Phanteks – Eclipse P400 – Midi-Tower

Mit dem Eclipse P400 haben wir heute einen neuen Midi-Tower aus dem Hause Phanteks im Test, welcher sich preislich im Einstiegssegment befindet, jedoch durch seine Ausstattung und die gebotene Optik auch Enthusiasten ansprechen soll.

Welche Details in dem Eclipse P400 stecken und wie sich das neue Gehäuse von Phanteks in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Maße: 210 x 495 x 470 mm (B x H x T)
  • Gewicht: ca. 7 kg
  • Material: Stahl, Kunststoff
  • Farbe: Schwarz
  • Formfaktor: E-ATX (bis 272 mm Breite), ATX, Micro-ATX, Mini-ITX
  • Lüfter insgesamt möglich:
    2x 140 / 3x 120 mm (Vorderseite)
    2x 140/120 mm (Deckel)
    1x 120 mm (Rückseite)
  • Davon vorinstalliert:
    1x 120 mm (Vorderseite)
    1x 120 mm (Rückseite)
  • Radiator-Mountings (teilweiser Verzicht auf HDD- und/oder Lüfter-Slots):
    1x max. 280/360 mm (Vorderseite)
    1x max. 120 mm (Rückseite)
  • Filter: Vorderseite, Netzteil, Deckel (entnehmbar)
  • Laufwerksschächte:
    2x 2,5 Zoll (intern; werkzeugfreie Montage)
    2x 3,5 Zoll (intern; werkzeugfreie Montage)
  • Netzteil: 1x Standard ATX (optional)
  • Erweiterungsslots: 7
  • I/O-Panel:
    1x Power-Button (mit RGB-LED)
    1x LED-Regler
    2x USB 3.0
    2x Audio
  • Maximale Grafikkartenlänge: 395 mm
  • Maximale CPU-Kühler-Höhe: 160 mm
  • Maximale Netzteil-Länge: 270 mm

Lieferumfang:

  • Eclipse P400 (in gewählter Farbe und Ausstattung)
  • Schraubenset
  • Kabelbinder
  • Montageanleitung

Design und Verarbeitung:

Das Eclipse P400 wird von Phanteks in einer neutralen und somit umweltbewussten Verpackung geliefert. Auf der Vorderseite ist neben der Modellbezeichnung eine Skizze des Eclipse P400 zu finden.

Die technischen Details wurden auf der linken Seite der OVP untergebracht. Die Verpackungsrückseite wurde mit einer Explosionszeichnung des Gehäuses bedruckt, neben welcher auch noch eine Auflistung der wichtigsten Features zu finden ist.

Innerhalb der OVP ist das Gehäuse mittels Styropor geschützt. Somit übersteht es auch ohne weitere Umverpackung einen Transport zum Käufer unbeschadet.

Äußeres Erscheinungsbild

Entnimmt man das Eclipse P400 aus seiner Verpackung, so hat man ein Gehäuse vor sich stehen, welches trotz des in die linke Seitenwand angelassenen Sichtfensters einen sehr schlichten ersten Eindruck hinterlässt.

Dieses schlichte Design erreicht Phanteks durch die Gehäusefront in Kombination mit dem Gehäusedeckel. Die Gehäusefront ist fast durchgehend aus einer geschlossenen Stahlblende gefertigt, welche an der linken und rechten Seite mit einer abgeschrägten Kante versehen wurde.

Diese Stahlblechblende wurde jedoch nicht ganz bis zur oberen und unteren Kante geführt. An der unteren Kante wurde die Gehäusefront mit einem leicht nach hinten versetzten Versatz weitergeführt. An dieser Stelle wurde das Phanteks Logo untergebracht, welches als silberglänzender Schriftzug daher kommt.

Auch im oberen Bereich wurde eine Aussparung in die Stahlblechfront eingelassen, über welcher ein Gitter aus Kunststoffstegen untergebracht wurde. Dieser Bereich dient wie auch der untere Bereich als Lufteinlass.

