PNY – GTX 1080 XLR8 OC

Mit der GTX 1080 XLR8 OC haben wir heute eine werksseitig übertaktete GTX 1080 von PNY im Test, welche nicht nur durch die gebotene Leistung, sondern auch durch einen leisen Betrieb und einer schicken Optik punkten möchte.

Welche Details in der GTX 1080 XLR8 OC von PNY stecken und welche Leistung die übertaktete GTX 1080 von PNY auf unserem Prüfstand liefern konnte, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Maße: 300 x 110 mm
  • Bauhöhe: 2-Slot
  • GPU: NVIDIA GeForce GTX 1080
    Chip: GP104
    Fertigung: 16 nm
    GPU-Takt: 1.708 MHz
    Boost Clock: 1.848 MHz
    Shader-Einheiten (CUDA-Cores): 2560
  • Speicher-Größe: 8.192 MB
    Speicher-Takt: 5.000 (10.000) MHz
    Typ: GDDR5
    Speicheranbindung: 256 Bit
    Speicherbandbreite: 320 GB/s
  • Steckplatz: PCIe x16 (PCIe/PCIe 2.x/PCIe 3.0)
  • Anschlüsse:
    3x DisplayPort 1.4
    1x HDMI 2.0b
    1x DVI-D (Dual-Link)
  • Stromversorgung: 1x 8-Pin-PCIe

Lieferumfang:

  • GTX 1080 XLR8 OC
  • 6-PIN auf 8-PIN Adapter
  • Treiber CD
  • XLR8 Tattoo
  • Anleitung

Design und Verarbeitung:

Die GTX 1080 XLR8 OC wird von PNY in einer Verpackung geliefert, welche in einem Design gehalten ist, das wir schon von anderen Modellen aus der XLR8 Produktreihe von PNY kennen. Auf der Verpackungsvorderseite prangt passend hierzu auch das XLR8 Logo. Ein Aufkleber, welcher im unteren rechten Eck der Verpackung aufgebracht wurde, hält die wichtigsten Informationen über die enthaltene Grafikkarte bereit und dient zugleich als Siegel.

Auf der Verpackungsrückseite sind ein paar weitere Informationen über die enthaltene Grafikkarte abgedruckt, welche jedoch recht spärlich gehalten sind.

Innerhalb der Verpackung ist die Grafikkarte in einer ESD-Folie verpackt und liegt zusätzlich in einem schützenden Schaumstoffpolster. Neben der Grafikkarte befindet sich neben einer Treiber-CD, einem 2 x 6-PIN auf 1 x 8-PIN-Adapter, ein kleines XLR8 Tattoo sowie eine Montageanleitung im Lieferumfang.

Entnimmt man die GTX 1080 XLR8 OC aus ihrer Verpackung, so wird einem schnell klar, dass PNY bei den werksseitig übertakteten Modellen der 10er-Serie von NVIDIA nicht mehr auf eine schwarz/goldene Farbgebung setzt, welche man noch von den Modellen der 9er-Serie kennt, sondern auf ein schwarz/rotes Design.

Als Kühler kommt auf der GTX 1080 XLR8 OC ein mächtiger Heatpipe-Kühler zum einsatz, welcher auf vier 6-mm-Heatpipes und einem zweigeteilten Finnenblock setzt. Die Heatpipes sind zum Schutz und auch der Optik zur liebe mit einer silbernen Nickelschicht versehen worden.

Der hintere der beiden Finnenblöcke ragt etwas über das hintere Ende des PCBs hinaus, wodurch die Grafikkarte im Vergleich zu Karten im Referenzdesign etwas in die Länge gezogen wird.

Der verbaute Kühler ist mit einer schwarzen Aluminiumabdeckung versehen, welche mit roten Designelementen abgesetzt wurde. Zur aktiven Kühlung wurden an dieser Aluminiumblende drei 80-mm-Lüfter verbaut.

Die hier verbauten Lüfter werden jeweils von vier roten LEDs beleuchtet.

Eine Frontplate kommt bei der GTX 1080 XLR8 OC nicht zum Einsatz, denn der Heatpipe-Kühler wurde mit Aluminiumplatten versehen, welche zur Kühlung der Speicherbausteine dienen.
Auf der Grafikkartenrückseite wurde eine Backplate aus schwarz eloxiertem Aluminium verbaut, welche im Bereich der GPU mit kleinen Bohrungen versehen ist, durch welche die Wärmeabfuhr gesteigert werden soll.

