Lian Li PC-A61 Midi-Tower

Mit dem PC-A61 haben wir heute einen kürzlich erst vorgestellten Midi-Tower aus dem Hause Lian Li im Test, welcher mit einigen Besonderheiten ausgestattet wurde.

Welche Details sich in dem neuen PC-A61 verbergen und wie sich das Gehäuse in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Maße: 230 x 490 x 510 mm (B x H x T)
  • Material: Aluminium (Body), gebürstetes Aluminium (Front, Deckel, Seiten)
  • Gewicht: ca. 6,5 kg
  • Farbe: Schwarz
  • Formfaktor: ATX, Micro-ATX
    Lüfter insgesamt möglich:
    2x 120 mm (Vorderseite)
    1x 120 mm (Rückseite)
    2x 140/ 2x 120 mm (Deckel)
    Davon vorinstalliert:
    2x 120 mm (Vorderseite)
    1x 120 mm (Rückseite)
  • Radiator-Mountings:
    1x max. 280/240 mm (Deckel)
    1x max. 240/360 mm (Front)
  • Filter: Vorderseite, Boden (entnehmbar)
  • Laufwerksschächte:
    4x 5,25 Zoll (extern)
    6x 3,5/ 2,5 Zoll (intern; werkzeuglos)
    1x 2,5 Zoll (intern, Mainboard-Tray)
  • Netzteil: 1x Standard ATX (optional)
  • Erweiterungsslots: 7
  • I/O-Panel:
    4x USB 3.0 (interne Anbindung)
    1x je HD Audio In/Out
  • Maximale Grafikkartenlänge: 280 mm (ohne jeglichen Verzicht)
  • Maximale Grafikkartenlänge: 420 mm (ohne HDD-Käfige)
  • Maximale CPU-Kühler-Höhe: 170 mm
  • Maximale Netzteillänge: 280 mm

Lieferumfang:

  • PC-A61
  • Montageanleitung
  • Schraubenset
  • Speaker
  • Lüfterblende

Design und Verarbeitung:

Das PC-A61 wird von Lian Li in einer neutralen Verpackung geliefert. Typisch für die Verpackung von Lian Li ist der aufgedruckte, grüne Streifen. Auf der Vorderseite der OVP ist eine Skizze des Gehäuses sowie die Modellbezeichnung aufgedruckt.

Seitlich sind die technischen Details des neuen Lian Li Sprösslings abgedruckt.
Innerhalb der OVP ist das PC-A61 mittels Styropor geschützt. Somit übersteht es auch ohne weitere Umverpackung einen Transport zum Käufer unbeschadet.

Äußeres Erscheinungsbild:

Das Design des PC-A61 wird wie es bei Lian Li üblich ist durch die Gehäusefront geprägt. Diese ist bei dem PC-A61 auf der Vorderseite komplett ohne Luftlöcher gestaltet worden. Als Material kommt wie man es aus dem Hause Lian Li kennt gebürstetes Aluminium zum Einsatz. Bei unserem Testsample handelt es sich um das schwarze Gehäusemodell.

An der unteren Kante der Gehäusefront wurde das Lian Li Logo auf die Gehäusefront aufgeklebt. Im Oberen Bereich befinden sich vier 5,25″ Laufwerksblenden. Drei dieser vier Blenden sind jeweils mit einer schwarzen Aluminiumblende verschlossen, wie man sie von vielen Gehäusen aus dem hause Lian Li kennt. Zudem befindet sich an oberster Stelle noch eine Laufwerksblende, welche auch dann verbaut bleiben kann, wenn man an dieser Stelle ein entsprechendes ODD verbaut, da es sich hierbei um eine aufklappbare Blende handelt.
Die beiden Außenseiten der Gehäusefront sind leicht abgeschrägt. In diesen abgeschrägten Bereich wurde rechts neben der obersten 5,25″ Blende die Power- und HDD-LED integriert.
Die beiden Außenseiten der Gehäusefront wurden jeweils gewellten Lüftungslöchern ausgestattet.

Die komplette Gehäusefront kann ganz einfach von dem Gehäuse abgezogen werden.