Hierzu wurde jeweils ein versteckter Staubfilter im oberen und unteren Bereich eingearbeitet. Diese Staubfilter können zur Reinigung ganz einfach aus der Gehäusefront entnommen werden.

Der Gehäusedeckel steht im oberen Bereich soweit über den abgeschrägten Bereich der Gehäusefront heraus, dass er bis auf die Höhe der Stahlblechfront reicht. In die Unterseite dieses Überstandes wurden im rechten Bereich zwei kleine Taster eingearbeitet. Einer dient als versteckter Resetschalter. Der zweite dient zur Farbwahl der verbauten RGB-LEDs.
Zieht man die Gehäusefront von dem Gehäuse ab, so findet man im unteren Bereich des Gehäuses eine kleine LED-Leiste mit neun RGB-LEDs.

Oberhalb dieser LED-Leiste befindet sich eine große Öffnung, welche bis zur Oberseite des Gehäuses geführt wurde. An der linken und rechten Seite dieser Öffnung wurden Langlöcher eingearbeitet, welche die Montage von zwei 140-mm-Lüftern oder drei 120-mm-Lüftern zulassen. Auch die Montage entsprechender Radiatoren bis hin zu einem 360-mm-Radiator ist hier möglich.

Phanteks hat hier schon einen 120-mm-Lüfter vormontiert, welcher frische Luft in das Gehäuse befördert.

Wirft man einen Blick auf die Gehäuseoberseite, so findet man im vorderen Drittel das I/O-Panel vor. Dieses ist in mehrere Bereiche aufgeteilt worden. Mit den beiden versteckten Knöpfen haben wir schon den ersten Bereich erwähnt. Die Powertaste wurde mittig im vorderen Bereich des Gehäusedeckels eingearbeitet. Diese ist von der Power-LED umgeben, welche ebenfalls als RGB-LED ausgeführt wurde und sich in zehn verschiedenen Farben beleuchten lässt.

Die Beleuchtungsfarbe ist immer passend zu der gerade gewählten Beleuchtungsfarbe des LED-Streifens hinter der Gehäusefront.

An der rechten Seite des Gehäusedeckels wurden die Anschlüsse des I/O-Panels untergebracht. Neben den obligatorischen Audioanschlüssen findet man hier auch zwei USB 3.0 Anschlüsse.

In den hinteren beiden Dritteln des Gehäusedeckels wurde ein großer Luftauslass eingearbeitet, welcher mit einem Staubfilter versehen wurde.

Dieser Staubfilter ist mit einem Magnetband befestigt und kann somit ganz einfach zur Reinigung oder zur Lüftermontage von dem Gehäuse abgenommen werden.

Der Luftauslass selbst wurde durch ein großflächiges Wabengitter realisiert, hinter welchem zwei 120mm oder 140-mm-Lüfter verbaut werden können. Natürlich ist auch hier eine entsprechende Radiatormontage möglich.

Schaut man einmal auf die Rückseite des Gehäuses, so findet man im oberen Bereich neben den Ausschnitt für das I/O-Panel ein Wabengitter vor, hinter welchem seitens Phanteks ebenfalls schon ein 120-mm-Lüfter vormontiert wurde.

Im weiteren Verlauf sind sieben geschlitzte Slotblenden zu finden, welche somit ebenfalls als Luftauslass dienen. Der Montageplatz für das ATX-Netzteil befindet sich an der Unterseite des Gehäuses und wurde mit acht Montagebohrungen versehen, wodurch das Netzteil in zwei Richtungen montiert werden kann.
Einen sicheren Stand erhält das Gehäuse durch vier schwarze Kunststofffüße, welche mit einer Gummierung versehen wurden.

Im hinteren Bereich wurde ein herausziehbarer Staubfilter eingearbeitet, welcher das Netzteil vor eindringendem Staub schützt.

Wo die rechte Seitenwand sehr schlicht gehalten wurde, hat Phanteks in die linke Seitenwand ein sehr großes Sichtfenster eingelassen.

Blick ins Innere

Einen komplett freien Blick auf das Gehäuseinnere erhält man jedoch erst, wenn man die beiden Seitenwände von dem Gehäuse abnimmt.

