RAIJINTEK – SCYLLA ELITE CA360 ARGB Wasserkühlungs-Set im Test

Mit dem SCYLLA ELITE CA360 haben wir heute ein Wasserkühlungsset von RAIJINTEK im Test, welches nicht mit einem schicken Design überzeugen will, sondern auch ein sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis in Kombination mit einer einfachen Erweiterbarkeit bieten soll.

Welche Leistung in dem SCYLLA ELITE CA360 stecken und wie sich das Wasserkühlungsset mit einem 360 mm großen Radiator von RAIJINTEK in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

 

Technische Details:

Radiator:  
Typ: Calore Elite CA360
Maße: 393 x 120 x 27 mm (L x B x H)
Gewicht: 796 g
Material: Kupfer
Farbe: Schwarz
Finnendichte (FPI): 17
Pumpe/Ausgleichsbehälter:  
Typ: ANTILA DDC EVO RBW
Maße (insgesamt): 80 x 292 x 95 mm (B x H x T)
Maße (Ausgleichsbehälter): 60 x 220 mm (Ø x H)
Gewicht: 1.180 g
Material: POM, Glas, Aluminium, Stahl
Farbe: Schwarz (Pumpe), Transparent (Ausgleichsbehälter)
Förderhöhe: 6,5 m
Durchsatz: 750 L/h
Druck: max. 50 PSI
Lautstärke: max. 45 dB(A)
Umdrehungen: 1.800 bis 4.800 U/min
Anschluss: SATA (Strom)
2510-3P (3-Pin Lüfter)
Spannung: 12 V
Stromstärke: 1,8 A
Beleuchtung: ARGB
Lebensdauer: 50.000 h
Kühler:  
Typ: FORKIS ELITE
Maße: 82 x 16 x 82 mm (B x H x T)
Gewicht: 720 g
Farbe: Schwarz
Material: vernickeltes Kupfer (Kühlerboden)
Aluminium (Cover)
POM (Deckel)
Kompatibilität: Intel-Sockel: LGA 775, 115x, 1200, 1366, 201x, 2066
AMD-Sockel: AM2(+), AM3(+), AM4
RGB/Lüfter-Controller:  
Typ: ARGB, 3-Pin RGB (5VDG, 5V)
Anschlüsse: 5x ARGB, 5x 4-Pin PWM
Lüfter:  
Typ: EOS 12 RBW ADD
Maße: 120 x 25 x 120 mm (B x H x T)
Gewicht: ca. 260 g
Farbe: Schwarz, Weiß
Lagertyp: Gleitlager
Drehzahl: 800 bis 1.800 U/Min
Fördervolumen: max. 127,4 m³/h
Statischer Druck: max. 2,3 mmH2O
Lautstärke: max. 28 dB(A)
Spannung: 12 V
Startspannung: 7 V
Anschluss: 4-Pin PWM
5V ADD Header
Lebenserwartung: 40.000 h

 

Lieferumfang:

  • FORKIS ELITE CPU-Kühler
  • ANTILA DDC EVO RBW Pumpe/Reservoir
  • Calore Elite CA360 Triple Radiator (360 mm)
  • 3 x EOS 12 RBW ADD 120-mm-Lüfter
  • 4 x RAITUBO-T3 Schlauch, 16/10 mm (OD/ID), 2 m – transparent
  • 6 x G1/4 Zoll auf 16/10 mm Außen-/Innendurchmesser (OD/ID) Anschlüsse – schwarz
  • 2 x RAIAQUA-T1 Kühlflüssigkeit, je 500 ml
  • 5-Port ARGB-Controller inkl. Fernbedienung
  • Wärmeleitpaste
  • Montagematerial für Radiator, Lüfter, AMD- und Intel-Sockel
  • Spritzflasche

 

Design und Verarbeitung:

Das SCYLLA ELITE CA360 Wasserkühlungsset wird von RAIJINTEK in einer neutralen Verpackung geliefert, welche auf der Vorder- als auch der Rückseite mit einem Aufkleber versehen wurde, welcher einem einen Überblick über den Lieferumfang gibt.
Ein seitlich angebrachter Aufkleber gibt Aufschluss über die enthaltene Radiatorgröße.