Die seitens PNY verbaute GP104-GPU der GeForce GTX 1080 XLR8 OC besteht aus vier Graphics Processing Clusters (GPCs) und 20 Streaming Multiprocessors (SMs). Diese verfügen jeweils über zwei Streaming Multiprocessors (SM) Blöcke mit jeweils 64 Shadereinheiten, wodurch die GPU insgesamt über 2.560 Shadereinheiten verfügt. Neben den 128 Shadereinheiten befinden sich in jedem SMs auch noch acht Textureinheiten, sodass man auf insgesamt 160 Textureinheiten kommt. Das Speicherinterface ist 256 Bit breit.

PNY hat den Basis-Takt seiner GeForce GTX 1080 XLR8 OC von 1.607 MHz auf 1.708 MHz angehoben. Einen noch größeren Vorteil bringt einem jedoch die Anhebung des Boost-Takts, welcher von 1.733 MHz auf 1.848 MHz angehoben wurde und bei jeder Belastung auch durchgehend abrufbar sein soll. Die GeForce GTX 1080 XLR8 OC wurde seitens PNY gegenüber dem Referenzdesign somit um 6,6% übertaktet.

Auf der GeForce GTX 1080 XLR8 OC wurden acht 1GB große GDDR5X-Speicher verbaut, welche auf drei Seiten der GPU angesiedelt sind.
Im Detail handelt es sich um Micron Speicher mit der Modellbezeichnung 6SA77 D9TXS.
Betrachtet man das PCB einmal genauer, so wird man schnell feststellen, dass PNY im Vergleich zur GTX 1080 Founders Edition keine Änderungen am PCB selbst bzw. dessen Bestückung vorgenommen hat.

Zur Spannungsversorgung setzt PNY somit im hinteren Bereich des PCBs sechs Phasen ein. Fünf Phasen kümmern sich hierbei um die Versorgung der GPU. Durch die sechste Phase wird der Speicher und das PCI-Express-Interface versorgt. Hinter den sechs Phasen sind die VRMs zu finden, welche nicht mit einem Kühlkörper ausgestattet sind und somit lediglich passiv gekühlt werden.

Die Stromversorgung der GeForce GTX 1080 XLR8 OC wird neben den über den PCIe-Anschluss bereitgestellten 75 Watt mittels einem 8-PIN-Anschluss sichergestellt.

Hierdurch stehen der Grafikkarte bis zu 225 Watt zur Verfügung.

Über entsprechende Anschlüsse auf dem PCB ist natürlich auch ein SLI-Verbund von zwei GeForce GTX 1080 XLR8 OC möglich.

Im Bereich der Anschlüsse finden wir drei DisplayPort 1.4 und jeweils einmal HDMI 2.0b sowie Dual-Link-DVI vor.

Die Verarbeitung der GeForce GTX 1080 XLR8 OC wurde seitens PNY sauber und hochwertig ausgeführt und gibt uns keinerlei Anlass zur Kritik.

Testsystem:

Als Mainboard kommt in unserem Test ein ASRock X99 Extreme 11 zum Einsatz, auf welchem wir bis zu vier Grafikkarten im SLI oder Crossfire Betrieb testen können.

  • Mainboard: ASRock X99 Extreme11
  • CPU: Intel Core i7-6950X @ 4,2 GHz
  • Speicher: 16GB HyperX Savage (4 x 4GB DDR4 3000MHz)
  • Netzteil: SS-860XP2 – Seasonic Platinum 860W
  • Systemlaufwerk: OCZ RevoDrive 3 240GB
  • Betriebssystem: Windows 10 Pro 64Bit

Um eine höchstmögliche Leistung zu erreichen, werden bis auf Grafikkarten, welche über einen Luftkühler verfügen, alle Komponenten mit Wasser gekühlt.
Um Limitierungen durch den Prozessor weitestgehend zu vermeiden, wurde dieser auf 4,20 GHz übertaktet.

Temperaturen, Stromverbrauch und Lautstärke:

Die Temperaturen wurden einmal im Idle Mode und während eines Furmark Testlaufes bei 100% GPU Load ausgelesen.

Wirft man einmal einen Blick auf die erreichten Temperaturen, so ist zu erkennen, dass der von PNY verbaute Kühler die Grafikkarte im Idle zwar auf einer angenehmen Temperatur halten kann, jedoch liegt diese oberhalb der nicht so effizienten GTX 980 Modelle. Dies liegt daran, dass die verbauten Lüfter im Idle vollständig stillstehen und die Grafikkarten somit passiv betrieben wird, wodurch sie vollkommen lautlos arbeitet. Unter Volllast liegt die Temperatur bei knapp über 70°C, womit hier noch etwas Luft nach oben ist und einer weiteren Übertaktung aus dieser Sicht nichts im Wege steht. Nicht nur die Temperatur befindet sich unter Volllast im grünen Bereich, sondern auch der Geräuschpegel. Der verbaute Kühler ist unter Volllast zwar aus einem geschlossenen Gehäuse heraus zu hören, jedoch nur mit einem leisen Surren. Leider war jedoch unter Volllast ein leises Spulenfiepen zu hören, welches aufdringlicher aus dem Gehäuse heraus zu hören ist, als das rauschen der Lüfter.