Das Gehäuseinnere wirkt sehr aufgeräumt. Dies erreicht Phanteks durch verschiedene Elemente, welche in das Eclipse P400 eingearbeiteten wurden.

Eines dieser Elemente ist eine Netzteilabdeckung, welche einen Tunnel im unteren Bereich des Gehäuses bildet, in dem das Netzteil versteckt untergebracht werden kann. Um ein Überhitzen des Netzteiles zu verhindern, sobald dieses so verbaut ist, dass der Lüfter nicht nach unten zeigt, wurde diese Netzteilabdeckung auf der Oberseite mit einem Lochgitter versehen.

Im vorderen Bereich der Netzteilabdeckung wurde eine Blende verbaut, welche bei Bedarf aus dem Gehäuse entnommen werden kann. Hierdurch wird die Montage großer Radiatoren ermöglicht, welche von dem Gehäuseboden bis zum Gehäusedeckel reichen.

Phanteks hat bewusst auf Laufwerkskäfige verzichtet, welche im sichtbaren Bereich direkt hinter der Gehäusefront untergebracht wurden. Hierdurch erhält das Gehäuseinnere einen gecleanten Look. Sollte man dennoch mehr Festplatten verbauen wollen, kann man optionale Festplattenrahmen hinzukaufen, welche hinter der Gehäusefront montiert werden können. Um die Anschlusskabel durch den Mainboardschlitten führen zu können, wurden in dem Montagebereich dieser Festplattenrahmen vier Kunststoffblenden verbaut, welche bei Bedarf demontiert werden können.

In den Mainboardschlitten wurden neben einem großen Ausschnitt, welcher die Montage des CPU-Kühlers auch bei montiertem Mainboard ermöglicht, auch noch zwei gummierte Kabeldurchführungen eingearbeitet worden.

Mit einem Blick auf die Rückseite des Mainboardschlittens findet man hier nicht nur ein Kabelmanagement vor.

Unterhalb der Netzteilabdeckung wurde im hinteren Bereich der Montageplatz für ein ATX-Netzteil realisiert. Dieser verfügt über gummierte Auflagepunkte am Gehäuseboden, durch welche das Netzteil vom Gehäuse entkoppelt werden soll.

Unterhalb dieser Netzteilabdeckung wurde hinter der Gehäusefront auch noch ein Festplattenkäfig eingearbeitet, welcher über zwei Festplattenrahmen verfügt.

In diesen können 3,5″-Festplatten werkzeuglos und entkoppelt montiert werden.

Die Montage von 2,5″-Festplatten ist hier ebenfalls möglich, muss jedoch mittels herkömmlicher Schrauben bewerkstelligt werden.
Zwei weitere 2,5″-Festplatten können zudem auf der Rückseite des Mainboardschlittens montiert werden.

Auf der Rückseite des Mainboardschlittens befindet sich im oberen Bereich neben dem Ausschnitt zur Kühlermontage auch noch ein Aufnahmepunkt für den von Phanteks angebotenen Lüfterhub.

Die Verarbeitung des Eclipse P400 wurde sehr sauber ausgeführt und gibt uns keinerlei Anlass zur Kritik.

Montage:

Bei der Montage des Mainboards kann man sich bei dem Eclipse P400 den ersten Arbeitsschritt sparen, denn Phanteks hat hier schon die zur Mainboardmontage benötigten Abstandshalter in den Mainboardschlitten eingeschraubt. Somit kann das Mainboard direkt in dem Gehäuse montiert werden.
Was den verwendeten CPU-Kühler angeht, finden in dem Eclipse P400 leider nicht alle Tower-Kühler bzw. Twin-Tower-Kühler platz, denn hier ist der Einbauplatz auf eine Höhe von 160mm begrenzt. Manch leistungsstarken Kühler sind jedoch etwas höher.
Hat man das Mainboard sowie den Kühler montiert, kann man mit der Montage der Laufwerke beginnen. Wie es bei vielen anderen Gehäusen in der Zwischenzeit auch der Fall ist, können in dem Eclipse P400 keine 5,25″-Laufwerke montiert werden.
Unterhalb der Netzteilabdeckung können direkt hinter der Gehäusefront wahlweise zwei 3,5″- oder 2,5″-Festplatten montiert werden. 3,5″-Festplatten können dabei werkzeuglos und entkoppelt montiert werden. Zwei weitere 2,5″-Festplatten können hinter dem Mainboardschlitten verbaut werden. Reicht einem dieser Platz nicht aus, so kann man auf optionale Festplattenrahmen zurückgreifen, welche hinter der Gehäusefront verbaut werden können. Hier finden vier dieser Festplattenkäfige platz. Werden solche Festplattenrahmen verbaut, ist jedoch hinter der Gehäusefront keine Radiatormontage mehr möglich.

