MSI – GT72 – Gaming Notebook

Mit dem GT72 2QD Dominator haben wir heute ein Gaming Notebook von MSI im Test, mittels welchem wir kürzlich den Test der Killer Netzwerkkarten durchgeführt haben und dessen weitere Features und Leistung wir euch nicht vorenthalten wollen.

Welche Features das MSI GT72 2QD Dominator mit sich und welche Leistung es in unserem Kurztest erbringen konnte, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • CPU: Latest 5th Gen. Intel® Core™ i7 5950HQ / 5700HQ processor
  • Chipset: Intel HM87
  • Memory: DDR3L,up to 1600 MHz, slot *4, max 32GB
  • Display: 17.3″ Full HD (1920×1080), Anti-glare
  • Graphics: GeForce GTX 970M
  • Graphics VRAM: GDDR5 6/3GB
  • Storage: Up to 1024GB Super RAID 3 + 1TB HDD 7200rpm
  • Optical Drive: BD Writer / DVD Super Multi
  • Audio:
    Sound by Dynaudio 2.1 channel with 1 Woofer
    Support 7.1 channel SPDIF output
    Exclusive Audio Boost 2 technology
    Nahimic sound technology
  • Webcam: Full HD type (30fps@1080p)
  • Card Reader: SD (XC/HC)
  • LAN: Killer DoubleShot Pro Gb LAN
  • Wireless LAN: Killer DoubleShot Pro 11ac
  • Bluetooth: Bluetooth 4.0
  • HDMI: 1(v1.4), Support 4Kx2K Output
  • USB 3.0 port: 6 or 4 + 2 (USB 3.1 Optional)
  • Mini-DisplayPort: 2(v1.2), Support 4Kx2K Output
  • Mic-in/Headphone-out: 1/1
  • Line-in: 1
  • Keyboard: Full-color backlight SteelSeries keyboard
  • AC Adapter: 230W
  • Battery: 9-Cell
  • Dimension: 428(W) x 294(D) x 48(H)mm
  • Weight (KG): 3.78Kg (w/ Battery)

Lieferumfang:

  • GT72 – Gaming Notebook
  • Treiber-CD
  • Netzteil
  • Stromkabel
  • Handbuch

Design und Verarbeitung:

Das GT72 – Gaming Notebook wird von MSI in einer großen Verpackung geliefert, welche in einem durchgehend schwarzen Design gehalten ist. Auf der Verpackungsaußenseite befindet sich ein Aufkleber mit den technischen Details des enthaltenen Notebooks. Auf der Verpackungsoberseite ist ein großes MSI Logo aufgedruckt.
Innerhalb der Verpackung ist das Notebook nicht nur durch zwei mächtige Schaumstoffpolster, sondern auch durch einen Stoffbeutel vor ungewollten Stößen und Kratzern geschützt.

Entnimmt man das Notebook aus seiner Verpackung, so hat man ein mächtiges Gaming Notebook vor sich liegen, welches knapp 5cm dick ist.

In die obere Kante des Displayrahmens wurde ein rotes Designelement eingearbeitet, welches sich über die gesamte Breite des 17,3″ großen Notebooks erstreckt. In die Vorderseite des schwarzen Notebookgehäuses wurde auf der linken und rechten Seite jeweils ein transparentes Designelement eingearbeitet. Diese beiden Designelemente werden im Betrieb von der Rückseite aus rot beleuchtet.

In das linke Element wurde neben der HDD-LED auch noch eine LED für den Ladestatus integriert. Diese beiden LEDs leuchten weiß und sind somit auch zu erkennen, wenn die rote Hintergrundbeleuchtung aktiv ist.
Die Rückseite des Displays ist mit einer schwarzen Blende versehen, welche im Design von gebürstetem Aluminium gehalten ist.

Im oberen Bereich wurde mittig nicht nur der MSI Schriftzug eingelassen, sondern auch das Gaming Series Logo, welches sich unterhalb des Schriftzuges befindet. Auf ein beleuchtetes Logo, wie man es von manch anderen Notebooks kennt, wird seitens MSI verzichtet.