Innerhalb dieser Verpackung sind alle im Set enthaltenen Komponenten in ihrer eigenen OVP verpackt. Dies hat den Hintergrund, dass RAIJINTEK die enthaltenen Komponenten auch einzeln anbietet und das Set so bei Bedarf ganz einfach aus dem Lagerbestand zusammenstellen kann.

Radiator:

Den Anfang bei den im Set enthaltenen Komponenten macht der mitgelieferte Calore Elite CA360 Radiator, zu dessen Lieferumfang neben den zur Montage benötigten Schrauben auch drei flache Gummi Shrouds gehören.

Entnimmt man den Calore Elite CA360 Radiator aus seiner Verpackung, so hat man einen schlanken 360-mm-Radiator mit einer Bauhöhe von gerade einmal 27 mm vor sich liegen. Der fast vollständig aus Kupfer gefertigte Radiator wurde, wie es bei den meisten Radiatoren der Fall ist, mit einer schwarzen Lackierung versehen.

Betrachtet man die verbaute Endkammer einmal etwas genauer, so wird man feststellen, dass RAIJINTEK auch diese recht schlank gehalten hat. Durch diesen flachen Aufbau wird der Radiator nicht unnötig in die Länge gezogen, wodurch die Kompatibilität des Radiators gesteigert wird.

Auf der gegenüberliegenden Seite hat RAIJINTEK dem 360-mm-Radiator zwei getrennte Vorkammern spendiert. Jede Vorkammer verfügt über ein eingelassenes G1/4″ Messinggewinde.

Im Radiator wurden 12 Kanalreihen verbaut, welche sich auf die beiden Flussrichtungen aufteilen. Die zwischen den Kanälen verbauten Kühlfinnen wurden sehr sauber verarbeitet. Beschädigte Finnen sucht man bei dem Calore Elite CA360 Triple Radiator vergeblich.

Die Kühlfinnen sowie auch die Kanäle wurden wie der Rest des Radiators schwarz lackiert. Um die Kühlleistung jedoch nicht zu beeinträchtigen, wurde hier nur einer sehr dünnen Lackierung aufgebracht, welche zudem nur von einer Seite aus auf die obersten Finnen aufgetragen wurde. Hierdurch erkennt man je nach Blickrichtung schwarz lackierte Kühlfinnen oder die kupferfarbenen Kühlfinnen schimmern einen stellenweise etwas an.

Vermisst haben wir am Calore Elite CA360 Radiator lediglich einen Lamellenschutz unterhalb der Montagebohrungen.

Die unterhalb der Montagegewinde angebrachten Kühlfinnen wurden jedoch werksseitig schon so gebogen, dass eventuell zu tief eingedrehte Schrauben nur ganz leicht an diesen vorbeischrammen.

Kühler:

Die nächste Komponente im SCYLLA ELITE CA360 ARGB Wasserkühlungsset ist der FORKIS ELITE Wasserkühler.

Der FORKIS ELITE CPU Wasserkühler kommt in einem dunkel gehaltenen Design daher, bei welchem einem als Erstes die Kühleroberseite ins Auge fällt.

RAIJINTEK hat den Kühler auf seiner Oberseite mit einer schwarz eloxierten und gebürsteten Aluminiumplatte ausgestattet, welche mittig mit einem POM-Element bestückt wurde. Das hochfeste POM-Element dient hierbei als Anschlusselement und wurde hierzu mit zwei recht weit auseinanderliegenden G1/4-Zoll-Gewinden ausgestattet. Aufgrund des gewählten Aufbaus ist der Kühler auch sehr breiten Anschlüssen kompatibel, was wiederum den problemlosen Einsatz von dicken Schläuchen oder Hardtubes ermöglicht.

