In der Gehäusefront befindet sich ein 5,25″ sowie ein 3,5″ Laufwerksschacht. Ebenso sind HD-Audio-Anschlüsse und vier USB 2.0 Anschlüsse in die Front integriert und der Ein/Ausschalter sowie der Resetknopf untergebracht.

Bei unserem Testsample wurde leider der Powerschalter um 180° verdreht eingebaut.

Dieser lässt sich jedoch ganz schnell und mit wenigen Handgriffen richtig herum montieren.

Als erstes muss man die Gehäusefront vom Case abziehen (diese ist nur geklippt)

anschließend kann man die Kappe des Powerschalters aus der Front heraus klippsen und in der richtigen Richtung wieder einsetzten.

(Wir gehen davon aus, das es sich hierbei um einen Einzelfall handelt). Die Funktion wird hierdurch nicht beeinträchtigt.

Links und rechts neben der Powertaste befinden sich je eine wellenförmig gestaltete Plexiglasleiste, welche im eingeschalteten Zustand des Computers mittels LED´s blau beleuchtet werden.

Diese werden bei Aktivität auf den am Mainboard angeschlossenen HDD´s zudem noch rot beleuchtet.

Die Abdeckungen der beiden Laufwerksschächte können mittels Quickoutmechanismuses mit einem Handgriff aus der Gehäusefront entfernt werden. Hierzu muss die Front nicht abgebaut, oder das Gehäuse geöffnet werden.

An den Blenden befinden sich rechts und links kleine Hebel, mit welchen sie in der Gehäusefront befestigt sind.

Beide Blenden sind genauso wie der restlich, mit Wabengitter bestückte, Teil der Frontpartie auf der Rückseite mit einem Staubschutzfilter versehen.

Auch die Unterseite des Gehäuses wurde schwarz lackiert.

An der Unterseite befinden sich Lüftungslöcher, welche ebenfalls wie die Front im Wabendesign (Meshdesign) gefertigt wurden. Diese werden von einem Staubschutzfilter, welchen man herausziehen kann, verdeckt. Hierdurch wird auch an dem Gehäuseboden das Eindringen von Staub in das Case verhindert.

Das Gehäuse steht auf vier Füßen, welche zusätzlich noch mit einer Schaumstoffschicht beklebt wurden.

Diese sollen die Vibrationen abfangen.

Zudem befinden sich im vorderen Bereich noch zwei Rändelschrauben und vier Löcher, welche zum Lösen des Festplattenkäfiges bzw. Festplattenmontage gedacht sind. Auf diese werden wir im weiteren Verlauf noch genauer eingehen.

Funktionen und Features:

Lüftermontage und Belüftung:

In dem SC-08 können drei bzw. vier Lüfter verbaut werden.

An der Gehäusefront können entweder zwei 120mm oder ein 140mm Lüfter untergebracht werden.
Im Gehäuseboden kann ein weiterer 120mm Lüfter montiert werden. Hier muss man jedoch beachten, das einem durch die Montage eines 120mm Lüfters der unterste PCI Slot nicht mehr zur Verfügung steht.
In der Rückseite des Gehäuses kann entweder ein 80mm oder ein 92mm Lüfter verbaut werden.
In der Seitenwand sind Lüftungslöcher im Meshdesign eingelassen. Diese verfügen jedoch leider nicht über einen Staubschutzfilter.

Laufwerkskonfigurationen:

Das SC-08 verfügt über eine Vielzahl an Konfigurationsmöglichkeiten was die Festplattenmontage angeht.
Egal welche Konfigurationsart gewählt wird, es kann immer ein 5,25″ Laufwerk verbaut werden. Zudem steht bei jeder Konfiguration ein externer 3,5″ Laufwerksschacht zur Verfügung, welcher jedoch auch zur Festplatten Montage genutzt werden kann, da er mit einer Blende im Wabendesign versehen ist.