Die verwendeten Erweiterungskarten dürfen bis zu 395mm lang sein. Hier kann das Gehäuse durch seinen durchdachten Aufbau punkten.
Das Netzteil kann durch die acht Montagebohrungen in zwei Richtungen verbaut werden. Wir haben uns in diesem Test dazu entschlossen, das Netzteil so zu verbauen, dass es sich frische Luft durch den Gehäuseboden ansaugt. Durch den umschlossenen Montageplatz des Netzteiles können zudem überschüssige Kabel sehr gut versteckt werden. Zudem befindet sich auf der Rückseite des Mainboardschlittens genügend Platz, damit man auch den dicken ATX-Kabelstrang hinter diesem verstecken kann.

Durch das große Sichtfenster und die verbaute RGB-Beleuchtung, welche in 10 verschiedenen Farben leuchten kann, ermöglicht es einem einen schönen Casemod aufzubauen.

Über ein optionales Kabel kann die RGB-Beleuchtung zudem mit kompatiblen ASUS-Mainboards kombiniert und gesteuert werden.

Fazit:

Mit dem Eclipse P400 hat Phanteks einen Midi-Tower entwickelt, welcher mit einem ersten schlichten Eindruck daher kommt. Das anfangs recht schlicht wirkende Gehäuse entpuppt sich durch die integrierte RGB-Beleuchtung sowie auch durch das eingelassene Sichtfenster als gute Grundlage für Designbewusste Casemodder. Durch den sehr aufgeräumten und strukturierten Innenraum wird dieses Potential noch einmal unterstrichen. Hinter der Netzteilabdeckung können überschüssige Kabel sehr gut versteckt werden. Auch die einzelnen Montageplätze für die Festplatten wurden so untergebracht, dass kein Laufwerk durch das Sichtfenster zu sehen ist. Der angewandte Aufbau ermöglicht es einem zudem, eine potente Wasserkühlung in dem Gehäuse zu verbauen. Die Verarbeitung des Gehäuses ist auf einem sehr hohen Niveau und gibt uns keinerlei Anlass zur Kritik. Was die Ausstattung angeht, bringt das Gehäuse trotz des von Phanteks anvisiertem Einsteigersegment sehr viele funktionale Details mit. Das von Phanteks geplante Einsatzgebiet des Gehäuses erkennt man lediglich an dem etwas begrenzten Platzangebot im Bereich des verwendeten CPU-Kühlers. Neben der von uns herangezogenen Variante gibt es das Gehäuse zudem noch in einer weißen und anthrazitfarbenen Version. Alle drei Varianten gibt es zudem auch ohne Sichtfenster und mit einer vorinstallierten Gehäusedämmung. Preislich liegt die von uns getestete Variante bei knapp [url=https://www.caseking.de/phanteks-eclipse-p400-midi-tower-schwarz-window-geph-036.html]70€*.[/url]

Pro

  • Design
  • Aufgeräumtes Gehäuseinnere
  • Verarbeitung
  • Kompatibilität
  • Zwei Kammeraufbau
  • Verschiedene Modellvarianten

Contra

Verarbeitung

Kompatibilität

Kühlmöglichkeiten

Ausstattung

Lieferumfang

Modding

Preis

 

Wir danken Caseking für die Bereitstellung des Testmusters.