Da es sich bei dem FORKIS ELITE um einen Düsenkühler handelt, welcher durch seinen Inneren Aufbau eine bestimmte Flussrichtung benötigt, hat RAIJINTEK die dunkle Aluminiumoberseite mit kleinen Pfeilen bedruckt, welche die Flussrichtung angeben.
Die Aluminiumoberseite wurde mittels vier Schrauben am unteren Teil des Kühlers befestigt, welcher aus hochwertigem Kupfer gefertigt wurde.

Durch diesen massiven Aufbau bringt der Kühler ein Gewicht von 720 g auf die Waage und bietet einem somit viel Masse, welche für eine sehr gute Wärmeabführung sorgen soll.

Um eine bestmögliche Wärmeübertragung zu erzielen und den Einsatz von Flüssigmetallwärmeleitpaste zu ermöglichen, wurde die Bodenplatte nicht nur sehr sauber verarbeitet, sondern zudem auch mit einer schützenden Nickelschicht versehen.

Pumpe/Ausgleichsbehälter:

Das optische Highlight des SCYLLA ELITE CA360 ARGB Wasserkühlungssets ist ganz klar die ANTILA DDC EVO RBW. Hierbei handelt es sich um eine vormontierte Pumpen/AGB-Kombo, welche auf den ersten Blick in einem recht schlichten Design gehalten ist.

RAIJINTEK setzt hierbei auf einen 220 mm hohen Röhren-AGB aus echtem Glas, welcher einen Durchmesser von 60 mm hat. Wo der aus Glas gefertigte Ausgleichsbehälter resistent gegen Reinigungsmittel ist, welche einen aus Acryl gefertigten AGB angreifen würde, fällt der aus Glas gefertigte AGB auch vom Material her robuster aus, wodurch auch bei einer Reinigung in der Spülmaschine keine Schäden entstehen. Um die Optik des runden AGBs an das quadratische Pumpengehäuse anzupassen, hat RAIJINTEK den Ausgleichsbehälter mit einem robusten und schwarz eloxierten Aluminiumrahmen umgeben.

Abgerundet wird der Aufbau des Ausgleichsbehälters durch ein auf der Oberseite verbautes POM-Element, welches mit einer gebürsteten Oberfläche versehen wurde. Zum Anschluss in den Kreislauf hat RAIJINTEK den Ausgleichsbehälter an dieser Stelle mit zwei G1/4-Zoll-Anschlüssen ausgestattet.

Um der Pumpen/AGB-Kombo einen besonders schicken und auffälligen Look zu verpassen, hat RAIJINTEK den aufgesetzten Aluminiumrahmen auf der Innenseite mit einem ARGB-Strip ausgestattet.

Unterhalb des Ausgleichsbehälters wurde seitens RAIJINTEK schon eine DDC Pumpe vorinstalliert, welche die Kühlflüssigkeit direkt durch ein kleines, in den AGB integriertes Steigröhrchen ansaugt.

Wie wir es schon vom mitgelieferten CPU-Wasserkühler kennen, wurde auch die eingesetzte Pumpe mit einem Ein- und Auslass ausgestattet. Die eingesetzte Pumpe wird über einen SATA-Stromanschluss mit Strom versorgt und lässt sich über einen zusätzlichen PWM-Anschluss zwischen 1.800 und 4.800 RPM regeln.

Hierbei erreicht die Pumpe einen maximalen Durchsatz von 750 L/h und eine maximale Förderhöhe von 6,5 m.

Die Pumpen/AGB-Kombo kann dank des guten Lieferumfangs nicht nur stehend montiert werden, sondern auch eine liegende Montage oder eine Montage am mitgelieferten Radiator ist problemlos möglich.

Lüfter:

Bei den drei im Lieferumfang enthaltenen EOS 12 RBW ADD 120-mm-Lüfter handelt es sich um RAIJINTEK´s ZY1202512HL Lüfter, welche wir auch schon von der EOS 360 RBW AiO-Wasserkühlung kennen.