Hinter der Gehäusefront befinden sich im unteren Bereich zwei 120-mm-Lüfter, welche in einer Halterung verbaut wurden, die ausnahmsweise nicht aus Aluminium, sondern aus normalem Stahlblech gefertigt wurde. Dieses für Lian Li untypische Material wird verwendet, um die einfache Montage des Staubfilters zu ermöglichen. Dieser wird mittels zwei Magnetbändern an dem Lüfterrahmen befestigt.

Der Gehäusedeckel wurde sauber an die Gehäusefront angepasst.

Im vorderen Bereich wurde mittig die Powertaste eingearbeitet. Direkt hinter dieser Taste befindet sich das I/O-Shield, welches hinter einer aufschiebbaren Blende verbaut wurde.

Neben vier USB 3.0 Anschlüssen wurde hier auch noch ein Audio In bzw. Out untergebracht.
Im hinteren Bereich wurde eine Blende in den Gehäusedeckel eingelassen, welche mit einem Mesh-Gitter versehen ist.

Diese Blende kann nach oben aufgeklappt und herausgenommen werden. Hinter dieser Blende können entweder bis zu zwei 120 bzw. 240-mm-Lüfter verbaut werden. Ebenso ist es möglich, hier einen entsprechenden Radiator zu verbauen.

Auch hier wurde von Lian Li ein sehr feiner Staubfilter integriert, welcher wie auch der von der Gehäusefront ganz einfach zur Reinigung herausgenommen werden kann.

Mit einem Blick auf die Gehäuserückseite fällt einem als erstes die silberne Farbe ins Auge. Das von uns getestete Modell ist auf seiner Gehäuserückseite als auch im Innenraum aus unbehandeltem Aluminium und somit in silber gefertigt.

Auf der Gehäuserückseite findet man im oberen Bereich rechts neben dem I/O Shield einen 120-mm-Lüfter, welcher hinter einem silbernen Lüftergitter verbaut ist. Über diesem sind zwei Durchführungen für die Schläuche einer Wasserkühlung zu finden, welche mit einem entsprechenden Schutz ausgestattet wurde, welcher das aufscheuern der Schläuche verhindert. Das PC-A61 verfügt über sieben Erweiterungsslots, welche alle mit einer Slotblende versehen wurden, welche die Lian Li typischen Schlitze aufweisen.
Im unteren Bereich der Gehäuserückseite ist der Einbauplatz für ein ATX-Netzteil zu finden. Dieser verfügt über acht Montagebohrungen, wodurch das Netzteil in zwei Richtungen montiert werden kann.
Mit einem Blick auf die Gehäuseunterseite findet man im hinteren Bereich einen Staubfilter vor, welcher sich unter den Lüftungsschlitzen befindet, die zur Belüftung des Netzteiles zuständig sind.

Der Staubfilter ist zwischen zwei Kunststoffelemente geklemmt, welche an die Unterseite des Gehäuses geklippst sind. Er kann somit ganz einfach zur Reinigung von dem Gehäuse abgenommen werden.
Einen sicheren Stand gewähren dem PC-A61 vier Standfüße, welche im Look von gebürstetem Aluminium gehalten und an ihrer Unterseite mit einer Moosgummischicht ausgestattet sind.
Die beiden Seitendeckel sind komplett ohne jegliche Luftschlitze oder Sonstigem gefertigt und somit sehr unauffällig.

Das PC-A61 gibt es neben der von uns getesteten Variante auch noch in einer silberne und einer Version mit einem Seitenfenster. Bei letzterer ist neben dem Innenraum auch die Rückseite passend zum restlichen Gehäuse in schwarz gehalten.

Blick ins Gehäuseinnere:

Hat man die Seitenwände von dem PC-A61 abgenommen, so hat man einen freien Blick auf den Inneren Aufbau des Gehäuses.

Bei der silbernen, sowie auch der schwarzen Version ohne Seitenfenster des PC-A61 ist das Gehäuseinnere aus blankem Aluminiumblech gefertigt. Bei der Version mit dem integrierten Fenster wurde auch das Gehäuseinnere komplett schwarz eloxiert.
Gleich hinter der Gehäusefront ist die größte Neuerung zu finden, welche dieses Jahr von Lian Li eingeführt wurde. Hierbei handelt es sich um die einzeln herausnehmbaren Festplattenkäfige.