Mit einem Blick auf den Stromverbrauch ist schön zu erkennen, dass sich die GeForce GTX 1080 XLR8 OC unter Volllast recht sparsam und effizient ans Werk geht.

Verwendete Benchmarks:

Futuremark 3DMark

  • Fire Strike

Battlefield 4

  • 1.920 x 1.080 1xAA 1xAF

Far Cry Primal

  • 1.920 x 1.080 4xMSAA 16xAF

Fallout 4

  • 1.920 x 1.080 TAA 16xFA

Dirt Rally

  • 1.920 x 1.080 4xMSAA 16xAF

Benchmark Ergebnisse:

Futuremark 3DMark

Battlefield 4

Far Cry Primal

Fallout 4

Dirt Rally

Wer unsere Grafikkartentests kennt, wird schon wissen, dass wir uns auch mit den Taktraten einer schon werksseitig übertakteten Grafikkarte nicht zufriedengeben, weswegen wir auch bei der PNY – GeForce GTX 1080 XLR8 OC versucht haben, das bestmögliche an Leistung aus der Grafikkarte zu holen. Hierzu wurde im ersten Schritt das Power-Target auf die maximale Einstellung hochgeschraubt und anschließend der Takt Stück für Stück erhöht. Aus der GeForce GTX 1080 XLR8 OC konnten wir so einen maximalen Boost-Takt von 1.949MHz herauskitzeln, mit welchem die Grafikkarte durchgehend stabil betrieben werden konnte. Im Vergleich zu einer anderen GTX 1080, welche wir schon im Test hatten, ist das erreichte OC Ergebnis jedoch ein gutes Stück schlechter ausgefallen. Hier wird die GeForce GTX 1080 XLR8 OC wohl durch die serienmäßige Spannungsversorgung ausgebremst.

Fazit:

Mit der GTX 1080 XLR8 OC hat PNY ein werksseitig übertaktetes Modell von NVIDIAs GTX 1080 in seinem Sortiment, welches zudem mit einem potenten Kühler ausgestattet ist. Der verbaute Heatpipe-Kühler sorgt zusammen mit den drei verbauten Lüftern nicht nur für eine gute Kühlung, sondern auch für einen angenehm leisen Betrieb unter Volllast. Durch die gute Kühlleistung des Heatpipe-Kühlers ist es zudem möglich, dass die verbauten Lüfter im Idle-Modus vollständig stillstehen. Nicht nur die Blende, welche den Kühler umgibt, sondern auch die in den Lüftern verbauten LEDs tragen zur schicken Optik des Kühlers bei. Trotz des leisen Kühlers machte die GTX 1080 XLR8 OC jedoch durch ein Spulenfiepen negativ auf sich aufmerksam. Wo man bei dem eingesetzten Kühler auf eine eigene Entwicklung setzt, greift PNY bei dem verwendeten PCB jedoch auf das Referenzdesign von NVIDIA zurück, wodurch einem hier keine größere Spannungsversorgung zur Verfügung steht. Für den von PNY eingestellten Takt ist die Spannungsversorgung vollkommen ausreichend. Jedoch wird man durch die serienmäßige Spannungsversorgung bei einer weiteren Übertaktung etwas eher ausgebremst, als es bei anderen Modellen am Markt der Fall ist, welche über eine überarbeitete Spannungsversorgung verfügen. Durch die werksseitige Übertaktung kann die Grafikkarte schon mit einer guten Leistung punkten. Mittels dem von uns erreichten Boost-Takt von 1.948 MHz konnte die Leistung noch etwas angehoben werden. Die Verarbeitungsqualität wurde seitens PNY sauber ausgeführt. Preislich liegt die GTX 1080 XLR8 OC aktuell bei 669€*.

Pro

  • Verarbeitung
  • Gute Kühlung
  • Leistungsaufnahme

Contra

  • Länge der Karte trotz Referenz-PCB
  • Keine überarbeitete Spannungsversorgung

Leistung

OC Potential

Verarbeitung

Ausstattung

Lautstärke

Lieferumfang

Preis

Ein besonderer Dank geht an PNY für die Bereitstellung des Testmusters.