Die Lüfter verfügen über einen schwarzen, leicht abgerundeten Lüfterrahmen, welcher zur Montage mit ausliegenden und entkoppelten Montagepunkten ausgestattet wurde.

Der aus weißem, leicht transparenten Kunststoff gefertigte Impeller verfügt über neun Lüfterblätter sowie eine integrierte ARGB-Beleuchtung. Die Lüfterblätter wurden zur Minimierung von Luftverwirbelungen an der hinteren Kante mit drei kleinen Kerben versehen.

Befestigt ist der Impeller an vier Stegen, welche geradlinig zum Lüfterrahmen geführt werden.

Als Anschlusskabel kommt neben einem vierpoligen PWM-Flachbandkabel auch ein weiteres Flachbandkabel zum Einsatz, mittels welchem die integrierten ARGB-LEDs angesteuert werden.

Um nicht nur die Lüfter, sondern auch die Beleuchtung der Lüfter sowie des AGBs einfach anschließen zu können, befindet sich im Lieferumfang des SCYLLA ELITE CA360 ARGB Wasserkühlungssets auch noch ein RGB/Lüfter-Controller.

Wo die Stromversorgung des Controllers über einen SATA-Anschluss erfolgt, kann man den Controller mittels des mitgelieferten Adapterkabels auch an einen PWM-Anschluss und 5-Volt RGB-Anschluss des Mainboards anschließen.

Der RGB/Lüfter-Controller bietet einem fünf PRM-Lüfteranschlüsse sowie fünf ARGB-Anschlüsse

Die angeschlossenen Lüfter und ARGB-LEDs lassen sich wahlweise über die mitgelieferte Fernbedienung oder über ein kompatibles Mainboard steuern, wodurch auch eine Synchronisation mit weiteren ARGB-Komponenten möglich wird.

Schlauch und Anschlüsse:

Um die einzelnen Komponenten miteinander verbinden zu können, befindet sich im SCYLLA ELITE CA360 ARGB Wasserkühlungsset ein 2 m langer RAITUBO-T3 Schlauch. Der mitgelieferte Schlauch ist aus transparentem PVC-Material gefertigt und hat einen Innendurchmesser von 10 mm. Dank des großen Außendurchmessers von 16 mm sind auch enge Biegungen möglich, ohne dass der Schlauch abknickt oder der Innendurchmesser und somit der Durchfluss verringert wird.

Bei den im Set enthaltenen Anschlüssen handelt es sich um sechs schwarze und gerade ausgeführte G1/4 Zoll auf 16/10 mm Außen-/Innendurchmesser Anschlüsse.

Kühlflüssigkeit:

Zum Befüllen der Wasserkühlung liegen zwei 500 ml Flaschen RAIAQUA-T1 Anti-Freeze Kühlflüssigkeit bei.

Diese Kühlflüssigkeit besteht aus 95 % Wasser und 5 % Propylenglykol und kann bis zu einer Temperatur von -5 °C eingesetzt werden, wodurch sie auch zum Einsatz in Kombination mit einem Chiller geeignet ist.

Die im SCYLLA ELITE CA360 ARGB Wasserkühlungsset enthaltenen Komponenten wurden seitens RAIJINTEK durchweg sehr gut verarbeitet. Einzig der Lamellenschutz im Bereich der Montagegewinde am Radiator haben wir vermisst.

 

Montage:

Im Vergleich zu einer AiO-Wasserkühlung muss man bei der Montage des SCYLLA ELITE CA360 ARGB Wasserkühlungssets nicht nur etwas mehr Zeit mitbringen, sondern auch etwas mehr Fingerspitzengefühl.

Im ersten Schritt muss man mit der Montage des CPU-Wasserkühlers, des Radiators sowie der Pumpen/AGB-Kombo beginnen.