Die sechs Festplattenkäfige sind jeweils aus einem u-förmig gebogenen Aluminiumblech gefertigt.

Durch Nasen, welche sich im hinteren Bereich der jeweiligen HDD-Käfige befinden, können diese einfach in den durchgehenden Mainboardschlitten eingehakt werden.

Um einen sicheren Transport der Hardware zur nächsten Lanparty zu gewährleisten, sind die Festplattenrahmen zudem jeweils noch mit zwei Rändelschrauben gesichert. Die Festplättenkäfige können neben 2,5″ Festplatten, welche über herkömmliche Schrauben montiert werden, müssen auch mit 3,5″ Festplatten bestückt werden, welche über entsprechende Gummipuffer entkoppelt werden.

Die einzelnen Rahmen sind ebenfalls mit einem Gummipolster ausgestattet, welche die Übertragung von Schwingungen verhindern sollen.

Oberhalb dieser sechs HDD-Käfige wurde der Einbauplatz für die vier 5,25″ Laufwerke integriert. Lian Li bietet einem hier die Möglichkeit, den unteren Teil dieses Laufwerkskäfigs aus dem Gehäuse zu entfernen und durch eine mitgelieferten Lüfterblende zu ersetzten.

Dadurch ist es möglich, einen 360-mm-Radiator zu verbauen. Der oberste 5,25″ Schacht ist fest mit dem Gehäuse verbunden, wodurch weiterhin ein 5,25″ Laufwerk in dem PC-A61 verbaut werden kann.
Bleibt dieser Laufwerkskäfig verbaut, kann hinter der Gehäusefront ein 240-mm-Radiator verbaut werden.
In den Mainboardschlitten wurden neben einer großen Aussparung, welche eine Montage des CPU-Kühlers auch bei montiertem Mainboard zulässt, auch kleinere Aussparungen eingelassen, welche als Kabeldurchführungen dienen. Diese sind mit einer entsprechenden Gummidurchführung versehen, wodurch die Kabel effektiv geschützt werden. Die zur Mainboardmontage benötigten Abstandshalter sind seitens Lian Li schon in den Mainboardschlitten eingedreht.
Mit einem Blick auf die Rückseite des Mainboardschlittens findet man im unteren Bereich Montagebohrungen vor, an welchen man eine 2,5″ Festplatte montieren kann.

Am Einbauplatz des ATX-Netzteiles wurden Trägerschienen verbaut, auf denen das Netzteil aufliegt, wodurch die Last gemindert wird, welche auf die Schrauben wirkt, mit denen das Netzteil befestigt wird. Diese Trägerschienen sind mit Moosgummipolstern ausgestattet, welche das Netzteil entkoppeln sollen.

Montage:

Zur Montage des Mainboards kann man sich bei dem PC-A61 wie schon kurz erwähnt einen Arbeitsschritt sparen, da die benötigten Abstandshalter schon in den Mainboardschlitten eingedreht sind. Somit kann man sein Mainboard gleich in dem Gehäuse verbauen.
3,5″ Festplatten werden wie auch 2,5″ Festplatten mittels Schrauben an den einzelnen Laufwerkskäfigen befestigt, sind jedoch durch spezielle Gummipuffer entsprechend entkoppelt. Die einzelnen Festplattenkäfige lassen sich zur HDD Montage ganz einfach aus dem Gehäuse herausnehmen. Bei der ersten Montage sollte man jedoch bedenken, dass diese seitens Lian Li mit Rändelschrauben von der Rückseite aus verschraubt sind. Wird der PC nur an einem festen Platz verwendet, kann man auf diese Schrauben getrost verzichten. Sollte man mit dem Rechner jedoch öfters mal auf Reisen gehen, so empfiehlt es sich, die Festplattenrahmen zusätzlich durch diese Schrauben zu sichern.
Auch die Montage von 5,25″ Laufwerken geschieht bei dem PC-A61 nicht wie bei vielen anderen aktuellen Gehäusen werkzeuglos, sondern mittels entsprechender Schrauben.
Zur Montage eines großen Radiators lassen sich drei viertel des 5,25″ Laufwerkkäfigs ganz einfach aus dem Gehäuse entfernen. Die 5,25″ Laufwerksblenden sind mittels Rändelschrauben an der Vorderseite des Gehäuses verschraubt. Durch diese Art der Befestigung benötigt man bei der Montage etwas mehr Zeit, die Blenden springen jedoch nicht einfach so mal bei einem Transport des Rechners zur nächsten Lanparty aus den Laufwerkschächten heraus.
Durch die acht Montagebohrungen, welche um den Einbauplatz des Netzteiles angesiedelt sind, ist eine Montage in zwei Richtungen möglich.
Wir haben das Netzteil in unserem Test so montiert, dass der Lüfter des Netzteiles frische Luft durch den Gehäuseboden ansaugen kann.
Je nachdem ob man die Festplattenkäfige montiert lässt oder nicht, stehen einem entweder 280mm oder ganze 420mm zur Montage von Erweiterungskarten zur Verfügung.

Bei der von uns in diesem Test verwendeten Radeon 4870X2 kann man alle Festplattenkäfige problemlos im Gehäuse montiert lassen.
Durch die verwendeten Rändelschrauben lassen sich die Erweiterungskarten werkzeuglos verbauen.
Die maximale Höhe des verbaubaren CPU-Kühlers liegt bei 170mm.
Der Platz hinter dem Mainbaordschlitten ist mit 30mm vollkommen ausreichend, um auch den dicken ATX-Kabelstrang sauber verlegen zu können. Seitens Lian Li wurden hier schon entsprechende Kabelklemmen verbaut, welche ein sauberes verlegen der Kabel ermöglicht.

Fazit:

Mit dem PC-A61 hat Lian Li wieder ein sehr sauber verarbeitetes Gehäuse in sein Sortiment aufgenommen, welches vor allem im Inneren im Vergleich zu älteren Gehäusen von Lian Li eine Generalüberholung erhalten hat. Durch den extrem modularen Aufbau, welcher sich durch die einzelnen HDD-Käfige ergibt, kann man das PC-A61 sehr leer räumen, was viele Casemodder erfreuen wird. Für Moddingeinsteiger oder Modder mit einem kleineren Zeitbudget gibt es das PC-A61 neben der herkömmlichen Variante auch direkt mit einem eingelassenen Fenster, wodurch man sich gleich der Innenraumgestaltung widmen kann. Die Verarbeitung ist auf dem von Lian Li gewohnten, sehr hohen Niveau. Was die werkzeuglose Montage angeht, muss man bei dem PC-A61 einige Abstriche machen. Die verwendeten Montagearten gewähren jedoch einen sicheren Halt der einzelnen Komponenten, wodurch ein sicherer Transport zur nächsten Lanparty sichergestellt ist. Diese kann auch ruhig an warmen Tagen stattfinden, denn durch die großzügigen Montageplätze für Lüfter und Radiatoren kann man in diesem Midi-Tower ein leistungsstarkes System unterbringen. Das PC-A61 gibt es ab ca 169€* ohne Seitenfenster und ca. 219€* mit Seitenfenster bei Caseking.dezu kaufen.

Pro

  • Sehr gute Verarbeitung
  • Belüftungsmöglichkeiten
  • Vier USB 3.0 Frontanschlüsse
  • Radiatormontage problemlos möglich
  • Drei vorinstallierte Lüfter
  • Modularer Innenaufbau
  • Verschiedene Ausführungen

Contra

  • Kein externes 3,5″ Laufwerk ohne Zukauf von Adaptern verbaubar
  • Nur Stellenweise werkzeuglose Montage
  • Innenraum je nach Ausführung nicht schwarz eloxiert

Verarbeitung

Kompatibilität

Kühlmöglichkeiten

Ausstattung

Lieferumfang

Modding

Preis

 

Wir danken lian-li.com/ sehr für die Bereitstellung des Testmusters.