Nuki – Keypad

Mit dem Nuki Keypad haben wir heute eine Erweiterung für das Nuki Smart Lock im Test, welches einen sicheren und einfachen Zugang ohne einen mitgeführten Schlüssel oder Smartphone ermöglichen soll.

Welche Details im Nuki Keaypad stecken und wie es sich in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Reivew.

Technische Details:

  • Kommunikation: Bluetooth 5.0
  • Stromversorgung: 2x CR2032 (inkludiert)
  • Abmessungen: 9,0 x 3,0 x 1,5 cm (B x T x H)
  • Gewicht: 0,03 kg

Lieferumfang:

  • Nuki Keypad
  • Anleitung
  • Montagematerial

Design und Verarbeitung:

Das Nuki Keypad wird in einer kompakten Verpackung geliefert, welche neben der Modellbezeichnung auch mit einem skizzierten Produktbild bedruckt wurde.

Entnimmt man das Nuki Keypad aus seiner Verpackung, so hat man ein kompaktes Bluetooth Keypad vor sich liegen, welches in einem schwarz/weißen Design gehalten ist.

Auf der Oberseite des gummierten und 1,5 cm schlanken Keypads wurden zehn Tasten untergebracht, welche mit einer weißen Beschriftung versehen und durch einen flachen Gummisteg voneinander getrennt sind. Neben den Tasten 1 – 9 hat Nuki zudem auch noch eine Zurück-Taste verbaut, welche mit einem Pfeil bedruckt wurde.
Oberhalb des Tastenfeldes wurden zudem noch sechs kleine Status-LEDs eingearbeitet, welche einem die Eingabe des notwendigen PIN-Codes erleichtern soll.

Mit einem Blick auf die Rückseite des Keypads kann man gleich zwei Montagemöglichkeiten erkennen. Neben einem starken 3M-Klebeband hat man das Keypad auf der Rückseite auch mit zwei Montagebohrungen ausgestattet.

Zur Montage sowie zum Austausch der beiden verbauten CR2032-Knopfzellen kann man das Keypad über eine kleine, im Inneren verbaute Lasche auf der Unterseite entriegeln und öffnen. Hierzu muss man die aufgezogene Gummihülle lediglich an der markierten Stelle etwas eindrücken.

Das Nuki Keypad wurde sauber verarbeitet und hinterlässt durch die aufgezogene Gummioberseite einen soliden Eindruck.

Einrichtung:

Um das Nuki Keypad nutzen zu können, muss man an seiner Tür entweder die erste oder die von uns schon getestete 2. Version des Nuki Smart Lock installiert haben. Wie wir es schon aus unserem Test des Smart Locks sowie der Nuki Bridge und dem Nuki Fob kennen, erfolgt die Einrichtung ganz einfach über die Nuki App.
Wählt man in der Nuki App das Nuki Keypad aus, so bekommt man eine kurze Info zum Keypad angezeigt.

Über die Übersichtsseite kann man wahlweise zum Nuki Shop gelangen, um sich ein Keypad zu bestellen, oder aber die Einrichtung eines vorhandenen Nuki Keypad starten.
Um die Einrichtung durchführen zu können, muss sich das Keypad in direkter Reichweite zum eingesetzten Smartphone und Smart Lock befinden und die Zurücktaste für 5 Sekunden gedrückt halten.

Anschließend wird das Keypad automatisch mit dem eingesetzten Smartphone gekoppelt.

Im nächsten Schritt ist es notwendig, einen sechsstelligen Sicherheitscode zu vergeben, welcher zur Konfiguration sowie zum Zurücksetzen des Keypads unabdingbar ist.

Sobald dieser Sicherheitscode erstellt ist, ist die Kopplung mit dem Smartphone abgeschlossen. Anschließend kann man wahlweise die Einstellungen aufrufen oder ein in der Nähe befindliches Smart Lock koppeln.

Sobald man den Button zur Kopplung eines Smart Locks drückt, wird diese automatisch durchgeführt.

Nach dem das Nuki Keypad gekoppelt ist, sollte man im ersten Schritt ein eventuell offenes Firmwareupdate durchführen. Sollte es ein offenes Update geben, wird einem dies mittels eines kleinen Ausrufezeichens hinter dem Menüpunkt „Einstellungen“ angezeigt. Sobald man das Update startet, wird dieses zuerst auf das eingesetzte Smartphone heruntergeladen und anschließend per Bluetooth an das Keypad übertragen und installiert.