Zur Montage des Wasserkühlers hat RAIJINTEK dem Lieferumfang eine Backplate beigelegt, welche für den Einsatz auf LGA 775, 115x und 1200 Sockeln ausgelegt ist. Soll der Wasserkühler auf einem AMD-Sockel oder einem größeren Intel-Sockel montiert werden, so wird die werksseitig montierte Backplate in Kombination mit speziellen Abstandshaltern aus dem Lieferumfang des Wasserkühlungssets weiterverwendet.

Zur Montage auf einem kleineren Intel-Sockel muss man die mitgelieferte Backplate an den Lochabstand des gewünschten Sockels anpassen und von der Rückseite aus an das Mainboard halten. Im Anschluss wird die Backplate von der Vorderseite aus mit Abstandshaltern bestückt.

Sobald dieser Arbeitsschritt vollzogen ist, kann man den Wasserkühler auf die mit Wärmeleitpaste bestrichene CPU aufsetzen und mit den Abstandhaltern verschrauben. Dank der hierzu eingesetzten Kombination aus Schrauben und Federn wird automatisch der richtige Anpressdruck erzielt.

Bevor man den Radiator in seinem Gehäuse montiert, sollte man die drei im Lieferumfang enthaltenen Lüfter am Radiator montieren.
Soll der Radiator an der Gehäusefront montiert werden, so sollte man die Lüfter so vor dem Radiator verbauen, dass sie frische Luft ansaugen und durch den Radiator in das Gehäuseinnere blasen.
Soll der Radiator am Gehäusedeckel verbaut werden, so sollte man die Lüfter auf der Innenseite verbauen, sodass sie warme Abluft durch den Radiator nach außen transportieren.
Die Pumpen/AGB-Kombo kann je nach Wunsch und Platzangebot direkt am Radiator oder an dafür vorhergesehenen Montagepunkten innerhalb des eingesetzten Gehäuses montiert werden. Die Montage kann hierbei stehend oder liegend erfolgen.

Sobald diese Arbeiten abgeschlossen sind, muss man sich um das Verlegen und anschließen der Schläuche kümmern.
Hierzu müssen im ersten Schritt die im Set enthaltenen Fittinge auf die G1/4-Zoll-Anschlüsse des CPU-Wasserkühlers, Radiators sowie der Pumpen/AGB-Kombo geschraubt werden.
Um ein versehentliches Lösen der Fittinge beim abdrehen der Überwurfmuttern zu vermeiden, sollte man diese vor der eigentlichen Montage der Fittinge abschrauben. Die Fittinge müssen zwar fest in die G1/4-Zoll-Gewinde eingedreht werden, jedoch sollte man diese nicht mittels Werkzeugen wie einer Zange festziehen, sondern nur Handfest eindrehen.

Abschließen muss man die Komponenten noch mittels des mitgelieferten Schlauchs miteinander verbinden.
Um die richtige Schlauchlänge zu ermitteln, empfiehlt es sich das eine Ende des Schlauches auf den gewünschten Anschluss zu stecken und den Schlauch anschließend zum zweiten gewünschten Anschluss zu führen. Hat man über diesen Weg die benötigte Länge ermittelt, kann man den Schlauch mittels einer Schere oder eines scharfen Messers an der gewünschten Stelle durchtrennen.
Hat man die Überwurfmuttern beider Anschlüsse auf den zurechtgeschnittenen Schlauch aufgeschoben, so kann man den Schlauch auf den zweiten Anschluss stecken und den Schlauch an beiden Anschlüssen mittels der Überwurfmuttern fixieren.

Sobald man alle Schlauchverbindungen hergestellt und den korrekten Sitz noch einmal überprüft hat, kann man mit dem Befüllen der Wasserkühlung beginnen. Dank der vier Anschlüsse, welche RAIJINTEK in den AGB integriert hat, ist das Befüllen bei einer liegenden sowie auch stehenden Montage in Kombination mit der im Lieferumfang enthaltenen Spritzflasche problemlos möglich.