Zu den bereits genannten Befestigungspunkten für Laufwerke können weitere 2,5″ und 3,5″ Festplatten noch zwischen den beiden senkrecht verbauten Streben befestigt werden.
Hier werden die Festplatten jedoch nicht wie aus vielen Gehäusen bekannt waagerecht montiert. Die Laufwerke werden mit ihrer Unterseite in die Richtung der Metallstreben an diese verschraubt.

Je verbauter Strebe können entweder zwei 3,5″ oder drei 2,5″ Festplatten verbaut werden.
Die 3,5″ Festplatten werden mittels Gummipuffer vom Gehäuse entkoppelt.

Zudem ist es möglich eine weitere 3,5″ Festplatte auf den Gehäuseboden zu montieren. Hierzu müssen vier der Gummipuffer aus den Streben ausgebaut und in die schon angesprochen Löcher im Boden eingesetzt werden. Leider befinden sich keine entsprechenden Gummipuffer im Lieferumfang.

Die 2,5″ Festplatten sind leider nicht vom Gehäuse entkoppelt. Meistens werden zwar als Bootfestplatte für das Betriebssystem SSD´s verbaut, welche keine mechanischen Bauteile enthalten und daher nicht entkoppelt werden müssen, jedoch gerade bei Gaming PC´s welche man oft transportiert schaut man bei den aktuellen Festplattenpreisen auch einmal auf das Gewicht und greift mittlerweile oft zu einer leichteren 2,5″ Festplatte anstatt zu einer 3,5″ Festplatte. Auch im Officebreich lohnt es sich einen Blick auf die kleineren Festplatten zu werfen, da diese in der Regel auch stromsparender sind.

Verwendung langer Grafikkarten:

Um eine Grafikkarte aus dem Gamingbereich verbauen zu können kann man den hinteren der beiden Festplattenhalter ausbauen. Dieser ist unterhalb des Gehäuses mit den zwei schon angesprochenen Rändelschrauben befestigt. Zudem ist der Halter auch noch im Gehäuse mit solch einer Schraube fixiert.

Wenn dieser Halter ausgebaut ist, kann eine Grafikkarte mit bis zu 36cm Länge im Gehäuse verbaut werden.

In unserem Beispiel wurde eine XFX 7950 Black Edition verbaut.
Durch die Stromkabel bedingt ist es so jedoch leider nicht mehr möglich an dem verbleibenden Halter zwei 3,5″ Festplatte zu verbauen. Eine 3,5″ HDD kann jedoch im oberen Bereich des Halters noch befestigt werden.
Bedingt dadurch, das der PCIe X16 Slot auf den in diesem Test verwendetem Mainboard nicht ganz oben verbaut ist, sondern erst an 2. Stelle, ist es auch nicht möglich eine 3,5″ Festplatte am Gehäuseboden zu befestigen.
Jedoch sind die zwei Bohrungen im Boden des Gehäuses, an welchen normalerweise der 2. HDD Halter befestigt wird, genau in dem Abstand welchen 2,5″ HDD´s zur Befestigung nutzen. Somit kann in solch einem Konfigurationsfall wie in unserem, eine zusätzliche SSD am Boden montiert werden. Diese ist dann jedoch nur mit zwei Schrauben befestigt. Hier wäre es schön, wenn zwei weitere Bohrungen hinzugefügt werden könnten, um die 2,5″ Platte am Boden richtig befestigen zu können.

Bei der von uns verwendeten Konfiguration könnte unter der Grafikkarte noch ein Lüfter am Gehäuseboden verbaut werden. Dies ist bei der hier verwendeten Grafikkarte jedoch nicht dringend erforderlich, da der Grafikkartenlüfter direkt über den Löchern im Boden ist.