Über das Einstellungsmenü kann man jedoch nicht nur die installierte Firmware-Version auslesen und Firmwareupdates durchführen, sonder man kann dem Keypad auch eine Bezeichnung geben.
Über das Einstellungsmenü lässt sich zudem auch die Helligkeit der integrierten Status-LEDs sowie die Funktion der Zurück-Taste einstellen. Diese kann bei der späteren Nutzung nicht nur zum löschen eines falsch eingegebenen Zutrittcodes verwendet werden, sondern auch dazu, dem aufgesperrten Smart Lock einen Befehl zum Zusperren zu senden.

Natürlich kann man auch die gewünschte Sperraktion einstellen, welche bei der Eingabe eines berechtigten Zutrittcodes ausgeführt wird. An dieser Stelle stehen einem alle fünf Sperraktionen zur Verfügung, welche wir schon aus dem Test des Nuki Smart Locks kennen.

Wie wir es auch schon von der Verwendung der Nuki App und dem Nuki Fob kennen, bietet einem auch das Nuki Keypad die Möglichkeit mehrere Benutzer Verwalten zu können. Die gewünschten Benutzer werden ganz einfach über die Nuki App des Administrators angelegt. Insgesamt können über diesen Weg 99 verschiedene Zutrittcodes vergeben werden.

Wie wir es schon von den bisher getesteten Nuki Komponenten kennen, kann auch beim Nuki Keypad der Zutritt für jeden Nutzer zeitlich begrenzt werden.

Test:

Wir haben das Nuki Keypad in Kombination mit dem in unserer Redaktion verbauten Nuki Smart Lock 2.0 getestet. Dieses war während unseres Tests durchgehend an der Eingangstür montiert.

Das Keypad wurde während unseres Tests fest an der Hausfassade fixiert und hielt dank des angebrachten 3M-Klebebandes sicher an Ort und Stelle. Dank des gummierten Aufbaus muss man sich hierbei auch keine Gedanken über eventuelles Spritzwasser machen.
Aufgrund der beiden Montagearten, besteht für Langfinger die Möglichkeit, das Keypad ohne all zu großen Aufwand zu entwenden. Sollte es einmal zu einem solchen Fall kommen, muss man sich jedoch weder Gedanke über den unberechtigten Zugang zu den eigenen vier Wänden, noch über die eventuell Folgekosten für die Anschaffung eines neuen Keypads machen.
Wo man für die weitere Sicherheit der eigenen vier Wände ganz einfach alle verteilten Berechtigungen entziehen und das Keypad aus der Konfiguration entfernen kann, kann man sich auch gleich sicher sein, dass der Übeltäter das Keypad aufgrund des bei der Einrichtung vergebenen Sicherheitcode nicht zurücksetzen und somit zu Geld machen kann.
Um nicht nur kostengünstig, sondern kostenlos ein Ersatzgerät zu erhalten, bietet Nuki einem eine Diebstahl-Ersatzgarantie. Hierzu muss man lediglich die Rechnung sowie die Kopie einer Verlustanzeige, welche einem von der Polizei ausgestellt wird, an Nuki übermitteln und schon bekommt man ein neues Keypad zugesendet.

In unserem Test haben wir gleich mehrere Benutzer angelegt, welche zur Nutzung des Keypads berechtigt waren und somit einen eigenen Zugriffscode erhielten. Für alle Redakteure wurde der Zugriff zudem auf die jeweiligen Arbeitszeiten eingestellt, wodurch durch das Nuki Smart Lock 2.0 den jeweiligen Nutzer nur zu den vorgegebenen Zeiten ein Zugang zur Redaktion gewährte. Wie wir es auch schon von der Nutzung eines Smartphones in Kombination mit dem Nuki Smart Lock 2.0 kennen, wird auch bei der Verwendung des Keypads jede Öffnung und Schließung im Log protokolliert. In Kombination mit dem Türsensor wird einem an dieser Stelle zudem auch angezeigt, wie lange die Tür selbst geöffnet war.
Die Zeit, bis das Smart Lock auf den Schließbefehl reagiert, liegt mit bis zu drei Sekunden auf dem gleich Level, wie bei der Nutzung eines Smartphones oder des Nuki Fob. Sollte man eine schnellere Reaktion wünschen, so kann man dies in den Energieeinstellungen des Smart Lock 2.0 einstellen. Hierdurch verbraucht das Smart Lock selbst jedoch deutlich mehr Energie, was einen häufigeren Batteriewechsel nach sich zieht.