Da sich nur ein Teil der Schläuche von selbst mit Wasser füllt, muss man das System vor dem produktiven Einsatz entlüften. Dies ist über einen optional erhältlichen Brückenstecker*, welcher auf den 24-PIN-ATX-Anschluss gestecket wird, auch ohne die Inbetriebnahme des gesamten Systems möglich. Ist man nicht in Besitz eines solchen Brückensteckers, muss das Entlüftern entweder bei einem eingeschalteten System erfolgen, oder man muss den 24-PIN-ATX-Anschluss selbst überbrücken. Dies sollte jedoch nur von erfahrenen Nutzern gemacht werden, welche genau wissen, was sie da gerade tun.
Sobald man mit der Entlüftung des Systems beginnt, sollte man immer etwas Kühlflüssigkeit in der Spritzflasche parat haben, denn der Wasserstand im AGB wird sich durch die Größe des Kreislaufes schnell senken.
Wo die verbaute Pumpe während der Entlüftungsphase durch die im Kreislauf enthaltenen Luftblasen noch deutlich zu hören ist, reduziert sich die Lautstärke schlagartig, sobald die letzten Luftblasen aus dem System entwischen sind. Hierbei muss man jedoch beachten, dass sich immer einmal eine Luftblase an einer höher gelegenen Stelle festsetzen kann, welche sich erst nach einer gewissen Zeit löst und bis in den AGB geführt wird. Aus diesem Grund sollte man den Wasserstand anfangs immer mal wieder kontrollieren.

Aufgrund des großen Durchmessers der im Set enthaltenen Schläuche sind diese nicht ganz so flexibel wie die Schläuche vieler AiO-Wasserkühlungen. Dafür knicken die Schläuche jedoch auch bei etwas engeren Radien nicht so schnell ab.

Auch wenn die Montage des SCYLLA ELITE CA360 ARGB Wasserkühlungssets etwas umständlicher ist als die Montage einer AiO-Wakü bringt das Set einen großen Vorteil mit. Dieser liegt in der Erweiterbarkeit der Wasserkühlung, denn durch den modularen Aufbau kann man das Set einfach um zusätzliche Radiatoren oder Kühler erweitern.

Dank der leistungsstarken Pumpe sowie des großen AGBs wird man im Hinblick auf die Erweiterbarkeit zudem nicht so schnell ausgebremst.

Die Beleuchtungssteuerung erfolgt wahlweise über ein Mainboard mit einem 3-PIN-ADD-Header oder den im Lieferumfang enthaltenen RGB-Controller. Dank der ebenfalls mitgelieferten Fernbedienung kann die Beleuchtungssteuerung auch in Kombination mit dem genutzten RGB-Controller ohne einen Griff in das Gehäuse erfolgen.
Welche Beleuchtungsfarben und Effekten der mitgelieferte RGB-Controller bereitstellt, seht ihr in diesem Video.

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Testsystem:

Um eine typische Wärmeentwicklung abbilden zu können, welche in etwa der Wärmeentwicklung der meisten Nutzer während des Spielens entspricht, setzen wir in unserem Test auf ein aktuelles Mittelklasse-Gaming-System, welches aus folgenden Komponenten besteht:

 

Testablauf:

Die Testergebnisse sind bei einer Raumtemperatur von ca. 21 °C (zu Beginn der Testphase gemessen) entstanden. Protokolliert wurde der maximale Mittelwert aller CPU Cores während eines 30 minütigen Prime95 Stresstests. Die eingesetzte CPU wird mit einem auf 4,5 GHz fixierten Takt betrieben.

Kommen bei einem getesteten Kühler Lüfter zum Einsatz, bei denen es sich um PWM-Lüfter handelt, welche ihre Geschwindigkeit selbst anpassen, so wird die PWM-Steuerung während des Tests deaktiviert.