Mit einem Blick auf die linke Notebookseite findet man im vorderen Bereich einen SD-Kartenslot vor. Im weiteren verlauf sind mehrere Audioanschlüsse in Form von vier 3,5-mm-Klinkebuchsen zu finden. Hierbei handelt es sich um einen Kopfhörerausgang, einen Mikrofoneingang, einen Line-In und einen Line-Out Anschluss. Neben diesen Anschlüssen befinden sich hier auch noch vier USB 3.0 Anschlüsse, wovon der vordere Anschluss auch dann noch Strom liefert, wenn das Notebook ausgeschaltet ist. Dieser Anschluss kann somit z.B. zum aufladen eines Smartphones verwendet werden.

Mit einem Blick auf die rechte Notebookseite findet man im vorderen Bereich ein optisches Laufwerk vor. Bei unserem Testmuster ist an dieser Stelle ein BluRay-Brenner verbaut. Wie man den technischen Details entnehmen kann, gibt es das Notebook jedoch auch mit einem DVD-Brenner. Im weiteren Verlauf findet man zwei weitere USB 3.0 Anschlüsse.

Auf der Rückseite des GT72 2QD befindet sich neben der Ladebuchse auch noch ein Netzwerkanschluss in Form einer Killer E2200 Netzwerkkarte, über welchen das Notebook mit dem heimischen Netzwerk verbunden werden kann. Um auch eins oder gar mehrere externe Displays anschließen zu können, befinden sich hier neben einem HDMI 1.4 Anschluss auch noch zwei Mini-DisplayPorts.

Links und rechts von diesen Anschlüssen findet man die Luftausgänge für die im Inneren verbauten Lüfter vor. In einem der beiden Mesh-Gitter wurde zudem eine Aufnahme für ein Kensington-Schloss eingearbeitet.

Klappt man das Display das erste mal auf, so findet man ein 17,3″ großes Anti-glare-Display vor, welches mit einer Full-HD-Auflösung auflöst.
Durch das matte Display werden Spiegelungen bestmöglich vermieden und auch die Anfälligkeit für Fingerabdrücke ist nicht ganz so hoch.
Unterhalb des Displays wurde der MSI Schriftzug in den Displayrahmen eingelassen.

Durch die großen Abmessungen des Notebooks, ist es wie auch bei anderen Notebooks im 17″-Format, möglich, eine Tastatur zu verbauen, welche über einen separaten Nummernblock verfügt.

MSI ist bei seinen Gaming Notebooks eine Kooperation mit SteelSeries eingegangen und verbaut hier eine beleuchtete Tastatur aus dem Hause SteelSerie, welche im Vergleich zu Tastaturen, wie man sie von den meisten anderen Notebooks kennt, mit einem besseren Druckpunkt und einer frei konfigurierbaren RGB Beleuchtung punkten kann.

Passend dazu wurde auch das Touchpad gefertigt. Auch dieses verfügt über eine entsprechende Beleuchtung.

Links neben der eigentlichen Tastatur wurden fünf zusätzliche Tasten eingearbeitet. Bei der oberen Taste, welche farblich abgesetzt wurde, handelt es sich um den Powerschalter. Über die GPU-Taste kann man zwischen der dedizierten sowie der in der CPU integrierten GPU umschalten. Um diesen Switch vollziehen zu können, ist jedoch ein Neustart notwendig. Über die mittlere Taste können die verbauten Lüfter gesteuert werden. Betätigt man diese Taste, so drehen die Lüfter voll auf und sorgen somit lautstark für die bestmögliche Kühlleistung. Drückt man die Taste erneut, regeln die Lüfter wieder herunter und werden wieder temperaturabhängig gesteuert. Über die Paly-Taste kann der Game-Mode gestartet werden, in welchem bestimmte Tasten deaktiviert werden, wodurch man nicht ungewollt aus einem Spiel geworfen wird. Über die unterste Taste kann in die Beleuchtung der SteelSeries Tastatur eingegriffen werden. Um die entsprechenden Voreinstellungen vornehmen zu können, befindet sich eine entsprechende Software auf dem Notebook.

Betrachtet man das Notebook einmal von seiner Rückseite aus, so findet man eine große Kunststoffabdeckung vor, hinter welcher sich die Innereien des Notebooks verbergen.

Im vorderen Bereich findet man zwei SSDs vor. Hierbei handelt es sich um zwei 128GB M.2 SSDs von Toshiba, welche an einem speziellen Adapter montiert und angeschlossen sind.

Auf diesem Adapter können bis zu vier dieser SSDs verbaut werden. Die verbauten SSDs werden unter der Bezeichnung Super Raid zusammengefasst. In unserem Fall bringen die beiden verbauten SSDs im Raid 0 Verbund eine Kapazität von 256GB. Auch wenn es sich bei den beiden SSDs um M.2 SSDs handelt, setzten diese noch auf den langsameren SATA-Standard und nicht auf den schnellen NVMe Standard.