Montage:

Alle benötigten Schrauben für Die Montage der Festplatten, 5,25″ Laufwerk, Mainboard, Netzteil und PCI Karten, sind im Lieferumfang enthalten.
Für die Mainboard Montage sind schon vier Messingabstandshalter im Gehäuse vormontiert. Diese sind für miniITX Mainboards passend angeordnet. Bei verwendung eines microATX Mainboardes müssen einfach noch die fehlenden Abstandshalter nachträglich montiert werden.
Die Laufwerke können leider nicht Werkzeugfrei montiert werden. Hier müssen alle Laufwerke mit den im Lieferumfang befindlichen Schrauben befestigt werden.

Netzteilmontage:

In unserem Fall wurde ein 850 Watt Chieftec Netzteil im Gehäuse verbaut. das Netzteil wird an der Gehäuseoberseite angebracht. Hier ist genügend Platz, um ein noch leistungsstärkeres und somit längeres Netzteil zu verbauen.

Slotblenden:

Das Gehäuse verfügt über vier Slotbleche. wodurch bis zu vier PCI / PCIe Steckkarten verbaut werden können. Im Auslieferungszustand sind in dem Gehäuse vier Slotblenden verbaut, welche über Lüftungsschlitze verfügen und wie das Gehäuse selbst auch in schwarz lackiert sind.

Die Slotblenden sind mit Rändelschrauben befestigt, wodurch ein schnelles Um/Aufrüsten gewährleistet wird.

Fazit:
RASURBO hat mit dem SC-08 ein für den Officebereich fast perfektes Gehäuse auf den Markt gebracht. Die beiden einzige Mankos, welches das Gehäuse für den Officebereich hat, sind die fehlenden Entkopplungsmöglichkeiten bei der Verwendung von 2,5″ Festplatten und der fehlende Staubfilter am Gehäusedeckel. Dies sind jedoch nur minimale Minuspunkte, welche bei der Verarbeitungsqualität und dem mitgelieferten Zubehör kaum ins Gewischt fallen.
RASURBO bewirbt dieses Gehäuse auch für Gamer, welche natürlich höhere Ansprüche als Officeanwender haben. Gamer würden sich sicherlich über USB 3.0 Anschlüsse in der Front sowie Auslassöffnungen für Wasserschläuche freuen.
Jedoch ist es leider nicht möglich vier PCI Geräte zu verwenden, wenn im Boden ein Lüfter verbaut wird. Gerade Gaming Computer werden wärmer als PC´s, die in einem Büro verwendet werden. Hier fehlen leider ein paar cm in der Höhe des Gehäuses um es für Gamer Perfekt zu machen.
Das Gehäuse eignet sich durch seine Größe, qualitativ hochwertige und robuste Bauweise, sowie den Funktionsumfang nicht nur für Officeanwender. Es ist mit nicht ganz 4Kg und der Möglichkeit lange Grafikkarten, durch das Entfernen eines Bleches welches von drei Rändelschrauben gehalten wird, auf jeden Fall Lanpartytauglich.
Wer also mit dem Gedanken spielt, sich einen Lanparty PC auf microATX Basis zusammen zu bauen, ist mit diesem Gehäuse sehr gut beraten.

Aus der Sicht eines Officeanwenders würde dieses Gehäuse von uns die Goldmedaille erhalten. Da sich die meisten Leser unserer Testberichte jedoch im Gamingbereich ansiedeln, werden wir das Gehäuse auch aus diesen Gesichtspunkten bewerten.

Pro

  • Sehr gute Verarbeitungsqualität
  • Bis zu 36cm lange Grafikkarten
  • Verschiedene HDD Montagemöglichkeiten
  • Werkzeugfreie Montage der PCI Karten

Contra

  • Bei 4 PCI Geräten kein Lüfter im Boden möglich
  • Bei langen Grafikkarten nur eine 3,5″ HDD am Festplattenhalter möglich
  • Keine Auslässe für Wasserkühlung
  • Keine Werkzeuglose Montage der Laufwerke

 

Wir danken rasurbo.com sehr für die Bereitstellung des Testmusters.

Das SC-08 ist z.B. bei  für 34,60€* erhältlich.