Wir nutzen bei unseren Tests immer die ARCTIC – MX-5* Wärmeleitpaste, um auch hier etwaige Schwankungen ausschließen zu können.

Die erreichten Temperaturen sind abhängig von dem genutzten System und können auch auf ähnlichen Systemen abweichen. Jedoch lassen sich die Kühler untereinander gut vergleichen, da bei unseren Tests alle Kühler die gleiche Testgrundlage haben.

Als Referenz dienen alle Kühler, welche wir bis jetzt auf diesem System getestet haben. CPU-Wasserkühler werden in Kombination mit einem Alphacool NexXoS ST30 Full Copper 360mm Radiator getestet.

Mit einem Blick auf das Testergebnis wird man schnell erkennen, dass das SCYLLA ELITE CA360 ARGB Wasserkühlungsset in unserem Test eine sehr gute Kühlleistung erzielen konnte, welche sogar etwas höher ist als die Kühlleistung einer 420-mm-AiO-Wasserkühlung. Die sehr gute Kühlleistung erzielt das SCYLLA ELITE CA360 ARGB Wasserkühlungsset nicht nur durch die drei starken Lüfter, welche auf einem Kupferradiator montiert sind, sondern auch durch eine sehr leistungsstarke Pumpe sowie der großeren Menge an Kühlflüssigkeit innerhalb des Wasserkreislaufs. Verlangt man dem Wasserkühlungsset jedoch die maximale Leistung ab, so ist nicht nur die Geräuschkulisse der verbauten Lüfter, sondern auch die der Pumpe aus dem Gehäuse wahrzunehmen. Aufgrund der hohen Kühlleistung, welche einem das Set bietet, wird man in diesen Regelbereich jedoch nur kommen, wenn man seine CPU stark übertaktet.

 

Fazit:

Mit der SCYLLA ELITE CA360 ARGB hat RAIJINTEK ein Wasserkühlungsset in seinem Sortiment, welches in unserem Test nicht nur von der optischen Seite her überzeugen konnte, sondern auch durch die gebotene Kühlleistung. Mit einem Blick auf die Optik kann das SCYLLA ELITE CA360 ARGB Wasserkühlungsset vor allem durch die integrierte ARGB-Beleuchtung überzeugen, welche sich wahlweise über den mitgelieferten Controller oder ein kompatibles Mainboard steuern lässt. Neben der integrierten Beleuchtung tragen aber auch die restlichen Komponenten, welche alle sauber und optisch ansprechend verarbeitet wurden, zum schicken Gesamtbild bei. Was die gebotene Leistung angeht, hat RAIJINTEK fast aus den vollen geschöpft, wodurch das Set nicht nur über einen sehr guten CPU-Wasserkühler sowie einen aus Kupfer gefertigten Radiator verfügt, sondern man hat das Set auch mit leistungsstarken Lüftern sowie einer ebenfalls sehr starken Pumpe ausgestattet. Zwar ist gerade die Pumpe unter Volllast etwas lauter als die weitaus schwächeren Pumpen einer kompakten AiO-Wakü, jedoch wird man die volle Leistung nur in den wenigsten Fällen abrufen müssen. Dies gilt auch für den Fall, dass man das SCYLLA ELITE CA360 ARGB Wasserkühlungsset mit zusätzlichen Komponenten wie einem Grafikkartenkühler ausstattet. Ruft man jedoch einmal die volle Kühlleistung ab, so kommt das Wasserkühlungsset auch problemlos mit einer übertakteten CPU zurecht. Preislich liegt das sehr sauber und gut ausgestattete SCYLLA ELITE CA360 ARGB Wasserkühlungsset aktuell bei knapp 270 €*. Neben der von uns in diesem Test herangezogenen Version mit einem 360-mm-großen Radiator gibt es das Wasserkühlungsset auch noch mit einem kleineren 240-mm-Radiator.

Wir danken RAIJINTEK für die Bereitstellung des Testmusters.