Auf der linken Seite ist ein weiterer Massenspeicher zu finden. Hierbei handelt es sich um eine 1Tb große 2,5″ Festplatte. Im Notebookgehäuse wäre noch Platz für eine weitere 2,5″ Festplatte, jedoch bietet das verbaute Mainboard keinen entsprechenden Anschluss,l über welche diese angeschlossen werden könnte.

Mittig ist im hinteren Bereich nicht nur die Core i7 5700HQ CPU mit dem darauf verbauten Heatpipe-Kühler zu finden, sondern auch die verbaute GTX 970M, welche über einen eigenen Kühler verfügt. Neben diesen Komponenten sind in dem Notebook noch 16GB DDR3 Speicher verbaut. Über zwei zusätzliche Speicherslots kann der Arbeitsspeicher bei Bedarf noch erweitert werden.

Zur Kühlung hat MSI zwei Radiallüfter verbaut, welche bei voller Drehzahl mit 2200RPM laufen und einen ordentlichen Luftstrom erzeugen. Um die Abwärme der verbauten Komponenten auf beide Lüfter aufteilen zu können, wird von dem Lüfter, welcher für die GPU zuständig ist, auch eine Heatpipe zum CPU-Kühler geführt. Somit sind beide Heatpipekühler miteinander verbunden, was die Kühlleistung steigert. Dies macht sich gerade dann bemerkbar, wenn z.B. nur die CPU belastet wird. In diesem Fall kann der Kühlkörper der GPU den CPU-Kühler mit seiner Masse unterstützen, wodurch die Lüfter nicht so schnell hochgeregelt werden müssen.

Im rechten Bereich des Notebooks findet man an dessen Unterseite noch einen kleinen Subwoofer vor, durch welchen die Soundeigenschaften verbessert werden sollen.

Neben diesem Subwoofer sind vor dem Display noch zwei weitere Lautsprecher von Dynaudio in dem Notebook verbaut. MSI setzt bei dem GT72 2QD Dominator somit auf einen 2.1 Sound.

Für die Netzwerkverbindung sorgen zwei Netzwerkkarten von Killer. Hierbei handelt es sich um die kabelgebundene Killer E2200 und die Killer-Wireless-AC-1535-Netzwerkkarte, welche wir uns in einem separaten Test schon genau angeschaut haben.

Bei dem verbauten Akku handelt es sich um einen 9 Zellen Li-Ionen Akku mit 7800 mAh, welcher über das externe 230 Watt Netzteil mit der nötigen Power versorgt wird. Der Akku ist im vorderen Bereich des Gehäuses verbaut und kann nicht auf die schnelle und ohne Werkzeug gewechselt werden.

Das GT72 2QD Dominator Notebook wurde zwar sehr sauber verarbeitet, könnte aus unserer Sicht jedoch etwas kompakter ausfallen. Das recht klobige Gehäuse verfügt im Innenraum über viele freie Räume, welche man entweder für weitere Komponenten nutzen sollte, oder man sollte das Design so umwandeln, dass man das Gehäuse etwas flacher ausführen kann.

Test:

Bei dem verbauten Display handelt es sich um ein 17,3 Zoll großes IPS-Panel, welches eine native Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten hat. Das verbaute Display weißt einen großen Blickwinkel und einen guten Kontrast auf. Zudem kann es mit einer sehr hohen Helligkeit punkten, wodurch auch das Arbeiten bei direktem Sonnenlicht kein Problem darstellt.

System Performance :

Um die Leistung des Systems zu Testen haben wir auf verschiedene Benchmarks zurückgegriffen.

An erster Stelle kommt hier der PC Mark in der Version 8 zum Einsatz. In diesem Test erreichte das Notebook 4174 Punkte.

Im nächsten Schritt wurde die Performance des Systemlaufwerks unter die Lupe genommen. Trotz des SATA Standards liefert das Systemlaufwerk eine sehr gute Performance von knapp 1000MB/s. In unserem Testmuster sind nur zwei SSDs im Raid 0 zusammengefasst. Durch die Option bis zu vier SSDs so zusammen zu fassen, kann die Leistung zusätzlich gesteigert werden.