Das Auf- und Zusperren selbst geht mittels des Nuki Keypads sehr einfach von der Hand. Ein Zutrittsberechtigter muss lediglich seinen sechsstelligen Zutrittscode über die Tastatur des Keypads eingeben und wenige Sekunden später wird die voreingestellte Sperraktion ausgeführt. Die Anzahl der schon eingetippten Stellen wird einem oberhalb des Tastenfeldes mittels der integrierten Status-LEDs angezeigt.

Durch die Möglichkeit, unterschiedlichen Personen zu unterschiedlichen Zeiten Zutritt zu gewähren kann man nicht nur den Familienangehörigen selbst den ganztägigen Zutritt zu gewähren, sondern man kann z.B. auch einen Zutrittscode für einen eventuell notwendigen Pflegedienst vergeben, welcher dann auf bestimmte Zeiten begrenzt ist.
Ein weiteres Einsatzszenario ist z.B. bei einer Ferienwohnung zu finden. Hat man an einer Ferienwohnung ein Nuki Smart Lock verbaut, so kann man seinem zukünftigen Gast gleich mit der Buchungsbestätigung einen Zutrittscode zusenden, wodurch die lästige Schlüsselübergabe hinfällig wird.

Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Schlüssel zeigt sich das Nuki Keypad auch dann noch von seiner besten Seite, wenn es gestohlen wurde. Wo man bei einem Schlüssel dann eventuell die komplette Schließanlage austauschen muss, was Kosten in Höhe von mehreren Hundert Euro nach sich ziehen kann, kann man ein abhandengekommenes Nuki Keypad in wenigen Sekunden Sperren, wodurch der Zugang zu den eigenen vier Wänden weiterhin gesichert ist. Zudem wird einem vom Hersteller beim Einreichen einer Rechnungskopie sowie einer Kopie der Verlustanzeige das gestohlene Keypad ersetzt, wodurch einem keinerlei Folgekosten ins Haus stehen.

Fazit:

Mit dem Nuki Keypad hat Nuki Home Solutions ein kompaktes Bluetooth Keypad in seinem Sortiment, welches in unserem Test nicht nur mit einer guten Verarbeitung, sondern auch einer einfachen Montage und Bedienung punkten konnte. Sobald die intuitive Einrichtung abgeschlossen ist, gestaltet sich die Bedienung des Keypads sehr einfach und ermöglicht es auf Wunsch nicht nur die Tür aufzusperren, sondern je nach gewählter Einstellung auch dazu, die Tür zuzusperren. Dank der Möglichkeit, bis zu 99 Zugriffcodes vergeben zu können, welche zudem noch zeitlich begrenzt werden können eignet sich das Keypad nicht nur dafür von Familienangehörigen, sondern auch von Gästen genutzt zu werden. Die Montage geht dank der beiden Montagemöglichkeiten schnell und einfach von der Hand. Aufgrund der Diebstahl-Ersatzgarantie muss man sich zudem keine Gedanken darum machen, wenn ein Langfinger einmal meint, er müsste das Keypad entwenden. Auch die vergebenen Zugänge sind in einem solchen Fall im Handumdrehen entzogen. Preislich liegt das sauber verarbeitete Nuki Keypad aktuell bei knapp 80 €*.

Wir danken Nuki sehr für die Bereitstellung des Testmusters.

Nuki - Keypad

9.2

Verarbeitung

10.0/10

Funktionsumfang

9.0/10

Inbetriebnahme / Konfiguration / Bedienung

10.0/10

Kompatibilität / Erweiterbarkeit (USB)

10.0/10

Preis

7.0/10

Pro

  • Verarbeitung
  • Einfach Montage und Einrichtung
  • Hohe Nutzeranzahl
  • End-to-End-Verschlüsselung
  • Einfache Handhabung
  • Diebstahl-Ersatzgarantie

Contra

  • Preis