NVMe SSDs könnten hier jedoch eine noch höhere Leistung erzielen. Die von MSI verbauten SSDs haben im Vergleich zu herkömmlichen 2,5″-SSDs lediglich den Vorteil, dass sie um einiges kompakter ausfallen, da man anstelle einer 2,5″-SSD bis zu vier M.2 SSDs verbauen kann.

Um uns einen kurzen Überblick über die Grafikleistung und somit auch die Spieleleistung zu erhalten, wurde das Notebook im ersten Schritt in den 3DMark Fire Strike Benchmark geschickt, wodurch sich die Leistung auch mit aktuellen Grafikkarten aus unseren Tests vergleichen lässt.

Nicht nur in diesem Benchmark konnte das Notebook eine gute Leistung liefern, welche für ein durchgehend ruckelfreies Bild sorgte, sondern auch in verschiedenen Spielen, wodurch man mit dem Notebook für jede Lanparty gerüstet ist.


Gestestet wurde mit den 1080P default settings der einzelnen Spiele.

Jedoch sollte man während des Spielens auf ein potentes Soundsystem oder gute Kopfhörer setzten, denn unter Last drehen die verbauten Lüfter recht hoch und erinnern einen fast schon an ein startendes Flugzeug.

Akkuleistung:

Im Idle hat das Notebook in unserem Test 24 Watt aus der Steckdose gezogen. Unter Volllast waren es 218 Watt. Der verbaute Akku machte im Office-Betrieb nach knapp drei Stunden schlapp. Beim Zocken erreichten wir eine Akkulaufzeit von knapp anderthalb Stunden. Der Akku ist fest im Notebook verbaut und kann daher nicht so einfach getauscht werden, wie ein Akku, welcher nur an das Notebook angesteckt ist.

Fazit:

Mit dem GT72 2QD Dominator hat MSI ein mächtiges Gaming Notebook im Sortiment, welches es neben der von uns herangezogenen Variante auch noch in weiteren Ausstattungsvarianten gibt. Neben größeren CPUs hat man hier auch die Möglichkeit, eine GTX 980M zu verbauen. Zudem passen bis zu vier M.2 SSDs in das Notebook, durch welche die Systemperformance zusätzlich gesteigert werden kann. Fällt jedoch einmal eine der verbauten SSDs aus, so sind aufgrund des Raid 0 Verbunds alle Daten verloren. Das verbaute Display kann durch den großen Blickwinkel und die hohe Leuchtkraft auch bei direkter Sonneneinstrahlung überzeugen. Auch wenn die von uns herangezogene Ausstattungsvariante des GT72 2QD Dominator Gaming Notebooks nicht die leistungsstärkste ist, so reicht die erbrachte Leistung dennoch aus, um aktuelle Spiele in einer Full-HD-Auflösung spielen zu können, ohne dass das jeweilige Spiel ruckelt. Um die verbaute Hardware zu kühlen, drehen die beiden verbauten Lüfter jedoch sehr stark auf, wodurch das Notebook eine unangenehm hohe Geräuschkulisse mit sich bringt. Bei normalen Officearbeiten hingegen ist das Notebook kaum zu hören. Spielt man mit dem Notebook im Akkubetrieb, so ist die Freude am Spiel nach knapp anderthalb Stunden vorbei. Schaltet man die dedizierte Grafikkarte ab, erreicht man im Officebetrieb eine Betriebsdauer von knapp drei Stunden. Das recht klobige Gehäuse würde MSI, was den Platz angeht, noch etwas Luft nach oben bieten, wodurch man nicht nur einen größeren Akku verbauen könnte, sondern auch ein Mainboard, welches noch den Anschluss eines weiteren Datenträgers erlaubt. Sollte kein Interesse an diesen beiden Varianten bestanden haben, so hätte man sich ein paar Gedanken über ein Redesign machen können, wodurch man das Gehäuse etwas flacher und somit mobiler gestalten könnte. Je nach Ausstattung beginnt das GT72 2QD Dominator bei knapp 1500€*

Pro

  • Verarbeitung
  • Grafikleistung
  • Verschiedene Ausstattungsvarianten
  • Display
  • Tastatur mit gutem Druckpunkt und Beleuchtung

Contra

  • Lautstärke unter Last
  • Akkulaufzeit unter Last
  • Keine Datensicherheit bei Ausfall einer SSD

Design

Verarbeitung

Ausstattung

Leistung CPU

Leistung GPU

Lautstärke

Lieferumfang

Preis